“Dumm 3.0”

Trotz harter Konkurrenz am Mittwochabend (FCB : Lyon) ein Hinweis auf die Buchpräsentation von Markus Reiter morgen Abend, 21. April in der Stadtbücherei im Wilhelmspalais (Beginn 19:30 Uhr).

Markus Reiter ist Kommunikationstrainer, Journalist und Medienberater, hilft mit seinem Büro „Klardeutsch“ in Stuttgart Zeitungen, Zeitschriften und Internet-Redaktionen beim Medienwandel und hat schon einige Bücher zum Thema verfasst.

Sein neuestes heißt “Dumm 3.0. Wie Twitter, Blogs und Networks unsere Kultur bedrohen”, ist ein “Loblied auf die Tugenden der alten Medien” und macht sich Gedanken darüber, wie diese in die digitale Welt transportiert werden können.

Reiter spricht am Mittwoch mit  Martin Oversohl vom dpa-Büro Karlsruhe “über Gefahren und Chancen in einer Welt nach der dritten Medienrevolution. Das Internet bietet großartige Chancen, die Unzulänglichkeiten der alten Medien zu verbessern. `Das geht aber nur, wenn die alten Tugenden nicht von neuen Untugenden abgelöst werden´, sagt Reiter.”

“Statt seriöser Information erwartet uns ein unendlicher Haufen “Blödsinn”, in dem nur schwer die Perlen zu finden sind”, heißt es weiterhin in der Produktinformation.

Mi. 21. April, 19:30 Uhr, Stadtbücherei im Wilhelmspalais

Karten für fünf, ermäßigt drei Euro können telefonisch unter 216-57 88/-57 26 oder per E-Mail unter stadtbuecherei.veranstaltungen@stuttgart.de reserviert werden.

Interview Zeit Online

20 Comments

  • Ich weiß nicht, ob ich mich angesprochen fühlen sollen oder gleich mal ‘ne weitere Runde Trash twittern. Vielleicht auch beides. Oder nichts.

  • julia sagt:

    der typ ist mir jetzt schon sympathisch, auch wenn ich buch und autor nicht kenne 😉
    weg mit dem ganzen dreck im netz! her mit den perlen!

  • Thorsten W. sagt:

    Der Typ ist mir jetzt schon unsympathisch, auch wenn ich Buch und Autor nicht kenne 🙂
    Ist einfach gerade im Trend, auf alles einzukloppen, was mit “Web” oder “Netz” oder “2.0” oder sonst was zu tun hat… und dann sind alle, denen das zu schnell geht und die einfach nicht mehr mitkommen – die bestimmt auch zu den Kunden des Autors gehören – auch wieder beruhigt und können in der Tageszeitung die Nachrichten von gestern lesen.
    Natürlich besteht das Netz zu 99% aus Dreck, aber ich sehe gerade in Blogs, Facebook u.ä. die Chance, die restlichen 1% zu finden.

  • DaSven sagt:

    Wie schwierig es wohl ist mit einem Buch eine hohe Auflage zu erreichen das “Schlau 3.0 – Wie Twitter, Blogs und Networks helfen unsere Kultur weiterzuentwicklen” heißt? Nee, da nehme ich lieber die einfache, populistische Route.

  • DaSven sagt:

    Vielleicht kann ja jemand noch einen Flashmob für die Buchvorstellung organisieren, um einfach mal die “Dummheit” des Netzes zu demonstrieren?

  • max p sagt:

    find ich gut, wir schreien dann immer “LOL! LOL! LOL!”

  • anska sagt:

    Klardeutsch? Ich finds gar nich so schlimm when ain Par Rhechtschraibfeler bei där STZ zu sähen sind.
    Spaß beiseite..sehr interessant und danke für den Hinweis!

  • Simon sagt:

    Was wären die Perlen ohne den Dreck!?

  • franzi sagt:

    HA! hab ichs doch gewusst, des wird hier noch ein literatur-party-turnschuh-blog!!!

  • @max p
    Find ich super 😀 Flashmobs sind ja an sich eher gay, aber bei sowas wäre ich fast scho dabei!

  • Tobi Tobsen sagt:

    word an thorsten! schließlich kann jeder für sich entscheiden, ob und in welchem ausmaß er fb, twitter oder was weiss ich noch nutzt.

  • julia sagt:

    word an tobi! deswegen benutze ich twitter überhaupt nicht und den rest nur bedingt 😉

  • Volker sagt:

    Autor hin oder her. Kenne ich nicht. Also erlaube ich mir fast kein Urteil. Der Titel ist auf jeden Fall zu reißerisch.
    Ich finde es aber interessant sich mit Web 2.0 oder auch 3.0 kritisch auseinanderzusetzen.
    Mal von Zensur und Monopolismus (ich sag nur iTunes/Apple) abgesehen, ist meiner Meinung schon das Problem, dass man nur schwer im “kostenlosen” Web 2.0 die Perlen findet, weil doch zu viel Blödsinn bereits drin steckt.
    Dafür braucht man Experten, die die Perlen für den Leser suchen und aufbereiten.
    Also wenn ich rechtzeitg Feierabend schaffe, gehe ich da hin.

  • Tobi Tobsen sagt:

    die frag ist doch, was blödsinn ist und was perlen sind. darüber streiten sich ja bekanntlich die geschmäcker. ich für meinen teil halte es so, dass ich die für mich interessanten blogs im reader hab – diese blogs sortieren ihre post zum großteil nach meinem geschmackt vor – und somit hab ich nur noch wenig blödsinn, den ich lesen KANN. hierfür ist kessel.tv doch ein sehr gutes beispiel..

  • stadtteil sagt:

    “Statt seriöser Information erwartet uns ein unendlicher Haufen “Blödsinn”, in dem nur schwer die Perlen zu finden sind”

    besser kann man bücher von leuten aus der alten zeitungswelt über das internet nicht beschreiben.

    der schirmacher hat doch neulich auch so nen unendlichen haufen dreck auf die analoge welt losgelassen

  • the xx sagt:

    Bei dem reißerischen Titel kann man nur sagen: dumm.
    Ich kenne den Herrn Reiter jetzt leider auch nicht genauer aber ich würde ihm dann mal ein Training in Medienkompetenz empfehlen. Der Arme fühlt sich sicherlich überfordert, er hat bestimmt nie gelernt mit Quellen umzugehen.
    Wobei natürlich außer Frage steht, dass das Internet nur qualitativ hochwertiges Material liefert. Es ist ja nur ein Medium. Und da hat er schon Recht, die analogen Medienmacher können Ihre Kompetenzen als Gatekeeper und Selektierer und vor allem Nachforscher an das digitale Pendant weitergeben. Klar kann man am Internet viel kritisieren, aber das steht doch in keinem Verhältnis zu dem Nutzen den es uns bringt.
    Und zum Thema Kulturverfall. Irgendwann wird der Ingeborg Bachmann Preis dann an den schönsten Tweet des Jahres vergeben, oder so…

  • the xx sagt:

    Boa jetzt wo ich den Zeit-Artikel gelesen habe, wird der Herr mir echt unsympathisch.

  • Aber bei gedruckten Büchern ist es doch genauso. Der größte Teil ist Schrott und es gilt die Lieblinge zu finden. Ist doch bei allen Dingen im Leben.

  • Volker sagt:

    OK. Das Interview ist blöd. Und der Typ eher pessimistisch und auch etwas arrogant.
    Aber mit Gatekeeper und Selektion bzw. Journalist als Experte hat er meiner Meinung nach schon recht.

  • Alexander M. sagt:

    quergelesen und so wie er sich im interview gibt, ist das ganz buch wahrscheinlich nur von oberflächlichen vorurteilen zum thema social media übersät.

    “geh heim kackbratze, ich kann leute die sich für eine bildungselite halten nicht ab”.

    “Loblied auf die Tugenden der alten Medien” – würg, am besten noch: “ohh wir müssen wieder eine etiquette lernen & pflegen” aua

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