Halbhöhen Teen Spirit

Freitag, 20.20 Uhr Edeka, Olgaeck: the weekend to begin…

Wer’s Freitag Abend nicht mehr bis 20 Uhr zum üblichen Supermarkt geschafft hat, hetzt zum Edeka am Olgaeck, der hat nämlich bis 22 Uhr offen. Dort trifft man dann viele gleichgesinnte Anzugsträger mit Rotweinflache, Wurstaufschnitt und Tomaten unterm Arm. Und man trifft sie: Die feierwütige Next-Generation Halbhöhe. Mit U15 (Gänsheide) und U6 (Weinsteige, Sonnenberg) strömen sie in die Stadt. Erster Stop und zu dieser frühen Stunde wohl ‘the place to be’ ist der Edeka am Olgaeck.

Er trägt Peutery Jacke oder Belstaff Weste, sie Louis Vuitton Tasche und Reiterstiefel. Unterm Arm die obligatorische Falsche Prosecco, die man eben im Edeka erstanden hat. Ja, auch die Jungs trinken jetzt Prosecco.

Und während der Rest der Clique zwischen den armen Anzugsträgern mit dem Wurstaufschnitt in den ellenlangen Kassenschlagen ansteht, öffnet die Vorhut das erste Bier an den Stehtischen des Bäckers. Bussis fliegen, nächtliche Routen werden beschlossen und via iPhone mit dem Rest (noch unentschlossen am Alk-Regal) besprochen.

Von der Haltestelle aus kommt der Nachschub. Eine Clique Nylonwesten-weiße-Stiefel-tragender-Mädels kommt sich sichtlich verloren vor. Ja Mädels, vorbei die Zeit als die Supermärkte und Tankstellen nur eure Hotspots waren.

Für mich endete diese Beobachtung noch in der Schlange der  – eh klar – langsamsten Kasserierin  mit einer Erkenntnis:
Der Inhalt meines Einkaufskorb (Käse, Essiggurken, Klopapier und Milch) ähneld eindeutig dem von Momos grauen Männern und nicht dem der Partymeute. Ich bin alt geworden über Nacht. Und es lässt mich kalt.

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