Alaturka

(Aussi von hinten mit seiner neuen, angebloggten Frisur.)

Achtung Wiederholung: Thorstens hat bereits im Rahmen eines großen Mittagstisch-Updates vergangenen Sommer auf Stuttgarts besten Döner hingewiesen. Darauf nochmals einzugehen hat mehrere Gründe:

1. Bester Döner, klar.

2. War ich dort mit zwei Monstertypen: Aussi und Skully.

3. Suche ich schon lange einen Anlass um auf Aussis Faible für Klettverschlüsse hinzuweisen.

Das sind legendäre Treter, über die ich mich schon vor langer Zeit gewundert habe, als der Aussi nämlich für drei Wochen mein Wohni war. Eines Tages sehe ich diese Schuhe im Flur zwischen meiner Nike-Sammlung und denk mir, puh, Klettverschluss-Sneakers, schon herbe Nummer muss ich sagen. Was treibt ihn dazu? Hat er Probleme? Ob´s ihm wohl gut geht?

Abends dachte ich, ich frag mal. “Du Wohni, samal, darf ich dich mal was ganz Persönliches fragen?”, setzte ich mit gedämpfter Stimme an. Inge dachte wohl, OMG, wasn jetzt los, hab ich zuviel Klopapier verkackt oder was?

“Mensch Wohni, immer doch!”

“Du Wohni, es lässt mir einfach eine Ruhe…. sag mal, bisch du ein Kletti?”

Lautes Prusten, wir liegen lachend am Boden und ich sag: “Alter, Klettverschluss, das geht gar net! Das hatte ich vielleicht zuletzt mit fünf im Kindergarten!”

“Awa, Klettverschluss ist der Shit, Mann!”

Seitdem ist der Aussi halt auch ab und zu der Kletti. Im Frühling holt er sie immer raus, meinte er heute. Heute ist es übrigens arschkalt, nicht von der Sonne täuschen lassen.

Back to Programm. Der Alaturka hat sich definitiv nochmals eine Hommage  hier verdient. Geh da leider viel zu selten hin, das Eck liegt für mich eher ungeschickt. Aussi arbeitet zwar direkt gegenüber, geht aber ebenfalls nicht so oft hin – wir haben heute sage und schreibe 40 Minuten gewartet. Das hatte ich dann doch noch etwas anders in Erinnerung.

40 Minuten auf nen Döner warten ist eine harte Ansage. Vor allem wenn man einen grummeligen wie hungrigen Skully dabei hat, der wiederum ja nicht weiß was ihn erwartet, nämlich den besten Döner der Stadt. Er war heute zum ersten Mal beim Alaturka.

Wir waren zu dritt verabredet und Inge hat für sich ganz bequem “das bestaussehendste Döner-Restaurant diesseits von Istanbul”, wie Thorsten damals schrieb, ausgesucht. Hochleistungssportler Skully hat uns übrigens sehr amüsiert, als er noch gestern meinte, Döner wäre nicht seine favorisierte Ernährungsvariante. Mussten Inge und ich angesichts seiner vollschlanken 105 Kilo etwas schmunzeln. Guter Gag, Christian.

Gott sei Dank hatte Ingmar einiges von der irren Merkel-Show gestern Abend in der Liederhalle zu erzählen. Viel gelacht und die lange Wartezeit verkürzt. Die Leute schauten schon komisch und Skully weiter etwas grummelig. Den Tresen endlich mal erreicht, hellte sich Skullys Mine schlagartig auf, als er das leckere Gemüse sah.

Und so, meine Damen und Herren, sieht dann ein restlos glücklicher Lötknecht aus!

Was soll man auch sagen? Das ist einfach ein himmelweiter Unterschied zu Pinar, Gül und Co., das knusprige Fleisch, das frisch gebackene Brot, das erwähnte knackige Gemüse… Ein vollmundiges Event der oberen Hifi-Klasse. Die Qualität leidet auch trotz jahrelangen Hypes nicht.

Zum Schluss hat Ingmar noch mit seiner neuen angebloggten Frise geärgert, sein Friseuse hat ihm nämlich einen leichten Undercut verpasst. Ist trotzdem gestern ohne Kontrolle in die Liederhalle reingekommen. Dafür hat er wiederum Skully und mich wegen unserer Leidenschaft für Lego müde belächelt und uns einen Arzt empfohlen.

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