Little People

Achtung, Konschd. Slinkachu heißt der Kerl und ich habe seinen Namen alleine am Sonntag drei Mal vergessen und gestern auch noch zwei Mal. Slinkachu. Slinkachu. Slinkachu. Jetzt mĂŒsste es passen. Streetart-KĂŒnstler aus London, der gerade im Kunstverein Ludwigsburg ausstellt. Laut Beipackzettel ist der Kerl eine der riesen Nummern im Gewerbe – natĂŒrlich neben Banksy.

Slinkachu stellt selbst modellierte Miniaturfiguren ins echte und große Leben, spielt mit der GrĂ¶ĂŸenverschiebung und fotografiert das dann. UngefĂ€hr so, wie wenn ich mich im Oblomow neben Markus an die TĂŒr stelle. Nur halt gehaltvoller und gefĂ€hrlicher: da werden unbescholtene BĂŒrger von Sicherheitsnadeln erstochen, MĂŒcken mit Gewehren erschossen oder Legosteine auf Autobahnen geworfen. Der Mann hat sogar schon mal Schnecken eingefangen, sie angemalt und wieder, Ă€h, laufen lassen. Kurz: Supertyp, dieser Slinkachu. Der Steffen auch, der mich da ungefragt hingeschleppt hat.

Die Ausstellung “The Big City”  lĂ€uft noch bis zum 27. November im Kunstverein Ludwigsburg, Wilhelmstr. 45/1, Ludwigsburg, Di-Sa 15-18, So 11-17 Uhr (1.11. geschlossen). Ah, Achtung beim Reingehen: fieser Treppenabsatz. Mich hĂ€tte es beinahe auf den Bauch gelegt. WĂ€re dann aber sofort aufgesprungen und hĂ€tte “Performance! Danke, Danke, Danke” gerufen.

Ich weiß jetzt gar nicht, wieso ich drauf komme. Aber bei Konschd muss ich immer an einen Satz denken, den ich mal aufgeschnappt habe – ich glaube, auf einem befreundeten Balkon: “Niemand muss sich mehr Blödsinn anhören als ein Bild auf einer Ausstellung.”

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