Filmtipp: I’m a Cyborg, but that’s OK

Anfang Januar meinte der Thorsten – zu Unrecht natürlich 😉 – dass Lammbock ein totaler Rotzfilm wäre und stellte darüber hinaus weitere Movies vor, die er so über die Feiertage geklotzt hat.

In der netten Diskussion hat sich Leser Volker angeboten, gerne auch ab und zu einen Filmtipp beizusteuern. Daraufhin hab ich ihn prompt angeschrieben und ein paar Tage später kam sein erster Text zu dem Film “I´m a Cyborg, but that´s OK” (soll laut Krupa cool sein, ist zwar kein Argument, aber egal :)).

Mal gucken ob wir eines Tages auch ein bisschen ein Filmblog sind, jetzt erst mal Vorhang auf für Volkers Besprechung. Ich freue mich schon auf die nächsten.

Im Winter hat man ja oft mehr Zeit zum Filme anschauen. Denn Wintergrillen geht ja schon mal, aber Biergarten, Freibad oder andere Aktivitäten an der frischen Luft machen im Dunkeln und mit Winterjacke und Mütze dann doch nicht so viel Spaß.

Das aktuelle Kinoprogramm wird ausreichend beworben und in diversen Blogs diskutiert. Deshalb hier mein Tipp zu einem Film aus dem Jahr 2006, der meiner Meinung nach, nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen hat (in Stuttgart lief er, soweit ich weiß, nur im – damals noch existierenden – Kommunalen Kino): “I’m a Cyborg, But That’s OK”.

Für Regie und Drehbuch zeichnet der koreanische Regisseur Park Chan-Wook verantwortlich. Der hat den Schuld- und Rache-Thriller „Oldboy“ gemacht und damit in Cannes 2004 voll abgeräumt. (Oldboy lief sogar schon im Spätprogramm vom ZDF und ist deshalb kulturell wertvoll. ZET DEE EEF!!!, die zeigen ja nur wertvolle Sachen.)

So habe ich Herrn Park kennengelernt und gleich in die Schublade “spannend, interessant, aber nix für Mädchen und garantiert nix fürs erste Date” gesteckt. Denn „Oldboy“ ist ein Film, der körperliche und emotionale Gewalt zwar nicht als Selbstzweck, aber doch drastisch darstellt.

Umso überraschter war ich dann, als ich dann “I’m a Cyborg, But That’s OK” entdeckt habe. Zuerst wollte niemand mitgehen ins Kino. Entweder hieß es “och, nee der Film ist ja von dem der Oldboy gemacht hat” (das war dann wohl auch meine Schublade von oben) oder “aha ein koreanischer Film, die in Korea, die können doch bestimmt keine so guten Filme machen”.

Wie löst man so ein Problem als Netizen im Informationszeitalter? Man ergoogelt sich ein paar hieb- und stichfeste Argumente, die den Freundes- und Bekanntenkreis nachhaltig überzeugen. Eigentlich habe ich nur eins gefunden: die deutsche Werbewebsite des Films, aber das hat dann auch schon gereicht.

Diese erklärt auch ganz anschaulich, um was es in dem Film geht. Für alle, die Angst vor externen Links, keinen Flashplayer oder keinen Sound haben, hier meine Zusammenfassung: Die Arbeiterin Young-goon hält sich für einen Cyborg und verweigert die Nahrungsaufnahme. Denn Cyborgs – ist klar – benötigen Strom und keine Kohlenhydrate.

Deswegen wurde sie in eine Nervenklinik eingewiesen. Allerdings kann Ihr da auch niemand helfen, weil sie niemandem verrät, dass sie ein Cyborg ist. Stattdessen versucht sie sich selbst mit Hilfe von Batterien wieder aufzuladen. Der als schizophren und asozial geltende Patient Il-sun verliebt sich in sie.

Eine zarte Romanze entsteht, die aber von dem sich verschlechternden Gesundheitszustand und dem drohenden Hungertod von Young-goon bedroht wird. Natürlich rettet der männliche Hauptfigur die weibliche Hauptfigur … and they lived happily ever after ….)

Warum finde ich den Film sehenswert: Als Junge muss ich alle Filme mit Cyborgs anschauen, ist klar oder? Als Mädchen muss man sich alle romantischen Liebeskomödien anschauen. Also ein Film mit dem beide Geschlechter echt viel Spaß haben.

Außerdem finde ich einen eher skuriller und ungewöhnlichen Humor sehr unterhaltsam und koreanisch (mit Untertiteln, irgendwie muss man ja auch mit der Geschichte mitkommen) hört sich einfach toll an. Hier geht es zum Original-Trailer.

www.im-a-cyborg.de

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