Big B Rest In Peace

(Foto: Hermann Vollmer)

Normalerweise das Highlight einer miesen Woche: der Wilhelma-Pressenewsletter. Jede Woche gibt’s Fotos von possierlichen Tierchen und ein paar launige Zeilen dazu. Bis auf vergangenen Freitag: Orang-Utan-Senior Buschi ist tot. Wurde eingeschlĂ€fert wegen eines bösartigen und inoperablen Tumors am Oberkiefer. Er wurde “etwa 51” Jahre alt.

Der witzige Kerl aus Sumatra wohnte seit 1962 bestens integriert in der Wilhelma und ist seit 1994 Witwer. Mit seiner verstorbenen Frau Suma zeugte er  sechs Kinder, ein Kind gibt’s scheinbar noch mit einer namentlich nicht bekannten Dame. War wahrscheinlich so eine Besenkammergeschichte. Insgesamt leben  zwei Töchter, vier Enkel und zwei Urenkel von Buschi in Zoos weltweit. Seine Töchter Moni und Carolin und die Enkelin Conny wohnen noch in Stuttgart. Unsere GefĂŒhle sind mit ihnen.

Buschi ist viel rumgekommen und war auch in der stĂ€dtischen Gastronomie ein gern gesehener Gast, trotzdem sehr medienscheu. Hier: Buschi (hinter der SchĂŒssel), 1962 beim Mittagstisch im Vapiano, Stuttgart West.

(Foto: Gerhard Gronefeld, 1962)

Einer der Tierpfleger erinnert sich an den sympathischen Haudegen: „Buschi war einfach Buschi, mehr braucht man ĂŒber ihn nicht zu sagen.“ Ein Statement von OB Schuster steht bislang aus. DrĂŒckt sich ja gerne, der Typ. Äh, und bevor Gunther von Hagens ihn mitnimmt, wird das Rosensteinmuseum Buschis Körper fĂŒr die Nachwelt erhalten.

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