KTV-Classic: Ein offener Brief: Lieber Ingo Arzt,

zuerst m√∂chte ich Dir – ich darf doch Du sagen, Ihr seid bei der taz doch bestimmt ganz locker – danken, dass Du Dich in Deinem Artikel so um uns Stuttgarter sorgst. Ist ja auch ne wirklich schlimme Sache, die der G√ľnther, der Wolfgang und die Bahn-Kollegen uns da eingebrockt haben.

Nein, im Ernst – nat√ľrlich kann und sollte man dieses Mega-Projekt durchaus kritisch sehen. Aber ich verstehe diese Einleitung irgendwie nicht. “Zara, Pimkie, H&M, Sport-Scheck, Mango, Benetton, MediaMarkt, Karstadt, Kaufhof, C&A, S. Oliver, nochmal H&M, nochmal Zara – das Herz Europas ist so gro√ü, dass mehrere Filialen einzelner Ketten hineinpassen.”

Mensch, das muss Barcelona sein… oder Berlin? Oder Tokio? Oder Leipzig? Ach nein, das gibt’s nur hier in Stuttgart. Unverwechselbar. Aber dann kommst Du wenigstens gleich zur Sache. “F√ľr schlappe 4,03 Milliarden Euro wird unter dem Titel “Stuttgart 21″ der gesamte Bahnhof samt Gleisanlagen in 32 Kilometer lange Tunnel unter die Erde gelegt.”

√Ąhm – der ganze Bahnhof kommt unter die Erde? Echt? Sch√ľtten die einen Berg auf den Bonatz-Bau? Keine schlechte Idee, obwohl es eigentlich schon genug Berge in Stuttgart gibt. Und Trimm-dich-Pfade. Hat Peter Handke 1973 in Stuttgart gesehen, wie Du erz√§hlst, und dass er es damals ganz arg schlimm fand. “Von allen deutschen St√§dten, die ich kenne, habe ich mich nur in Stuttgart bedingungslos fehl am Platz gef√ľhlt.”

Ja, das nagt bis heute an uns Stuttgartern, dass es der Peter damals so schlimm fand hier. Und Dir gef√§llt’s irgendwie auch nicht so recht. “… erstickendes Villenleben an den H√ľgeln √ľber dem engen Talkessel und unten von breiten Stra√üen durchtriebene Ordnung sowie ratternde Stra√üenbahnen. Was komplett fehlt, ist der Charme wilden Stadtwirrwars, kaum spontan in vergessenen Ecken wuchernde Natur, nur sortierte Kleing√§rten und Naherholungspfade.”

Mann, wie mich auch diese sortierten Kleing√§rten in der Stadt immer nerven. Aber ich will nicht polemisch sein. Das √ľberlasse ich gern Dir. Auch wenn ich Dich nicht immer verstehe. “Da werden riesige, momentan noch mit Gleisen √ľberzogene Fl√§chen mitten in der Stadt frei, die bisher vom Neckar aus die Stadt teilen, bis sie j√§h am Kopfbahnhof enden. Eigentlich grandios.”

√Ąh. Grandios? Riesige mit Gleisen √ľberzogene Fl√§chen? Gut, vielleicht Geschmacksache. Aber bleiben wir bei den Fakten. “Dagegen wird ein gutes St√ľck Wirrwarr der Stadt abgerissen: die alte Bundesbahndirektion mit sp√§tbarocker Fassade, heute ein Refugium f√ľr K√ľnstler, Schriftsteller, Musiker oder Modedesigner und mit einem Club, dem “Rocker 33″.”

Ja, schade um die ganzen B√ľros und ums Rocker ist es sicher. Aber es wird gar nicht die alte Bundesbahndirektion abgerissen, die unter Denkmalschutz steht. Nur der hintere, h√§ssliche Teil. H√§ttest Du mit einem Klick auf www.wikipedia.de nachlesen k√∂nnen. Recherchieren kann man. Muss man aber nicht.

Gut, in den folgenden Punkten muss ich Dir Recht geben: Schade um die Röhre, ein bißchen schade um den Landespavillon, sicher auch schade um die Waggons am Nordbahnhof.

Dann wird es aber wieder ein bisschen wirr: Du leitest vom Stuttgarter HipHop in den 90ern irgendwie zum ersten M1 und zum ersten Zapata und erz√§hlst etwas von “ein paar Jungs in Schlabberhosen”. Einer davon, unser Schowi, darf sogar zu Wort kommen: “Keine Ahnung, wer schuld ist. Stuttgart war eben seit je eine entwickelte Stadt, und wenn es irgendwo Brachen gibt, kommt sofort was rein, das der wirtschaftlichen Landschaft hilft”, sagt er.”

Recht hat er. H√§ttest Du ihn weiter gefragt (oder woher stammt das Zitat?) h√§tte er Dir vielleicht erz√§hlt, dass sowohl M1 als auch Zapata erst nach dem Abriss des S√ľdmilchgel√§ndes richtig gro√ü, professionell und erfolgreich wurden. Aber nicht so wichtig.

Aber dann legst Du richtig los ‚Äď dann kommt n√§mlich mein Lieblingsteil in Deinem Artikel. Ich hoffe Du hast nichts dagegen, wenn ich zitiere:

“Abends auf der K√∂nigstra√üe, nach Ladenschluss, kaum auszuhalten: Junge Menschen tragen den Inhalt ihrer Einkaufstaschen am K√∂rper spazieren, sie riechen nach CK One, unterhalten sich √ľber Handyvertr√§ge, Fitnessstudios und Solarien. Da! Ein Hundehaufen auf dem Gehweg – endlich ein klein wenig Anarchie.

 

Ein sch√ľchternes Graffito auf einem Umspannungskasten: m√∂glicherweise eine aufkeimende Jugendrevolution. Ein r√ľlpsender Punk vorm Hauptbahnhof, man m√∂chte ihn spontan herzen: Rebellion gegen die Etikette! Und dann hat doch Papi die teure Nietenjacke bezahlt. Also gut, auf dem Dornhaldenfriedhof liegen Gudrun Ensslin und Andreas Baader beerdigt. Das rockt irgendwie. Wenn sie es nicht so furchtbar √ľbertrieben h√§tten.”

Alter! (sagt man bei uns so). Erst mal in einem Artikel √ľber Stuttgart 21 Peter Handke und Andreas Baader einbauen ‚Äď das muss Dir erst mal einer nachmachen. Und dann Deine Entdeckungen – Hammer! Du hast ein Graffiti gesehen. Und einen Punk! In Stuttgart!!!EinsElf111. Das h√§tte ich nicht in unserem sch√∂nen St√§dtle erwartet. Nicht bei uns. Ich bin entsetzt. Ich werde schon wieder polemisch, sorry.

Und dann bricht es endg√ľltig aus Dir raus, und langsam rieche ich den Braten (einen Zwiebelrostbraten, nat√ľrlich): “Deshalb, liebe Berliner, wird der Zustrom schw√§bischer Lebensgef√ľhlfl√ľchtlinge nicht abrei√üen.” Aha! Darum geht’s! Die ganzen armen Stuttgarter m√ľssen nach Berlin auswandern, weil sie es hier einfach nicht mehr aushalten. Es ist eine Katastrophe! Ehrlich!

Und dann kommt der krönende Abschluss. Ich hatte beim ersten Lesen Tränen in den Augen. Wirklich.

“Und wir fordern ein klein wenig Toleranz. Bitte. Es ist erniedrigend, wie man als Schwabe in der gesamten Republik seine Wurzeln verleugnen muss. Einen Logop√§den aufsuchen und Weinkorken in den Mund stecken, um nicht anhand der Aussprache enttarnt zu werden. Sonst drohen Ausgrenzung, Verachtung, Gel√§chter.”

Mit diesem Abschnitt hast Du mir wirklich einen Stich ins Herz versetzt. Ich bin mir meines ganzen j√§mmerlichen und erbarmungsw√ľdigen Daseins als armer Stuttgarter Schwabe bewusst geworden, und ich habe bitterlich geweint.

Aber zur√ľck zum Ernst, auch wenn es schwerf√§llt, und ich musste mit leichtem Entsetzen etwas feststellen: Wenn irgendjemand sich f√ľr seine schw√§bische Herkunft sch√§men muss, oder seine Wurzeln verleugnen, wie Du es nennst, dann wegen solch bescheuerter, von Vorurteilen und Klisch√©es nur so tropfenden Artikeln wie Deinem.

Oder bist Du auch einer dieser bemitleidenswerten Exil-Schwaben, die vor der hiesigen, unertr√§glichen Trostlosigkeit und Engstirnigkeit ins hippe Berlin fl√ľchten mussten, wo es endlich coole Clubs in coolen Abbruchh√§usern und einen coolen OB und coole Punks und coole Graffitis gibt?

Oder warst Du zum letzten mal 1973 mit dem Peter in Stuttgart und hast gedacht, komm, meine Polaroids von damals und der aktuelle Prinz reichen schon f√ľr ein umfassendes Bild, wird sich schon nicht so viel ver√§ndert haben im Kessel seit damals?

Dass es in Stuttgart vielleicht alles ein bisschen anders l√§uft, dass die Subkultur hier vielleicht weniger an Orten und mehr an Personen h√§ngt, dass Subkultur, die kaputt renoviert wurde, immer wieder neu und noch frischer wiederaufersteht, dass es immer wieder spannende tempor√§re Einrichtungen gibt und dass die h√§sslichsten Teile der Stadt, wie der alte Kleine Schlossplatz (auch kaputt renoviert) oder die Theodor-Heuss-Stra√üe, einfach “von unten” belebt werden – woher sollst Du es auch wissen?

Aber zum vers√∂hnlichen Schluss hier noch ein Angebot, dass unser tapferer Mitstreiter Krupa schon in einem Kommentar gemacht hat: Wir, die Jungs von kessel.tv, laden Dich recht herzlich nach Stuttgart ein. Mit Schlafplatz im Hallschlag, Fahrradwanderung am Neckar, K√§ssp√§tzle mit Blick auf die Hauptbahnhofgleise und einer extra Portion Hundekacke im T√ľtchen. Wegen der Subkultur, weisch.

143 Comments

  • Ah, welch sch√∂ner Start in den Tag. Neuer Lieblingsartikel, habe gerade Tr√§nen gelacht x)

  • Martin Sp. sagt:

    Coole Sache, Thorsten!

    (Ja, ich schau zur Zeit Parker Lewis)

    Gruß,
    Martin

  • cathrin sagt:

    … und deshalb ist kessel.tv mein lieblingsblog!!! ūüôā

  • Philipp sagt:

    da hast du was gro√ües geschrieben, thorsten ūüėÄ

  • martin sagt:

    ich hoff mal schwer du hast ihm den artikel auch geschickt. wie ich dir schon gesagt habe, fand ich manches vom ingo auch okay, vieles aber unerträglich, wie auch dein lieblingsteil. selten so einen bullshit gelesen.

  • Alessa sagt:

    ph√§nomenal ich bin schwer begeistert … weiter so

  • Holger sagt:

    Das einzige, was mich an diesem Artikel st√∂rt: er gibt diesem dumpfbackigen TAZ-Schreiberling mehr Aufmerksamkeit, als er verdient hat… Sonst aber brilliant! Habe mich weggeschmissen vor Lachen… ūüėÄ

  • skp sagt:

    er hat aber schlichtweg recht. merkt halt nicht, wer es selbst noch teilt.

  • martin sagt:

    auf dich hab ich gewartet ūüôā

  • chris sagt:

    word alter, brings in die stn

  • se sagt:

    (…)Dass es in Stuttgart vielleicht alles ein bisschen anders l√§uft, dass die Subkultur hier vielleicht weniger an Orten und mehr an Personen h√§ngt, dass Subkultur, die kaputt renoviert wurde, immer wieder neu und noch frischer wiederaufersteht(…)
    das is auch mein eindruck und ich hab unl√§ngst versucht den einem menschen n√§her zu bringen in einer pro/contra-s21-diskussion (g√§√§√§√§hn… next, please!) und obwohl er teil der stuttgarter subkultur ist, wollte er mich nicht verstehen.
    deshalb danke f√ľr diesen artikel, prosecco f√ľr alle bitte, jetzt!

  • Volker sagt:

    Was haben wir bei der WM gelernt?
    STUTTGART ist viel schöner als Berlin.

  • Keep-It-Deep sagt:

    der werte herr arzt ist doch der baden-w√ľrttemberg-korrespondent bei der taz. schreibt ansonsten recht neutral, wie es halt beleidigte sozialdemokraten, die bei der taz untergekommen sind, hinbekommen. aber diesesmal beinhaltet sein artikel derart klischee√ľberzogenes sinnentleertes geblubber, dass er beim worth√ľlsenproduzenten neon besser aufgehoben w√§re. (wobei, in den extremen, sind taz und neon sich schon wieder sehr nahe).

  • skp sagt:

    naja, wer darauf verweist, da√ü M1 und Zapata als 2.0er Version ganz sch√∂n erfolgreich wurden verschweigt aber auch, da√ü sie ganz sch√∂n schei√üe wurden. welchen Grund gibt es die k√∂nigs-stangenwaren-konsum-meile zu verteidigen? oder abzustreiten, da√ü mit dem gleisgel√§nde tats√§chlich einer der wenigen orte urbaner √§sthetik verschwinden wird? ob man auf so eine auff√§llig sauber geputze, geordnete und mit √ľberpr√§senz von polizei durchherrschte √∂ffentlichkeit steht ist geschmackssache, mu√ü man aber nicht. unbestritten, da√ü es da ja noch irgendwas anderes geben mu√ü und die Stadt nicht nur voller protestantischer spie√üer sein kann, treffen diese Punkte doch. da√ü dem Autor vorzuwerfen f√ľhrt zum verteidigen der Zust√§nde, gegen die man sich ja offensichtlich verwehren will.

  • martin sagt:

    nun gut, besagte clubs wurden vielleicht scheiße, waren an zweiter stelle aber auch ne ganze weile gut (vorausgesetzt man mochte sie). also ich hatte ne ganze weile im zweiten m1 genauso viel spass wie im ersten.

    thorsten verteidigt sicherlich nicht die k√∂nigstra√üe, sondern deutet einfach nur darauf hin, dass wohl jede verschissene haupteinkaufsstra√üe der welt dann doch irgendwie gleich aussieht… oder gibts in berlin keinen stangenwaren-konsum?

  • Keep-It-Deep sagt:

    ach ja, und diese best√§ndige √ľberh√∂hte darstellung der berliner subkultur, dieses andauernde “in berlin geht was”-geschw√§tz nervt! das bringen eigentlich auch nur (noch) die leute zustande, die berlin lediglich aus touristischer distanz kennen(gelernt haben). wie’n kleines kind, das zum ersten mal ein mega-einkaufszentrum zur weihnachtszeit betritt und von allem glitzertand √ľberw√§ltigt, √ľberfordert ist. selbst keinen beitrag zur sub-/clubkultur leisten bzw. bestehendes unterst√ľtzen, aber rumheulen, das nichts los sei etc…

  • Keep-It-Deep sagt:

    “oder gibts in berlin keinen stangenwaren-konsum?”

    nee, da gibt’s nur hinterhof-custom made-designerware von vertretern der crafting-generation, die sich die smart growth policy auf die fahne geschrieben haben… ūüôā

  • julia sagt:

    mega!! genau meine wellenlänge!

  • MIKATO sagt:

    Hehe! Hier gibt`s wenigstens Arbeit! ūüôā

  • Basey sagt:

    So ein Depp der Ingo, da kann man sich richtig blidlich vorstellen wie der gemeine nicht schwabe kichernd davor sitzt und denkt- “hundekacke – jihihihi – das is gut… “

  • Nathanael sagt:

    Danke Thorsten! Aber es hilft alles nichts – wir werden wohl auch in Zukunft mit dem Neid anderer leben m√ľssen. Deshalb ist es gut, dass Stuttgarter besonnen, weltoffen, stets freundlich und nicht nachtragend sind! ūüôā

  • MIKATO sagt:

    Was man √ľbrigens nicht vergessen sollte, dieser Slogan “Das neue Herz Europas” haben wir einer BERLINER PR-Agentur zu verdanken ……

  • martin sagt:

    stimmt. scholz & friends waren es? da f√§llt mir ein, am samstag hab ich gelesen, dass eine berliner agentur gerade f√ľr einen neuen stuttgart-slogan beauftragt wurde, also z.B. “stuttgart – sch√∂ner buddeln” oder “stuttgart – die graffiti welthauptstadt”

  • MIKATO sagt:

    “stuttgart-ein leben ohne hundekot und subkultur”

  • Aussenreporter sagt:

    Danke, Thorsten, hast mir aus der Seele gesprochen. Freu mich schon auf den Abend, an dem wir den Ingo ein bisschen durch die Kleing√§rten f√ľhren.

  • NO 2da RA sagt:

    Thorsten, sehr sch√∂ner Brief….fehlen nur noch die Herzen an der Seite ūüėČ so ein Seggl – dieser Arzt! Tse…jaja und auf skp hab ich bei der Diskusion auch schon gewartet ūüôā Hello again!

    Bin mal gespannt ob Arzti auf eure Einladung reagiert Рeine Nacht im Hallschlag und der weiß РBerlin is Kindergarten, Alter!

  • Glenn sagt:

    Zugegeben, ich war nie ein gro√üer Fan der TAZ, weil ich auch noch nie sonderlich links war. Aber, ich habe sie schon immer respektiert, weil alternative Meinungen wichtig sind und weil eine Zeitung f√ľr das linke Spektrum der Gesellschaft notwendig war und ist.
    Aber dieser Artikel ist beschämend. Und wird meine Meinung zur TAZ verändern.

    Als Stuttgarter ist man ja einiges gewohnt. Stuttgart war f√ľr den Rest von Deutschland noch nie richtig interessant. Aber zu behaupten, wo anders sei die Welt rosarot, toll und vor allem nicht so wie in Stuttgart ist doch v√∂lliger Unsinn. In Berlin muss der legend√§re Punk/Rock/Wave-Club SO36 (http://de.wikipedia.org/wiki/SO36) wahrscheinlich aufgrund bestehender L√§rmschutzauflagen schlie√üen. Soweit zur Berliner Subkultur.

    Ich bin wirklich entsetzt, aber insgeheim machen mich solche Artikel noch stolzer auf meine Heimatstadt.

  • skp sagt:

    “oder gibts in berlin keinen stangenwaren-konsum?”

    darum geht es doch gar nicht, sondern darum, daß die städtplanung in stuttgart abseits der kommerziellen interessen nichts wahrnimmt und dann strukturen entstehen, die eben wie die königstraße sind Рda geht es nicht mal um diese einkaufsmeile selbst, sondern darum, daß daneben so gut wie nichts möglich ist, weil das interesse nicht da ist. das ist doch analog zur theodor-heuß.

    und zu behaupten, da√ü – in relation zum zu verteidigenden lokalort – in berlin nicht mehr gehen w√ľrde kann auch nur von jemandem kommen, der berlin nur als tourist oder von mitte-zentrierten ex-schwaben kennt.

    jaja ganz schön harte nächte im hallschlag.

  • martin sagt:

    und diese strukturen entstehen so nur in stuttgart? sonst wird nirgends auf der welt bzw. in deutschland f√ľr z.b. ein neues einkaufszentrum “subkultur” vernichtet? und nur in stuttgart finden sich dann keine neuen nischen? finden keine verlagerungen statt? hmmmm okay.

  • skp sagt:

    “In Berlin muss der legend√§re Punk/Rock/Wave-Club SO36 (http://de.wikipedia.org/wiki/SO36) wahrscheinlich aufgrund bestehender L√§rmschutzauflagen schlie√üen.”

    ja, und warum? weil ein nachweislich zugezogener sich dort seit kurzem in die nachbarschaft eingemietet hat und das so mit anzeigen √ľberzieht. so ehrlich sollte man sein, wenn man sowas anspricht. die ganze berliner struktur hat ernsthafte probleme mit leuten, die den chic der offen gro√üstadt mit breitem subkulturellem angebot als imagepolierung haben wollen, aber in ihrer kleinen eigenen erlebniswelt dann mit hilfe des rechtstaates f√ľr die durchsetzung ihrer gewohnten kleinstadtwelt sorgen. das so ist nicht der erste ort und wird nicht der letzte sein, der so kaputt gemacht wird.

  • skp sagt:

    @martin: es geht nicht darum, ob das woanders so passiert, sondern daß das in stuttgart so ist. das ist beschreibend und trifft, aber ich hab auch nichts gegen den nachweis des gegenteils. aber meiner meinung und erfahrung nach sind das punkte in dem artikel, die so keine unwahrheiten darstellen.

  • Don sagt:

    Ich glaube dieses Gehate gegen√ľber Stuttgart ist Neid. Klar, Stuttgart ist nicht so wild, so chaotisch wie Berlin, aber ich vergleiche das Ganze mit dem Prozess des Erwachsenwerdens:

    Als Kind will man den Abenteuerspielplatz…man will Aufregung Spannung, Spiel und Schokolade. Wird man jedoch langsam √§lter, findet man das Abenteuer zwar immer noch toll, aber tief im Inneren sehnt man sich doch ein wenig nach Ordnung und Konstanz. Das Problem ist, dass man sich das partout nicht eingestehen will und sich deshalb offensiv dagegen wehrt. Dabei √ľbersieht man aber die vielen Vorteile, die Ordnung hat, insbesondere die M√∂glichkeit aus dieser Ordnung auch mal auszubrechen und auch zwischendurch mal wild sein.

    Ich bekomme hier im Norden ja √∂fter die Meinungen derer zu h√∂ren, die nur mal kurz in Stuttgart waren. “Boah…spie√üige Stadt..da geht ja gar nix.”
    Aber wenn man mal nachfragt: “Was habt ihr denn von Stuttgart gesehen?” kommt h√§ufig die Antwort “Nicht so viel…die K√∂nigsstrasse halt.”, oder so √§hnlich. Die Meinungen sind, wie so oft, durch Klischees beeintr√§chtigt. Beim Fall vom Ingo scheint sich das sogar ordentlich ins Hirn eingebrannt zu haben….

  • Glenn sagt:

    Vielleicht bin ich als konservativer Unternehmer der falsche Ansprechpartner. Aber kommerzielle Interessen helfen einer Stadt Geld einzunehmen. Und Berlin hat sich da gef√§lligst zur√ľckzuhalten. Berlin hat 2008 3,1 Mrd. Euro aus dem L√§nderfinanzausgleich erhalten. Unter anderem zur Finanzierung einer Subkultur. Baden W√ľrttemberg hat im Gegenzug 2,5 Mrd. an die Nehmerl√§nder √ľberwiesen. Ich gebe zu als Hauptstadt hat man gewisse Sonderprivilegien, aber nochmal: Kommerzielle Interessen sind wichtig.

    Und um das ganze auch mal grafisch zu verdeutlichen, hier der Schuldenatlas: http://www.spiegel.de/fotostre.....47060.html

  • Das sch√∂ne an Stuttgart ist, dass Seggl wie dieser TAZ-Autor nach Berlin abwandern und Stuttgart den netten Stuttgartern lassen. Sollen die Exilschwaben weiterhin auf dem Prenzlauer Berg ihren Dialekt verstecken und glauben, Stuttgart sei so spie√üig. Dann lassen sie uns in Ruhe.
    Ich werde gleich den n√§chsten Trimmdichpfad aufsuchen und am Kniebeugenschild zehn Extrarunden f√ľr Peter machern.

  • Glenn sagt:

    skp: Ich weiß nicht was an deiner Behauptung dran ist, dass ein Zugezogener das SO36 angezeigt hätte, aber selbst wenn. Berlin macht die Lärmschutzregeln. Berlin oder Berliner könnte dem SO36 die benötigte Schallschutzmauer finanzieren.

  • Don sagt:

    Ohne es jetzt genau zu wissen, aber ist die Berliner Subkultur nicht erst durch die im Laufe der Jahrzehnte Zugezogenen zu der geworden, was sie ist?

    So ein wenig kann man Berlin (bzw. die Subkultur) mit den USA vergleichen: Durch Einwanderer zu dem geworden, was es ist, nun aber eine unvergleichliche Arroganz an den Tag legen und einen Patriotismus sondergleichen ausrufen.

  • martin sagt:

    f√ľr mich gehts aber in dem artikel darum muss ich sagen, weil der ingo das meines erachtens als stuttgarter besonderheit ausarbeitet und das ist schwachsinn.

    auch hier finden meiner meinung nach stetig verlagerungen statt. vor f√ľnf jahren h√§tte keiner gedacht, dass es rund um den hans im gl√ľck brunnen mal “so abgehen wird”, als beispiel. nat√ľrlich alles in einem kleineren rahmen, aber wir sind halt auch als mittelgro√üe stadt eben der kleinere rahmen, das ist wohl auch jedem klar.

    und du kommst ja auch wieder wohl ganz gerne zum auflegen vorbei, weil sich hier auch szenemässig was weiterentwickelt. vielleicht manchmal verspätet, das ist offensichtlich, aber so ist es halt.

  • Don sagt:

    @ Martin: Ja..das ist der störende Punkt im Artikel. Das ist eine reine Bedienung des Klischees.

  • Aus einem Kommantar unter dem taz-Artikel:
    “Der Artikel bringt es auf den Punkt. Stuttgart ist eben eine Business-Stadt, sicher, sauber – und eher langweilig. Das ist eigentlich sehr schade, denn man k√∂nnte aus STR durchaus etwas machen. Die Stadt an sich ist nun wirklich nicht h√§sslich, wie hier einige annehmen. Mit und ohne Stuttgart21. Wie w√§re es zum Beispiel mit ein paar studentisch angehauchten Kneipen in der Innenstadt? Ich kann mich an entsprechende Lokalit√§ten nur rund um die Unis und Co. erinnern, ansonsten nur an gro√üe Clubs. Besonders die Theodor-Heuss-Strasse ist doch ein Alptraum f√ľr jeden, der nicht mit rosa Polohemd und Stehkragen unterwegs sein m√∂chte….”

    Ich finde der Artikel und die dazugehörigen Kommentare zeigen nur, dass negative Kritik oft einfach nur aus Unwissenheit hervorkommt. Mir fallen spontan einige abgefuckte Kneipen in und um Stuttgart herum ein und es gibt definitiv so viele Clubs außerhalb der Theo. Das gute hier in Stuttgart ist finde ich, dass alles relativ an einem Ort isch [da kleine Großsstadt] und im Sommer ist es so super einfach zwischen all den Locations zu switchen. In vielen anderen Großstädten ist das nicht möglich, es sei denn man gibt Unmengen an Taxikosten aus oder macht mit Party mit Bus- und Bahnplan.

    Und ich persönliche trete nicht so gerne in Hundescheiße herein ^_^

    Ansonsten finde ich die Kommentare hier auf kessel.tv unglaublich lustig ūüėÄ Bin gespannt, ob es aus Berlin ein Statement gibt, hihi.

  • tobi sagt:

    lieber thorsten
    danke danke danke
    wenn ich versucht hätte das zu formulieren, hätte ich gewollt, dass es so klingt, wie du es geschrieben hast.
    stuttgart: douze points

  • Martin No.1 sagt:

    Ich finde man kann √ľber Stuttgart nicht urteilen wenn man es nicht pers√∂nlich kennt. Stuttgart ist eine super Stadt, die ich schon mehrere Male gesehen habe und auch pers√∂nlich kenne. Nennt mir mal ne Stadt, f√ľr die Busse von Berlin nach Stuttgart fahren mit 70 Mann, nur f√ľr Subkultur. Meiner Meinung nach ist das purer Neid. Das ist aber typisch f√ľr Deutschland.

  • skp sagt:

    “und du kommst ja auch wieder wohl ganz gerne zum auflegen vorbei, weil sich hier auch szenem√§ssig was weiterentwickelt. vielleicht manchmal versp√§tet, das ist offensichtlich, aber so ist es halt.”

    ich hab ja auch schon im ersten post geschrieben, da√ü es noch mehr geben mu√ü und nicht nur spie√üer in stuttgart wohnen k√∂nnen – die nichtexistentz einer szene oder die pure langeweile w√ľrde ich stuttgart nie ausstellen wollen. ūüėČ was diesen ganzen maximalkram angeht, da geht in stuttgart einiges mehr als in berlin – sowas w√ľrde ich auch nie bestreiten.

    leuten zu unterstellen, ab einem gewissen alter w√ľrde man sich nach einem einengenden regelndem rahmen, der angeblich sicherheit (haha) vermitteln w√ľrde halte ich f√ľr rumpsychologisiererei, die m√∂glicherweise das eigene bed√ľrfnis unbedingt zur norm erkl√§ren m√∂chte – das ist doch mit umgekehrter behauptung genauso falsch.

    @glenn: man muss es sich also leisten k√∂nnen den mund aufzumachen. abgesehen davon, da√ü mich die finanzielle ausstattung einer stadt √ľberhaupt nichts angeht – eine interessante denke, die da dahinter steht.

  • chiller sagt:

    ‘the fuck is Ingo Arzt?

  • Hier ist sie wieder: Die alte Suttgart-Berlin Diskussion.
    Second-Hand-Hartz4-Look statt Polohemd mit Stehkragen, die Berliner sind doch genau so uniformiert, nur ein bisschen anders. Die Edelökos vom Prenzlauer Berg sind doch die Prototypen des modernen Urbanspießers. Und nur weil dort mehr Hundekacke rumliegt ist das noch lange nicht cooler.

  • Katjuscha sagt:

    Danke Miss Harrcore, recht haste.

    Nur mal am Rande: ich bin den umgekehrten Weg gegangen, n√§mlich von Berlin nach Stuttgart. Ja, das gibt’s tats√§chlich auch. Nachdem ich den ersten Kulturschock √ľberwunden hatte, hab ich die Stadt schnell lieb gewonnen. Mir fehlen Siff und Hundehaufen keineswegs. Und all die Bio-Schwaben und anderen Zugezogenen, die sich als hippe Neu-Berliner verkaufen und sich nur √ľber ihre Meldeadresse definieren gingen mir schon immer tierisch auf den Keks.

    In Sachen Subkultur zerst√∂ren w√ľrde ich mich als Berliner nicht so weit aus’m Fenster lehnen: Guckt euch doch nur mal im ach-so-trendigen Kreuz K√∂ln um! Dort sah es vor 5 Jahren auch noch anders aus. Nun steigen die Mieten und alternative Projekte sterben. Daf√ľr r√ľckt die Szene nach und in sp√§testens 5 Jahren gibt es die selben Probleme wie am Prenzlauer Berg. Total schick diese Gentrifizierung. Aber ich denke eine Diskussion, ob nun Berliner Subkultur besser ist und wer sie zerst√∂rt, ist hier fehl am Platze.

    Zum Vorwurf alles sei so spießig und langweilig: Vielleicht bin ich zu sehr Frischling, aber man kann in diesem Kessel noch Neues entdecken, muss eben mal die Augen aufmachen. Und was soll daran schlecht sein, wenn ich fußläufig eine Handvoll Kneipen erreiche, in denen ich mich spontan zu nem Bier verabredet habe, statt ne knappe Stunde Fahrt und endlose Terminabsprachen auf mich zu nehmen? Check ich nich.

    Ansonsten – super Artikel, Thorsten.

  • TC sagt:

    trotz seiner zum teil abf√§lligen √§u√üerungen gegen√ľber stuttgart und seinen einwohnern geht es dem autor doch in erster linie darum ein statement gegen s21 und dem damit verbundenen wegfall von (sub-)kultur in der stadt abzugeben. das ist nicht unwichtig und kessel.tv nimmt zu dem thema immer eine zu neutrale haltung ein, wie ich finde.

    was meindt du eigentlich mit theodor-heuss-str. von unten belebt?

  • flo sagt:

    W√ľrd mal sagen voll auf die allt√§gliche TAZ Polemik reingefallen.

  • MIKATO sagt:

    hehe SKP der Exilstuttgarter im Element! ūüôā

  • Volker sagt:

    Off the record..
    Ich habe gerade auf der STZ-Homepage neben den ganzen Fotos von den Demonstranten, das Symbolfoto schlechthin gefunden, das sehr sch√∂n ausdr√ľckt, was der Prellbocklupfer f√ľr die Meinung der B√ľrger bedeutet. OB, MP und die anderen Promis brauchen die Sturmtruppen, um sich vor der Meinung der B√ľrger zu sch√ľtzen…

    http://foto.stuttgarter-zeitun.....201499.jpg

  • Jana sagt:

    Danke, Thorsten

    Nach 5 Tagen Fashion Week, Selbstbeweihräucherung dieser hippen Menschen hier (hey, wer muss schon Geld verdienen) und Subculture in Form von dreckigen, demolierten U-Bahnen und bettelnden Junkies, muss ich schon sagen: Ein Hoch auf diese Selbstverliebtheit und ein Hoch auf die spießigen Hinterwäldler in Stuttgart, die das alles Mitfinanzieren.

  • JoeStringer sagt:

    ‚Äúhundekacke ‚Äď jihihihi ‚Äď das is gut‚Ķ ‚Äú

  • Tobi Tobsen sagt:

    thorsten – fettes word!
    und glenn – fettes word!

    berlin sch√∂n und gut, aber diese stadt so hinzustellen, als w√§r sie das mass aller dinge geht mir langsam aber sicher aufn sack. berlin w√§re ein abgefuckter schrotthaufen ohne finanzielle unterst√ľtzung aus (zum grossteil) bw/bayern. und ohne “ausl√§nder” funktioniert eine stadt/land und vorallem eine szene einfach nicht – skinheads nat√ľrlich ausgenommen ūüėČ . m. e. lebt berlin von den zugezogenen!

    wie dem auch sei: es ist jedem freigestellt wo er wohnt – gut, die hartz4 empf√§nger (berliner) k√∂nnen sich den stadtteil vielleicht nicht aussuchen aber das ist ja n anderes thema ūüėÄ

  • Olga sagt:

    ich zieh mir jetzt meine Hornbrille auf, pack meinen Jutebeutel und zieh nach Berlin! es reicht echt – keine Hundekacke, kein gar nix hier!

  • Klugshitter sagt:

    “√Ąh. Grandios? Riesige mit Gleisen √ľberzogene Fl√§chen? Gut, vielleicht Geschmacksache. Aber bleiben wir bei den Fakten. ‚ÄúDagegen wird ein gutes St√ľck Wirrwarr der Stadt abgerissen: die alte Bundesbahndirektion mit sp√§tbarocker Fassade, heute ein Refugium f√ľr K√ľnstler, Schriftsteller, Musiker oder Modedesigner und mit einem Club, dem ‚ÄúRocker 33?.‚ÄĚ”

    Entweder das sollte lustig gemeint sein, oder du hast den Text nicht verstanden. Der Autor findet es grandios, dass die Gleisanlagen verschwinden…

    Auch beim Rögger liegst du falsch. Durch den Teilabriss der Bundesbahndirektion erlischt der Denkmalschutz. D.h. das Gebäude wird vollständig abgerissen. Auf neueren Plänen sucht man es bereits vergebens.

  • martin sagt:

    TC: ich hab schon paar mal gesagt, dass ich letztendlich zu den erm√ľdeten geh√∂re.

    vor ein paar wochen auf eine √§hnliche anmerkung, wir w√ľrden uns dazu nicht klar √§u√üern, geschrieben:

    ‚Äěnach 15 jahren diskussion geh√∂re ich wie oft gesagt zu den erm√ľdeten, ich kann nicht genau beurteilen ob ich das gut finden soll oder nicht. auf der einer seite stehe ich zu fortschritt, finde ver√§nderungen, neuerungen gut, auf der anderen seite sehe ich dass vielleicht deswegen vieles auf der strecke bleibt und mir der punkt warum ein bahnhof √ľber die zukunft der stadt und region entscheidet nicht ganz klar ist.

    und zu deinem ‚Äúvorwurf‚ÄĚ: wir informieren hier einfach auch, wie du wei√üt, nicht jeder beitrag hat was mit einer ‚Äúklaren meinung‚ÄĚ zu tun. das machen wir glaub schon oft genug. f√ľr mich ist dieser fall einfach zu komplex, um eine klare meinung zu haben.‚Äú

  • elly81 sagt:

    ich finds immer wieder erstaunlich mit was f√ľr klischees sich stuttgart rumschlagen muss.
    sauberkeit: ich finds ganz gut dass es nicht nach m√ľll riecht und dass ich nicht in hundehaufen trete.
    polizei: ich finds ganz gut dass ich als mädel hier seit 12 jahren allein nach ner partynacht nachhause laufen kann ohne mich ängstlich umzusehen
    spie√üigkeit: da ist die frage wie man spie√üig definiert. ich finde die vielen kneipen, die theater, die musikvenues und die leute darin auf jeden fall √ľberhaupt nicht spie√üig.
    nix-los: sagen nur leute die sich nicht auskennen und keine ahnung haben wo was geht. wer nur die theo kennt wird nat√ľrlich immer ein schlechtes bild vom stuttgarter nachtleben haben.

    also ich hab schon einige zugezogene mitbewohner gehabt die mir mit diesen vorurteilen kamen und die ich nach nem halben jahr zu echten stuttgartliebhabern umgedreht hatte. man muss hier einfach nur wissen wohin.

  • chiller sagt:

    ich kenne zwar berlin nicht, aber seit ich in stuttgart wohne (bald 2 Jahre) hab ich auch wenig bedarf etwas anderes kennenzulernen.
    madeimspeck-style in etwa…

  • Seb Rock sagt:

    Ich w√§re ja f√ľr:

    STUTTGART – OHNE SCHEISS !!!

    Daumen hoch f√ľr den Artikel, ich war seit l√§ngerem jetzt nicht mehr hier, aber versprochen, dass sich das wieder √§ndert! Merci!

  • franzi sagt:

    klasse brief thorsten!

  • Thorsten W. sagt:

    Ui, ganz schön was los hier.

    Allgemein: Ich schlie√ü mich Martin an – der Brief soll bestimmt keine Verteidigung des S21-Projekts sein… ich versuche durchaus das differenziert zu sehen.

    Zur Polemik: Klar bin ich auf die reingefallen. Und habe versucht, sie in meinem Brief zu vermeiden.

    @Klugshitter: Mit dem “grandios” hast Du sicher recht – das hab ich falsch verstanden. L√§sst sich aber auch leicht falsch verstehen, finde ich. Zur Bahndirektion findet sich bei wikipedia (ich wei√ü, darauf sollte man sich nicht verlassen, trotzdem) folgender Eintrag:

    “Nach dem Planfeststellungsantrag der Deutschen Bahn AG sollte das denkmalgesch√ľtzte Geb√§ude der alten Bahndirektion ebenfalls abgerissen werden. Auf Grund eines Vertrags zwischen Landeshauptstadt Stuttgart, Vivico und Deutsche Bahn AG wurde die Planfeststellung ge√§ndert; danach soll das am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz gelegene Hauptgeb√§ude einschlie√ülich Vorbau an Ort und Stelle erhalten werden, die r√ľckw√§rtigen Geb√§ude sollen bis zur J√§gerstra√üe abgebrochen und nach Fertigstellung des Projekts Stuttgart 21 durch neue Geb√§ude ersetzt werden.”

    Ansonsten freue ich mich, dass ich wohl den Nerv einiger Leute getroffen habe.

    Und ein kleiner Nachtrag noch: Ingo Arzt gibt ja vor, S21 sei Schuld am Untergang der Subkultur in Stuttgart, und dann w√ľrde alles voll schlimm. Aber er findet es ja jetzt schon, mit Rocker, Waggons und R√∂hre, unertr√§glich. So what?

  • Marcus sagt:

    Thorsten – Danke!

  • dani sagt:

    hammer!! gef√§llt mir sehr gut ūüôā
    hat man denn schon ne raktion vom autor der taz?w√ľrd mich mal interessieren ūüôā

  • Klugshitter sagt:

    @ Thorsten

    http://www.das-neue-herz-europ.....fault.aspx

    Siehe ab Bauphase III -> Und pl√∂tzlich ist die Bahndirektion weg…

    So sind se halt, unsere sauberen CDU-M√§nnle. Da z√§hlt kein Denkmalschutz wenn es was in den eigenen S√§ckel zu wirtschaften gibt…

  • martin sagt:

    reaktion seitens des autors haben wir noch keine, wir haben aber alles daf√ľr getan – und auch andere leute ūüėČ mal gucken.

  • Bj√∂rn B sagt:

    Zwei Daumen hoch…und auch im B√ľro hier seh ich zus√§tzliche Daumen in die H√∂he wachsen.

    Solche Artikel bewirken vor einem eines: Berliner werden auch weiterhin nicht nach Stuttgart ziehen, und das ist auch gut so. Sollen sie doch in Berlin arm aber sexy sein, wir sind rein und zufrieden!

  • Bj√∂rn B sagt:

    ….ach ja, in your face, Berlin:
    http://www.zeit.de/newsticker/.....3731712xml

  • skp sagt:

    ” MIKATO 3.Februar.2010 um 11:34

    hehe SKP der Exilstuttgarter im Element!” – das ist falsch, ich war nie stuttgarter, nicht mal schwabe, und werde es auch nie sein. ich war in der schwabenhauptstadt schon im inneren exil.

    “und bettelnden Junkies” – ja, lieber aus der stadt verschaffen – wie das in stuttgart in den 90ern gemacht wurde, damit sich solche wie du nicht mit diesen elendsgestalten konfrontieren m√ľssen. das btw. ist eine sache die bezeichnend f√ľr stuttgarter, so wie f√ľr alle anderen kleinst√§dter auch – das ist keine lokale besonderheit, aber eine auff√§llig verbreitete einstellung – ist.

  • skp sagt:

    letzteres geht nat @Jana

  • martin sagt:

    aber f√ľrs studium hat stuttgart ja dann doch gereicht ūüėČ

  • kutmaster sagt:

    SKP: Also Stuttgarter als “Kleinst√§dter” zu bezeichnen ist jetzt aber geistiges Tiefniveau mein Freund. Der Ballungsraum Stuttgart belegt mit rund 5,4 Mio Einwohnern den 4. Platz der gr√∂ssten Metropolen Deutschlands. √úbrigens weit vor Hamburg. Eine “Kleinstadt” hat faktisch per Definition eine Einwohnerzahl zwischen 5.000 und 20.000.

    Diese ganze Diskussion hier ist einfach nur l√§cherlich. Ich find’s dufte hier und mein Freundeskreis besteht aus tollen, offenen Menschen, die nicht so engstirnig und kleinkariert sind und Leute danach beurteilen, in welcher Stadt sie wohnen.

    Kindergarten!

  • martin sagt:

    ist das unser ingo? war oder ist wohl auch bei der neon?

    http://www.neon.de/user/Ingo_Arzt

  • andee sagt:

    “Da, wo die Schwaben sind, geht’s der Wirtschaft gut. Neid muss man sich erarbeiten.” – fand ich ganz passend – hier der komplette Artikel:

    http://www.morgenpost.de/berli....._Berg.html

  • MIKATO sagt:

    @martin, glaub ich nicht, unser ingo w√ľrde doch Unterw√§schemodels bestimmt gut finden! ūüėČ

    @andee, der kostet ja was, lad mal hoch!

  • Martin No.1 sagt:

    Beim Lesen der ganzen Kommentare könnte ja glatt der Eindruck entstehen, dass der Herr Arzt zwar nicht ins Schwarze, so aber doch immerhin des aufrechten Schwaben Stolz getroffen hat.
    Der j√ľngst hier vorgestellte Leser JMO2 hat vergangenen September im Zuge der Lobo-Diss-Debatte die Frage aufgeworfen: ‚ÄěIst es also ein Diss, wenn es gegen eine ‚ÄúIkone‚ÄĚ der deutschen Internetbewegung (d√ľmmer kann ich es gerade nicht ausdr√ľcken) geht und ganz arg lustig wenn es gegen B√ľcks, die Dani, Pate und Puentez?‚Äú Ganz offensichtlich ist es hier immer lustig, sich √ľber irgendjemanden oder irgendwas lustig zu machen. Au√üer als Berliner √ľber Stuttgart versteht sich.

    Lokalpatriotismus ist ja gut und recht, aber ein wenig Kritik sollte man schon abkönnen. Auch wenn sie so selbstverliebt aus Berlin kommt. Vielleicht ist es gerade die fehlende Souveränität, die Stuttgart so spießig oder provinziell oder was auch immer erscheinen lässt. Denn jemand, der ständig darauf hinweist, wie cool oder subkulturell oder was auch immer er doch sei, ist oft doch genau das Gegenteil.

    Man kann diese Diskussion tats√§chlich l√§cherlich finden, aber wer hat denn damit angefangen? Und als Stuttgarter darf man die Menschen anhand ihrer Doppelkennzeichen beurteilen, aber als Berliner die Stuttgarter nicht danach, in welcher Stadt sie wohnen? Und √ľberhaupt: Jetzt auf einmal werden hier die Leute mit Doppelkennzeichen nicht mehr gedisst, sondern sogar der gelobten Stadt zugerechnet, nur damit ne Metropole draus wird.

    Meiner Meinung nach ist das purer Neid. Das ist aber typisch f√ľr Deutschland.

  • kutmaster sagt:

    Da du dich ja auf meinen Kommentar beziehst:

    Ich disse keine Doppelkennzeichen. Ich fahre √∂fters selber eins durch die Gegend und trage zu deren “guten Ruf” bei. Und ich w√§re der letzte, dem man “Lokalpatriotismus” unterstellen k√∂nnte. Ich bin schon alt, mir geht das alles am Arsch vorbei.

    Aber als wir noch jung waren, haben wir in Deutschlands “Subkultur” sicher mehr bewegt als die wurstigen Berliner damals.

  • the xx sagt:

    @kutmaster
    “Diese ganze Diskussion hier ist einfach nur l√§cherlich. Ich find‚Äôs dufte hier und mein Freundeskreis besteht aus tollen, offenen Menschen, die nicht so engstirnig und kleinkariert sind und Leute danach beurteilen, in welcher Stadt sie wohnen.Kindergarten!”
    word, danke!
    obwohl ich in weiten teilen sehr gegen das projekt s21 bin, denn ich denke wir brauchen das geld an anderen stellen (kultur *zeigefinger heb*) dringender finde ich die debatte echt einfach nur lächerlich.
    nachdem ich auch eine weile in einer gr√∂√üeren stadt gelebt habe, bin ich wieder f√ľr ein jahr wieder back to stuggi und hab sauberkeit, multikulti und das breite angebot an jedweglichen m√∂glichkeiten wieder sehr zu sch√§tzen gelernt.
    wie hamburg und berlin jeweils gro√üe gentrifizierungsdebatten haben, so disst der rest von deutschland eben stuttgart. ich vermisse stuttgart sehr und finde es positiv, dass in stuttgart der kehrwochenfuzzi neben dem k√ľnstler mit migrationshintergrund wohnt und die sich gegenseitig anscheissen (klischeekiste wieder zu).

  • max sagt:

    grandios, danke!
    habe den artikel auch gelesen und du sprichst mir voll aus der seele.

  • Martin No.1 sagt:

    @kutmaster: Ich wollte mich nicht nur auf deinen Kommentar oder gar dich persönlich beziehen, sondern vor allem auf die Diskussion zuvor. Und auch der Einwand, dass hier sonst Doppelkennzeichen gedisst werden, war nicht an dich gerichtet, sondern einfach mal so in den Raum gestellt. Ganz von der Hand zu weisen ist dies ja wohl kaum.

  • kutmaster sagt:

    Also, auch ohne die Doppelkennzeichen kommt Stuttgart auf Platz 6 (von 81) der deutschen Großstädte. Wobei das mit dem Ballungsraum gar nicht so unklug ist, denn der Übergang von Stuttgart bis z.B. Ludwigsburg oder Remseck, Böblingen etc. ist ja fast fliessend besiedelt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/L.....t.C3.A4dte

  • julia sagt:

    @kutmaster: ich freue mich, dass du hier meine hometown remseck erw√§hnst. ūüôā

  • skp sagt:

    ” kutmaster 3.Februar.2010 um 15:30

    SKP: Also Stuttgarter als ‚ÄúKleinst√§dter‚ÄĚ zu bezeichnen ist jetzt aber geistiges Tiefniveau mein Freund. Der Ballungsraum Stuttgart belegt mit rund 5,4 Mio Einwohnern den 4. Platz der gr√∂ssten Metropolen Deutschlands. √úbrigens weit vor Hamburg. Eine ‚ÄúKleinstadt‚ÄĚ hat faktisch per Definition eine Einwohnerzahl zwischen 5.000 und 20.000. ”

    ja und? was hat das mit der mentalität zu tun? aber klar, in stuttgart herrscht urbanes klima. merkt man.

  • √ėri sagt:

    zu erst einmal sollte gesagt werden stuttgart ist sch√∂n!!! ich werde niemals diese unbeschreibliche aussicht von den h√ľgeln, die diese stadt von allen seiten umgeben, runter in den kessel vergessen. bei sonnenaufgang mit ansehen zu k√∂nnen wie sie langsam zum leben erwacht und lindwurm gleich sich autokolonnen die weinsteige, hoch und abends wieder runter, schl√§ngeln. stuttgart du meine wiege! die wohl einzige stadt deutschlands die es schafft im sommer auch nachts noch mit temperaturen oberhalb der 25grad marke auf der wetterkarte der nachrichten heraus zu stechen und somit ein schon fast mediterranes lebensgef√ľhl vermittelt, wenn man sich am palast oder sonst wo, sein k√ľhles bier schmecken l√§sst.
    stuttgart du meine wiege! stadt die es gleichzeitig fertig bringt biotope der lebensfreude, subcultur und kunst durch eine √ľbereifrige ordnungs- und verwaltungsmacht trocken zu legen und ihren machern jeglichen mut zu rauben etwas neues zu wagen. dein √ľberangebot an polizisten ist wohl einmalig.
    berlin ist nun mal die hauptstadt und das der berliner, einer prinzessin gleichsam, niemand neben sich duldet ist doch hinlänglich bekannt.
    das sich aber gerade aus dem aspekt des arm seins ein n√§hrboden f√ľr k√ľnstler aller art entwickelt hat und hier f√ľr auch freir√§ume geschaffen werden, muss man berlin zu gute halten. in berlin ist nicht alles gold was gl√§nzt. warum also, frag ich mich, verfallt ihr immer wieder in diese “der hat was b√∂ses √ľber mich gesagt” demutshaltung. besinnt euch auf eure waren werte. es ist der gegenseitig neid der zu solchen artikeln f√ľhrt. stuttgart ist mehr als nur eine “gro√üstadt mit kleinstadt character”.

  • Dennis sagt:

    das mit dem “grandios” war auch etwas verwirrend….
    aber was mich ja viel mehr an dem artikel besch√§ftigt hat, sind die klischees und die meinungen, die sich √ľber stuttgart manifestiert haben.
    kann es sein, dass eine kleine minderheit der meinungsmacher da ihren einfluss geltend macht und es – flapsig und schw√§bisch formuliert – genug “nachschw√§tzer” gibt, die sich lieber opportunistisch der meinung dieser (ja welchen?) leute bedienen und es dadurch dazu kommt, dass sich die schwaben nicht mehr in berlin als stuttgarter exiler outen wollen?

  • kutmaster sagt:

    Nat√ľrlich herrscht in Stuttgart urbanes Klima. Wom√∂glich ist das in Berlin noch etwas urbaner, wenn man an der Rossmann-Kasse steht und einen diese wurstige Verk√§uferin in Ihrem Wams anblafft wenn man’s nicht kleiner hat. Und genauso urban sind auch die (arbeitslosen) jungen Idioten aus Ostberlin mit ihren C&A Klamotten (Daunenjacke in gl√§nzend Pink! Yeah!), die einen in der UBahn bl√∂d anmachen wenn man etwas fremdl√§ndisch ausschaut. Jaja, schon klar.

    Urban my ass – ich wohne √ľbrigens in der Urbanstrasse und wenn hier einer Urban ist, dann bin das ja wohl mal ich.

  • Ingo Arzt sagt:

    Als nun mehrfach gedisster Autor möchte ich mich in der Diskussion auch kurz zu Wort melden: Ich kenne Stuttgart gut, wohne hier, arbeite hier als taz-Korrespondent, habe hier studiert und bin in der Nähe aufgewachsen. Zwischendurch war ich auch in Berlin. Ich kenne S21 im Detail, die Vermieter von Raumaufzeit, das Zapata, die Wagenhallen und den ganzen Rest. Man kann den Text scheiße finden, keine Frage, er ist polemisch und soll es auch sein. Viele sehen die Stadt anders als ich und können die Kritik nicht teilen Рnun gut. Aber vielleicht ein klein wenig mehr Humor, Gelassenheit und Ironie?

  • Fr√ľh sagt:

    @Thorsten W.: Daumen hoch!

  • martin sagt:

    lieber ingo, wir sind in der regel lustige leute hier, k√∂nnen auch √ľber uns beziehungsweise stuttgarter eigenheiten lachen. bloss dein √ľber weite strecken eher schlechter text hat das gr√∂√ütenteils leider – f√ľr mich und wie man sieht manch andere – wohl nicht ganz so r√ľbergebracht, sonst w√§ren wir wohl gelassener, bzw. h√§tte thorsten erst gar nicht zu einer ausf√ľhrlichen antwort bewogen. ansonsten sind wir eigentlich mit dem thema berlin vs. stuttgart durch.

    gerade der von thorsten als “lieblingsteil” markierte part ist f√ľr mich auch sehr weit daneben gegriffen, egal wie man das jetzt bezeichnet, ob Ironie, Polemik, etc. in manch anderen punkten kann ich dir, wie auch ganz heute fr√ľh gesagt, zustimmen.

  • knoxville sagt:

    …polemik und ironie hin oder her, aber biste dir nicht zu schade f√ľr so’n taz-textle zum gro√üteil d√ľmmste klischees immer weiter auszutreten? is’n bissel arm, oder?

  • Vit sagt:

    Sehr passendes Statemant vom Herrn Arzt,
    ich habe es schon mal vor ein paar Monaten hier geschrieben – was noch mehr nervt als die Dauerdiskussion Stuggi-Berlin, die eh nur von Stuttgartern gef√ľhrt wird ist das st√§ndige oberbeleidigt sein von uns wenn mal wieder jemand ein paar Klischees aufw√§rmt. Etwas Souverenit√§t w√ľrde uns gut tun – das entkr√§ftet n√§mlich jedes Vorurteil statt es noch zu best√§tigen … getroffene Hunde etc… .
    Und mit dem Länderfinanzausgleich etc. zu kommen ist zwar faktisch richtig, aber eigentlich auch ungemein peinlich.
    Und sorry, Herr Kutmaster, vor ein paar Jahren kannte ich jemanden der kaum eine Gelegenheit ausließ mitzuteilen wieviel cooler doch Berlin im Vergleich zu S ist und es kaum erwarten kann wieder hinzufahren.
    Berlin ist verdammt cool – Stuttgart aber auch. Punkt.

  • martin sagt:

    willy haste auch recht, mir w√§rs auch fast egal, bloss dieser text war auch f√ľr mich auch extrem mieser sonderfall. bissle emotional heute alles ūüėČ

  • Glenn sagt:

    Wo gehobelt wird, da fallen Sp√§ne. Wer einen solchen Artikel verfasst, muss damit rechnen, dass die Diskussion emotional sein wird. Zumal der Artikel in einer “unabh√§ngige[n] Qualit√§tszeitung und Institution der deutschen Presselandschaft” ver√∂ffentlicht wurde. Von einer Qualit√§tszeitung und deren Artikel erwarte ich aber eben nicht das Austreten von immer gleichen Klischees und dem Erzeugen einer solch unn√∂tigen Reaktion und Diskussion.

    Wer stolz auf seine Heimat ist, der verteidigt sie. “Betroffene Hunde” hin oder her. W√§re dasselbe wenn die Stuttgarter Nachrichten √ľber Berlin herziehen w√ľrde oder der K√∂lner Stadtanzeiger √ľber D√ľsseldorf.

    Und nat√ľrlich ist das Anf√ľhren des L√§nderfinanzausgleichs ein billiges Argument, aber hey, ALLE Argumente davor waren genauso schlimm.

  • skp sagt:

    ehrlich gesagt ist es doch euer getroffener localpatriotismus, der euch so beleidigt sein l√§√üt. als urbane subkulturelle coole typen k√∂nntet ihr da auch wissend l√§chelnd dr√ľber stehen. macht ihr aber nicht – wieso nur?

    klischee hin oder her Рihr wisst selbst, daß es was trifft. so ehrlich sollte man sein. genauso wie ich weiß, daß die ganzen hipness-mitte-klischees, die hier ja auf der anderen seite ganz ungeniert (und das bei dem vorwurf an den autor doch mit klischees zu arbeiten) bei berlin durchaus treffend sind.

  • Hombre sagt:

    war öfters in berlin und habe eigentlich nie einen berliner getroffen.kamen immer alle woanders her.seltsam.

  • skp sagt:

    Wer stolz auf seine Heimat ist, der verteidigt sie. – ah, die ehrbare b√ľrgerwehr ist auch aufgefahren. das w√§re einem fast nicht aufgefallen. heimatschutz ist halt was tolles.

  • Vit sagt:

    “W√§re dasselbe wenn die Stuttgarter Nachrichten √ľber Berlin herziehen” … mit dem Unterschied, dass die dar√ľber m√ľde L√§cheln w√ľrden…

  • Glenn sagt:

    Na ja, als jemand, dem man nicht ansieht dass das hier seine Heimat ist. Ja die “ehrbare B√ľrgerwehr” ist auch da. Und es gibt mit Sicherheit auch Berliner, die ein unbegr√ľndetes Herziehen √ľber ihre Heimat betroffen machen. Alles andere w√§re traurig. Wenn der Artikel nur ausreichend schlecht ist, dann wird man √ľberall Entr√ľstung erleben.

    Aber all diejenigen die hier eine neutrale Position vertreten, werden schon recht haben. Die TAZ muss man nicht lesen und weder Stuttgart als Berliner noch Berlin als Stuttgarter besuchen. Im Grunde genommen kann es einem auch egal sein kann, ob Hertha BSC oder der VfB Stuttgart gewinnt…

  • Thorsten W. sagt:

    So, ich noch mal. Hallo Ingo, willkommen in unserem kleinen Refugium hier, schön dass Du Dich meldest.

    Was mich ehrlich √ľberrascht ist – und das hat in den Kommentaren auch glaube ich sonst niemand vermutet – dass Du in Stuttgart wohnst bzw. “von hier kommst”. Was f√ľr mich noch weniger verstehen l√§sst, wieso Dein Text so ist wie er ist.

    Nachvollziehbar ist dann nat√ľrlich, dass Du etwas gegen Stuttgart 21 hast (geht ja vielen hier so) und dass Du Dich um die Subkultur hier sorgst. Aber wieso argumentierst Du dann mit den allerbilligsten Klisch√©es? Und, wie ich schon geschrieben habe, schlimmer als das Stuttgart, das Du beschreibst, kann es mit S21 auch nicht mehr werden.

    Und zum Thema “Humor, Gelassenheit und Ironie” – keine von diesen drei Eigenschaften kann ich in Deinem Text erkennen, sorry… und ich habe ja nur auf Deinen Text geantwortet.

    Und dass wir Humor haben und durchaus einen selbstironischen Blick auf unser Städtle haben Рich glaube das kann Dir jeder kessel.tv-Leser bestätigen.

  • Chrissi sagt:

    So, ich denk wir m√ľssen dann alle mal los, Ladenschluss. Ich werf mir jetzt den Inhalt meiner Einkaufstasche √ľber in Richtung K√∂nigstra√üe, spr√ľhe nochn bissle CK One auf und werd mich mit meinem Wohni √ľber √§h was war das nochmal? Ah genau, Handyvertr√§ge, Fitnessstudio und Solarium unterhalten…
    Wie das so is, als echte Stuttgarterin, mal schaun. Mein Erfahrungsbericht kann ich gern im Anschluss posten.

  • Glenn sagt:

    Ach genau, Thorsten spricht es an. Es geht glaube ich wirklich um die Art und Weise wie der Artikel geschrieben ist, der diese Reaktion provoziert. Meine mit eingeschlossen. Nat√ľrlich muss man seine Heimatstadt nicht auf Teufel-komm-raus verteidigen, aber in diesem Fall war es wohl angemessen. Und die √ľberwiegende Mehrheit derjenigen die den Artikel gelesen haben (auch nicht-Stuttgarter) k√∂nnen die Kommentare imho schon nachvollziehen.

  • PhilGrooves sagt:

    Den Blogpost kann man eigentlich nur mit ‘fail’ bezeichnen. Und da sind die Stellen im Artikel, die schlichtweg nicht verstanden wurden, schon rausgerechnet.

  • Moritz sagt:

    Also nach langem lesen und studieren des bereits geschriebenen muss ich mir doch letztendlich nur eine wichtige, noch offene Frage stellen:

    BENUTZT (AUSSER INGO) NOCH IRGENDJEMAND CK ONE?!

  • PhilGrooves sagt:

    @Moritz:

    Schaue er hier (Google hit nr. 4):

    http://www.yankeecandle-forum.......php?t=195

    … der Thread-Starter kommt nat√ľrlich aus Stuttgart. ūüôā

  • martin sagt:

    phil alter freund! auf dich ist einfach verlass und f√ľr dich failen wir immer wieder gerne.

  • PhilGrooves sagt:

    Und eben wegen dieser Verpflichtung ist es mir ja mittlerweile kaum noch möglich, hier Lob in den Kommentaren loszuwerden. :p

    Aber im Grunde k√∂nnt ihr jeden Post, den ich *nicht* kommentiere, als ‘ok’ betrachten. ūüôā

  • martin sagt:

    long lives unser aufsichtsrat, the founder of the party- und turnschuhblog.

  • knoxville sagt:

    na ja lieber skp – ist dieses alberne “schwaben-raus”-getue in berlin nicht auch eine form von lokalpatriotismus?! “m√ľde l√§cheln” ist was anderes, oder vit? ūüėČ

  • skp sagt:

    kannst ja gerne auf meinem Blog lesen, was ich zum Thema Schwaben raus in Berlin zu schreiben habe. http:\\scheckkartenpunk.blogsport.de einfach nach Schwaben und gentrifizierung suchen. das ging dann wohl nach hinten los :p

    gegen so manchen Berliner Trottel muss man auch noch den Fr√∂sten trottel aus Schwaben mitverteidigen, weil es ja doch ein paar vern√ľnftige aus diesem landstrich gibt.

    @Ingo: auch wenn ich von der taz so viel halte wie vom Stuttgarter Tagblatt: die Polemik ist ganz schön, wenn auch imo einiges an Schärfe fehlt.

  • skp sagt:

    gr√∂√üten Trottel nat√ľrlich – bl√∂de iPhone Korrektur

  • knoxville sagt:

    …och, skp – mein beitrag ist auf den von dir angesprochenen lokalpatriotismus allgemein, jedoch am berliner beispiel der schwaben-raus-geschichte bezogen, nicht auf deine pers√∂nliche meinung dazu. die kenne ich nicht und interessiert mich auch nicht die bohne. bin grade auch echt zu faul, dein blog-geschreibsel in meinem browser aufzurufen…

  • Marc sagt:

    Sagt mal, merkt Ihr (also ein Gro√üteil der Kommentierenden hier) eigentlich nicht, dass Ihr durch Eure Kommentar den Beweis f√ľhrt, dass der taz-Autor doch irgendwie recht hast?! Nein?
    Und was soll dieses st√§ndige “aber die in Berlin sind auch doof”-Geschreibsel? Es ging in dem Artikel um Stuttgart… Um das mal kurz zusammen zu fassen: Ihr lest einen Artikel, der gespickt ist mit Stuttgart-Klischees, brecht dann in lautes Gejammer aus und argumentiert anschlie√üend mit Berlin-Klischees. Hallo?! Merkt jemand was?
    Aber im Prinzip hat “Martin Nr. 1” alles Relevante gesagt. Alle darf man sie dissen: die Ed-Hardy-Prolls, die mit den Doppelkennzeichen, die S21-Demonstranten, die Protagonisten des sog. Unterschichtsfernsehens, etc. Aber wehe, jemand disst Stuttgart. Dann gibt¬īs Tr√§nen. Einige Kommentare √§hneln √ľbrigens denen unter dem ersten Bericht √ľber se B√ľcks…

  • Weini sagt:

    @Thorsten: super geschrieben!
    wobei ich dem ingo recht geben muss, die Maulis sind mir echt heilig!:D

  • skp sagt:

    @knoxville: ja, ALLE Berliner machen das. So wie alle Schwaben leseunwillige Trottel wie Du sind, die lieber unreflektierten Dummfug schreiben wollen, als sich mal mit nem Gegenstand zu befassen. Daß du dir dabei offensichtlich selber verblödet dabei vorkommst sagt auch schon alles. Was interessieren nich deine hohlen Verallgemeinerungen, wenn mich mit @skp direkt und gezielt ansprichts?

  • knoxville sagt:

    hehehe, ups kriegt da einer grade pipi in die augen? ūüėČ ganz ehrlich, dass DIR pseudo-intellektueller laberbacke mal die argumente ausgehen und dir dann nix mehr einf√§llt als pers√∂nlich zu werden, h√§tt ich jetzt auch niemals gedacht. das kannst du doch auch anders, oder? das haste doch uffe uni sicher besser gelernt! ūüôā biste jetzt beleidigt, dass ich mich mit deinem geistigen blog-durchfall nicht besch√§ftigen will? muahahahaha…ist halt echt manchmal entspannter, so’n ignoranter typ mit schmalem horizont zu sein, wie ich es offensichtlich bin. aber s√ľ√ü, wie du dich immer reinsteigerst – zeigt recht deutlich, dass du doch auch nur so’n komplexbeladenes kleines w√ľrstchen bist. so, und jetzt schnapp dir das letzte wort und hau nochmal drauf – sonst platzt du noch! komm, du kannst doch eh nicht anders! ūüėČ

  • Marc sagt:

    Denkste nicht, Du hast Dich langsam genug blamiert, Knoxville? Jetzt wei√ü ich wenigstens wieder, warum ich mich an Diskussionen in Blogs oder Foren normalerweise nicht beteilige. Vielleicht sollte man die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag jetzt einfach schlie√üen…?

  • Bj√∂rn B sagt:

    uh, der skp hat ein iPhone, der ist sicher aus Berlin…k√∂nnen sich die Angeberei eben nicht verkneifen. Was diese Diskussion bewei√üt sind die kleinen Penisse der Berliner, die zusammen mit ihrer ich-bin-arbeitslos-und-dat-is-voll-knorke-Einstellung zu solchen langen, inhaltsleeren Artikeln wie in der taz f√ľhrt. Sagen wirs mal so…Mitleid bekommt man umsonschd, Neid muss man sich erschaffa

  • Phil@Vienna sagt:

    Stuttgart .. lernt es kennen, lernt es lieben

    Wien – Stuttgart -Wien .. es waren 22 Jahre, die mich als Neig`schmeckter mit dem Schwabenland und Stuttgart eng verbunden haben .. obwohl ich anf√§nglich nicht daran glauben konnte. Was hatte ich eine ach so fremde Kultur entdeckt .. Was machst beruflich ? Welches Auto f√§hrst ? Ach wie hei√üt eigentlich ? .. solch 3 Fragen beim ersten Kennenlernen gestellt zu bekommen, war mir √§u√üerst fremd .. genauso wie der Gedankengang, ein Tisch f√ľr 10 Personen sei mit 2 schon da sitzenden Personen besetzt .. damals im Jahre ’88 beim ersten Besuch eines Stuttgarter Lokal (Calwer Eck) .. Wiener Schnitzel mit (viel) So√üe und Sp√§tzle .. oh Graus, wie geht denn das ? .. ich war ehrlich am verzweifeln .. wie soll ich es hier aushalten ? .. aber dann kam es .. “Ein Schwabe braucht lang, aber wenn er Dein Freund ist, dann f√ľrs Leben!” .. wie wahr ! .. endlich: das Red Dog *best club ever* .. hach, was waren das noch f√ľr Zeiten .. das unbekannte Tier .. Palast der Republik .. M1 .. die R√∂hre .. LKA .. Sky Beach .. Penthouse .. faire Menschen, die auch am n√§chsten Tag noch wissen, wer man ist .. ich f√ľhlte mich endlich zuhause .. auch sp√§ter im Berufsleben .. sagt ein Schwabe “ja” dann meint er “ja” .. ein gutes Gef√ľhl hier zu arbeiten .. und zu leben .. jetzt wieder in Wien geniesse ich das Weltstadt-Flair .. und vermisse dennoch “mein Schwabenland, mein Stuttgart” .. Mei, I freu mi auf mein n√§chsten Visit .. bleibt so wie Ihr seit .. und dank Kessel.tv bleib ich jetzt auch immer auf dem Laufenden ūüôā

    GreetingX from Vienna – Phil

  • Joris sagt:

    Also ich finde schon, dass der gute skp im gro√üen und ganzen Recht hat. Zum einen hat er ja lange genug hier gewohnt um sich ein Bild machen zu k√∂nnen und zum anderen gibt es hier oft die bem√§ngelte Kleinstadtmentalit√§t. Man darf nur nicht den Fehler begehen, sich da gleich angesprochen zu f√ľhlen. Sind ja nicht alle so hier. Stuttgart ist nicht Berlin, f√§nd ich pers√∂nlich auch schlimm. Sicher geht da oben mehr, das kann man nicht bestreiten, aber das bedeutet ja nicht, dass es gleich besser ist. Ich habe vor einiger Zeit ein halbes Jahr in skp’s alter Butze in Hamburg gewohnt, auch dort geht mehr als hier im Kessel und mein Leben war interresanter, die Stadt st√§dtischer und die Leute entspannter.
    Ich habe mich trotzdem wieder f√ľr Stuttgart entschieden. Gerade weil es hier so ist, wie es ist. Hier unten geht genug, dass mir nie langweilig ist, das Wetter ist besser als im Rest von Deutschland, es gibt Berge mitten in der Stadt f√ľr die sch√∂ne Aussicht und das Bier ist auch besser. Ich bin in zwei Stunden am Bodensee oder in den Bergen. Ich habe ausserdem genug zu tun um damit 26h am Tag besch√§ftigt zu sein.
    Sicher gibt es Dinge die mich stören, die Regierung z.B. oder das etwas eingeschränkte Kulturprogramm, so what? Die Mentalität der Leute stört mich auch nicht, hier gibt es genau so viele Spacken wie in Aalen oder Berlin, und genau so viele coole Leute, die sind einfach nur ein bisschen anderst drauf.
    Ich brauche die Überdosis Kultur und Szene nicht zwingend. Ich will keine halbe Stunde zur nächsten S-Bahn Haltestelle laufen. Ich finde es gut, am Wochenende immer wieder die selben Gesichter zu sehen und in den meisten Clubs jemanden zu kennen. Ich schaffe es schon so nicht auf jede Party zu gehen auf die ich gerne möchte. Und wenn es mich doch trotzdem packt fliege ich halt mal ein paar Tage nach Berlin zu den Spinnern und tobe mich aus, da ich ja in Stuttgart arbeite, hab ich genug Geld um mir das ein oder zwei mal im Jahr leisten zu können.

  • skp sagt:

    @knoxville: antiintellektuelle ressentiments und die einbildung auf dein entgeistigtes gefasel w√ľrde jemand tats√§chlich mit argumenten statt mit den angebrachten beleidigungen (was sollen argumente denn bei der offensichtlichen dummheit bringen) entgegnen – das reicht dann auch mit deiner pers√∂nlichkeitspflege, die sich tats√§chlich mit der eines mittedummbeutels nichts mehr nimmt.

    “kleine penisse” – ja, das musste ja auch noch kommen. berliner haben alle kleine penisse und ficken trotzdem mehr, die welt ist ungerecht.

  • skp sagt:

    btw ist nichts schlimmes an arbeitslosigkeit. es gibt f√ľr euch rechenhorste leicht nachvollziehbar eh nicht genug lohnarbeitsstellen und au√üerdem haben leute ohne diese auch mal die zeit ein gescheites buch zu lesen, anstatt selbst√ľberzeugt nur m√ľll von sich zu geben, ohne den gegenstand, also den artikel, √ľberhaupt verstanden zu haben.

  • chris sagt:

    121 kommentare, das ist krasser k.tv rekord.

  • Joris sagt:

    So, und jetzt haben sich alle wieder lieb! Einmal tief durchatmen und das ganze nicht so an sich ran lassen.

  • Oh, jetzt geht’s unter die G√ľrtellinie. B√∂se.

  • JMO2 sagt:

    Das Niveau ist jetzt soweit unten, vielleicht k√∂nnen wir alle mal die F√ľ√üe heben, damit es bequem wieder aus dem Raum kriechen kann…

  • Thorsten W. sagt:

    Niveau ist keine Hautcreme…

    @Chris: N√∂, den kessel.tv-Rekord halten immer noch Se B√ľcks – und der Eintrag feiert heute √ľbrigens seinen 1. Geburtstag (siehe links).

  • alibeef sagt:

    bin ich bl√∂d oder kann man wirklich nur die kommentare seitenweise zur√ľckbl√§ttern aber nicht wieder vor? falls das stimmt bug allert!

  • martin sagt:

    noi, haste recht… ich check mal.

  • Ingo Arzt sagt:

    Hi Thorsten,

    ich sehe die Klischees eben zu oft best√§tigt. Kann aber auch verstehen, wenn man sich dar√ľber √§rgert und sagt: Bitte mehr Ausgewogenheit und Recherche, wenn man Geld f√ľr eine Zeitung ausgibt. Auf der anderen Seite geh√∂rt ein solcher Text, finde ich, auch ins Portfolio einer Zeitung. Genauso wie man als Autor den Spott aushalten muss. Wie auch immer. Eigentlich wollte ich dich fragen, ob du einen Leserbrief zu dem Text schreiben m√∂chtest? Ich vermute mal, 2000 Zeichen w√§ren gut drin, vielleicht kann ich mich auch f√ľr mehr einsetzen. Die Diskussion hier ist sehr interessant und ich finde es gut, dass trotz mancher Kommentare unter der G√ľrtellinie einige Eintr√§ge zur M√§√üigung aufrufen.

  • PhilGrooves sagt:

    Aber bitte Leute, wenn ihr das Leserbrief-Angebot annehmt: Dann bitte nicht den Text aus diesem Blogpost nehmen, sondern einen etwas qualifizierteren Text. Dann verschwinden vielleicht ein paar der oft genannten (und manchmal immer noch wahren) Klischees bei den Lesern in Berlin.

  • Thorsten W. sagt:

    Hallo Ingo,

    wir haben diesen Brief zwar auch schon bei Euch als Leserbrief eingereicht, aber das Angebot nehme ich gern an! Ich werde Dir noch mal einen gesonderten Text per Email schicken.

    Gruß, Thorsten

  • Tobi Tobsen sagt:

    kuhle aktion von ingo! muss man ihm schon anrechnen…

  • Thorsten W. sagt:

    @PhilGrooves: Ich werd Dir den Text nat√ľrlich vorher zum Redigieren vorlegen, ich will mich ja nicht blamieren.

  • Ingo Arzt sagt:

    Super, freut mich! Bin gespannt.

  • Joris sagt:

    Das mit dem Leserbrief ist doch mal ne Idee. Dann kommt hier ja doch noch was bei raus.

  • dirtroadblues sagt:

    das bl√∂deste ist, stgt und berlin zu vergleichen, stgt-city hat ca. 200.000 einwohner, so vielwie ein duchschnitts-berlinbezirk etwa (hier legen ja die meisten eh mehr wert auf zahlen als auf gef√ľhle). ich denke trotzdem, stuttgart ist eine der interessantesten st√§dte in deutschland, allein wegen der exotischen lage und im s√ľden wohl zudem die lustigste.

    ich selbst bin auch gerade aus stuttgart weg. wenn mich jemand nach meiner heimatstadt fragt, erzähle ich vom blick in die stadt, von den einmaligen waggons, von der entwicklung hin zu der vielen feierei in der innenstadt. und das, obwohl ich in vielen punkten dem tazautor zustimme. jemand die eigene harte meinung vorsetzen bringt keinen weiter, vor allem nicht, wenn sie aus klischees besteht. aber gut, dass ist wohl das problem im journalismus, und bei der taz sowieso.

  • Katja sagt:

    das ist sicherlich der schönste brief, den der ingo jemals bekommen hat <3

    stuttgart war ne gute zeit ingo! ich vermisse es nicht aber es war gut. au√üer kehrwoche und schneewoche und frau klumpfu√ü…

  • Georg sagt:

    …wie sch√∂n, wenn man zuf√§llig gute Briefe findet^^!

    Ich habe vor kurzem einen wirklich j√§mmerlichen, von Klischees nur so triefenden Artikel von Ingo Arzt in der taz gelesen, und nur aus Spa√ü mal geschaut, ob es noch andere Menschen gibt, die die 436964.Wiederholung von “Gutmensch”, “Provinz” und all den immergleichen Klischees langweilig finden. Was f√ľr ein hervorragender Brief!
    There IS life on earth….it seems…not just the repetition of another’s repetition of…^^ Leute wie Ingo finden es zwar weiterhin wichtiger, in irgendeiner location √ľber genau das “abzulachen”, was schon 1992 “voll krass ironisch” war – aberdask√∂nnenseja. Auch die schwarz-gr√ľne taz braucht ja Redakteure.
    Und in dem Lokal, in dem man dann hockt, steht sicher auch ein Buchregal. Hermann Lenz, den Handke 1973 in Stuttgart besuchte, lie√ü sich √ľbrigens, so sehr er Handke mochte, nicht von Handkes “oh, und diese Stra√üenbahnen! Oh!” – Ton beeindrucken. (W√ľrde Handke Stuttgart lieben, und es wagte jemand, etwas nicht grandios und irrlichternd einzig zu finden, w√ľrd Handke wiederum seeehr laut werden^^. Und um ihn herum s√§√üen Leute, die sanft gediegen mit dem Kopf nicken w√ľrden, um nachher wieder an ihre Artikel √ľber anarchistische Subversivit√§t durch cashmere-Pullover oder was immer zu gehen. Ach, es ist eine lustige Welt.)

  • Georg sagt:

    Man k√∂nnte sagen – dieser Brief ist nun schon fast 2 Jahre alt^^. Ja ja. Aber es pa√üt so sch√∂n, wenn ich grad im Radio h√∂re, da√ü immer mehr Berliner Clubs schlie√üen m√ľssen oder bedroht werden, zu schlie√üen. Hintergrund ist (√§hnlich bei uns, ich wohn direkt in Hamburg-Innenstadt am Hansaplatz, Jahrzehnte das Bahnhofs-Rotlichtviertel und wohl seit ewig Arbeiterviertel gewesen) – die neue Schickeria. Bezug zur taz w√§re nur, da√ü die neuen Einwohner/Armenverdr√§nger √ľberzuf√§llig h√§ufig genau eben dies Zeitunglein lesen. Man zieht in “dirty chic”-Viertel, um dort dann zu fordern, ab 22 Uhr geh√∂rten die Trottoirs hochgeklappt… Tss tss. Ist es vollbracht, zieht man weiter, es ist ja dann nicht mehr “dirty” (so ging es vor 15 Jahren dem nur noch in Medien “verruchten” Hamburger Schanzenviertel).
    Wer Klischees liebt, w√ľrde wohl von der “Provinz Berlin” zu – wie sagt man, “schreiben”^^? beginnen…

    Bei uns gab es eine Demo am Platz, die bizarr wirkte, weil da lauter gender-studies-Leute demonstrierten und Sp√§√üle machten, alle mit 0 Kontakt zu den Prostituierten und armen Leuten, die vertrieben werden. Die, die aber die Mieten hier hochtreiben und “das ist ein Platz f√ľr unsere Kinder!!” auf Bettlaken schreiben, sind oft Studierte genau dieser F√§cher, inzwischen wohlhabend gewordene Kommunikations-DesignerInnen usw…Werbefirmen lassen sich nieder… Die Anti-Stuttgart-Immergleichheiten l√∂sen sich auf, scheint’s ūüôā

  • martin sagt:

    Epic Meilenstein auf KTV wird 10! GEil

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