Der Stuttgarter hat Rücken

Der städtische Promo-Schalter versetzt mich immer wieder ins Staunen. Heute kam eine Meldung rein, wie man sie vielleicht vom Deutschen Orthopäden-Verband oder der Apotheker-Rundschau erwartet hätte, aber nein, es ist die Stadt Stuttgart, die uns mitteilt: Wir haben es im Kreuz – und zwar ordentlich.

Während Rückenschmerzen früher eher älteren Semestern vorbehalten war, hört man heute schon oft die “Jugend” stöhnen. In meinem Freundeskreis (gut, alle kurz vor der Rente, siehe Krupa) haben ziemlich viele Rückenprobleme, der eine oder andere kämpfte auch schon mit seinem ersten Bandscheibenvorfall.

Ich selbst war ebenfalls mal von betroffen und bin gut ein Jahr lang zur Massage und Kraftübungen gegangen. Ist aber schon lange weg.

Rücken ist ja meist so eine Stress-Sache, wie auch in der Meldung steht, die man auf der nächsten Seite nachlesen kann.

“Die Stuttgarter Bürgerumfrage 2009 förderte zutage, dass vor allem in Berufen mit geringer Qualifikation häufig Rückenschmerzen auftreten. Gegenüber Personen in leitender Stellung hatten Menschen mit ausführenden Tätigkeiten 1,7-mal häufiger Rückenschmerzen.”

Alright, jetzt wissen wir das also auch.

Rückenschmerzen bei Stuttgartern weit verbreitet

29 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer in Stuttgart haben bei der Bürgerumfrage 2009 der Stadt Stuttgart angegeben, dass sie in den letzten drei Monaten häufig Rückenschmerzen hatten. Außerdem hatten fast 50 Prozent der Frauen und Männer manchmal Rückenschmerzen. Dies sind zwei Ergebnisse der Umfrage, in der zum ersten Mal auch Fragen zum Gesundheitszustand gestellt wurden.

Mit zunehmendem Alter nehmen die Rückenschmerzen zu: Waren in der Altersstufe 18 bis 30 Jahre nur 17 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer von häufigen Rückenschmerzen betroffen, waren es bei den über 65-Jährigen 40 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer.

Rückenschmerzen bessern sich bei etwa 90 Prozent der Betroffenen innerhalb kurzer Zeit. Nur bei zehn Prozent aller Betroffenen entwickeln sich chronische Rückenschmerzen.

Rückenschmerzen treten häufig nur kurzzeitig auf und klingen schnell wieder ab. Spätestens wenn die Schmerzen länger als drei Tage andauern oder mit anderen Symptomen wie Lähmungen, Taubheitsgefühlen, Fieber oder Gewichtsverlust auftreten, ist eine Abklärung beim Arzt erforderlich.

Dies ist auch nötig, wenn Rückenschmerzen in Verbindung mit einem Unfall, einer Kortisonbehandlung oder mit anderen Erkrankungen wie Rheuma, Osteoporose oder Krebs auftreten.

„Weniger Stress – weniger Rückenschmerzen“, so bringt Monika Hasenbring, Professorin für Medizinische Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, die häufigste Ursache auf einen Nenner.

Die Stuttgarter Bürgerumfrage 2009 förderte zutage, dass vor allem in Berufen mit geringer Qualifikation häufig Rückenschmerzen auftreten. Gegenüber Personen in leitender Stellung hatten Menschen mit ausführenden Tätigkeiten 1,7-mal häufiger Rückenschmerzen.

„Soweit nicht andere behandlungsbedürftige Krankheiten vorliegen, ist Bewegung die beste Art der Behandlung für Rückenschmerzen“, sagt Dr. Dr. Hans-Otto Tropp, Leiter des Gesundheitsamts. „Wer an Rückenschmerzen leidet, sollte nicht länger als zwei Tage Bettruhe halten – eine längere Bettruhe verschlimmert eher die Schmerzen. Zur Vorbeugung ist ein Training zum gezielten Aufbau der Rückenmuskulatur geeignet.“

Weitere Informationen zum Thema „Rückenschmerzen“ und eine detaillierte Auswertung der Bürgerumfrage finden sich im Internet unter www.stuttgart.de/publikationen.

9 Comments

  • D*Jan Neiro sagt:

    rücken hab ich schon seit jahren…

  • Philthy sagt:

    bin auch so ein kandidat, hab seit jahren probleme mit dem rücken und letztes jahr nen ordentlichen bandscheibenvorfall.

  • Wasilis sagt:

    Rückenprobleme hatte ich letztes Jahr, mit 21 Jahren !!!

  • Volker sagt:

    Ich hab auch seit 6 Jahren immer wieder Rücken (, Nacken, Schulter). Und wirklich viel ausprobiert (Massage, Wärmebehandlung, Akupunktur, Laufen, Schwimmern, …) der absolute Heilsbringer ist aber Yoga. Und zwar mindestens 3 mal die Woche eine Stunde!
    Kann ich nur jedem empfehlen. Neben weniger Schmerzen und einem insgesamt besseren Körpergefühl werden ich in der nächsten Reinkarnation ein weißes Einhorn 😉

  • Benny sagt:

    hab seit jahren teilweise echt böse rückenschmerzen im Lendenbereich, am meissten hat bisher ein Krafttraining mit der Power Plate gebracht, leider unbezahlbar auf Dauer und KK zahlt natürlich kein Penny!!

    aber sehr zu empfehlen.

  • chiller sagt:

    “Die Stuttgarter Bürgerumfrage 2009 förderte zutage, dass vor allem in Berufen mit geringer Qualifikation häufig Rückenschmerzen auftreten. Gegenüber Personen in leitender Stellung hatten Menschen mit ausführenden Tätigkeiten 1,7-mal häufiger Rückenschmerzen.”

    Seit wann sind leitende Stellungen mit höherer Qualifikation gleichzusetzen?

  • Horst sagt:

    @chiller: genau. besonders im schwabenländle wird der beste feiler, schleifer oder dreher ja auch gerne mal zum abteilungsleiter gemacht 😉

  • MethodMan sagt:

    Ich hatte andauernd Probleme mit rausgesprungenen (verschobenen) Wirbel. Ich dachte schon das habe ich jetzt für immer. Durch eine Empfehlung bin ich zur Osteopathie nach Sindelfingen gegangen. Nach einer Sitzung war klar das bei mir einer von beiden Muskel nicht belastet wird die das Becken gerade ausrichten. Nun muss ich jeden morgen eine Übung machen, dadurch wird der Muskel trainiert und mein Becken stellt sich gerade. Was wiederrum zur Folge hat, dass kein wirbel mehr rausspringt und ich keine Rückenschmerzen mehr habe.

  • Peter sagt:

    Das einzige was hilft ist eine ordentlich aufgebaute Muskulatur! Starke Muskeln Starker Rücken. Auf gehts Trainieren.

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