Unsere Leser und wir: neongrau

Neulich erst eine Großfamilie ernĂ€hrt, Erbe von John Discos wundervollem Krug und sowieso schon lange dabei hier, stellen wir kurz vor seinem Abschied aus Stuttgart verdientermaßen Leser neongrau vor.

Wer ist neongrau und was macht neongrau?

Prinzipiell ist neongrau jung, sexy und erfolglos
 oder so Ă€hnlich
Spaß beiseite, neongrau wurde im eisigen Winter anno 1981 in einem der lĂ€ndlichen Anrainerkreisen (WN) auf die Welt geworfen. Nach einer Ausbildung und ein paar Jahren ehrlicher Arbeit hat er jetzt gerade mit knapp 30 sein Studium in so ner Art Wirtschaftsinformatik abgeschlossen und wĂŒrde sich als durchschnittlichen Ottonormalexzentriker beschreiben.

Dein Name lĂ€sst ein wenig auf einen visuellen Menschen schließen.

Nicht ganz. Zwar habe ich mich im Studium etwas mit Usability und Eyetracking beschĂ€ftigt, wĂŒrde mich aber eher als so ne grafische Null bezeichnen. Interessiere mich aber trotz völliger Planlosigkeit einfach n bissl fĂŒr Fotografie, (Street)art und Design und kann mich ĂŒber SpĂ€ĂŸle wie „I shot the serif“ oder „sex, drugs n helvetica bold“ freuen. Fand den Namen einfach toll, weil er quasi ein Widerspruch in sich selbst ist.

Du wirst nun abtrĂŒnnig und ziehst demnĂ€chst nach Bochum, Spass, nach Berlin.

Jenau, ab in Pott! Wie eingangs erwĂ€hnt, bin ich ja gerade mit meinem Studium fertig und dacht mir, ob ich hier arbeitslos bin oder in Berlin, who cares!? Zudem bekommst in Berlin mehr geboten fĂŒr deine StĂŒtze. Naja, soweit will ich es als echter Schwabe net kommen lassen ;-).

Ich zieh meiner Freundin hinterher, die ist schon kurz nach Weihnachten wegen eines Jobs nach Berlin. Will dort n paar (5?) Jahre Großstadterfahrung sammeln um mich dann in bester Halbhöhenlage wieder im Kessel niederzulassen.

Schon eine Liste gemacht was du nochmals im Tal aller TĂ€ler besuchen bzw. erledigen willst?

Hör mir uff. Da gibt’s sooo viel was ich noch gern machen wĂŒrdÂŽ. Nochmal bissl die Wilhelma genießen, beim Ganesha nochmal ordentlich d‘ Gosch verbrenna, dem Fernsehturm tschĂŒss sagen, paar Bilder in der Weissenhofsiedlung schießen, n ordentliches GPS beim Onkel Otto verdrĂŒcken, mit paar Freunden ein gepflegtes Bierchen im Park trinken, beim Pinguin a Eisle schlotza, ne Zehn-LĂ€den-an-einem-Abend-tour starten und hĂŒbsch abstĂŒrzen, beim Alaturka die FĂŒĂŸe in den Bauch stehen, und ins Kunstmuseum sollt ich auch mal noch


Was wirst du – wahrscheinlich – am meisten vermissen und was am wenigsten?

Am wenigsten? Hmmm, vermutlich die Theo und die ganzen Gestalten dort. Und auch ganz bestimmt NICHT die diversen dem Bierkonsum gewidmeten Großveranstaltungen aufm Wasen.

Ich glaube, am meisten wird mir das „KleinstĂ€dtische“ fehlen. Damit mein ich jetzt nicht die freundlichen Zettel an meinem Smart, die mich auf mein semiorrektes Parkverhalten hinweisen! Sondern vielmehr, dass, wenn man „in die city“ geht einfach, weiß was fĂŒr ein Viertel gemeint ist. Liegt einfach alles schön zentral. Oh, und der Blick in den Kessel bei Nacht wird mir auch fehlen.

Neben Motoren hat der Neongrau ein Faible fĂŒr elektronische Musik, aight?

Stimmt, neben meiner Ducati, die ich viel zu wenig bewege, mag ich Clubs mit elektronischer Musik, die ich leider auch viel zu selten besuche. Nach meiner wilden Zeit Ende der 90er und Anfang der 00er bin ich mittlerweile eher der passive Musikliebhaber und muss nicht mehr jedes Wochenende einen Exzess durchleben. Vor allem wenn der Kater dann wieder lÀnger dauert als die Party. Freu mich aber trotzdem schon tierisch auf die eine oder andere Location in Berlin.

Welchen Kessel-Beitrag wĂŒrdest du dir fĂŒr die Zukunft wĂŒnschen?

10.000 neue ParkplÀtze in Stuttgart West geschaffen. Parkraummanagement voller Erfolg.

Stuttgart ist fĂŒr mich…

HEIMAT!

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