It was all a dream…

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… ich träum oft genug einen kompletten Scheiß zusammen. Heute Nacht war ich Ersatztorwart in der Bundesliga. Keine Ahnung welcher Verein. Ich muss dazu sagen, ich war vor langer, langer Zeit mal Handballtorwart, die zwei schlimmsten Jahre meines Lebens, so mit 11 bis 12. Handball ist wirklich kein cooler Sport.

Jedenfalls musste ich kurz vor Ende der ersten Halbzeit rein, weil sich der erste Mann den Daumen verstaucht hat. Ich trug Jeans und keine Handschuhe. Mein Team lag 2:0 vorne. Kaum war ich im Spiel und schon klingelts in meinem Kasten. Ich konnte aber wirklich nichts machen.

Ich steh mehr neben dem Tor als im Tor und unterhalte mit irgendwelchen Leuten, mit dem Balljungen, mit einem motzenden Opa und dem DSF-Reporter. Auf einmal kullert ein Ball auf mich zu, juckt mich nicht die Bohne, überlege noch ob ich rangehen soll oder nicht, aber nö, ich lass ihn schön rein. Das Stadion buht mich aus.

Aber egal. Weil ich kann super Abschläge machen, zielgenau bis nach ganz vorne. Bin ich ein Riesentalent denk ich mir. Einer meiner mega Abschläge landet kurz vor Pausenpfiff punktgenau auf dem Fuß des Stürmers, ich glaube es war Mario Gomez. 3:2.

Dann ging es in die Kabine, die keine Kabine war, sondern eher ein rustikales Sportheim, es wurde Kaffee und Kuchen serviert. Zur Halbzeitpause. Ich stand, keine Ahnung woher die kamen, mit meinem Nachbar und dem Udo herum, und ich prahlte mit meinem super Pass. Wie die beiden sein können kam ein Spruch der Marke “auch ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn” oder “einmal in 30 Jahren kann man einen guten Pass schlagen”.

Auf einmal kam Überkicker Diego rein, der vergangenen Sommer von Werder Bremen zu Juventus Turin wechselte. Er hatte ein kleines Bäuchlein und sprach einwandfreies Deutsch. Ich wunderte mich wie man in Italien so schnell Deutsch lernt, in Bremen hat das ja nicht geklappt. Der Ex-Bremer meinte, in italienischen Stadien wäre die Stimmung nicht so gut wie in den Deutschen. Da haben wir uns voll gefreut.

So neugierig wie ich sein kann, musste ich Diego natürlich fragen, wie er so wohnt in Italien, ob in einer Wohnung oder in einem großen Haus. Da schmunzelte er lässig nach dem Motto “was willst du eigentlich von mir du kleiner Ersatztorwart?” und antwortete: “Ich wohn natürlich in einem großen Haus.” Ob mit oder ohne Sarah Connor hab ich mich dann nicht mehr getraut zu fragen.

Dann bin ich aufgewacht. Besser so, weil in der zweiten Halbzeit hätte ich bestimmt weitere 10 Buden bekommen. Aber besser 10 Buden bekommen, als von einer Riesenschlange erwürgt zu werden. Das habe ich nämlich erst vor ein paar Tagen geträumt.

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