Byte.FM

Byte.FM ist sicherlich kein Geheimtipp, Leser Volker hat auch schon vor lĂ€ngerer Zeit in den Kommentaren darauf hingewiesen, aber ich habe die  Tage in einer alten Zeitung etwas ĂŒber den Hamburger Medienbunker gelesen, ein Riesenoscho mit 3,5 Meter dicken WĂ€nden, der im 2. Weltkrieg rund 13.000 Menschen Platz bot, und bin so auf diesen Sender gestossen, der aus dem Medienbunker sendet.

13.000 Leute hören heutzutage angeblich stĂŒndlich Byte.FM zu. Dabei handelt es sich nicht, wie ich vorschnell dachte – von wegen byte und so – um einen rein elektronisches Medium, sondern das Programm ist ziemlich bunt gemischt. Fehlt so gut wie kein Genre.

Fans von elektronischer Musik kommen z.B. bei den Labelshows von Bpitch, Kompakt, Compost, Get Physical, Klang/Playhouse oder Gomma auf ihre Kosten – die kommen aber in einem Abstand von vier bis acht Wochen.

Als ich vorhin reingeschalten hab, lief gerade noch Yuksuk Remix von Lady Gaga ehe dann ein Herr namens Heinrich Manoehver das Ruder mit 60ies der Marke Otis Redding oder The Mamas & The Papas ĂŒbernommen hat.

Herr Manoehver betonte auch gleich zu Anfang, dass er wie alle Moderatoren bei Byte.FM umsonscht schafft, aber man den Sender gerne finanziell unterstĂŒtzen kann, damit er am Leben bleibt.

Dann haute der Moderator noch ganz coolen Spruch raus: “Musik ist viel zu wichtig, als dass wir es denen ĂŒberlassen können, die keinen Respekt davor haben.” Damit waren wohl die ganzen lustigen Morning-Show-Radiosender dieser Erde gemeint.

Wenn ich das in dem Zeitungsartikel richtig gelesen habe, schwebt ĂŒber dem Medienbunker die Abrissbirne. Aber vielleicht wissen ja unsere Hamburger Grohn & Grudzinski mehr dazu.

www.byte.fm

16 Comments

  • Volker sagt:

    Ich glaube auch, dass die Moderatoren bei byte.fm das mehr oder weniger ehrenamtlich machen (leben kann man von den Moderationen auf jeden Fall nicht).
    Neulich habe ich einen Werbespot gehört, dass man bei byte.fm (Privat-)Sponsor werden kann. Ein weiteres, interessantes Beispiel, wie versucht wird aus einer guten Idee ein tragfĂ€higes GeschĂ€ftsmodell zu entwickeln. WĂ€re auch schon fĂŒr die Moderatoren, die ja mit Herzblut und viel Wissen echt gutes Programm machen.

    Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt.

  • Andy sagt:

    Den Bunker abreißen? Technisch kann ich es mir irgendwie nicht vorstellen, wie man so ein UngetĂŒm abreißen will. Gut, bin da aber auch nicht so der Fachmann.

    Davon aber mal abgesehen, fĂ€nde ich es schade. Zumal es sich dabei um ein, von den Hamburgern akzeptieres Mahnmal handelt, welches mittlerweile Partys, Byte.FM, BĂŒrorĂ€ume und kulturelle Veranstaltungen beherbergt.

    Ich bin am Wochenende ĂŒbrigens in HH, direkt beim Bunker um die Ecke. 🙂 Vielleicht kriege ich ja ein paar Infos…

  • Kutmaster sagt:

    Bisher war das glaub sogar technisch gar nicht möglich das Ding abzureissen, ohne die umliegende Umgebung gleich mit zu sprengen. FrĂŒher war da mal der (W)NDR drin soweit ich weiss.

  • martin sagt:

    kann auch sein, dass ich mich verlesen habe… irgendwas war da… oder der sender steht unter der “abrissbirne”

  • julia sagt:

    ah cool. ein entfernter bekannter von mir arbeitet in diesem bunker. muss wohl laut seinen erzÀhlungen innen mega dunkel sein, wenn man nicht gerade direkt an einem der wenigen und kleinen fenster sitzt.
    man kann auch oben auf das dach (wenn man dort arbeitet) und von dort die spiele von pauli neben an angucken oder was sonst noch im millerntor veranstaltet wird.
    ansonsten wohl ganz cooler flair, da drin zu arbeiten

    update:
    ah sehe gerade bei google maps (satellit einstellung) dass oben drauf eine bar oder Ă€hnliches ist… dann kann wohl jeder da hoch?

    update2:
    und das ĂŒbelundgefĂ€hrlich ist ja auch da drinne… wußt ich auch nicht

  • martin sagt:

    okay, krupa bringt mich auf den trichter: so stands auch in der zeitung, man kann ihn nicht sprengen, bzw. könnte schon, aber dann mĂŒsste man das ganze viertel sprengen.

  • Volker sagt:

    In Berlin hat man aus einem Bunker ein Kunstmuseeum gemacht (http://www.welt.de/kultur/arti.....Kunst.html). Da wurden dann die WÀnde mit einer DiamantsÀge rausgeschnitten.Sprengen kann man die Dinger generell nicht.
    Wie z.B. auch den “Bosch-Turm” am Pragsattel. Das ist ein Flak-Turm / Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg.

  • julia sagt:

    wĂ€re ja im krieg auch blöd gewesen, wenn man so einen bunker so einfach hĂ€tte sprengen können…

  • knoxville sagt:

    …aahh jetzetle, merkste was? 😉

  • martin sagt:

    deutsche baukunst trotzt modernster sprengtechnik 😉

  • Ken sagt:

    ach, lasst doch die amis ein testschiessen mit ihren bunkerknackern veranstalten!

  • Moritz_Esyot sagt:

    Ein Freund war neulich im Übel & GefĂ€hrlich (also in besagtem Bunker) und hat betont, was das fĂŒr ein besonderen Flair ausmacht, wenn man weiß dass das GebĂ€ude in dem man feiert mit Sicherheit noch die nĂ€chsten 500 Jahre unverĂ€ndert stehen wird, weil es einfach unzerstörbar ist.

  • Joris sagt:

    Kleine Info aus der Geschichtskiste: Auch der Tagbalttturm wurde frĂŒher als Flakturm genutzt, es gibt krasse Bilder von selbigem im Einsatz.
    Einige von den Dingern in Berlin wurden mit riesigen mengen Sprengstoff gesprengt, sind aber nur unsicher und undicht geworden, die Wiener und Hamburger habens besser Gemacht und sie teilweiße Kulturell genutzt (sogar mit Aquarium und Kletterwand).
    Schade nur, dass das Rocker GebĂ€ude leichter auszuschlachten sein wird… So kultureller Raum ist jetzt auch nicht zwingend im Überschuss vorhanden in Stuttgart. Bin mal gespannt was H7 aus der alten Mercedesniederlassung macht.
    So Viel Text und kein Kommentar zu Byte…tststs

  • chris sagt:

    Also von diesem Sender hab ich noch nie was gehört und folglich hab ich Ihn auch noch nie gehört. Werd mal reinlauschen.

    In Berlin am Gesundbrunnen steht ein Flagbunker der nur zum teil zerstört wurde. War interessant den zu begehn.

    http://berliner-unterwelten.de......50.0.html

  • Marco sagt:

    Yeah, ĂŒbel&gefĂ€hrlich! Fetter Laden 😉
    Byte.Fm ist jetzt nich so meine Tasse Tee, aber soll jeder mit seinem Sender glĂŒcklich werden. Ich bleib bei last.fm und der Musik meiner Nachbarn 😉

  • marius sagt:

    wenn man im ĂŒbel&gefĂ€hrlich ist kann man hoch aufs dach laufen wenn man da lust drauf hat (ganze menge stufen)….nur so nebenbei. und tatsĂ€chlich schöne aussicht.

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