KTV Motorblog: Eis und Sternstunden

Thorsten sagt: “Irgendwie geht jeder, den ich kenne zum Placebo-Konzert.”

Leser Bernd postet seine Placebo-Karte auf G+ und schreibt: “15 Euro!” Ich antworte: “Sind in drei Döner besser investiert.” Willkommen bei den Stuttgarter Sternstunden, einem absolut wohlwollenden, dem ersten nicht bezahlten Advertorial der Welt ĂŒber einen temporĂ€ren Zeltquader und Grasschutz.

Folgendes: Vorhin so seinen schicken Artikel “rausgeschmiergelt”, wie der Wohni immer sagt (sein Lieblingswort 2011), fĂŒr den ich eines Tages den Friedensnobelpreis bekommen werde, weil ich damit das Stuttgarter Nachtleben befrieden werde. Dachte ich mir, du bist so ein friedlicher Typ, musst dich belohnen, friedliche Typen essen gerne Eis, also holste dir Eis beim Santin oder auch Sahnting genannt, eine Kugel Kitkat, eine Sahne-Kirsch, 2,40 Euro, danke, bitte, gerne.

So. Da ich mit meinem Rausgeschmiergel unendlich glĂŒcklich war, hab ich selbstzufrieden gedacht, komm, jetzt guckste dir das Ding mal an. Bist ja schließlich lange genug beim Aufbau vorbeigejoggt und hast ein bisschen gestaunt. Wegen 125 Jahre Automobil – wir erinnern uns, Thorsten entdeckte deswegen schon Boris Becker – hat der schwĂ€bische iPhone-Erfinder, falsch, Automobilhersteller Skoda, Mist, Mercedes einen Eisbahn-GedĂ€chtnis-Kasten auf den Schlossplatz hingeknallt.

Wie zu einer nervenden Trulla am DJ-Pult sag ich aber erst mal zu dem Klotz: “SpĂ€ter.” Wollte nur nicht mit meinem Eis reinlaufen, wahrscheinlich hĂ€tten mich die Securitys gehackt gelegt. Da ich frĂŒher mal beim TÜV gearbeitet habe, wollte ich erst kontrollieren, ob die Placebo-BĂŒhne den deutschen BĂŒhnenaufbaurichtlinien entsprechen.

ZunÀchst war ich aber verwundert, dass mal wieder der Rasen leiden darf.

Hier sieht man es besser:

Wir erinnern uns zum Zweiten: Bei der letzten WM fand kein Public Viewing auf dem Schlossplatz statt, das Jazz Open nur im Innenhof des Schlosses ebenso die SWR-Geschichte mit Jan Delay und so. Gut, fĂŒr letztere zwei Veranstaltungen hat der Innenhof gereicht, aber sonst ist der Schlossplatzrasen fast noch heiliger als unser gutes Mineralwasser.

Ein Abend hĂ€lt der gute Rasen das wohl aus, dachte man sich. Da ich absolut keinen grĂŒnen Daumen habe, versicherte mir der Aufbauer des Subway-Standes, dass die Matten absolut super sind, atmungsaktiv und der Rasen darunter nicht leidet. Hat er erst neulich in irgendeinem Stadion gesehen, wie fresh der Rasen danach noch aussieht. Und ja die Auflagen in Stuttgart wĂ€ren extrem hart. Unter seinen Stand mĂŒsse er eine Folie auf den Kies legen. Beruhigt gehe ich weiter vor in Richtung BĂŒhne vorbei an jede Menge FressstĂ€nden….

…aber ist nur so mittelspektakulĂ€r, also die BĂŒhne, so halt. Überlege, ob ich schreien soll: “Mach ma HipHop!” oder “Wir wollen Titten sehen, wir wollen Titten sehen…” Nun ja, ich lass es und geh rĂŒber zu der Halle inklusive Mono-2006-GedĂ€chtnis-Holzboden.

Im Eingangsbereich gibt es eine große Bar…

…wollte schon dreckig fragen, obÂŽs was umsonst gibt, immerhin feiert man ja Geburtstag, da kann man mal einen ausgeben. Hab es aber gelassen.

Drinnen stehen halt ein paar Daimler rum, hat mich eher weniger vom Hocker gehauen, Thorsten flippt vielleicht aus, ich weiß es nicht.

Niceone aufgebaut ist es auf jeden Fall. Und ja, dieses Auto sieht auch nice aus, bloss was soll die Palme auf der Haube und der Schaum (?) aus dem Fenster?

Frischvergiftung probieren derweil ihr neues Equipment aus…

…und wer schon immer mal wissen wollte, wie eine Big Band-Garderobe fĂŒr MĂ€nner aussieht, hier die Auflösung:

Hab mich nicht getraut reinzuschauen. Die Big Band ist tatsÀchlich da:

Haben voll Bock. Und warum der Heinz sich darin verirrt hat, weiß ich nicht.

Vielleicht Gottlieb Daimler auf der Suche nach dem Sechs-Zylinder-Motor in der Arktis? HĂ€tte mich informieren können. Und ob es fĂŒr Morgen noch Karten gibt weiß ich auch nicht. Die andere Band, die da auftritt, ist scheinbar ebenfalls ziemlich berĂŒhmt. Noch nie von der gehört.

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