The Return of the Eintritt

Vor ĂŒber zwei Jahren hatten wir hier zuerst in den Kommentaren und dann bei einer Umfrage (Ergebnisse leider nicht mehr sichtbar) die mehr oder weniger leidige Eintritt-Diskussion. Ein Leser hatte sich beschwert, dass das Mono-Opening 5 Euro Eintritt kostete und dass das zu viel wĂ€re.

Einige andere Leute konnten das nicht nachvollziehen und meinten sicher zu recht, dass n FĂŒnfer fĂŒr einen Clubabend noch relativ gĂŒnstig ist und schau doch mal wie teuer das in anderen StĂ€dten ist und so weiter uns so fort. Aber eigentlich geht es bei solch einer Diskussion nicht nur um Geld, sondern um das Konzept an sich.

Denn der Eintritt war etwas aus der Mode gekommen. Nicht unschuldig daran waren natĂŒrlich DJ-Bars, die es ĂŒbrigens nicht erst seit der Theodor-Heuss-Straße gibt. Wenn ich mich richtig erinnere dĂŒrfte das Deli die so ziemlich erste Bar mit DJ-Programm gewesen sein, dicht gefolgt von Pauls Boutique und Radio-Bar.

NatĂŒrlich hat die Zahl an Bars mit DJ irgendwann expotential zugenommen. In den ersten Jahren des Theodor-Heuss-Booms gab es entlang der ganzen Meile gar kein anderes Konzept. Und das hat sich irgendwann verselbstĂ€ndigt – denn lĂ€ngst wurde natĂŒrlich auch dort getanzt und gefeiert, genau so wie in einem Club mit Eintritt.

Und wenn das Angebot an Locations irgendwann so groß ist wie heute in Stuttgart – und wir reden im Vergleich zu vor 10 Jahren von wirklich massiv mehr Locations in der ganzen Stadt – dann sehen es viele Leute natĂŒrlich nicht mehr ein, irgendwo Eintritt zu zahlen, wenn sie woanders auch umsonst feiern können. Sprich wurde es grob gesagt zum Gesetz in Stuttgart: Neuer Laden macht auf = Eintritt frei.

NatĂŒrlich gab es immer Ausnahmen bzw. Clubs, die Eintritt genommen haben – alleine, weil man natĂŒrlich keinen Gast-DJ von weiter weg als Affalterbach ohne Eintritt finanzieren kann. Aber die Tendenz bzw. der Trend war ĂŒber Jahre hinweg nicht zu ĂŒbersehen.

Doch inzwischen scheint sich das Blatt zu wenden, wie man so schön sagt. Als Cheffe Oskar im ersten Mono (2005 bis 2007) an der Theodor-Heuss-Straße Eintritt nahm  war manch einer entsetzt – aber es hat funktioniert. Und inzwischen nehmen nicht wenige Locations auf der Straße ebenfalls Eintritt – genau genommen sind jene lĂ€ngst in der Überzahl. FĂŒr das 7grad z.B. legen die Fans sogar – logisch –  7 Euro hin.

Womit auch eine andere Legende ein wenig widerlegt wurde: Dass man in einem Laden, der vorher keinen Eintritt gekostet hat, nie im Leben plötzlich doch Geld an der TĂŒre verlangen kann. Wobei wiederum das Schocken das schon vor lĂ€ngerem ab und zu vergeblich versucht hat. Die Leute sind verschreckt umgekehrt. Soweit ich noch weiß ging es um 3 Euro.

Warum Clubs und sogar Locations, die man eigentlich als Bar bezeichnen wĂŒrde, ĂŒberhaupt Eintritt verlangen, kann verschiedene GrĂŒnde haben. Das konnte ich an den vergangenen Wochenenden ganz gut beobachten.

Zum einen kann man so natĂŒrlich einen gewissen Teil der anfallenden Kosten deckeln. Gerade in Zeiten der VorglĂŒhmanie ist an so mancher Bar nicht immer so viel verdient wie man denkt. Wiederum erhofft man sich natĂŒrlich so natĂŒrlich eine  lĂ€ngere “Kundenbindung” pro Abend. Sprich, Gast hat gezahlt, also rennt er so schnell nicht davon.

Dann sind wie schon erwĂ€hnt Gast-DJs ganz einfach nicht anders zu finanzieren. Ein Programm wie im Rocker 33 oder im Romy S., das von Bookings lebt, geht nicht ohne entsprechenden Eintritt. Vorreiter war hier einst das M1, das einerseits mit den bis dahin höchsten Eintrittspreisen geschockt, andererseits erstmals mit den Big Names ĂŒberzeugt hat.

Oder das KimTimJim – hier feiert ein erwachsenes Publikum zu anspruchsvoller elektronischer Musik und zahlt dafĂŒr ohne mit der Wimper zu zucken 10 Euro Eintritt fĂŒr einen DJ, von dem an so manchem Samstag ein Großteil der Besucher noch nie im Leben etwas gehört hat. Aber auch hier stimmt einfach das Gesamtkonzept aus Location, Musik und GĂ€sten.

Selbiges – freilich konzeptionell zwei ganz andere Baustellen – kann man genauso gut von den neuen Errungenschaften Speakeasy oder SchrĂ€glage behaupten. Gerade letztere ist fĂŒr die Zielgruppe quasi fast schon ein LebensgefĂŒhl. Und fĂŒr LebensgefĂŒhl flutscht der FĂŒnfer locker aus dem Geldbeutel.

Was auch immer die GrĂŒnde sind – der Trend ist auf jeden Fall erfreulich, dass die Leute wieder bereits sind, Eintritt zu zahlen, wenn das Angebot stimmt. Und dass man auch ohne Eintritt Spitzen Partys feiern kann, dafĂŒr gibt es sowieso genug Beispiele.

Und um mal zu gucken, wie die Stimmung so ist, hier ein Revival unserer großen Eintritt-Abstimmung:

68 Comments

  • Cassius sagt:

    Prinzipiell zahle ich auch was, wenn ich glaube, dass es sich lohnt. Problematisch wird’s nur, wenn man die “falschen” Freunde hat, d.h. man bekommt Leute, die vielleicht einen etwas anderen Geschmack haben, gar nicht mehr dazu, sich die Sache mal anzugucken.

    War neulich mit ‘ner Freundin im KimJimTim und fand’s ziemlich gut, aber die 10 € haben halt die anderen vier Leute am Eingang vergrault. Auf Dauer landet man so dann doch wieder in den kostenlosen Bars, weil man nicht immer alleine feiern gehen will…

  • martin sagt:

    kenne ich, ist in der tat nen problem. war auch schon immer in meinem freundeskreis so.

  • majde sagt:

    wenn die leute ein problem mit dem eintritt in gewissen clubs/bars/veranstaltungen haben, dann sollten sie vielleicht gewisse clubs/bars/veranstaltungen einfach nicht aufsuchen. mir hat neulich auch ein mĂ€del versucht zu erklĂ€ren warum wir mit unserer veranstaltung im speakeasy kein geld verlangen dĂŒrften, bei wohlgemerkt € 5 fĂŒr 5 etablierte stuttgarter djs. das wĂ€re gemessen am konzept eine frechheit etc. rein wollte sie natĂŒrlcih trotzdem mit ihrer 5er-gruppe, aber halt umsonst. an der bar hĂ€tte sie dann wahrscheinlich angeprangert dass man fĂŒr die getrĂ€nke geld verlangt, wobei die doch alle hauptsĂ€chlich aus wasser bestehen und man dafĂŒr kein geld verlangen kann, da es eins der grundelemente ist.

  • Sandmann sagt:

    es ist einfach auch so das die veranstalter, die die partys in den clubs machen nur den eintritt bekommen oder sogar nur einen teil des selbigen… und wenn man auch ohne gast dj kosten von mindestens 600 euro pro party hat dann hat sich das fĂŒr umsonst an der tĂŒr ganz schnell erledigt… ich habe mit leuten an tĂŒren schon wegen 2 euro rumdiskutiert, als ich irgendwann genervt gemeint hab dann bleib draußen wurde murrend bezahlt… als ich mich umdrehe wird ein neues iphone gezĂŒckt und sich am tel. darĂŒber beschwert wie assi die leute and er tĂŒr sind… wenn man schon im sakko weg gehen muss und aller welt sein neuestes tolles telefon zeigen muss, dann sollte ich auch tunlichst die schnauze halten wenn man 2 euro eintritt zahlen soll…
    sorry fĂŒrs abkotzen 🙂

  • martin sagt:

    manche leute sollten einfach gleich ganz zu hause bleiben.

  • Stefanos sagt:

    Da muss ich Cassius zustimmen. Ich persönlich finde es ok fĂŒr einen Club mit gutem Konzept und entsprechend guten Gast DJs auch 10+ € zu bezahlen >> R33, RomyS, Climax.

    Das Problem sind meistens die Begleiter die dabei sind. Es ist IMMER!!! jemand dabei, dem der Eintritt zu viel ist. Entsprechend oft geht man dann auch in einen entsprechend gĂŒnstigeren bzw. no entry-fee Laden, weil man nicht allein reingehen will. Allerdings muss man dort auch oft Defizite was AtmosphĂ€re und Musik angeht hinnehmen. Abgesehen das sie meistens hoffnungslos ĂŒberfĂŒllt sind.

    Was mich dennoch stört sind die LĂ€den auf der Theo, die ohne jegliche VerĂ€nderung den Eintritt verlangen. Beim 7Grad finde ich es total ĂŒberzogen, 7€ zu verlangen. Sollen die Provinz-Kinder und Junggesellen-Abschieds-WĂŒttigen dort ihr Geld raushauen…!

    Ach.. verdammt.. ich sollte mir neue Freunde suchen, die genausoviel Geld haben wie ich… :))

  • felix sagt:

    Also ich finde Konzept ist super wichtig. Genau so wie Gast DJs und da Entlöhne ich dann auch gern entsprechend, wenn ich Bock auf den Act habe. Beispiel die mega Kaputtraven Lineups sind easy ihre 12€ Wert und da zahlt man auch gerne, gerade wenn man weiß wie viel Stress und Arbeit in so einem Event steckt. Problematisch, wird’s finde ich es bei Club Openings. Gut 5€ Mono ist ja noch das eine, aber ich fand die erste Party im KimTimJim mit 10€ recht heftig. DJ der nur Techno Hörern was sagt, in einer Location die zuvor keiner gesehen hat, da dann 10€ zu zahlen um mal vorbeizuschauen?! Aber vlt ist das auch deren Konzept^^

    Tendenziell ist aber diese Unwilligkeit zu zahlen ein echtes Problem. Denn mit dieser, doch recht verbreiteten, Meinung ‘gar nix’ oder ‘net mehr als n fĂŒnfer’ schlĂ€gt sich direkt auf die Bookings aus/den Pool an ĂŒberhaupt möglichen Artists die hier mal spielen. Denn die geilen internationalen Acts, grade wenn sie vlt in ner Hochphase sind, kosten entsprechend und wenn man sich dann einem mehr oder weniger Zahlungsunwilligen Konsens gegenĂŒbersieht, hat man natĂŒrlich ein doppelt so hohes Risiko richtig auf die Nase zu fallen finanziell und so lĂ€sst der Booker es vlt doch bleiben…

  • Whatever sagt:

    Ja ja, immer die freunde! 🙂 BTW. Allein feiern kann teilweise viel cooler sein als in der Gruppe! Und mehr Leute lernt man da auch kennen!

  • product_p sagt:

    schlimm finde ich, dass sehr oft trotz hoher eintritte (10€ aufwĂ€rts – ich weiß, dass ein top-dj seinen preis hat) so manche club-/locationbetreiber den hals nicht voll kriegen. die lĂ€den sind bumsvoll, teilweise herrscht bedrohlicher platzmangel. von feiern kann nur im weitesten sinne gesprochen werden. ich weiß, den meisten betreibern ist das scheißegal, am ende zĂ€hlen die fetten €€€. dennoch wĂŒrde ich mir in diesem punkt ein umdenken wĂŒnschen. ich zahle von mir aus auch gerne etwas mehr eintritt, wenn damit gewĂ€hrleistet ist, dass die party auch platz zum feiern bietet.

  • Lo sagt:

    Ich finde, gerade am Kimtimjim sieht man, dass mittlerweile viele bereit sind, einen Preis fĂŒr gute Acts zu zahlen. Deren Konzept war auch von Anfang an, Anspruch in die ganze Partylandschaft in Stuttgart zu bringen und ich finde, das schaffen sie ganz gut. Neben dem Rocker eben ein zweiter Club, der sich der qualitĂ€tsvollen, elektronischen Musik hingibt.
    NatĂŒrlich spielt das Konzept eine Rolle. KintimJim besetzen im Prinzip eine Nische und fĂŒr sowas zahlt man normalerweise etwas mehr, bekommt dafĂŒr auch genau das, was man will und erwartet.

    Ich find die Entwicklung daher im Grunde richtig. Nach Jahren des RumdĂŒmpelns in mittelmĂ€ĂŸiger, abgehalfterter Musik in unzĂ€hligen Gratis Locations kommen endlich mal ordentliche Acts an Start. Nicht nur Kimtimjim auch “contemporary music club” und natĂŒrlich das Rocker bemĂŒhen sich stuttgart hochwertige elektronische Musik beizubringen. Fette Sache!

  • Flo sagt:

    Wenn der Laden fresh ist, zahle ich gern etwas. So einfach ist das 😀

    Nicht ganz falsch finde ich aber:
    “ich zahle von mir aus auch gerne etwas mehr eintritt, wenn damit gewĂ€hrleistet ist, dass die party auch platz zum feiern bietet.”

  • Ken sagt:

    Konzept? Wo gibt es in Stuttgart ein Konzept? 😉
    Ist aber eine verdammt gute Nachricht, das wieder verstÀrkt Eintritt verlangt wird!
    Irgendwie bin ich auch damit aufgewachsen, das ein Clubbesuch einfach Eintritt kostet. Egal ob mit Gast DJs aus Affalterbach (die auch ein Anrecht auf eine faire DJ Gage haben) oder fĂŒr Preiselbeersaft trinkende Gast DJs aus dem grossen Apfel oder fĂŒr Stuttgarter Clubs mit einem “Konzept” (was auch immer dieses mir unbekannte Wort aus dem Stuttgarter Nightlife bedeuten soll).

  • Heinz Becker sagt:

    Das ist genau der Knackpunkt. War erst letzten Samstag wieder so. Ich saulust auf Corso Rap hören, aber 5 Euro hatte 2 von unseren Kumpels abgeschreckt (ohne die aber Party machen langweilig gewesen wÀre) und so sind wir ins kostenlose 1210.
    Ich finde aber teilweise die Eintritte fĂŒr Standart Mucke alla Mainstream Rap/RÂŽnÂŽB/House irgendwas scheiß Mix zu teuer.

    P.S.: Achso was mir als positiver Aspekt fĂŒr Kein-Eintritt-Partys auffĂ€llt, ist , dass die Djs eher experimentierfreudig sind, da das Publikum nix erwartet, weil sie auch nix bezahlt haben. So ist das Wurst und Fleisch meist voll auch wenn nich Alica Keys-NY State of Mind kommt.

    Die Djs sollten sich meiner Meinung nach wieder mehr trauen, dann wĂŒrd ich auch wieder zahlen. Aber wenn du von Dj A….Z immer die gleichen Tracks hörst, geh ich lieber in andere Musik-Genre-LĂ€den, da ich da noch ĂŒberascht werde.

  • martin sagt:

    “P.S.: Achso was mir als positiver Aspekt fĂŒr Kein-Eintritt-Partys auffĂ€llt, ist , dass die Djs eher experimentierfreudig sind, da das Publikum nix erwartet, weil sie auch nix bezahlt haben. So ist das Wurst und Fleisch meist voll auch wenn nich Alica Keys-NY State of Mind kommt.”

    das ist aber von laden zu laden unterschiedlich. man kann genauso gut beobachen, dass die leute brutal schnell weg sind, wenn ihnen 10 minuten lang die musik nicht passt, weil sie eben keinen eintritt gezahlt haben.

  • Ken sagt:

    @ Heinz Becker:

    Dein Spruch mit der Experimentierfreude hat mich TrÀnen vor lauter Lachen weinen lassen.
    Schon jetzt fĂŒr mich das Statement des Jahres!

  • Dee Kay sagt:

    FĂŒr gute Djs zahle ich gerne etwas. Wenn man dann aber enttĂ€uscht wird, tut es umso mehr. Trotzdem finde ich Clubs gut, die keinen Eintritt kosten. Wenn man mal wieder unterwegs ist und keine Ahnung hat, wo was geht, kann man so auch mal ein paar locations abklappern, um zu sehen, wo es einem gefĂ€llt.

  • Heinz Becker sagt:

    Hast im Grunde Recht Martin. Aber das liegt auch an den Hörern einfach. Ich finde die sollten einfach wo anders hin, wenn die mit der Musik nich klarkommen. Finde die Entwicklung schrecklich momentan mit der Durchmischung von AnzugtrĂ€ger-Latte Macchiato-Trinkern und Alternativ-MĂŒsli-Leuten. Aber irgendwie sind wir vom Thema abgekommen:D
    @Ken: Muß nich immer so sein. NatĂŒrlich von Dj zu Dj verschieden

  • mary j sagt:

    Seitdem ich fĂŒr mein Studium nach Wien gezogen bin, muss ich zugeben, dass ich mich in Stuttgart inzwischen echt drĂŒber freu, wenn ich mal “nur” 3 Euro zahlen muss…
    Und wenn die Leute wissen, sie mĂŒssen Eintritt zahlen, informieren sie sich so vorher auch eher ĂŒber Musikrichtung/Location/Klientel/DJs. Das gewĂ€hrleistet einfach (grĂ¶ĂŸtenteils….), dass im Stereo mittwochs keiner rumsteht und sagt “Laan wasch looos, warum spieltn der nix von dem dĂ€iwid gedda, alda!?”.
    Aber natĂŒrlich wĂŒrde ich auch ganz schön blöd schaun, wie im Artikel erwĂ€hnt, wenn vorm Schocken einer stehen wĂŒrde und mir was von “7 Euro bitte” erzĂ€hlt… Naja is ja auch logisch: n lange gut durchgezogenes Konzept, das sich bewĂ€hrt, zieht StammgĂ€ste. Und wenn wir was kennet, dann wellet wir au nix andres, gell! FĂŒrn Image-Wechsel hilft meistens nur den Laden in ne andere Location zu packen.(siehe Sl… Hei der Zack nommal, was stehtn da alles in der Schlange….)

  • Rick sagt:

    Her mit dem Eintritt, gute Clubkultur kostet ne Menge Geld!
    Mit einer besseren WE Planung taucht auch nicht das Problem mit dem Freundeskreis auf. Einfach vorher ĂŒberlegen wohin man gehen will.
    So schaffen wir es vielleicht auch wieder bewusster auszugehen, dem gesamten Abend in einer Location eine Chance zu geben.

  • Naddi sagt:

    Frueher wars mal so, da hatten Leute Angst vor Partys die nix kosten. Das kann ja nicht gut sein, wenns so billig ist…

    Letztendlich ist es so: Der DJ spielt die Musik!

  • Fitzellurch sagt:

    “was nix koschd, isch nix”

  • Bo sagt:

    Also z.B. im Fall von KimTimJim oder TimJimKim oder wie auch immer ist alleine schon die installierte Sound-Anlage ihr 10 EUR Eintritt wert! War begeistert…

    Und Eintritt zu verlangen selektiert halt teilweise auch gut. So sind bei manchen Events auch wirklich nur die “Liebhaber und Kenner” gewisser Musik vor Ort.

  • tom sagt:

    Warum hackt ihr eigentlich auf Affalterbach rum! 😉 So am Arsch der Welt ist der Ort nun auch nicht 😉 und welcher Gast-DJ sollte von da kommen, den mĂŒsste ja dann mindestens ich kennen… hahaha…

  • martin sagt:

    djane steffi z.b., kennste? 😉 oh nee, das war nochmals woanders 🙂

  • jaja sagt:

    JAJA

    “Trinkgeld”

    schöne Disskussion ich bild mir da gerade meine Meinung..
    Was mich wundert und auffĂ€llt ist das BERLIN noch nicht genannt wurde und daß so vorsichtig mit Namen umgegangen wird.

    BERLIN!
    BERLIN!
    BERLIN!

    Oz, Unbekannte Tier, PALAST, Dorfdissen, M1, RADIO BAR, PAULS, ETC., LE FONQUE, SUITE, TravellersClub, Schocken, Rocker, Keller, bis zum Gulli Nordbahnhof oder sogar Zollamt, ZApata, Hans bringt Theo bis zum Marienplatz, glĂŒck, oder so..
    UNI, Camping, DURST und SCHWEISS, UMZUGSPHASE neue Era, Eintritt Reinkarnation..

    “viel zu teuer und totale zeit verschwendung aber besser als anonyme selbsthilfegruppen.”

    PS: Was ich als Denkanstoss noch geben könnte,
    Es gibt GĂ€ste, die freiwillig mehr zahlen! JAJA, Statt 5 dann 10 oder statt 3 gleich 5 – schon erlebt..

    ..an der Bar hinterlassen die meisten ja auch ein Bonus (Trinkgeld)
    das ist bei eintrittspreise zwar unĂŒblich kann aber LĂŒcken schließen..
    oder DJ Euro in Bars gabs auch schon..

    ?!?

  • someone sagt:

    Defakto ist es doch so:

    1) Wer Lust hat stĂ€ndig das selbe zu hören ob in Location x, y oder z der bekommt das doch in Stuttgart super hin…
    Was ich eher frech finde und wofĂŒr ich auf keinen Fall bezahlen wĂŒrde ist, wenn Location x fĂŒr den gleichen DJ einen Tag spĂ€ter Eintritt verlangt den man am Vortag in Location y noch umsonst hören konnte. Nun gut sei dem Verbraucher selbst ĂŒberlassen ob er das hinnehmen will.

    2) Das Problem mit den Freunden ist hinlĂ€nglich bekannt… Meine GĂŒte dann zahl ich halt fĂŒr 3 Leute Eintritt mir doch egal wenn ich was mehr verdiene als meine noch studierenden Freunde dann kann ich auch was mehr hinlegen! So manch einer scheint mir das Prinzip der Freundschaft noch nicht so richtig verstanden zu haben.

    3) Was nichts Kostet ist meist auch nichts… Geht doch mal nach TĂŒbingen… Bier 1,5 € Eintritt 1,5 € Anlage 1,5 € Musik 1,5€

    4) Wer DJs kennt und Musik liebt der weiß einfach wieviel Zeit, Liebe und Vorbereitung in so einer Musiksammlung oder einem Liveact/set steckt… Ich kann nicht nachvollziehen wie man nicht bereit sein kann dafĂŒr was springen zu lassen. Egal ob von weit her angereist oder von um die Ecke, die Leute verdienen damit ihren Lebensunterhalt und das sollte man Honorieren. Dem Barkeeper gebt ihr doch auch Trinkgeld und der Clubbetreiber möchte sich auch was aufs Brot schmieren also stellt euch nicht so an! FĂŒr 90 min. Livekonzert legt ihr 30 Euro hin aber fĂŒr nen Liceact ĂŒber 3h mit Warmup und Beschallung danach seit ihr nicht bereit mehr als 5 Euro zu zahlen?

    5) Auch die Aussage man ist bereit etwas zu bezahlen wenn man den DJ kennt halte ich fĂŒr ziemlich unreif… Man muss einfach sagen das Stuttgart in Sachen Musik vielleicht 200 Leute hat die wirklich nen Plan haben! Klar, dass die HĂ€lfte der GĂ€ste vom jeweiligen Act noch nie was gehört hat! Aber auch dafĂŒr muss man bereit sein was auszugeben. Wer nicht bereit ist sich selbst schlau zu machen gibt die Verantwortung an einen dritten ab und bezahlt dafĂŒr, dass der dritte sich damit auseinandersetzt. Egal in welchem Club es sitzen immer Leute dahinter die sich gedanken machen und probieren ihrem Konzept entsprechend Acts zu finden. Traurig wird das ganze besonders dann wenn man aussagen hört wie…

    Kenn ich mach ich… Dann hört man sachen wie “Super Booking” usw. usw. Kennen es die Leute nicht kommt keiner. Aber Hey schonmal so gedacht???
    Wenn die Booker letztes mal so nen guten Job gemacht haben warum vertraut ihr ihnen dann nicht auch wenn ihr den Namen nicht kennt? Die haben doch schließlich die Ahnung den damit verdienen sie ihr Geld!

    Leute fangt an Geld fĂŒr Musik auszugeben dann werdet ihr feststellen das aussagen wie
    “DJs die wo auflegen wo es keinen Eintritt kostet sind experimentierfreudiger”
    einfach nicht der Wahrheit entsprechen…

  • Whiskydrinker sagt:

    Thorsten, du irrst.

    Meiner Meinung nach war das Berlin 030 die allererste “Bar mit DJ-Pult und keinem Eintritt” in Stuttgart. Ab Ende 1993 sogar, wenn mich nicht alles tĂ€uscht.

    Die Geißstrasse 7 hat am 16. MĂ€rz 1994 gebrannt, also kam das Deli definitiv spĂ€ter. Die Radio Bar gab es ab 96 und Pauls Boutique wĂŒrde ich auch ab 96 sagen.

    P.S.: Affalterbach ist doch nun wirklich zentral gelegen. Auf Euronews kam mal ein Beitrag ĂŒber Laurent Garnier und seinen Bauernhof im Hinterland der Provence, auf den er sich zurĂŒckgezogen hat.

  • MCBuhl sagt:

    sJugendhaus in DĂ€gerloch hat Anfang der 90er auch Eintritt haben wollen. Die Etzelfarm nicht.

  • Toni D. sagt:

    Einritt? Eintritt? Ein Tritt?

    QualitĂ€t hat eben seinen Preis. Ganz ehrlich, ich wĂŒrde fĂŒr so einen Lause DJ wie mich auch keinen Cent ausgeben. Aber beim King Karo The Machine wĂŒrde ich zum Beispiel nen 20er liegen lassen nur um ihn auf den Conga mit dem Arsch wackeln zu sehen.

  • Herr Cut sagt:

    Finde die “wir gehen heute ĂŒberall hin, nur nicht richtig” MentalitĂ€t total fĂŒr’n Arsch. Ich war frĂŒher auch in 3 Clubs. Dem ersten von 22 – 6 Uhr, dem 2ten von 6.30 – 14 Uhr und dann von 14 – 22 Uhr und habe ĂŒberall meist Eintritt gezahlt.
    Und es stimmt nicht das die DJs experimentierfreudiger sind wenn’s nicht kostet. Denn da hauen die Leute gleich ab falls es nicht ganz passt. Die GĂ€ste wollen irgendwie nicht mehr wirklich was hören was sie nicht schon kennen.
    Eintritt muss wieder her mit mind 10€ dann trennt sich in der Stuttgarter Clubkultur ganz schnell die Spreu vom Weizenbier.

  • giano sagt:

    fĂŒr mich ist in dieser ganzen Diskussion der Herr Cut auf jeden Fall der Heftigste.

  • Fidi sagt:

    Das ganze Jahr heulen sie wgen 5 € an der TĂŒr rum und auf Ibiza haun se dann fĂŒr David Guetta 65 € raus. Komische Menschen

  • Si sagt:

    awa..dr guetta sieht man auf der isla umsonscht – am strand halt ohne mukke…;) das reicht – mir persönlich 🙂

  • Si sagt:

    & zum Thema: Ich zahl kein Eintritt
    nur bei einem Gig/Festival/Kino/Silvester punkt

  • anska sagt:

    Auch wenn Freunde/Bekannte eine Partyreihe veranstalten und ihr Geld verdienen möchten, drĂ€nge ich nicht auf einen GĂ€stelistenplatz. Die EUR 5-10 zahle ich dann auch gerne. Ich weiß ja fĂŒr wen und was.
    In jungen Jahren (16-20) haben wir unser Location teilweise schon nach dem Eintritt gewÀhlt. Da gab es ja auch noch DM 50,00 Gutscheine in manchen Diskotheken!

  • Frenemy sagt:

    Eintritt schön und gut….

    ist der Eintrittspreis inkl. MwSt. unter BerĂŒcksichtigung das auch davon KSK, Gema und ggfls. §50a bezahlt werden.
    Schreiben denn alle Djs Rechnungen??

    könnte es auch sein, dass Eintrittgelder und Dj Gagen nicht wirklich versteuert werden…und ich mit meinem Geld – Kassen fĂŒlle die ich so gar nicht fĂŒllen möchte.

    nein ich bin nicht das Finanzamt…ist nur mal so ne Frage …..

  • maylila sagt:

    in meiner alten heimat mĂŒnchen hab ich oft erlebt, dass man mind. 10 euro eintritt oder mehr zahlt und eigentlich gar nicht weiß fĂŒr was. den hammer find ich dann allerdings wenn es mit dem eintritt nicht aufhört sondern an der garderobe mit 2 euro weitergeht und man fĂŒr einen gin tonic gleich mal 10 euro hinlegt. ok, 50 cent trinkgeld sind da dann auch dabei aber darauf kommts ja auch nicht mehr an und es gehört irgendwie zum guten ton.

    eintritt zahlen findet glaub ich keiner von uns toll aber irgendwie gehört es zum clubleben dazu. man muss ja nicht immer pauschal 10 euro verlangen. wenn halt nicht der top-dj aus ĂŒbersee kommt, dann kann es ja auch mal bissle weniger sein. das freut auch die gĂ€ste. und wenn man sich ĂŒberlegt, welche kosten auf einen zukommen sobald man erst den club betreten hat… da ist der eintritt wohl eher das kleinere “problem”.

    es klingt zwar hart, aber durch den eintritt wird vielleicht mancher gast automatisch aussortiert, der nicht in den club “passt”. wem die musik und die atmosphĂ€re nicht gefĂ€llt der geht gar nicht erst hin.

    viel schlimmer als den eintritt find ich eigentlich ewiges anstehen am eingang 😉

  • Herr Cut sagt:

    Ich denke das die meisten Djs, Schwarze Schaafe gibt’s ĂŒberall, sehr wohl Rechnungen schreiben. Weil die 150€ – 500€, was so ein berechnender Dj verlangt, wollen ja möglichst auch wieder abgesetzt werden.
    Lege nĂ€chste Woche fĂŒr Umme in nen recht bekannten Club auf. Was soll ich da eigentlich sagen wenn das Finanzamt erscheint???

  • Rick sagt:

    @Frenemy: ???????????HÀÀÀÀÀÀÀÀÀh???????????????ß

  • Kenℱ sagt:

    Bei einigen Kommentaren hier wird immer deutlicher, was fĂŒr ein seltsames und teilweise komplett ahnungsloses Feierpublikum mit der Stuttgarter “Kein Eintritt” Politik herangezĂŒchtet wurde! Dazu noch die immer aggressiver und unfreundlicher werdenden Leute… Passt!!!

  • smile sb sagt:

    wichtig ist das die club betreiber einen plan haben was sie machen wollen. und nicht jede woche was anderes entscheiden.

  • Heinz Becker sagt:

    Kommt immer drauf an was Eperimentierfreude fĂŒr einen selbst bedeutet. Freu mich schon wenn n Dj mal Huss&Hodn auspackt statt Pfiffti zent und die Leute dankens auch.
    Aber hab das GefĂŒhl, dass bei vielen die Mucke auch nebensĂ€chlich is. Hauptsach billige Saufparty und scheene Fraua:D Euer Eugen

  • chris_der_1 sagt:

    Ich muss es in solchen Diskussionen immer wieder betonen. Wem es nicht passt Eintritt zu zahlen der will in den Laden anscheinend nicht wirklich rein oder soll dann zu Hause auf dem Sofa heiße Schokolade trinken.

  • barhoppper sagt:

    was mich annervt ist, dass einige Bars an seltsamen GlĂ€serpfand-Maßnahmen festhalten. Offensichtlich um zusĂ€tzlich (vermutlich steuerfreien) Umsatz zu generieren. Wer hat schon Bock, beim Leergut-abgeben wieder 10 min anzustehen.
    Mit mir nicht mehr. Ich meide diese Bars seit einiger Zeit.

  • Thorsten W. sagt:

    Witzig auf was Ideen manche Leute kommen… Eintritt, DJ-Gagen und Pfand grundsĂ€tzlich an der Steuer vorbei.

    Ich vermute mal den Grund fĂŒr das GlĂ€serpfand eher bei den zahlreichen WGs, die ihre KĂŒchenschrĂ€nke mit “Mitbringseln” aus diversen Lokalen bestĂŒckt haben.

  • GO sagt:

    Unterhaltsame Diskussion!

    Schon mal ĂŒberlegt mit welchen Geld, egal ob Club oder Bar, die TĂŒrsteher bezahlt werden? oder der Dj?
    undundund…

    @barhopper: du KĂ€psele! es gibt bars (suite, waranga,…) die keine Brandings auf den glĂ€sern haben, d. h. diese Bars kaufen ihre GlĂ€ser selber ein, da gehört es eben zum Konzept kein product placement zu betreiben. Und eigene GlĂ€ser kaufen, mein Freund, geht ĂŒbers Jahr mal schnell ins 5stellige.

    Solche Leute können getrost zu Hause bleiben!

    WTF Steuerfrei?????!!!!!!!

  • Thomas sagt:

    Haha, geilste BegrĂŒndung fĂŒr den Eintritts-Geiz ever, Frenemy! Nö, Veranstalter und DJs fĂŒhren natĂŒrlich keine MwSt, GEMA, etc. ab. Muss man einfach bei den Partys den Sachbearbeiter vom Finanzamt, der GEMA, etc. kostenlos reinlassen, dann akzeptieren die das problemlos.

    Ich probier das nachher gleich mal in der Kneipe. “Was, Du willst 3,- Euro fĂŒr das Bier?! Nö Du, ich weiß ja nicht, ob Du auch alle Steuern und Abgaben ordnungsgemĂ€ĂŸ abfĂŒhrst und ich will schließlich keine Kasse fĂŒllen, die ich so gar nicht fĂŒllen möchte. Achja, bring mir doch bitte gleich noch zwei SchnĂ€pse aufs Haus”.

  • Cassius sagt:

    Whoa, interessant hier… vor allem die Aussage, dass man ja gerne mal fĂŒr drei bis sieben Freunde Eintritt mitzahlt, weil das halt Freundschaft ist. Selbst wenn ich gut verdienen wĂŒrde (was ich jetzt mal offen lasse) und nur Studentenfreunde hĂ€tte, wĂ€r das irgendwie assig. Wobei ich natĂŒrlich auch weiß, dass meine Freunde nicht den weitesten Horizont haben, was Musik angeht (bzw. den Horizont nicht so bereitwillig erweitern).

    Achso, GlĂ€serpfand: Kann ja sein, dass GlĂ€ser teuer sind, aber fĂŒr die Kundschaft ist es einfach nur nervig. Ich nehme mal an, dass das eher “höherwertige” LĂ€den sind, die das machen, damit das nicht alles so ramschig oder billig wirkt – aber genau der Eindruck entsteht bei GlĂ€serpfand.

  • Herr Cut sagt:

    Vielleicht sollte sich die Jugend, welche wohl am meisten weg geht, mal wieder auf ein mal am we feiern gehen beschrĂ€nken. Oder Zumindest so wie es jedem sein Geldbeutel zulĂ€sst. Kann mich nicht daran erinnern frĂŒher Mittwoch, Donnerstag, Freitag & Samstag weggewesen zu sein. Scheint heute aber wohl ziemlich standart zu sein (ich sehe es ja bei meinem Bruder).
    Geiz ist Geil ist zum kotzen und was wenige verstehen, damit graben wir uns iirgendwo ĂŒberall selber das Wasser ab.
    Weggehen kostet halt Geld, Punkt aus. Und wer keins hat muss halt im Park chillen. Aber bitte nicht in dem unter meinem Haus 🙂

  • Go sagt:

    @cassius: die “Kundschaft” von der du schreibst, die es so schrecklich findet Pfand zu Zahlen, sind bei ca. 1000-1500 Leute (im durchlauf) ungefĂ€hr eine Handvoll Leute die das so wahnsinnig schrecklich findet. Du kannst dich gern in die Reihe der Korinthenkacker einreihen, aber der Großteil akzeptiert es und vor allem versteht es!!!! Pfand=Geld zurĂŒck!

  • Herr Cut sagt:

    Zudem verhindert es zumindest ein wenig das der Boden voller Scherben liegt und somit eine Gefahr fĂŒr mein Air System werden.

  • Go sagt:

    Herr Cut: So ist es!

  • se sagt:

    ich kenn die jahreshochrechnung mit dem glasbruch und/oder -diebstahl gut und verstehe dass der gastronom als solcher aus nachvollziehbaren grĂŒnden gerne geld einspart wo es halt geht (klos zumauern um wasser zu sparen is ja leider nicht erlaubt…!). gern kann er das mir auch als, ACHTUNG!, nachhaltiges verhalten der umwelt gegenĂŒber verkaufen, was natĂŒrlich auch voll toll ist/wĂ€re, aber nichtsdestotrotz bleibt es fĂŒr mich irritierend wenn ich in der suite pfand fĂŒr mein glas investieren muss. das hat fĂŒr mich das muffige gschmĂ€ckle einer studi-party oder eines metal-konzerts aufm land, passt nicht zum chic den dieser laden sonst gerne fĂŒr sich in anspruch nimmt. dann lieber glĂ€ser ohne eigenes branding bzw mit dem logo eines guten wodka oder Ă€hnlichem, die den gastrobetrieben hinterher geworfen werden… kommt ja doch in erster linie auf den inhalt des glases an und nicht um das glas. ein röhrle is mir auch noch wichtig, bitte da NIE sparen! 😀
    und eintritt, naja, das (luxus-)leben kostet halt was, nur dr dod isch ummasonschd, wie mein opa gerne sagt. wenn ich auf ein konzert einer band gehe, rechne ich ja auch damit dass es mich was kosten wird. bei nem guten dj sollte man da keine abstriche machen wollen.

  • AMaier sagt:

    hab lange ĂŒberlegt, ob ich hierzu auch was schreib, hmmmmmm ok:

    ich glaube der grĂ¶ĂŸte irrtum liegt bei den leuten, dass sie immer noch glauben, dass durch die hohen eintrittpreise millionen auf das konto von club-inhabern oder eventveranstaltern eingehen. das aber insbesondere bei oben genannten lĂ€den nicht wirklich der fall.

    rechnet doch mal unabhÀngig von den getrÀnken mal selber nach, da die veranstalter ja diesen umsatz nicht bekommen.

  • barhoppper sagt:

    Also das GlĂ€serpfand in Bars ist definitiv Schwachsinn. Und da kannst du jeden Gast fragen — das nervt alle die ich kenne. Es ist und bleibt eine Maßnahme um
    a) den Gast entweder dazu zu bringen die 2 EUR Pfand dem Gastronom zu schenken
    oder
    b) den Gast dazu zu bewegen, ohne Unterbrechung Nachschub an der Bar zu holen, weil niemand Lust hat, das “Leergut” mit sich herumzuschleifen

    Das Argument, dass GlĂ€ser geklaut werden, lass ich nicht gelten. Da gibt es i.d.R. Securitypersonal an der TĂŒre, das auch darĂŒber wacht, ob jemand GetrĂ€nke mit hereinbringt. Genauso wĂŒrden die auch sehen, ob GlĂ€ser in großem Stil geklaut wĂŒrden.
    Und was ist schon der Verlust von vielleicht 10 GlÀsern am Abend bei einem bestimmt 5-stelligem Umsatz?

    Mit der Argumentation könnte man in einem Restaurant auch Teller- und Besteckpfand einfĂŒhren.

    Ich habe ĂŒbringens nichts gegen Eintrittspreise, wenn ich in einen Club gehe.
    Ich ziehe aber meistens Bars vor und dort ist es m.M.n. fehl am Platz Eintritt zu zahlen.
    Ich zahle ja auch nicht im Supermarkt oder Restaurant Eintritt.

    Und zu den anwesenden DJs, die die Gastronomen verteidigen, fĂ€llt mir nur ein “welch Brot ich ess, des Lied ich sing” 😉

  • Ken sagt:

    Was? In der Suite muss man Becher… Ă€hhh GlĂ€serpfand zahlen? Hihihi… Da scheint sich das Publikum in der Suite in den letzten Jahren ja wirklich “verĂ€ndert ” zu haben!

  • Mox sagt:

    at barhopper:
    kleines rechenbeispiel: der kleinste fĂŒnfstellige umsatz ist ja bekanntlich eine solche zahl: 10 000, geht man jetzt von einem (sicherlich eher hohen) Ø getrĂ€nkepreis von 6 € aus, wĂ€ren das fĂŒr fĂŒr die niedrigste fĂŒnfstellige umsatzerwartung aus getrĂ€nken 1667 einheiten, die am abend verkauft werden mĂŒssten.
    meine frage: wieviele bars in stuttgart schaffen diesen schnitt deiner meinung nach regelmĂ€ĂŸig bei nur 10 geklauten (kaputtgegangenen) GlĂ€sern?

  • Thomas Geyer sagt:

    Hmm, also aus Veranstalterperspektive kenn ich das Pfand-Problem eher umgekehrt: wir hĂ€tten aus SicherheitsgrĂŒnden lieber GlĂ€serpfand (ist halt nicht so lustig, wenn jemand in ein Scherbenmeer fĂ€llt), die Clubs machen das aber eher ungern, weilÂŽs halt nen ziemlichen Aufwand darstellt.

  • AMaier sagt:

    at barhopper: bei dem glĂ€serpfand gebe ich dir recht. beim eintritt nicht. auch wenn ich dj bin hat das nichts damit zu tuen, dass ich mein geld hier verdiene, sondern eher dass ich bei vielen veranstaltungen im laufe der jahre eben die kosten kenne … ja es gibt viele schwarze schafe und konzeptlose lĂ€den 😉

  • vanDamme sagt:

    Das Pfand zahlt man i.d. Regel doch nur einmal? Ansonsten gibtÂŽs fĂŒr n leeres Tonic halt ein volles neues, so dass es eben am Ende einmal Anstehen fĂŒr die PfandrĂŒckgabe ist 
?

    Und Thorsten, mit deiner Studenten-WG haste schon recht: da war es – zumindest zu meiner “aktiven” Zeit vor 10, 15 Jahren – ein regelrechter Sport, aus allen möglichen Schuppen die gebrandeten GlĂ€ser zu … naja, auf jeden Fall gabÂŽs keine KĂŒche, in der keines der schönen, hohen “Romy S.”-GlĂ€ser stand.
    Die große Herausforderung war es, das Glas an der TĂŒr vorbei zu schmuggeln, aber da wurden unglaubliche Tricks angewendet. 🙂
    In finanziell-misslicher studentischer NaivitĂ€t neigte man halt dazu, die recht happigen 8,50 DM fĂŒr nen Longdrink als Inklusiv-Preis anzusehen …

    Allerdings deutet das heutige Pfand auch auf Flaschen ja eher daraufhin, dass die ansonsten einfach als Scherben auf der Straße landen, und das ist schon ein echtes Argument – wer einmal Sonntag frĂŒh in der City unterwegs ist, kann sich leicht ein Bild davon machen!

  • barhoppper sagt:

    In meiner 15-jĂ€hrigen Nightlife-Karriere kenne ich GlĂ€serpfand sonst nur von BiergĂ€rten und Großveranstaltungen, wo es vielleicht berechtigt ist. Aber im Bar-Umfeld hat sich diese “Unsitte” doch nur in Stuttgart verbreitet. Oder kennt jemand sowas auch von anderen Bars in anderen StĂ€dten?

    GlĂ€serpfand im Aussenbereich wĂ€hrend WM/EM ist m.M.n. akzeptabel, aber mir scheint es, dass man versucht hat, diese Praktik unauffĂ€llig im “Normalbetrieb” einfliessen zu lassen.

    Zur Rechnung von Mox:
    Also mal ganz grob ĂŒberschlagen, geht viell. 1% der GlĂ€ser verlustig. Das macht bei einem geschĂ€tzten Umsatz von viell um die 5 EUR pro Glas und einem GroßhĂ€ndlerpreis fĂŒr ein Glas von viell. 50 cent/Glas –> 1% von 50 cent = 0,5 cent Verlust pro verkauftem 5 EUR GetrĂ€nk.
    D.h. ein Tausendstel des Preises geht fĂŒr GlĂ€serverlust drauf.
    Das sind doch eher lÀcherliche BetrÀge oder?

    Und GlĂ€serbruch durch herumstehende GlĂ€ser könnte man (wie normalerweise ĂŒblich) durch Einsatz von (mehr) GlĂ€sersammelnden Personals vermeiden.

    Und fĂŒr weiterfĂŒhrende Gastronomen-Beratung wĂŒrde ich gerne zuerst ein Beratungshonorar vereinbaren 😉

  • TG sagt:

    Ich wĂŒrde gerne 10 EUR Eintritt zahlen, wenn in dem Laden verdammt nochmal das Rauchverbot erstgenommen wird. Auf die ganzen Billigbars, a.k.a. Raucherlokale hab ich wirklich keinen Bock mehr!

  • Thorsten W. sagt:

    Ich find die meisten Kommentare echt witzig – da wird von Nicht-Gastronomen wild mit Fantasiezahlen rumgerechnet und daraus Argumente abgeleitet. Mit Thomas als Veranstalter hat sich bisher einer gemeldet, der wirklich was dazu sagen kann, und ein ziemlich gutes Argument geliefert.

  • barhoppper sagt:

    wie bereits geschrieben, fĂŒr “Veranstaltungen” finde ich das GlĂ€serpfand ok, aber im klassischen Barbetrieb ist es eher unangebracht. Oder ist der Bar-Gastronom der Meinung, dass sich sein Publikum aus GlĂ€ser-werfenden Hooligans und Dieben zusammensetzt?

  • Kenℱ sagt:

    @ thorsten:

    warum hat es dann frĂŒher keinen pfand gebraucht? wurde da nicht auch wild gefeiert und gingen da nicht auch glĂ€ser zu bruch? ist vielleicht einfach das publikum immer assozialer geworden? ich bin echt beinahe vom stuhl gefallen, als ich diesen bockmist mit der pfandgeschichte gelesen habe!

  • Thorsten W. sagt:

    Ich sag ja nicht dass ich es gut finde. Ich finde nur die Argumentationen hier witzig. Die Probleme mit Glasbruch, Gefahr durch Scherben und Diebstahl haben alle Gastronomen – die einen nehmen deshalb Pfand, die anderen nicht.

  • barhoppper sagt:

    @TG: ja das Nicht-Durchsetzen von Rauchverboten nervt auch.
    Ich glaube man sollte mal eine Internetplattform schaffen, auf der MisstÀnde im Gastro-Bereich angeprangert werden.

    So Ă€hnlich wie “EsoWatch” fĂŒr den Esoterikbereich und “FoodWatch” fĂŒr Lebensmittel.

    Wie wÀre es mit GastroWatch?

    Gibt es nicht irgendwelche arbeitslosen web2.0-Informatik-Slacker, die sowas kurz aufsetzen könnten? 😉

  • Tobi Tobsen sagt:

    naja, das thema pfand ist schon ne sache fĂŒr sich. macht das außer der suite noch wer? im sommer finde ich es “okay” weil da sicher einiges an glĂ€sern und flaschen verloren gehen durch locationwechsel etc. im winter hingegen ist es eher schwachsinn.. wer geht da schon freiwillig raus und nimmt auch noch sein trinken mit? man könnte das konzept Ă€ndern in dem man das pfand weg lĂ€sst, dafĂŒr aber keiner mit getrĂ€nk raus darf.

    mmn ist das pfand bei der suite aber das kleinste problem – das viel grĂ¶ĂŸere steht vor der tĂŒr. komische vögel einfach.. sollten sich die betreiber echt mal gedanken drĂŒber machen, wenn stammgĂ€ste regelmĂ€ssig blöd angemacht werden..

    zum thema eintritt: kann man nicht pauschalisieren und muss jeder fĂŒr sich entscheiden, ob er fĂŒr die jeweilige veranstaltung kohle hinlegen möchte oder nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.