Christoph Biermann “Die Fußball-Matrix”

Ich lese (leider) sehr selten ein Buch, aber am Wochenende habe ich von der Freundin meines Ex-Wohnis obiges Buch geschenkt bekommen und mich gleich darin verloren (wahrscheinlich in der Hoffnung, auf der Zielgeraden noch meine Comunio-Mannschaft optimieren zu können).

Christoph Biermann ist im alltäglichen Leben der Fußball-Experte beim Spiegel, war wohl auch schon für die Süddeutsche tätig, sagt zumindest Herr Internet, und schreibt auf SPON spannende, verständliche und oftmals äußerst unterhaltsame Artikel, stets bemüht die Zusammenhänge weitsichtig und vorausschauend zu analysieren.

“Die Fußball-Matrix” ist ebenso spannend wie einfach verständlich geschrieben, auch wenn es letztendlich um eine kühle Analyse geht, wie Fußball in den letzten Jahren eine digitale Wende und Invasion der Wissenschaftler erlebt hat.

Das begann mit Zahlenstatistiken auf Papier, ging über in die Videoanalyse bis hin zu komplexen Kamera-Systemen, die zwischenzeitlich in vielen Stadien installiert sind (auch in Stuttgart) und die Bewegungsabläufe der Spieler dokumentieren. In den 60ern hat man noch den letzten Spielbericht des Gegners in der Zeitung gelesen, um sich auf das Spiel vorzubereiten.

Biermann trifft auf seiner Reise einen einsilbigen Messi, der sich bei Computerspielen selbst spielt, einen Felix Magath der Fußball mit Schach vergleicht, schlägt unterwegs Brücken zu amerikanischen Sportarten wie Baseball oder erklärt warum die 3-Punkte-Regel zu weniger Toren führte. Zwischendurch gibt es Ausflüge in die Mathematik und Psychologie und ab und zu mal Tabellen voller Zahlenkolonnen.

Die ersten 100 Seiten habe ich fasziniert an den vergangenen zwei Abenden gelesen. Großartige Schlüsse für meine Mannschaft konnte ich aber leider bislang keine ziehen. Mein Sturm ist am Wochenende komplett ausgefallen. Bank – Bank – Grippe. Ich muss einfach besser einkaufen.

Christoph Biermann “Die Fußball-Matrix – Auf der Suche nach dem perfekten Spiel”

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