Phantasie an die Macht

Letzten Sonntag igittigatt-Wetter. Da kann man schon mal ins kuschelige Waiblingen. Wollte da schon länger hin. Also nicht nach WN, aber in die Galerie Stihl. Denn wer sonst qualitativ hochwertige Motorsägen und nackte-Weiber-Kalender macht, kann bei Kunst wahrscheinlich auch was.

Kurzer Hinweis, liebe Waiblinger – wenn man so ein Schmuckst√ľck am Ort hat, dann k√∂nnte man es doch auch auf seine Stra√üenschilder schreiben, damit es Besucher finden? Und weil dazu mein verdammtes Drecks-Arschloch-Dummesau-Navi der Unsympathenmarke Navigon lieber ein GPS-Signal sucht,als eine Stra√üe, war das Finden der Galerie Stihl schon mal eine Kunst f√ľr sich.

Angekommen dann der erste Eindruck: Architektur innen wie au√üen top. Die Ausstellung “Phantasie an die Macht” zeigt 120 politische K√ľnstlerplakate von 65 internationalen K√ľnstlern wie Lichtenstein, Kollwitz, Picasso, Beuys, Keith Haring, Hundertwasser u.a.

“Ihre Plakate erz√§hlen eine Geschichte des Protests, des Engagements f√ľr Freiheit und Menschenrechte, der Forderung nach Gleichheit und Toleranz”. Das tun sie allerdings nur noch bis Sonntag, 25.9.¬†Wer das nicht schafft – oder Waiblingen bl√∂d oder die Galerie gar nicht findet, kann ja mal hier gucken:

Nein, es ist keine Doppelausstellung mit Duane Hanson, das sind Waiblinger aus Fleisch und Blut.

Mit neon, Verlauf und sauberer Typo kann man mich ja kriegen: Mein Lieblings-Plakat der Ausstellung.

“Das diskrimierende Graffiti fand sich an einer Baracke niederl√§ndischer UNO-Soldaten. Es wurde von der K√ľnstlerin, selbst eine √úberlebende der vierj√§hrigen Belagerung von Sarajewo, mit einem Selbstportrait hinterlegt.”

Nicht alle im Rems-Murr-Kreis, die in eine Galerie gehen, tun das wegen der Kunst. Free W-LAN?

Ich mag Museums-Shops Рmacht immer gleich so bisschen MOMA-Atmo. 

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