Inglorious Popstars

popstars

Mensch, was für ein wunderbarer Donnerstagabend. Zuerst die neue Staffel Popstars angucken (endlich!), und dann ins Urban Kino zu “Inglorious Basterds”.

Die erste Folge von Popstars versprach auch gleich ein besonderes Highlight zu werden: Casting in Stuttgart! Yeah!!!EinsElf111!!! Das Problem war allerdings, dass sich bereits nach knapp 3 Minuten gähnende Langeweile einstellte, die auch bis kurz vor 10 und dem Abmarsch in Richtung Kino nicht mehr verflog.

Wo die RTL-Kollegen von “DSDS” das Casting zu einer Freakshow in bester Jahrmarkts-Tradition machen, hält sich Pro 7 hier wohl bewusst zurück und beschränkt sich auf das fünffache Wiederholen eines schon beim ersten mal nicht witzigen “Feenstaub”-Gags. Natürlich wurden auch hier überwiegend die Totalausfälle gezeigt, und die echten Talente seltsamerweise erst nach dem erfolgreich bestandenen Jury-Vorsingen beim sich freuen.

Das Problem: Weil sich wohl inzwischen bis zum letzten Dorf rumgesprochen hat, dass man sich bei solch einer Fernsehshow durchaus bis auf die Knochen blamieren kann und dabei noch die gesamte TV-Nation zuguckt, bleibend die Freaks zu Hause. Was das Ganze wie gesagt sehr langweilig gemacht hat.

Wenigstens bot das Neu-Jurymitglied Michelle Leonard noch genug Grund zu lästern, die als international erfolgreiche Hit-Autorin und -Sängerin angekündigt wurde, deren tatsächliche Erfolge sich allerdings auf zwei Top 10-Hits in Deutschland für inzwischen längst von der Bildfläche verschwundene DSDS-Gewinner beschränkt (Who the fuck is Thomas Godoj?). Mrs. Leonard fand sich total freaky und cool und gab sich redlich Mühe, das auch permanent zu zeigen.

Ansonsten bot auch die Jury mit dem erstaunlich erschlankten Dee und dem immer noch überraschend sympathischen Alex Christensen keine wirkliche Show. Und von den Kandidaten habe ich auch keinen gekannt, wobei ich dafür wohl wirklich inzwischen zu alt bin.

ingloriousbasterds

Umso erfreulicher der zweite Teil des Abends. Die Urban Filmnight wird von den reflect-Kollegen organisiert und von diversen Firmen präsentiert. Auf jeden Fall immer ein super Event, weil man kann umsonst ins Kino, es gibt Getränke umsonst und man trifft nen Haufen Nightlife- und Szeneundso-Hanseln.

Gestern waren neben dem Außenreporter, dem Kutmaster und mir u.a. Kunst-Organisator Thorsten Neumann, die Keller Klubber Carlos und Janni, Dauerlauf-Olsen, Superstar-DJ-Corbin und natürlich die vollzählige reflect-Posse am Start.

Der Film an sich hat mich durchweg begeistert – da war alles am Start, was man sich von einem guten Tarantino-Film erhofft. Klischées, Gewalt, Herzschmerz, unendlich lange Dialoge, Gewalt, präzise gezeichnete Charaktere, und neben einem Haufen Gewalt auch eine Menge Waffen.

Da der Film größtenteils in den Filmstudios Babelsberg produziert (und sicher auch größtenteils in Deutschland finanziert) wurde, sind ein Haufen deutscher Schauspieler am Start – und erfreulicherweise ist sogar Till Schweiger cool, im Rahmen seiner Möglichkeiten. Wenn aber Christoph Waltz (im schönen italienischen Filmplakat oben in der Mitte) keine Oskar für die beste Nebenrolle bekommt, dann fress ich nen Besen oder die Mighty Mouse vom Kutmaster.

18 Comments

  • Annette sagt:

    Der Popstars-Rezension kann ich mich leider anschließen. Da war für mich kein Voll-Hammer und leider auch kein Voll-Horst mit dabei, die mich unterhalten hätten.

    Und die Jury-Trulla, deren Namen man sich glaub ich nicht merken muss geht gar nicht. Aber die Drogen müssen gut sein.

  • Jane sagt:

    Superrezension, in der Til Schweigaa allerdings nich so gut wegkommt 😀
    http://www.zeit.de/2009/35/Kin.....s-Basterds

    ..und ein very nice Interview in der aktuellen Neon mit Tarantino. Wie symphatisch kann ein Mensch eigentlich sein?

  • Cathrin sagt:

    Es gibt glaube ich wenige Sachen die mich glücklicher machen würden als mal eine Frau zu treffen, die es im Musikgeschäft wirklich zu was gebracht hat (und nicht nur so tut) mit eigenen Songs, eigenen Produktionen (nicht nur Co-Produktionen) und toll wärs wenn die Songs auch noch gut wären. Ist das zu viel verlangt? Scheint so. Ich bin glaube ich echt ein einigermaßen unaggressiver Mensch, aber Michelle Leonard, so kommts mir vor, das ist schon offiziell das Böse.

  • martin sagt:

    da muss ich wieder (wirklich unwissend) fragen: wer ist eigentlich michelle leonard?

  • Jane sagt:

    Ich glaub die is so blond.

  • Benni sagt:

    Wieso darf Diane Kruger eigentlich in Filmen reden bzw sich selbst sprechen? Die kann das doch gar nicht.

  • Thorsten W. sagt:

    @Martin: Du stellst genau die richtige Frage!
    @Cathrin: Mir fällt da Missy Eliott ein, aber ist glaub nicht so Deine Musik 😉

  • Cathrin sagt:

    @Thorsten: Missy Eliott, stimmt! Hab ich wohl verdrängt. 😉 Was macht die denn eigentlich? … So hab ich gerade gegoogelt. Da steht ein Album aus, das schon 4mal verschoben wurde. Komisch. Missy Ellliott finde ich tatsächlich super. Mein Lieblingssänger Damon Albarn von Blur/Gorillaz hat sogar seine Tochter nach ihr benannt (“Albarn […] hat eine im Jahr 2000 geborene Tochter, Missy (benannt nach der US-Rapperin Missy Elliott” Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Damon_Albarn). Prinzipiell auffällig ist auch, wie viele Frauen im Pop mit der Mutterschaft quasi von der Bildfläche verschwinden bzw. das Tagesgeschäft signifikant runterfahren (Miss Dynamite, Kelis, M.I.A., Louise Wener, Sophie Ellis Bextor, Solange Knowles, Mutya Buena, Nelly Furtado). Große Ausnahme natürlich Madonna. Bei Männern passiert das naturgemäß eher selten. Entschuldigung für den vielen Text. Es ist ein Herzensthema.

  • martin sagt:

    gut einige der genannten befinden sich sicherlich auch in einer albumpause. und madonna hab ich gestern noch bissle auf prosieba live gesehen. ich bin wirklich kein fan, aber die isch fit, da kannsch nix saga.

    apropos: gibts ein ausführliches urteil zum allseits gehypten amanda blank album?

  • stadtteil sagt:

    @Cathrin: wie wärs mit Kim Gordon?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Gordon

  • Cathrin sagt:

    ok kim gordon auch 🙂

    ich glaube was mir vorschwebt, wäre so ein weiblicher elton john 😉

    frauen wie missy elliott oder kim gordon sind halt eher so herbe typen, mir fehlt da irgendwie die sweetness…

    @martin amanda blank musst mal die anja w. fragen, die hört das laut last fm rauf & runter – ich sags ihr gleich mal

  • Maya sagt:

    Vielleicht wird ja Emiliana Torrini in 15 Jahren so was wie der weibliche Elton John sein, in Sachen sweetness kann sie es auf jeden Fall mit ihm aufnehmen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Emil%C3%ADana_Torrini

  • Corbin sagt:

    find ich nicht doll, dass ich im Text als Superstart-DJ bezeichnet werde

    das schriet nach Rache, so völlig belanglos und ordinär

  • aUtO sagt:

    Superstart-DJ ist echt lustig 😀
    Super Start! 🙂

  • Anja sagt:

    Amanda Blank fehlt wohl auch eher die Sweetness;) Mal schauen, was bei ihr nach dem Hype kommt. Das Album ist zwar gut, aber es ist immerhin ja nur ein Album.

  • Nina sagt:

    also ich behaupte jetzt einfach mal, dass die michelle dingsens sich über pro7 bissle popularität erhofft und nach popstars sicherlich ihr eigenes album rausbringt. denkt bestimmt auch, dass schlechte publicity (schlimme frisur, ständiges in den vordergrund drängen, feenstaub, bla…) besser ist als keine publicity. welch ein trugschluss 😀

    quentin film wurde gestern abend auch noch angeschaut: kann ich mich nur anschließen, sehr geil gemacht 🙂 til schweiger hätte ich allerdings echt mehr als die vier sätze zugetraut, die er sagen durfte, schade drum. und ein großartiger christoph waltz! wirklich oscarreif *freu* schon allein deswegen muss ich den auf englisch nochmal schauen 🙂

  • jasmin sagt:

    wahnsinnig toller film, bin immer noch ganz hin und weg 🙂
    ich war wirklich lange nicht mehr von einem film so fasziniert,
    ich saß die ganze zeit grinsend im kino.

  • Marc O´Neil sagt:

    ich muss mir den film noch antun. 😉 aber man hört ja nur gutes.

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