Parkraummanagement West

Schlechte Nachrichten werden zwar nicht besser, wenn man sie wiederholt, aber da es ab 1. März richtig ernst wird und die Säulen bereits installiert sind, nochmals alles zur neuen wie umstrittenen Parkregelung im Stuttgarter Westen, mit der man die angespannte Parksituation entschärfen will. Fragt sich nach wie vor nur ob das hinhaut.

Prinzipiell kostet ab März jeder der circa 10.000 bislang öffentlichen Parkplätze Kohle. Im Westen sind übrigens rund 22.000 Fahrzeuge angemeldet – merkste was? – dazu kommen noch die Pendler und Westgäste. Anwohner können sich für ihre Zone (siehe unten) ein Jahresabo für 30,70 Euro holen, Pendler und Besucher zahlen 60 Cent pro Stunde (oder 6 Euro als Tagespauschale).

Wir Westler scheinen die Ruhe weg zu haben, denn bislang scheint das alles kaum jemand zu jucken. Circa 1000 Anträge auf einen Bewohnerparkausweis wurden erst gestellt, gibt der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung Dr. Martin Schairer (wohl der Bürgermeistertitel mit dem meisten Sheriff-Feeling) zu Protokoll. „Wir werden verstärkt kontrollieren, ob sich die Autofahrer an die Vorgaben halten. Daher meine dringende Bitte, sich rechtzeitig um einen Bewohnerparkausweis zu kümmern.”

Laut StZ hat die Stadt 20 neue Mitarbeiter eingestellt, die intensiv kontrollieren und gegebenenfalls Knöllchen bis zu 25 Euro ausstellen werden. In den ersten Wochen verspricht die Stadt noch ein wenig Toleranz. Insgesamt verursacht das neue Parkraummanagement 2,5 Millionen im Jahr, allerdings rechnet man mit 4,5 Millionen Euro Einnahmen an Gebühren und Bußgelder. Mit den Überschüssen sollen auch neue Bewohnerparkplätze gebaut werden.

Ich weiß immer noch nicht, was sich dadurch verbessern soll, außer dass ich jetzt 30,70 Euro jährlich zahlen müsste, wenn ich denn eine Karre hätte. Ich bin mir ganz sicher, dass man auch ab 1. März genauso lang auf der Suche nach einem Stellplatz um die Blocks geiern muss wie zuvor.

Aber vielleicht täusche ich mich gewaltig und ab 1. März gibt es im Westen freie Parkplätze bis zum Horizont, weil alle auf die Öffis umgestiegen sind und ihre (Zweit)Karren verkauft haben. Von letzteren Dingen träumen unsere Stadtverwalter, die gestern nochmals betonten, wie gut der Westen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Hier nochmals die Zonen und die gestrige Pressemitteilung der Stadt nachm Sprung.

www.stuttgart.de/parkeninwest

Neue Parkregelung im Stuttgarter Westen ab März

Am 1. März wird im Stuttgarter Stadtbezirk West das Parkraum-Management eingeführt. Damit ist das Parken unterhalb der Gäubahn bis einschließlich Reinsburgstraße im Süden und Seiden-/Paulinenstraße im Osten im öffentlichen Verkehrsraum grundsätzlich gebührenpflichtig.

Der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, Dr. Martin Schairer: „Die Parksituation im Stuttgarter Westen ist schon viel zu lange mehr als angespannt. Mit einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung wollen wir die Situation für Bewohner, Gewerbetreibende und Besucher verbessern.“

Obwohl seit Jahren in der Öffentlichkeit über das Parkraum-Management diskutiert wird und auch zahlreiche Informationsveranstaltungen durchgeführt wurden, zeigen zahlreiche Anfragen interessierter Bürgerinnen und Bürger an die Verkehrsbehörde, dass immer noch Unklarheiten herrschen. „Deshalb ist es uns auch so wichtig, bei den Bewohnern des Stuttgarter Westens nochmals um Akzeptanz für die Parkraumbewirtschaftung zu werben und auch um ein wenig Geduld zu bitten, bis die Verbesserungen spürbar werden“, so Bürgermeister Schairer weiter.

Bezirksvorsteher, Reinhard Möhrle, ergänzt: „Stuttgart-West bietet eine hohe Lebensqualität. Das bedeutet aber auch: Anwohner, Besucher und Pendler konkurrieren um die Parkplätze. Die Suche nach einem Parkplatz verursacht Lärm und Abgase. Ecken, Einfahrten und Gehwege werden zugeparkt, das gefährdet Fußgänger, allen voran Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer.“

Mischungsprinzip soll helfen

Abhilfe soll das Parkraum-Management schaffen, weil nach dem „Mischungsprinzip“ vorgegangen wird. Demnach dürfen alle Verkehrsteilnehmer auf den vorhandenen Flächen parken, müssen dafür aber bezahlen. Bewohner können einen Parkausweis beantragen. Für Gewerbetreibende besteht die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten.

Alle anderen – also zum Beispiel Besucher oder Kunden – müssen ein Ticket am Automaten lösen. Dieses kostet an Parkscheinautomaten 60 Cent je Stunde oder 6 Euro als Tagespauschale. In Kurzparkzonen gibt es darüber hinaus eine so genannte Brötchentaste, über die 30 Minuten kostenlos geparkt werden kann.

Insgesamt werden acht unterschiedliche Parkzonen eingerichtet. Diese sind unterteilt in Kurzzeitparkplätze, „normale“ Parkplätze und Ladebereiche, um möglichst allen Interessen entgegen zu kommen. „Damit steigt für Bewohner und Besucher die Chance auf einen legalen Parkplatz“, so Möhrle.

Die kostenpflichtigen Parkzonen werden entsprechend beschildert. Bürgermeister Dr. Schairer: „Wir werden verstärkt kontrollieren, ob sich die Autofahrer an die Vorgaben halten. Daher meine dringende Bitte, sich rechtzeitig um einen Bewohnerparkausweis zu kümmern. Bislang sind erst rund 1000 Anträge gestellt.“

Bewohner-Parkausweise kosten 30,70 Euro pro Jahr, sie gelten je nach Wunsch für drei, sechs, zwölf oder 24 Monate. Ausnahmegenehmigungen für Gewerbebetriebe gelten ein Jahr und kosten 120 Euro. Sie können in den Bürgerbüros West, Mitte, Süd, Nord und Ost beantragt werden – oder online unter www.stuttgart.de/parkeninwest. Dort werden auch weiterführende Fragen beantwortet. Um Wartezeiten zu vermeiden, bittet Bürgermeister Dr. Schairer, die Anträge besser online zu stellen.

Das neue Parkraummanagement soll auch zum Bau und zur Förderung von Bewohnerparkplätzen beitragen. So sollen die erwirtschafteten Überschüsse zum Bau der Bewohnerparkgarage Rossbollengässle (Fertigstellung 2012) verwendet werden. Geplant ist zudem eine Bewohnerparkgarage am Friedrich-Eugens-Gymnasium (Fertigstellung voraussichtlich 2013). Über die Umsetzung entscheidet der Gemeinderat.

Öffentliche Verkehrsmittel als Alternative zum Auto

Kaum ein anderer Stuttgarter Stadtbezirk ist so gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen wie der Westen. Eine günstige Alternative zum Auto bietet der VVS mit Bus und Bahn. Mit sechs S-Bahn-, drei Stadtbahn- und sechs Buslinien ist der Stadtteil perfekt erschlossen. Die S-Bahnen fahren hier alle zwei bis drei Minuten.

Der VVS hat bereits seit Mitte letzten Jahres Anwohner und Geschäftsleute über seine Angebote informiert. Geplant sind weitere Vor-Ort-Veranstaltungen ab Mitte Februar: Donnerstags, 17. und 24. Februar, 3. und 10. März, jeweils von 14 bis ?18 Uhr, Schwab-/Bebelstraße (Bürgerbüro), freitags, 18. und 25. Februar, 4. und ?11. März, jeweils von 8 bis 16 Uhr, Schwab-/Bebelstraße (Bürgerbüro) sowie samstags, 19. und 26. Februar, 5. und 12. März, Wochenmarkt am Bismarckplatz, jeweils von 7 bis 13 Uhr.

Zusätzlich verschickt der VVS Anfang Februar ein Info-Paket an die rund 30.000 Haushalte im Stuttgarter Westen. Darin enthalten ist ein besonderes Angebot: Anwohner, die jetzt ein VVS-Abo abschließen, bekommen den ersten Monat kostenlos.

Für Berufspendler ist neben dem FirmenTicket auch das JahresTicket eine günstige Alternative. Das neue Abo muss nicht mehr auf einmal im Voraus bezahlt werden. Stattdessen wird der Betrag in zwölf Monatsraten vom Konto abgebucht. Das JahresTicket im Abo kostet nur so viel wie zehn MonatsTickets. Die rund 280 Firmen im Stuttgarter Westen wurden bereits angeschrieben. Auf Wunsch kommen auch VVS-Tarif-Experten ins Haus und organisierten Informationsveranstaltungen für die Mitarbeiter. In einer weiteren Aktion wird den Firmen nun das neue Abo vorgestellt

52 Comments

  • bernd sagt:

    boah aggro thema nr. eins für mich,
    ich reg mich jetzt schon auf und werd erstmal keine dämlichen parkmarke kaufen, weil ichs einfach nich einsehen für keinen parkplatz mehr was zu zahlen… mag vllt. auch dumm sein, aber da bock ich jetzt einfach mal 🙂

    zudem kommt ja noch, dass wenn man in nem randbezirk wohnt und in der anderen zone parkt, trotzdem nen strafzettel bekommt, trotz parkausweis west. Ganz groß! und wie das mit den gästeparkausweisen klappen soll, hat die stadt inzwischen auch ganz geschickt verschleiert, bzw. sie vergessen, genau so wie die info ab wann man denn anträge abschicken kann und in welcher parkzone man denn wohnt…

    bin auch mal gespannt was passiert wenn man sich n neues auto besorgt und ummelden muss, kostet bestimmt auch mal 20 öcken das umschreiben oder gleich ne ganz neue parkmarke für 30 🙂

    aber vllt. wird ja alles gut und ich bin bald glücklich über die vielen neuen parkplätze die sich auftun …olé!

  • gusteau sagt:

    Also in “Mitte” werden die Anwohnerparkausweise vielleicht einmal jährlich kontrolliert; hab auch keinen, zahl lieber einmal im Jahr 15€ Strafe als 30€ für den Parkausweis

  • Martin Sp. sagt:

    Hab ich zwar mal gemailt, aber hier passt es so gut: http://www.yuppiesgegengentrif.....874731.jpg 😀

    Gruß,
    der mit dem Stellplatz tanzt

  • Tobi Tobsen sagt:

    hab eben mal ne anfrage per email verschickt. ich hab das problem, dass ich ständig wechselnde fahrzeuge und dem entsprechend andere kennzeichen habe. schätze, ich kann gar keinen anwohnerausweis beantragen – dachte zuerst an einen “car sharing” ausweis, allerdings müssen die fahrzeuge dann laut homepage deutliche gekennzeichnet sein, das sind meine jedoch nicht..

    mmhh

  • neongrau sagt:

    10.000 Parkplätze für 22.000 Autos da bin ich mal gespannt wieviele Parkausweise ausgegeben werden.
    Ich glaub ich werd knochen kotzen, wenn ich meine 30 Ören gezahlt hab und erst keinen Parkplatz bekomm… Weil ganz einfach deutlich mehr als 10.000 Parkausweise ausgegeben wurden. (‘deutlich’ mehr, weil ja vermutlich nicht immer alle zur gleichen Zeit parken werden).

    Vorallem wurde der Westen ja in ganze 8 Teilgebiete aufgeteilt. Darf ich denn in jedem dieser Teile parken? Falls nicht, könnten die abendlichen Fußmärsche jetzt echt lang werden…

  • JMO2 sagt:

    Man darf selbstverständlich nur in dem Bereich parken in dem man auch wohnt. Ich bin gespannt, obs was bringt

  • bernd sagt:

    @neongrau & JMO 2: lt. Stgt. Ztg. bekommst du nen strafzettel wenn du nich in deinem sektor parkst, ob der dann billiger ausfällt weil du trotzdem westler bist glaub ich aber nich

  • JMO2 sagt:

    bernd, das meinte ich im Endeffekt 🙂

  • Horscht sagt:

    Kauft euch doch einfach einen Platz in einer der zig neuen Tiefgaragen, die durch die Einnahmen gebaut werden. Oder werft eure Karre weg und kauft ne VVS Karte, ist ja den ersten Monat umsonst…
    Ernsthaft, ich bin ja auch der Meinung, dass Leute von ausserhalb, die billig im Westen parken wollen dafür bezahlen sollen. Aber so wie sich das anhört, sind erstmal die Leute, die im Westen wohnen die Idioten.

  • vanDamme sagt:

    Ich rechne sehr wohl mit einem positiven Effekt – als West-Bewohner hoffe ich vor allem, dass den Dauerfuhrparks diverser Unternehmen endlich der Garaus gemacht wird. Da gibt es Fahrzeuge, die im Monat einmal bewegt werden und den Rest der Zeit einfach nur wertvollen Platz blockieren.
    Außerdem ist das West-Konzept in sofern sehr viel besser, als dass ich mir früher – als ich mein Büro im Heusteigviertel hatte – mehr als froh gewesen wäre, nach 20 Minuten Suchen ein 6-Euro-Tageticket kaufen zu dürfen. Aber nix da, alle Ausweis-Straßen waren grundsätzlich frei, aber wir Westler durften uns um 2 Gehwege prügeln, auf denen Fremdparken erlaubt war – total frustrierend und völlig irrsinning.
    Wenn ich hier tasgüber durch den Westen laufe, ist der Anteil an Doppelkennzeichen halt schon sehr, sehr hoch, da die ganzen Mitarbeiter der Versicherungen wie Allianz, Württembergische etc. den Westen doch schon gut zuparken.
    Vielleicht langt eben doch auch nur ein Fahrzeug pro Haushalt … und auch wenn ich kein Fan Öffentlicher bin: ab und an mal VVS fahren ist am Ende auch nicht verkehrt! Bin gespannt!

  • cHiller sagt:

    Juuuhuuuuuu! Endlich wird alles besser…
    … naja, in 20 Jahren vielleicht wenn mit den ganzen Einnahmen der komplette Westen unterirdisch beparkt werden kann (Projekt S31?).
    Bis dahin bin ich eher skeptisch ob’s was bringt oder nicht eher die Anwohner durch dämliche Regelungen verärgert. (Siehe obrige Kommentare)

    Solange sage ich Stadtmobil, Call-a-bike und VVS ftw!

    Und Tobsen, das hört sich ja mal nach nem üblen Luxusproblem an! ^^
    😉

  • Thorsten W. sagt:

    Ich glaube auch nicht an einen übermäßig positiven Effekt, und 6 Euro pro Tag für Pendler ist auch kein Schnäppchen – da lohnt es sich absurderweise für jemanden, der von außerhalb kommt und im Westen arbeitet einen Stellplatz/Tiefgaragenplatz zu mieten. Sofern vorhanden.

    Aber ich muss auch sagen, auch wenn ich mich unbeliebt mache: Als Argument für Wohnen im Westen höre ich oft, dass es so zentral ist und man überall hin laufen kann… wieso dann das Problem mit parken?

  • stacato sagt:

    Das Online Formular zur Beantragung des Einwohnerparkausweises listet auch Motorräder.
    Auf Nachfrage wurde mir von der netten Dame bestätigt, dass auch meine geliebte Dominator einen Ausweis benötigt, selbst wenn Sie auf dem 4m breiten Gehweg vorm Haus an die Mauer gepresst steht.

    Bei der Summe würd ich mir ja fast ne Garage mieten.

    === Update ===

    Hab bei denen grad nochmals angerufen und mir das nochmals erklären lassen.
    Also. Motorräder werden ab dem 1sten März nicht mehr auf Gehwegen geduldet. Motorräder sind auch Parkausweispflichtig. Pro person gibt es nur einen Parkausweis welcher auf ein KFZ zugelassen ist.
    Also Westler mit mehr als einem KFZ dass parken muss, haben so zu sagen die Arsch Karte.

  • Finde es als Anwohner mit Anwohnerparkausweis im Heusteigviertel eigentlich ganz gut gelöst…obwohl ich da jetzt keine Zahlen parat habe, wie viele gemeldete Autos auf wie viele Parkplätze kommen. Aber das funktioniert für mich eigentlich schon seit Jahren ganz gut.

    @gusteau: Also bei mir in der Schlosserstraße sind schon des Öfteren Tickets unter den Scheibenwischern, definitv kontrollieren die netten Damen und Herren vom Ordnungsamt öfter als einmal im Jahr, ich würde sogar von mindestens einmal die Woche ausgehen.

    Und kommt schon, 30,70 Euro im Jahr…
    Vielleicht gibt’s für dieses Geld ja die Rechtsgrundlage, sich einfach neben einen widerrechtlich parkenden Doppelkenngezeichneten zu stellen, Freunde und Helfer zu informieren und sich dann schön seinen Parkplatz freischleppen zu lassen?
    Das wär doch ein schöner Feierabendsport…

  • Tobi Tobsen sagt:

    für motorräder muss man einen anwohnerausweise beantragen – pro anwohner bekommt man aber nur einen ausweis! d.h., wenn man ein auto UND ein motorrad hat, hat man ein problem.

    weiß zufällig jemand, wie es mit rollern ausschaut? also mit 50ern, die keine motorradzulassung haben?

  • vanDamme sagt:

    @ Thorsten: aber genau darum geht es doch – das Parken soll auch kein Schnäppchen sein, sondern nur ne Notlösung darstellen. Allerdings ist es doch gut, dass ich im Westen zumindest die Option habe, mich legalerweise irgendwo hinzustellen, auch wenn es schon gut was kostet. Diese Möglichkeit habe ich im Süden aber gerade nicht. Und suche mir stattdessen nen Wolf, bis ich irgendwann eben doch völlig entnervt aufgebe und mich in Erwartung eines Tickets auf nen Anwohnerplatz stelle.
    Ich denke eh, dass der Westbewohner sowieso schon ganz gut “herangezogen” wurde, das Auto nach Möglichkeit stehen zu lassen und unnötige Fahrten (mit anschließender erneuter Platz-Suche) zu vermeiden!

    Aber das mit den Motorrädern ist echt ne Frechheit, darüber habe ich mich auch schon aufgeregt, weil es völlig unverhältnismäßig ist. Vor allem, weil ab jetzt Motorrad UND Auto in EINEM Haushalt auch nicht mehr geht!

  • vanDamme sagt:

    @ Tobi: Fuffi-Roller sind okay, habe letzte Woche deswegen angerufen! Sind halt nur KK (Kleinkrafträder) und damit befreit! Uff, wenigstens das 😉

    Wegen seinem Motorrad sollte man mit dem freundlichen Hausverwalter oder -besitzer seines West-Hinterhofs (davon gibt´s ja im Westen genug 😉 sprechen! Denn solange das Motorrad nicht auf öffentlichen Plätzen steht, brauche ich auch keinen Ausweis! Was besseres fällt mir da auch nicht ein …

  • Thorsten W. sagt:

    Wuah, das mit den Motorrädern ist ja mal echt bescheuert. Wer allein 2 Autos hat, meinetwegen, Pech gehabt, aber dass es für jemanden mit Auto + Motorrad keinen legalen Weg gibt zu parken – lächerlich!

  • stacato sagt:

    Da scheitert der Plan des zweit und dritt Motorrads rasant.
    Vier KFZs! Unerhöhrt.

  • Tobi Tobsen sagt:

    wieviel ausweise werden eigentlich ausgegeben?

  • stacato sagt:

    Nehmen wir mal an dass von den 22’000 im Westen zugelassene Fahrzeuge 2000 eigene Stellplätze und Garagen haben, müssten noch 20’000 Ausweise aufgehändigt werden.
    Dazu kommen aber noch Westler die ein nicht im Westen zugelassenes KFZ befehligen. Sei es Firmenwagen oder KFZ das auf die Eltern in Karlsruhe zugelassen ist. Rechnen wir mit 4000 Fahrzeugen.
    Jetzt kommen aber noch die im Westen ansässige Firmen mit Ihren Fuhrparks. Sind vielleicht Fuhrparkwägen von SIXT und haben entweder ein Münchner oder HH Kennzeichen. Weitere 2000.
    Sind wir recht schnell bei 28’000 Ausweise.

    Ich gehe jetzt mal stark davon aus dass die nicht nur 10’000 Ausweise aushändigen werden da es nur soviele Parkplätze gibt. Da würden knapp 18’000 zahlende Kunden durch die Lappen gehen.
    Also, business as usual. Fight for your right to ‘parking’, just with less Bretzel Geld in the Hosentasch!

  • Tobi Tobsen sagt:

    nee, firmen bekommen nicht beliebig viele ausweise:

    “Was bekommen Gewerbebetriebe (z.B. Firmen, Rechtsanwaltskanzlei, Arztpraxis, Freiberufler)?
    Ihre Firma hat ihren Sitz in Stuttgart-West. Jeder Betrieb ohne Stellplatz auf dem Firmengelände erhält, unabhängig von seiner Größe und Anzahl der Beschäftigten, nur eine Ausnahmegenehmigung.”

  • Rubi sagt:

    das thema ist zum kotzen. ich bin der meinung, dass sich absolut gar nichts ändern wird! wo ich wohne gibt es wenig pendler, dh. hier schlagen sich eigentlich nur anwohner um die parkplätze. Was soll dann da bitte besser werden? Durch diese hirnrissige Parkeinteilung wird alles nur noch schlimmer! Oder werden die Anwohner plötzlich freiwillig 20 – 30 min. fußweg zum parkplatz auf sich nehmen??? wohl kaum…

  • stacato sagt:

    @Thorsten: Ich tendiere eher zu folgendem Objekt.

    http://www.immobilienscout24.de/expose/56847372
    Mit pinkfarbenden Teppichboden und genug Platz für 1000 Kästen Bier.

  • chaos sagt:

    Zu den 10.000 Stellplätzen im öffentlichen Raum kommen ja noch einige tausend (Tief-)Garagenplätze. Wenn dann tatsächlich noch zu wenig Platz ist, muss man die Gebühren so lange erhöhen, bis es passt 😉

    Ich bin ja wirklich gespannt, ob es vielleicht nach einem Jahr eine Auswertung gibt, die dann den Effekt auf Autobesitz, Mitgliedschaft im Car Sharing und Umsatz an VVS-Tickets beziffert.

  • bernd sagt:

    also mich stören die firmen oder die menschen die für die firmen arbeiten im westen mal gar nicht, die arbeiten von ca.7-18 uhr und da ist das problem eher gerin, danach wird ja erst schwierig mit dem parken…das problem sind nunmal zu viele anwohner auf zu kleinem raum mit pkw und nicht die firmen wie ich finde, wobei wenn da natürlich den ganzen abend/nacht sprinter rumstehen is das natürlich auch mal affig

  • Thorsten W. sagt:

    Ich finde auch nicht dass die Pendler das Problem sind – ich hab früher direkt im Versicherungs-Viertel hinter dem Feuersee gewohnt, abends sind die alle weg und es gibt (fast) genügend Parkplätze für alle…

  • stacato sagt:

    @Bernd: Kennst Du das Steuerberaterhaus im Westen, bei der Russischen Kirche? Das ist ein Ameisenhaufen. Solang es unter der Woche ist, gehts noch, aber die sind auch Samstags aktiv, und das teilweise bis 16 Uhr.
    Ganz schlimm ist es wenn die Kurse/Schulungen durchführen. Da findet man als Westler kaum Parkplätze. Da parkt man gefühlt an der Neckarbrücke beim Zoo.

    Was mich an der ganzen Sache am meisten stört ist dass ich 50% der Zeit im W1 Gebiet parke, wenn man mal nen Parkplatz findet. Sonst gehts ab in eine nicht West Parkzone. Also Ausweis für ein Randzonengebiet zahlen und man hat keine Garantie dass man auch was zum parken findet.
    Worst case pakt man dann nie im ausweispflichtigen Gebiet und hat das Geld dennoch gezahlt.
    30 Öcken hin oder her. Aufs Jahr gesehen schmerzt es nicht wirklich. Dennoch ärgerlich denn das Geld wäre ansonst ein paar Runden lecker Vodka mit hardgekochtem Ei im Weiss.

  • bernd sagt:

    @stacato: kenn den bunker nicht, aber trotzdem scheiss situation! wieviel sprengstoff braucht man für deinen steuerklotz?
    –> parkplatz guerilla gründen!

  • stacato sagt:

    @bernd: dass wär mal ne idee. wenn der bunker weg ist gäbs nen großen parkplatz

  • Herr Cut sagt:

    Da wird dann wohl der Politessenstrich in den Westen verlegt werden. Naja kannst nichts machen. Ich finde klasse das ich Gebäu an ner Grenze wohne. Was für mich dann heißt ich darf nur unterhalb meines Hause parken. Aber dafür dann bis zu den Ramillos vor’s Haus. Klasse 🙂 Aber trotzdem, ein Anfang und Versuch. RAM wir sehen uns dann öfter vor deiner Hütte wenn ich parken komme.

  • whoCares sagt:

    Geil ist folgende Situation.
    Freiberufler mit Büro in der Ludwigstraße (randbezirk) normal jeden morgen 2-3 Runden und dann park ich 50/50 in blau oder gelb. Dann kostet der Spaß als Gewerbetreibender nicht 30 sondern leck mich am arsch 240,- EUR im Jahr.
    Mann piss die Wand an sag ich da nur…

    Und Bus oder Bahn ist bei mir schlichtweg unmöglich. Ich hab mal geschaut. Mit dem Auto brauch ich 5 min ins Büro, mit dem Bus ca. 20 weil 3 mal umsteigen, warten usw. Dann könnt ich bei jedem Kundentermin oder wenn ich mal mein Sohn holen will schön mitm Bus heim, aufs Auto wechseln usw……

    Und mal ehrlich. Klar hat keiner Bock morgens im Kreis zu fahren. Aber im Endeffekt ist der Großteil es gewohnt und hat gelernt sich damit zu arrangieren.

  • Martin S. sagt:

    Mal sehen, obs jetzt schon wieder “aufgeweicht” wird: Die Freie Wähler-Fraktion hat den Antrag gestellt, “die Verwaltung möge Vorschläge erarbeiten, wie in begründeten Fällen, auch mehr als ein Parkausweis an die angesprochenen Personenkreise (Anm.: Handwerksbetriebe, Dienstleister, Sozialdienste) ausgegeben werden kann, ohne dass dadurch ein unangemessener bürokratischer Aufwand ensteht. Wir bitten um einen Bericht im Ausschuss für Umwelt und Technik am 25.01.2011.” Quelle: http://www.stuttgart.de/extern.....nfragen_nr, Antrag Nr. 18/2011

  • Kai sagt:

    …also die Idee mit den Parkausweisen für Moppeds rockt! Ich fahre ja eigentlich deswegen (u.a.) Kraftrad, weil ich so den Parkplatzrummel umgehe und (ohne zu behindern) auf den o.a. Boulevardbreiten Gehwegen abstelle…
    Ab 1. gurke ich dann auch rum und suche eine Lücke für’s Mopped? Nö, ich stoss die Schüssel ab und kauf mir ein Auto, braucht zwar mehr Platzt, aber mirdochegal….!
    Demo für Beibehaltung des Status-quo für Moppes in West? Ich bin dabei…!

  • Jott sagt:

    Motorräder usw. hätte man ja auch bei der Regelung aussen vor lassen können, schliesslich geht es doch angeblich nur um die Parkplatznot. Wenn sich da nun einige überlegt hätten, ihr Auto zu verkaufen und auf ein motorisiertes Zweirad umzusteigen, wäre doch auch schon mal was geholfen. Und wenn es dann noch heisst, dass man künftig keine Motorräder auf den Gehsteigen mehr dulden will – auch solche dann wohl, die nicht behindern – dann weiss ich auch nicht. dann nehmen einem doch dann die wieder einen parkplatz weg, welche seither nie wirklich hier für parkplatznot gesorgt haben.
    ich selbst fahre kein motorrad, aber dennoch.

    was ich auch nicht verstehe ist, dass die 30,7x ja gerade mal kostendeckend für den verwaltungsaufwand sein sollen lt. homepage von stuttgart.de. und dennoch rechnet man mit mehreinnahmen von 3,5 – 4,5 mio. pro jahr? wenn’s dann doch angeblich lediglich darum geht, die parkplatznot zu bekämpfen, könnte man am schluss ja den westanwohnern die verwaltungsgebühren zurückerstatten. schliesslich hat die stadt stuttgart es ja auch denen zu verdanken, dass hier so eine schöne neue einnahmemöglichkeit entstanden ist. bitte, stuttgart.

  • stefan sagt:

    Parke mit meinem Moped immer auf Gehwegen ohne jemand zu behindern,in dunklen Ecken in Garagen ohne jemand zu behindern,in irgendwelchen Hinterhöfen ohne jemand zu behindern.mit dem Nachteil oft wird was abgeschraubt aber ich denke an meine Autofahrenden Mitbürger die immer Parkplatzsorgen haben.In der Nacht kann ich nicht mehr fahren denn die Schlaglöcher sind so tief und breit da passt oft mein Vorderrad rein.Ab 1.März brauch ich eine Plakette,gut ich werde dann auf der Strasse parken nehme einem Autofahrer den Parkplatz mein Moped wird wenn ich Pech habe umgestossen und beschädigt,ziehe mir den Argwohn wenn nicht Wut vieler Mitbürger zu aber parken auf dem Gehweg und auch ohne Plakete das geht wohl nicht.Was soll dieser Unsinn?Jetzt werden friedliche Bürger aufeinander gehetzt wie in einem schlechtem Film.Sollte ich in Zukunft auch noch in einen anderen Bezirk fahren und muss einen Parkschein lösen wo stecke ich den an meinem Moped hin?Wenn ja was ist wenn er geklaut wird?Wer führt die Diskussion mit den Behörden? Info- In den meisten Parkhäusen sind zweiräder verboten!

  • …so wie es aussieht zeigt das system ja tatsächlich wirkung ?!
    in der forst- sowie der rosenbergstraße sind massig parkplätze frei…

  • martin sagt:

    wie schon gestern morgen gesagt war tagsüber der gewünschte effekt zu erwarten. abends wiederum sah es bei mir, wie gestern schon bei dem anderen beitrag erwähnt, nicht anders aus als sonst.

  • Kai sagt:

    Irgendwelche Updates zur praktizierten Mopped-Regelung? Hat schon jemand angetestet was passiert, wenn man doch auch dem Gehweg parkt? Meine kleine Kawa steht noch im Winterlager aber bald gehts los…… 😉

  • martin sagt:

    leser marc schreibt was hierzu in dem eintrag von letzter woche

    http://kessel.tv/parkende-grenzfalle/

  • null711 sagt:

    @Dubculture.de

    “…so wie es aussieht zeigt das system ja tatsächlich wirkung ?!
    in der forst- sowie der rosenbergstraße sind massig parkplätze frei…”

    rosenbergstraße vom rosenbergplatz abwärts und tagsüber? 😉
    aufwärts und vor allem abends/nachts ist die lage völlig unverändert.
    die schwabstraße von hier aus hoch und runter wird immer noch an ecken und auf gehwegen geparkt. ergo: da hat sich doch nicht wirklich was bezüglich der abend/nachtstunden geändert. wo generell mehr autos als parkplätze vorhanden sind, löst auch das hoch gelobte parkraummanagement nicht das kernproblem.

  • vanDamme sagt:

    Wow, dann gibt es im Westen wohl wirklich massive Unterschiede. Im W3 ist die Situation, ob Tag oder Nacht, wirklich extrem entspannter geworden. Ich bekomme teilweise noch um 23 Uhr einen Parkplatz keine 2 Gehminuten von Zuhause entfernt – das war vorher absolut undenkbar.
    Gestern wollte meine Frau im Süden parken (Alexanderstraße). Hier gibt es bis auf ein paar Abschnitte keine Möglichkeit, ohne Anwohnerausweis zu parken. Also schön das Auto in ne freie Lücke gestellt und ne Stunde später ein Ticket über 15 Euro an der Scheibe gehabt. Toll, hätte sie die Möglichkeit wie bei uns im Westen gehabt, für 2 Stunden 1 Euro zahlen zu können, dann hätte sie´s auch gemacht.
    Von daher find ich´s persönlich gut, dieses Konzept auch auf weitere Teile aus zu dehnen!
    Was ich allerdings echt heftig finde. Falsch parken OHNE Ausweis kostet hier satte 25 Euro (!!) , waren das nicht früher lächerliche 5?? Und die Tickets sehen aus wie LIDL-Kassenzettel, selbst da spart die Stadt …

  • martin sagt:

    ich sags gerne nochmal, in w3 wohnen halt auch einfach net so viel leute 😉 mehr büros und so.

  • JMO2 sagt:

    Der ganz große Schwachpunkt des Systems sind die Öffnungszeiten des Bürgerbüros, das nicht bis nach 22 Uhr auf hat. Musste heute erstmal neue Kennzeichen für die Karre organisieren, weil ein Kennzeichen in den letzten Wochen verlustig ging. Kaum war die Warterei und Rennerei dafür im Schilderghetto überstanden (obwohl, ging eigentlich), fiel es mir dann siedend heiß ein, das ich meinen Parkausweis ja auch umändern muss.
    Nach 30 Minuten Warten (ohne den Ausweis in der Hand, den ich im Auto lies, falls die Kontrolleure kommen) wurde mir dann mitgeteilt, das eine Änderung nur mit Parkausweis in der Hand geht. Zurück zum Auto, Ausweis geholt und das Fahrzeug schutzlos zurückgelassen. Nach weiteren 30 Minuten dann neben neuem Parkausweis auch einen Strafzettel gehabt.
    Klar könnte man sagen, das ich ja für die Zeit einen Parkschein hätte ziehen können, aber wofür? Hab doch schon meine 30 Euro zum Parken abgedrückt. Parkscheinänderung schlägt übrigens nochmal mit 5 Euro zu Buche

  • @JMO2: Also in Stuttgart-Mitte (Heusteigviertel) sind die da eigentlich sehr kulant, hatte das gleiche Problem auch schon mal (längst abgelaufenen Anwohnerparkausweis auf’s Bürgerbüro mitgenommen. Strafzettel bekommen), E-Mail an die zuständige Behörde, dass ich ja seit dem Tag ‘nen gültigen Anwohnerparkausweis habe und der alte nur kurz nicht im Auto lag, zack, Strafzettel erlassen. Ist ja vielleicht im Westen dann auch so?

  • Synapsenbrei sagt:

    Also hier in W8 muss ich sagen es ist wesentlich besser geworden…. bin echt erstaunt…. und ja ich rede auch von dem teil der schwabstraße zwischen rosenbergplatz und hölderlinplatz.

    was mich hingegen sehr stört ist das ich im prinzip kein besuch mehr hier empfangen kann der über ne weile bleibt und mit dem auto anreist ist… da zahlt man sich fürs parken ja dumm und dämlich oder muss das auto am adw abstellen. Find ich etwas unglücklich

  • JMO2 sagt:

    @kasperlcurtis: So wollte ich auch vorgehen und bin jetzt voller Hoffnung 🙂

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