Das Schniedelkettensägenmassaker

Der Stuttgarter Künstler Aurèle Mechler avancierte mit seinem Penis-Kostüm in der letzten Woche zum heimlichen Internet-Star, als das Video mit ihm als Latex-Schniedel auf Stuttgart (21)-Ausflug über Facebook und Co. die Runde machte. Viele haben den Bezug zu S21 nicht kapiert, ich natürlich auch nicht, des war halt aber au Kunscht, gell, die muss manchmal so sein.

Lustig waren auf jeden Fall die Reaktionen auf den Superschniedelausflug: Ein Opi hat ihm ganz gerührt einen Widerstands-Button an die Eichel geklebt, die ein oder andere Omi ist dagegen etwas verunsichert zurückgewichen und eine Mami hat ihm (zurecht) eine geknallt, weil er als Pimmelchen Mutterns Kinderwagen schaukelte, als sie kurz mal weg war.

Natürlich steckte hinter der Aktion auch ein wenig Promo für die gestern zu Ende gegangene Ausstellung „Die Kunst der Verführung“ in der Galerie Oberwelt in S-West, in der Auri gemeinsam mit Herrn Schulze hocherotisch aufgeladene Street-Art ausgestellt hatte.

In der schönsten Montag-Abend-Performance, die Stuttgart seit Erfindung der Montagsdemo gesehen hat, hat Auri dann gestern Abend mit einer fetten Stihl-Kettensäge als Schniedel verkleidet das größte Kunstwerk der Ausstellung zersägt und in handliche Teile portioniert. Junger Spitz, hatte ich Schiss, dass uns die Säge um die Ohren fliegt. War aber alles in allem sensationell.

Fast noch witziger als die Kettensägenmassaker-Perfomance war dann der Teil, bei dem Auri versucht hat, wieder aus seinem Kostüm zu kommen. Schaffste alleine gar nicht, wie man hier eindrucksvoll sieht.

Der stolze Künstler und sein Baby verschwitzt und befreit.

Klassisches Buben-Späßle, die Mädels mögen es verzeihen, hätte der Ram sich aber bestimmt auch nicht entgehen lassen.

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