Die Fashion (Blogger) Week in Berlin

Es war wieder Fashion Week…

… und so sah das fĂŒr uns aus: Warten, gucken, schreiben. Die großen PromiauflĂ€ufe (mit richtigen Promis) kenne ich eigentlich auch nur von RTL. Bei BOSS waren wir nĂ€mlich nicht eingeladen – das darf jetzt auch ruhig vorwĂŒrfig klingen. Ansonsten waren Blogger (aus Stuttgart z.B. Vanessa, Dori, Anja und Jasmin) aber wirklich ĂŒberall und in wirklich hoher Zahl vertreten.

Vielleicht vorab zur ErklÀrung: Die Fashion Week wird mehr oder weniger in ganz Berlin an unterschiedlichen Orten ausgetragen. Da ist zum einen das Zelt am Bebelplatz (s. Bild). Dort finden die meisten Modeschauen statt.

Einige andere wiederum (Calvin Klein, BOSS – ihr merkt schon was, die mit den Promis) steigen “offside”, also an einer eigenen Locationen. Die beiden Messen Bread & Butter (tendenziell Jeans, Streatwear) und Premium (eher teurere Marken) sind die beiden anderen HauptschauplĂ€tze der Fashion Week. Dazu kommen diverse Showrooms, Presseevents, Shop-Eröffnungen, PR-Parties,…

Haken wir die Mode auch gleich ab, Anne hat die Trends fĂŒr 2011 eigentlich toll zusammengefasst. Wenn ich sowas zwei Tage nach der Fashion Week kostenlos online anschauen kann, frage ich mich, wieso in vier Wochen ein Heft kaufen? Aber dazu komm ich spĂ€ter noch.

Der grĂ¶ĂŸte Schocker war der gute Partick Mohr. FĂŒr diese Auszeichnung gibt er sich auch jedes Jahr viel MĂŒhe. Mister hat mit angeklebten BĂ€rten und MagersĂŒchtigen auf die Sterberate der Models hingewiesen. Gut. Lassen wir mal so stehen.

BERLIN - JULY 09: (EDITORS NOTE: Image contains nudity.) A model walks the runway at the Patrick Mohr Show during the Mercedes Benz Fashion Week Spring/Summer 2011 at Bebelplatz on July 9, 2010 in Berlin, Germany. (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

AuffĂ€llig war fĂŒr mich die bereits angesprochene “OmniprĂ€senz” der Modeblogger. Und das nicht nur bei Bloggerevents und Shoperöffnungen.

Bei fast jeder Show waren Blogger backstage um Designer und Models zu interviewen und auch die großen Labels wie Calvin Klein luden die Blogger ein. Ich wĂŒsste spontan keine andere Branche, in der die BloggersphĂ€re so als Medium etabliert ist.

Völlig zurecht, wenn ich mir BeitrĂ€ge wie die von Anne oder die Schauen-Übersicht von “Sehnsucht ist” anschaue. Durch die AktualitĂ€t des Mediums und die Akzeptanz bei Designern und Marken, haben sich die Modeblogger etabliert. Frage ist nur: Auch bei den Lesern? Und noch eine Frage: Ist das den Modebloggern klar?

Das, zugegeben nette, Bloggertreffen auf der Premium spricht da eine andere Sprache. Ein Außenstehender hĂ€tte die Veranstaltung fĂŒr das Klassentreffen einiger schĂŒchterner MĂ€dels halten können. Die einzige Diskussion drehte sich wiedermal darum, ob man sich verkauft, wenn man mit seinem Blog Geld verdienen möchte. Verkauft sich die Vogue, weil sie nicht kostenlos ist?

Das Ganze erinnerte mich an mein erstes Praktikum beim Pforzheimer Kurier. Da wurde ich zum Ortstreffen der WASG geschickt, die dann sechs Stunden diskutierte, ob es ihre Ideale verrĂ€t, wenn sie mitregieren. Da wĂŒrde ich mir fĂŒr die Bloggerszene etwas mehr Brust raus wĂŒnschen.

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