Blogwurst

Eine hĂŒbsche Diskussion entbrannte auf unserer kleinen Familienseite im vergangenen Herbst, als ich einen recht geistlosen Diss auf den bekanntesten Blogger Deutschlands, Sascha Lobo, vom Stapel ließ.

Lobo begab sich daraufhin höchstpersönlich in die Niederungen von kessel.tv und diskutierte munter mit Thorsten ĂŒber Niveau und andere Sachen, von denen ich nichts verstehe.

Auch im neuen Jahr ist Lobo in aller Internet-Munde. Die Kollegen des Berliner Stadtmagazins „tip“ liefern traditionell zum Jahresbeginn eine „Liste der 100 peinlichsten Berliner“. Der beliebte Internet-Irokese ist in diesem Ranking ganz vorne mit dabei. Die tip-Redaktion nahm „Blogwurst“ Lobo mit folgender BegrĂŒndung in die Hate-Parade auf:

„Klar, er hat sich in den „Spiegel“ gebloggt und ein lustiges Taschenbuch geschrieben, aber Sascha Lobo ist einfach der Inbegriff an Peinlichkeit. Das selbstgefĂ€llige VerstĂ€ndnis der Blogwurst als Internetexperte, das Ranwanzen an die SPD und dann der Verkauf seiner eigenen Marke an einen Mobilfunkanbieter. Lobo tritt so oft daneben, dass man ihn aus Mitleid eigentlich nicht mehr kritisieren will. Aber er lĂ€sst einem keine Wahl. Es sind SĂ€tze wie diese, die seinen unertrĂ€glichen Gestus zeigen: „ErklĂ€ren wir den vordigital GeprĂ€gten, dass sie herzlich eingeladen sind, teilzuhaben am digitalen Leben.“

Lobo bedankte sich anschließend artig bei der Redaktion fĂŒr die Nennung und lobte die Layout-Idee der stilisierten Iros auf dem Titel explizit. Isch halt ein sausouverĂ€nes Cleverle, der Kerl.

In der Liste der 100 peinlichsten Horsts findet sich ĂŒbrigens auch der Exil-Stuttgarter, MĂ€dchenschwarm, Songwriter und Ex-HipHopper Max Herre.

10 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.