Red Bull live

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Vor drei Wochen war ich in Hamburg und Leser alx, der inzwischen in der Hansestadt wohnt, meinte: Komm, fedde Red Bull-Party mit Schowi im East, da gemma hin! Klar Mann, lÀuft! Kurz beide GÀsteliste gecheckt, sicher ist sicher und das East ist wohl eher ein Nobelschuppen, hatte ich gehört.

Also haben wir uns am entsprechenden Abend in der Stadt getroffen und wollten mit der Bahn zur Reeperbahn fahren, in deren NĂ€he das East ist. Das Problem: Es war der 30. September, und wie mir alx erklĂ€rte, wurde ein Monat zuvor in Hamburger U-Bahnen der Genuss von Alkohol verboten, und ab 1. Oktober wollte man das auch streng kontrollieren. Und weil die Hamburger so ein lustiges Völkchen sind wollten sie das, wie schon ein Monat zuvor, mit einem zĂŒnftigen U-Bahn-Rave feiern. Überall dicker Polizeiaufmarsch, wir sind aber trotzdem ganz gut angekommen.

Vom East hatte ich schon gehört, ein Designhotel mit angeschlossenem Club und Restaurant. Die Red Bull-Party war im Restaurant, was zu der etwas absurden Situation fĂŒhrte, dass es drei mit dressed-up TĂŒrstehern bestĂŒckte EinlĂ€sse gab – einen fĂŒr das “Upper East”, was der Club oben ist, einen fĂŒr die Red Bull-Party und einen fĂŒr die normalen Hotel-GĂ€ste.

Hat aber alles problemlos geklappt und drinnen erst mal doppelter Kulturschock: Eine unglaubliche Location, die ich so bisher noch nie gesehen hatte, und der unangenehme Eindruck, auf einer Ü40-Party gelandet zu sein. Was auch Schowi meinte, als wir mit ihm abklatschten. Im weiteren Verlauf des Abends stellte sich das Publikum dann aber als zwar durchaus schick, aber gar nicht so alt und gar nicht so unbeweglich heraus. Schöne junge Frauen auf hohen Schuhen und Ă€ltere reiche MĂ€nner im La Martina-Hemd, schon Schlimmeres gesehen.

Aber erst mal zur Location: Das Restaurant ist ein riesiger Raum oder vielmehr eine Halle mit unglaublich hohen Decken, in die nicht nur deckenhohe Stylo-SÀulen, sondern auch verschiedene Ebenen mit Nischen und Bars und GÀngen und Balkonen eingebaut wurde. Die Fotos (von www.east-hotel.de) können das nur annÀhernd wiedergeben.

Zwischenrein kam dann noch ne Facebook-Message vom inzwischen ebenfalls-Hamburger Suite-Phil: “Kommt hoch”. Er meinte wohl das Upper East, das GerĂŒchten zufolge ebenfalls sehr sehenswert ist, aber so leicht ist das halt auch nicht da hoch zu kommen.

Also warteten wir auf das nĂ€chste Highlight. “Nachher gibt’s noch ne Live-Show” meinte Schowi gleich vorab und wirkte tatsĂ€chlich etwas nervös. Das machte mich dann wirklich neugierig, und ich wurde nicht enttĂ€uscht: Irgendwann gesellten sich diverse Musiker zu Schowi auf die BĂŒhne, Trompete, Posaune, Kontrabass, Schlagzeug. Hört sich komisch an, funktioniert aber fantastisch.

Schowi hatte diverse Tracks rausgesucht, die irgendwie BlĂ€ser oder andere Instrumente beinhalten, und die Typen spielten live dazu. Sehr gute Kombination, wirklich, und dazu noch ĂŒberaus tanzbar, wie das von mir professionell erstellte Video oben vielleicht erkennen lĂ€sst. Das Ganze gab es aufgeteilt in zwei Shows, und wenn jemand nach einer frischen Idee fĂŒr nen Clubabend sucht, here we go.

Das Ganze war wohl so ne Art Testballon fĂŒr Red Bull, und man kann nur hoffen, dass sie das “Red Bull Live“-Konzept auch mal in anderen StĂ€dten anbieten.

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