Unsere Leser und wir: derPaddo

derPaddo ist Kessel-Leser der ersten Stunde und hinterließ bereits in unserem ersten Monat, Juli 2008, seine Spuren auf diesem Blog. Zeit also, den Techno- und VfB-Fan genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wer ist derPaddo und was macht derPaddo?

Geboren in Stuttgart, aufgewachsen in mehreren Etappen ĂŒber den Großraum Stuttgart und in NRW und schließlich wieder „back to the roots“ in Stuttgart sesshaft geworden. Bin also ein „echter“ Stuttgarter, kann aber (fast) kein Wort schwĂ€bisch, meine Eltern haben mir den Zugang zu dieser Sprache beharrlich verweigert.

Nachdem ich letztes Jahr wohl so etwas wie „Vollzeit-Raven“ vorangetrieben habe, konzentriere ich mich 2010 auf das konservative Arbeiten und Geld verdienen, um dem letztjĂ€hrigen eher einseitigen Geldfluss AUS der Tasche wieder etwas entgegen zu wirken.

Du bist einer unserer ersten Kommentatoren ĂŒberhaupt (seit Juli 2008), schĂ€tze du kamst Ă€hnlich wie Franz von Assisi via Sub Culture Forum.

Ganz richtig – das SC -Forum war zu der Zeit ja wieder relativ aktiv und hatte einen „festen“ Besucher- und Kommentatoren-Stamm. Da wir da ja relativ gut informiert waren, was sich in Stuttgart so rumtreibt, bin ich dann auch „from the beginning“ auf Kessel.tv gestoßen – anfangs nicht ganz sicher was ihr uns da nĂ€her bringen wolltet, bin ich mittlerweile ĂŒberzeugt. ;).

Aus derPaddi wurde irgendwann derPaddo. Ein Zeichen des Erwachsenwerdens?

Definitiv eine romantische Vorstellung! Der Name (oder beide) sind aber eher meiner Einfallslosigkeit im „Nickname-Wahlverfahren“ geschuldet und da Paddi irgendwie jeder heißt und ein ostdeutscher Freund mich immer nur Paddo ruft, war der Gedankengang nahe, auch virtuell auf das eher seltene Paddo zu wechseln.

Ich will es mal so sagen: Du bist Techno. Wie beurteilst du die aktuelle elektronische Clubszene in Stuttgart? Gehst du viel aus? Was fehlt dir?

Sehr, sehr schwieriges Thema ĂŒber welches man ja eigentlich nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert ;). Ich kann natĂŒrlich nur sehr subjektiv und aufgrund meiner gemachten Erfahrungen in dieser Stadt urteilen und wĂŒrde da behaupten es wurden schon wildere Feste gefeiert.

Die Bookings sind zwar der absolute Wahn aktuell (mit aktuell beziehe ich jetzt auch das vergangene Jahr mit ein), das Publikum ist aber nicht unbedingt mit diesen gewachsen (von der Klasse her). Meinem GefĂŒhl nach ist etwas diese IntimitĂ€t und das „wir-GefĂŒhl“ beim Feiern verloren gegangen. Möchte hier auch keine speziellen Clubs nennen, aber teilweise ist das Publikum wirklich unertrĂ€glich geworden.

Und dann fehlen mir Clubs wie zB. das Colibri oder Prag, die einfach noch richtige Wohnzimmer-LĂ€den waren. Reinkommen, ankommen, loslassen.

Andererseits hat sich natĂŒrlich auch viel Positives getan, VA-Reihen von jungen Stuttgartern wie „Discotronic“ oder „we are Techno“ haben sich etabliert und alte Haudegen wie die Humpty-Leute sind immer noch da. Es wird zwar sicherlich nicht einfacher fĂŒr die Veranstalter, aber eben diese werden auch kreativer. Außerdem: Nach der Nacht kommt immer ein Morgen, jammern bringt eh nichts.

Du bist nicht nur Techno, sondern auch ein großer VfB-Fan. FĂ€hrst Du auch zu AuswĂ€rtsspielen? Was hĂ€lst du von Fredi Bobic als Manager und was ist deine Prognose fĂŒr die kommende Saison?

Aber hallo! Seitdem ich denken, kann schlafe ich in VfB-BettwĂ€sche ;)! FĂŒr mich gab es da eigentlich nie eine Alternative. Meine erste Dauerkarte hatte ich mit 12 im A-Block und bis dato habe ich jedes 1. Liga Stadion in Deutschland gesehen.

Mittlerweile geh ich nicht mehr unbedingt zu jedem Spiel, versuche aber jedes irgendwie zu sehen. VfB gehört fĂŒr mich dazu wie das tĂ€gliche Essen und ist eigentlich auch eine der wenigen konstanten in meinem jungen Leben, was auch schon die ein oder andere Dame leidvoll erfahren musste :D. Um es kurz zu sagen: auf mein VfB lass i nix komme.

Zu Bobic – schwieriges Thema. Von seiner fachlichen Kompetenz halte ich ihn fĂŒr komplett ungeeignet (Null Erfahrung etc.), aber irgendwie ist er ja auch ein Roter und hat mit Schneider einen guten Mann an seiner Seite.

Zu meiner Prognose: Sollte Blindschleiche-Marica oder HolzfĂ€ller-Pawel die Saison wirklich mal anfangen zu treffen wird es ein Platz unter den ersten 6 – sonst wie immer zwischen 1 und 10! 😉

Welchen Kessel-Beitrag wĂŒrdest Du dir in Zukunft wĂŒnschen? ?

Stuttgart Rap so Sad Part 3 – Lederjacken Rap is back (Videos gibts leider nicht mehr, pubertierende GĂ€ngster-Gören versuchten zu rappen, Anm. KTV). Ich fand die echt spitze! 😀

Stuttgart ist fĂŒr mich….

Heimat, Kessel und wenn man sich traut richtig nachzuschauen, wunderbar verrĂŒckt.

14 Comments

  • JoeJoe sagt:

    Ich meine als ebenfalls Roter, besser gesagt Roter Teufel habe ich mit dem VfB relativ wenig am Hut. Trotzdem möchte ich anmerken, daß Bobic die letzten anderthalb Jahre schon als Manager gearbeitet hat. Und somit wohl bedeutend mehr Erfahrung hat als Amici-Hotte zu Beginn 🙂

  • martin sagt:

    ja, vielleicht zĂ€hlte fĂŒrn paddo eine beschĂ€ftigung in – bulgarien wars? – nix 🙂

    ach und wann kommt es zum ersten treffen vfb – fck?

  • JoeJoe sagt:

    Hahaha 🙂
    In Stuttgart erst gegen Ende im April 2011, 9.4. angesetzt, ist also noch ‘ne Weile hin…

  • martin sagt:

    goil, das heißt ein sicherer auswĂ€rtssieg in der hinrunde 🙂

  • katha sagt:

    ach wie geil, hier gibt’s also noch andere betzefans 😀
    Mitte November (12.-14-11.) kommen die Stuttgarter nach Lautern-
    und ich bin schon gespannt, wie es sich dann nĂ€chstes Jahr im GĂ€steblock der MB-Arena anfĂŒhlt 😉 da muss man halt PrioritĂ€ten bzgl. der Rottöne setzen..

  • JoeJoe sagt:

    Wenn Du Dich da mal nicht tĂ€uschst, lieber Martin. Die machen sich ganz gut gerade, ich bin relativ zuversichtlich. Und vergiss’ niemals 1998 🙂

    Ach Katha, Du warst noch gar nicht in der A.H.-Kampfbahn ?
    Du, das ist sehr gechillt, wohl Ă€hnlich wie bei der Frauen-WM 🙂
    Gelegentlich merkt man auch, daß es dort einen Heim-Fan-Block gibt und nicht nur alte Leute. Da Ă€ndert auch der Umbau wohl nichts….

    So, genug gealbert fĂŒr heute 🙂

  • derPaddo sagt:

    @ martin

    So isses – hab die Anstellung bei einem eher mitteklassigen Bulgarischen Verein jetzt mal nicht als schlagkrĂ€ftige Referenz fĂŒr einen Buli-Club gelten lassen. 😀

    Obwohl Joe natĂŒrlich Recht hat – den Hotte fand ich aber noch schlimmer. 😀

  • getimo sagt:

    @Paddo: Du hast da aber nicht etwa ne Wasser-Flasche in der Hand!?

  • 1893 sagt:

    @katha MB-Arena hört sich irgendwie an wie ein grĂ¶ĂŸer Supermarkt, wĂŒrde es mal eher mit Neckarstadion versuchen.

    bezĂŒglich der Rottöne: Seh des ja eigentlich auch immer wie fast jeder Mann es gibt nur normale Farben Rot, Blau, GrĂŒn, Schwarz etc. Die gibt es dann halt in hell und dunkel.Alles andere an Farben ist irgend ein Bullshit. Aber das neue AuswĂ€rtstrikot vom VfB dieses Jahr geht mal garnet dass ist wirklich ein Kaiserslautern-Braun und definitiv kein Stuttgarter ROT.

  • katha sagt:

    hehe stimmt mit dem Supermarkt 😉 und neckarstadion ist ja wohl (leider) geschichte,und merkst du was? Fritz-Walter-Stadion hört sich halt einfach noch nach klassischem Fußball an 😉

    finde die neuen vfb-trikots aber eigentlich ganz cool.

  • anska sagt:

    paddi, paddo…hauptsache noch Namen im “Peddo”.. 😉

  • 1893 sagt:

    Neckarstadion ist Geschichte? Nein nicht wirklich. Die Geschichte wird weiter erzÀhlt und lebt dadurch.

    In Bezug auf den Stadionnamen muss ich dir recht geben. Wenigstens wird der Betze noch als Stadion bezeichnet und nicht als Arena.

    Das AuswĂ€rtstrikot vom VfB sollte aber dennoch Rot sein und nicht irgend ein Frauen Rot. 😉

  • derPaddo sagt:

    Jaja, ist schon verrĂŒckt was sich am Stadion die letzten Jahre getan hat.
    Kann mich noch gut an die StadiongaststĂ€tte und die HintereingĂ€nge ĂŒber die TennisplĂ€tze erinnern 😉

  • 1893 sagt:

    Oder in der Halbzeit kurz raus zum Rot Weiß ein Bier zischen. Das klappt heut leider auch nicht mehr. Heut ĂŒberall 2 m hohe Zaune, elektrische Zugangskontrollen, Fankarte. Was waren des fĂŒr Zeiten als einem die Dauerkarte noch abgeknippst wurde und man sich ein Normales Bier fĂŒr ein bissle D-Mark gekauft hat

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