The Revolution Will Not Be Televised

Schockschwerenot. Passt in keine Rubrik rein: “The Soul Of KTV”, “Yo, KTV Raps” … “Kickerle” ist er irgendwie auch keines, dieser Gil-Scott Heron. Verzeichung, WAR er keiner: Gil-Scott Heron, der Geschichtenschreiber, Spoken Words-Artist, Ur-Rapper und Poet aus Chicago starb am Freitag im Alter von 62-Jahren in New York an den Folgen von AIDS.

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Die Milchmädchen-Mathematik nannte ihn gerne “den schwarzen Bob Dylan”, was natürlich kompletter Blödsinn ist, es sei denn man hält  “1+1=2”  für einen visionären Coup.

“Poet” nehme ich jetzt auch gleich mal zurück: Der Mann schrieb eigentlich nur Zeilen von sich und aus der Nachbarschaft – aber fand eben die treffenden Worte, weil er aufgepasst, mitgespielt und mittendrin war. Klar, das kann man”Poet” nennen, klingt aber irgendwie nach Beine übereinanderschlagen, Worteschachteln, Schal über die Schulter werfen und Kaffeehaus-Bohème. Gil-Scott Heron saß eher in der Crackstube oder beim Dealer seines Vertrauens herum – oder ein. Wegen diverser Drogendelikte.

Voll gut: sein Vater Gil Heron war der erste Schwarze Fußballer bei Celtic Glasgow, der offiziell zweitbesten Mannschaft der Welt, deren Fans eher ein großer Gesangsverein als Fußball-Fans sind.

“Home is where the hatred is, home is built with pain and might not be such a bad idea if i never, never went home again”

Solche Zeilen gefallen auch Jungs, die sich vornehmlich mit dem Oevre von Slayer, Kreator, Black Flag oder The Cure anfreunden – sind sie freilich tiefer als der erste Eindruck. Kurz überlegt: Ich glaub Stuttgarts einst bester DJ hat mich auf Gil-Scott Heron gebracht – DJ C.A.T.weazle. Da wurde gerade das Farbfernsehen erfunden. “C.A.T.” stand übrigens für “Cool Atmosphere Transmitter”. Egal, jetzt.

Ruhe in Frieden, Alter. Gil-Scott Heron.

2 Comments

  • Thorsten W. sagt:

    Cooler Typ. Bin großer Fan. R.I.P.

  • Brian Jackson sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=7Y-6nGxRd28

    We’ve all heard so many conflicting words
    About life, whether wrong or right
    How you gotta be workin’ hard
    And it ain’t no easy job
    To survive. Just keep it alive

    We’ve all come to think of ourselves as links
    In a chain, so much to gain
    We are the ones who tie our fathers to our sons
    Don’t you know, that’s how we grow

    What my life really means is that the songs that I sing
    Are just pieces of a dream that I’ve been building
    And we can make a stand and hey, I’m reachin’ out my hand
    ‘Cause I know damn well we can if we are willing
    But we gotta be….
    Got to be willing

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