Pscht! Hör mal her

(Fetter Roller. Bestimmt.)

Kinder! Clubberinnen! Clubber! DJs! Stuttgart tut was für uns. Diesen Samstag, 12. Juni starten die Stuttgarter Aktionstage “Pscht! Hör mal her”. Okay, der Let´s Putz-Faktor des Namen ist extrem hoch, aber das Thema doch ziemlich ernst.

Ich selbst mach drei Kreuze, dass ich nach all den Jahren noch gescheit höre. Bilde ich mir zumindest ein. Von Tinnitus bin ich bislang auch verschont geblieben, hört man ja doch öfters mal von einem Kollegen oder Nachteule.

“Pscht! Hör mal hier” beginnt am Samstag mit einem Tag der offenen Tür am Klinikum Stuttgart. In den Räumen der HNO-Klinik des Katharinenhospitals bieten Ärzte und Mitarbeiter von 11 bis 15 Uhr kostenlose Hörtests, Beratungsgespräche, Einblick in den Operationsbereich und viele Informationen rund um das Hören, Schwerhörigkeit und Behandlungsmöglichkeiten von Hörstörungen.

Am 15. und 16. Juni ist hingegen im Rathaus einiges zum Thema geboten (Informationsstände, Vorträge und Mitmachaktionen). Am Dienstagabend findet auch eine Podiumsdiskussion mit einem “bekannten DJ” und einem Dirigent statt.Die Aktionstage dauern bis 18. Juni an.

Mehr Infos auf der Homepage der Stadt und nach dem Sprung. Außerdem sehe ich gerade, dass wir vor genau einem Jahr das Thema “DJ-Führerschein” kurz angerissen haben.

Und wen das alles nicht interessieren sollte, weil er super hört: Günther Jauch geht zur ARD. Juhu!

“Gut zu hören bedeutet ein großes Stück Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, schonend mit dem Gehör umzugehen, denn die meisten Hörschäden sind nicht reparabel.

Um Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen über die vielen verschiedenen Aspekte des Hörens zu informieren, hat die Kommunikationsabteilung der Landeshauptstadt Stuttgart die Gesundheitskampagne „Pscht – hör mal her!“ initiiert und organisiert. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster übernommen.

Vor allem Jugendliche gefährden das wichtige Sinnesorgan Ohr schon in frühen Jahren durch zu lautes Musikhören. Aber auch Stress und der Lärm in unserer Umgebung belasten die Ohren.

Deshalb beteiligen sich viele Institutionen und Organisationen an der Aktionswoche. Mit dabei sind unter anderem die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Plastische Operationen des Klinikums Stuttgart, niedergelassene HNO-Ärzte, Hörgeräteakustiker, die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, das Landesgesundheitsamt, die Immenhoferschule, Selbsthilfegruppen wie der Verein der Gehörlosen und der Schwerhörigenverein Stuttgart, und viele andere mehr.

Höhepunkt der städtischen Kampagne sind die beiden Aktionstage im Stuttgarter Rathaus am Dienstag, 15., und Mittwoch, 16. Juni, mit zahlreichen Informationsständen, Vorträgen und Mitmachaktionen.

Speziell geeignet für Schülerinnen und Schüler sind zum Beispiel die HNO-Praxis zum Anfassen, ein Erlebniszelt der Immenhoferschule mit Schall- und Hörexperimenten, Klangtische des Musikkünstlers Michael Bradke, an denen jeder selbst Musik und Töne erzeugen kann, sowie die Podiumsdiskussion mit Jugendlichen, Fachärzten, einem bekannten DJ und dem Stuttgarter Dirigenten Frieder Bernius am Dienstagabend.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos, Schrift- und Gebärdendolmetscher machen die Vorträge barrierefrei.”

26 Comments

  • busyasabee sagt:

    Herr Hauch?! 😉

  • neongrau sagt:

    klingt interessant…
    Vor allem für do nen Tinnitushaber wie mich 😉

  • hirnsalat sagt:

    @neongrau
    davon bekommst deinen tinnitus auch nich wieder weg..

  • Herr Cut sagt:

    Ich habe mir auch letztens nen Gehörschutz machen lassen. Benutz ihn aber nur beim arbeiten. Auflegen und clubben (außer in der Röhre) tue ich damit aber nicht. Ich liebe und brauche laute Musik. Sonst macht’s kein Spaß?!

  • neongrau sagt:

    @ hirnsalat: *lach* stimmt 😉

  • Basti sagt:

    tinitus muss aber net immer von zu lauter musik kommen. ist bei vielen auch psychisch bedingt. mein bruder hat au tinitus und war eigentlich nie ein clubber oder sonst großem lärm ausgesetzt.. immer wenn er stress hat pfeifen ihm die ohren..

  • martin sagt:

    klar, die ursachen sind vielfältig, deine genannte wahrscheinlich noch häufiger könnte ich mir vorstellen.

  • neongrau sagt:

    Hab meinen Tinnitus (beidseitig) jetzt schon seit rund 14 Jahren als ständigen Begleiter.
    Also auch schon deutlich vor den Feierzeiten 😉

  • westernbasti sagt:

    falls es mal mit dem gehör bergab gehen sollte kann man sich hier schonmal mit dengrundlagen der nonverbalen kommunikation vertraut machen: http://www.youtube.com/watch?v=x9YTxff3pHU

  • Philthy sagt:

    hab auch nen tinnitus und gehe auch ohne gehörschutz nicht mehr feiern.
    wenn ich seh wie manche leute im club ihrne kopf in die box stecken kann ich nur den kopf schütteln…

  • neongrau sagt:

    Ich mag auch trotz Tinnitus durchaus noch laute Musik. Allerdings meinen es manche DJs und Veranstalter echt ziemlich gut mit der Lautstärke.
    Leut muss ja nicht unbedingt gleich weh tun 😉

    Bei der Mediengruppe Telekommander hab ich mir auch mit Tempos in den Ohren notdürftig aushelfen müssen. Da wars echt schmerzhaft laut und mir rätselhaft wie man es da vor der Box aushalten konnt…

  • dominik sagt:

    ich bin nur noch mit ohropax in den clubs unterwegs… besser ist das!

  • Patrice Grad sagt:

    Hab die Dinger von Alpine… koste 12- 25 Euro. Da ich die immer verliere, passt der Preis und die sind sogar ziemlich gut! Hatte vor ein paar Monate ein Loch im Trommelfell. Wahrscheinlich weil ich beim Licht machen immer so nah an der Monitorbox stand…

  • Busy-Icer sagt:

    ich hab mir jetzt auch welche anpassen lassen waren bissle teuer, hätte locker für ein neues paar schuhe gepasst aber was tu ich nicht so abends NICHT mit nem leichten piepen oder druck raus zulaufen..
    nur beim auflegen mach ich die noch raus… weil ich noch nicht ganz klar komme auf die dinger… aber ich vertsehe jetzt die leute besser beim unterhalten. also der filter ist TOP!

    ach BTW der “DJ und Komponist” ist wer wohl? GENAU ich ^^

  • Joris sagt:

    WAS!??! Ich bin neben ner Autobahn aufgewachsen, bei mir ist es eh zu spät. Aber ich merke meinen Tinnitus seit Jahren nicht mehr.
    Vergessen? Dran gewöhnt? Oder Wunderheilung? Das Ohr ist bestimmt eine Stelle bei der Eigenurin nicht hilft. Uriella hat wohl ferngeheilt.

  • Joris sagt:

    @dominik: Kauf Dir doch ein paar richtige oder lass Dir welche machen, dann passt das auch mit der Soundqualität. Ich denke ab 30-40 € bekommst du ein paar anständige.
    @Basti: Dann kennst Du bestimmt auch die Horrorstory von dem Typen, der sich den einen Hörnerv hat durchtrennen lassen, weil er seinen sehr lauten Tinnitus nicht mehr ausgehalten hat. Der Kicker war, dass das Piepen und Rauschen davon nicht aufgehört hat.

  • Basti sagt:

    meinst den vincent oder wie? sonst kenn ich solche storrys nicht. halte net viel von drittmeinungen.. 😉

  • dominik sagt:

    @Joris: Hab ich schon 2x machen lassen. Das Problem ist, dass ich die Dinger immer ganz gerne verlier. Da sind Ohropax auf Dauer günstiger…

  • Joris sagt:

    Ich habe meinen Tinnitus übrigens “bekämpft” indem ich mir angewöhnt habe zum einschlafen einen Film oder eine Serie zu schaun, die Ablenkung hat dazu geführt, dass ich mich nicht mehr auf das Ohrgeräusch konzentriert habe.

    @Dominik: Das ist allerdings ein Grund 😉
    @Bast: Du hattest deinen Bruder erwähnt, bei dem der Tinnitus keine Physischen Ursachen hatte. Da ist mir diese Grußelgeschichte eingefallen. Nichts weiter.

  • neongrau sagt:

    @ Joris: Hab mich mit meinem Tinnitus auch ganz gut zurechtgefunden. Hör ihn kaum noch, bzw nur wenns wirklich still ist.
    Da bei mir eh meist Musik läuft, ist das recht selten der Fall.
    Empfehlen übrigens auch Ärzte und Höhrgerätefuzzys -> Immer leise Musik am Start, dass es einem nicht auffällt.

  • Joris sagt:

    Stimmt, hab ich auch schon gelesen, obwohl ich damals selber drauf gekommen bin.
    Ich bin nur dankbar, dass der Tinnitus nicht wirklich laut ist bei mir. Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir hat regelmäßig laut geseuftzt oder geknurrt und sich ans Ohr gegriffen, da sein Tinnitus ab und an so laut wurde, dass er ihn während einer Unterhaltung gestört hat….Brrrr….Horrorvorstellung.

  • Wenn es mir mal in einem Club zu laut sein sollte, stopfe ich mir einfach bissle Toilettenpapier in die Ohren. Das ist effektiv & ich muss nicht immer an irgendwelche Ohrstöpsel denken…

  • martin sagt:

    schowi wird bei dem podiumsgespräch teilnehmen.

    Weitere prominente Verstärkung für Podiumsgespräch „Hörgenuss – Hörverdruss“

    And. Y von den Fantastischen Vier verstärkt die Gesprächsrunde mit Klassik-Dirigent Frieder Bernius, Schowi von den Massiven Tönen und dem HNO-Arzt Thomas Potrafke, um mit Jugendlichen von der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH über Hörgenuss und Hörverdruss zu diskutieren. Die Moderation übernimmt Michael Lehmann vom SWR.

    Das Gespräch findet statt am Dienstag, 15. Juni, 20 Uhr
    im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses (3.OG).

    Die Teilnehmer sprechen unter anderem darüber, was für sie ein gutes Musikstück ausmacht, warum Musik Emotionen erzeugt, wie ein Dirigent ein Orchester und einen Chor steuern kann und wie sich Hörstörungen auf das musikalische Empfinden auswirken.

    Das Podiumsgespräch ist Teil der Stuttgarter Aktionstage zur Hörgesundheit „pscht! hör mal her“ vom 12. bis 18. Juni.

  • Annette sagt:

    Was ich an dem Plakat besonders schön finde ist die Tatsache, dass sie sich nicht fürs hochdeutsche “Psssst”, sondern fürs schwäbische “Pscht” entschieden haben.

    Was meine Hörgesundheit angeht habe ich bei Live-Konzerten fast immer Gehörschutz drin. Den vorher schon angesprochenen von Alpine (http://www.amazon.de/Alpine-Mu.....038;sr=8-4), der ist preislich ok und hilft wirklich sehr.

    Nur beim selbst singen geht Gehörschutz leider nicht. Zumindest bei mir. Da hör ich mich nimmer richtig. Mit maßangefertigten Ohrenstöpseln soll es besser sein. Aber die sind halt echt teuer.

  • Roberta sagt:

    Finde die Initiative echt toll. Die meisten Leute wissen ja gar nicht, was unerwünschte Hörschäden verursachen kann.

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