Zweitwohnsitzsteuer

My man Michael (rechts im Bild mit Brigitte Nielsen) hatte wieder ne neue Idee, die meiner Theorie nach gerade den einen oder anderen (jungen) Leser, vielleicht frisch nach Stuttgart gezogen, ziemlich fuchsen dürfte: Nachdem Fölli sich sang und klanglos von der Waffenbesitzsteuer verabschieden muss, führt Stuttgarts Finzanzbürgermeister nun ganz sicher die Zweitwohnsitzsteuer ein, wie die StZ heute berichtet.

Demnach müssen ab 1. Januar rund 22.000 Bürger mit Zweitwohnsitz in Stuttgart 10 Prozent ihrer Nettokaltmiete an die Stadt abdrücken, was alles in allem rund 5 Millionen jährlich in die Kassen spülen soll.

Von April bis Juni hat man bereits sondiert, wie viele Menschen in Stuttgart überhaupt mit Zweitwohnsitz gemeldet sind und die gefundenen Zielobjekte werden in den nächsten Wochen nochmals Post vom Amt bekommen.

Ausnahmen gibt es auch: “So sollten beispielsweise Menschen, die in einer Pflege- oder Behinderteneinrichtung leben, von der Steuer befreit werden, ebenso Minderjährige, die zur Ausbildung in Stuttgart leben und wohnen. Diesen Einschränkungen hat der Finanzausschuss zugestimmt.”

Könnte mir gut vorstellen, dass das ein paar kürzlich Zugezogene, z.B. Studenten, heiße Zweitwohnsitzkandidaten etwas auf den Magen schlagen könnte. Im Rathaus rechnet man damit, dass in den nächsten Wochen noch einige auf Hauptwohnsitz switchen.

Ganz nebenbei bemerkt finden gerade im typischen GEZ-Style die angekündigten Hundekontrollen bezüglich der Hundesteuer statt. Hab brav meinen Nachbar und seine fünfköpfige Bullterrier-Familie verpetzt.

13 Comments

  • Stefan sagt:

    riesn Stress, möcht eigentlich gerne weiterhin in meinem Heimatdörfle aufs Rathaus gehn und meinen Bürgermeister wählen. Jetzt muss ich wohl meinen Zweitwohnsitz in Stuttgart auf nen Hauptwohnsitz ummelden.

    Hab in der Stuttgarter Zeitung auch gelesen, dass sie von den erwarteten 5Mio leidlich 800.000€ durch die Steuer reinholen, der Rest kommt durch die vielen Ummeldungen.

  • martin sagt:

    “unmittelbar” ja, das ist föllis rechnung:

    Nach wie vor, so der Kämmerer, gehe er davon aus, dass die neue Steuer unmittelbar 840.000 Euro einbringen werde; aus dem Finanzausgleich des Landes an die Stadt, der pro Kopf und Jahr rund 900 Euro betrage, erwarte er bis zu drei Millionen Euro. Schließlich werde auch der städtische Anteil an der Einkommensteuer durch die höhere Zahl der Hauptwohnsitze um bis zu 1,2 Millionen Euro anwachsen.

  • Gregor sagt:

    …es gibt auch Städte die zahlen zb Studenten Geld wenn die sich an ihrem Studienort mit Haupwohnsitz anmelden.

  • westernbasti sagt:

    …in stuggi bekommt man bei der anmeldung einmalig das semesterticket, kostet aktuell knapp 180 tacken.

  • martin sagt:

    ehrlich? kann ich mich nicht mehr dran erinnern.

  • basti sagt:

    lame! ich als exil-schwob hab meinen zweitwohnsitz in stgt aufgelöst. tut weh. die haben die briefe schon vor wochen verschickt, meiner kam im juni.

  • julia sagt:

    ähm es gibt aber auch noch massig andere städte, in denen es schon länger die ZWS (zweitwohnsitzsteuer) gibt.

    http://www.zweitwohnsitzsteuer.de/?page=stadt

    teilweise in der letzten pupsstadt (wenn man im jeweiligen bundesland mal auf “alle städte” klickt).
    also freut euch, dass es euch hier in stuttgart so lange erspart geblieben ist. andere möglichkeit wäre noch, hier einen zweitwohnsitz während des studiums zu haben, sich aber nicht anzumelden…

  • anska sagt:

    ich kenn auch einige die nur in Stuggi leben aber noch in der alten Heimat (nicht Prag) gemeldet sind…ganz schön fies was die so an Steuer zurückbekommen..wegen der Pennerpauschale..wird Zeit das man die ganzen “Penner” aufdeckt und die nachzahlen dürfen..so..Frust ist raus..danke

  • Simon sagt:

    @ westernbasti
    das semesterticket gibts leider seit letztem Semester nichtmehr. Ist irgendwelchen Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen.
    Ich hab mich da nämlich endlich mal in Stuggi gemeldet und dann gabs das für mich leider nicht mehr…

  • jacky.ramone sagt:

    🙂 brigitte nielsen, lol ..

  • julia sagt:

    gerade im heute journal gehts um die deutsche staatsverschuldung. um sie in den griff zu bekommen, wurde in essen die sonnenbank-steuer und in hamburg die blaulichsteuer “erfunden”

  • Dennis sagt:

    Wenn ich auf den Link klicke kommt:

    Warnung: Durch das Aufrufen dieser Website wird Ihr Computer möglicherweise beschädigt!
    Die Website unter http://www.stuttgarter-zeitung.de enthält Elemente der Website medicinebuyviagra.com, die anscheinend Malware hostet, also Software, die den Computer beschädigen oder anderweitig ohne Ihre Zustimmung agieren kann. Schon der Besuch einer Website, die Malware enthält, kann den Computer infizieren.

    Bei euch auch oder seid ihr schon infiziert?

    😉

  • martin sagt:

    eigentlich nicht, bei mir erscheint der artikel.

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