The Beat Goes On

Taschenkalender gelten als altmodisch und so. Das weiß ich. Ich bin da trotzdem gerne analog und kaufe mir seit 2008 immer den “The Beat Goes On”-Kalender. Sieht ein aus wie ein Gesangsbuch fĂŒr Konfirmanten, steht aber halt viel interessanteres Zeug drin: tĂ€glich tote Musiker – inklusive Todesursache und -Jahr. Gleich nach dem Aufstehen schaue ich da immer rein.

NatĂŒrlich gibt’s Schöneres, als den Tag mit Leichen anzufangen – Kaffee, Blumengießen oder irgendwas mit Nutella zum Beispiel. Andererseits zum FrĂŒhstĂŒck die Platten der Toten anhören und mal gescheit “Hach!” durchschnaufen  – das hat auch was.

Heute Morgen hab ich TLC und The Sound gehört. Das, Ă€h, wĂŒrde sich nicht mal Jens Herzberg als DJ trauen.

Denn ein paar sehr talentierte Menschen haben am 26.April Todestag:  Lisa Left Eye Lopes (TLC, 2002, Autounfall), Kemistry (Kemistry & Storm, 1999, Autounfall) und Adrian Borland (The Sound, 1999, warf sich vor einen Zug) zum Beispiel. Nebenbei: ein echt mieser Tag fĂŒr motorisierte Fortbewegung.

Der Kalender ist fĂŒr 2010 bereits ausverkauft. Soll aber auch 2011 wieder einen geben. Dann stehen da auch Guru, Peter Steele von Type O Negative, Alex Chilton, Jay Reatard und Vic Chesnutt drin. Am 9. Juli steht ĂŒbrigens noch keiner drin.

Ich hab’ heute auch was von Hand in den Kalender eingetragen. Etwas Nutella-Blumengieß-Erfreuliches: Thorsten hat Geburtstag.

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