So geht Rock’n’Roll

(Photo: Buzz “King Buzzo” Osborne. Credit: Mackie Osborne)

Grundgütiger. Ich bin ein glühender Verehrer der Melvins. Kauzige Band, aber immer für eine sakrisch gute Schippe Lärm, geile Poster und vorbildliche Frisuren (siehe oben) zu haben. Ihre “Youth Of America” Coverversion von The Wipers, tritt sogar dem Original mit Anlauf in den Boppes. Schafft sonst keiner.

Darüber machen die sich aber gerade vermutlich keine Gedanken. Die suchen eher nach jemandem, der sie mal gescheit zwickt oder wenigstens in den Arm nimmt. Innerhalb von nur drei wochen auf zwei Kontinenten in zwei “Mega-Erdbeben” (n-TV) reinzugeraten ist schließlich allerhand.

22. Februar 2011: Melvins / High On Fire spielen in Christchurch, Neuseeland. Erdbeben: 6.3 auf der Richterskala. Die Sau ist nach oben offen, wissen wir ja. Entwarnungs eMails, Statusmeldungen und Co. Grundtenor:  “Uns ist nix passiert, wir leben noch. Scheißen uns aber in die Hosen – obwohl wir in Kalifornien leben und Erdbeben prinzipiell kennen”.

12. März 2011: Melvins / High On Fire wollen in Tokyo spielen. Osaka und Nagoya sind schon, äh, “gerockt” wie rockende Rocker gerne rockig sagen. Schon wieder Erdbeben, 8.9 Richterskala – immer noch nach oben offen, die dumme Sau. Wieder scheinen Band & Crew das einigermaßen heil überstanden zu haben. Grundtenor: “?!”

 

Wenn die zu ihren Frauen und Freunden heimkommen, hat die Frage “Na, wie war’s auf Tour?” eine ganz neue Qualität. “Ach nö, Schatz. Konzert wie immer.” Ich leg’ jetzt lieber was von Bon Jovi oder Coldplay zu Hause auf. Keine Lust, dass mir die Decke auf den Kopf fällt … Ach, was soll’s…

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