Radio Glücklich

fm4b

Ich bin unfreiwilliger, regelmäßiger und leidender Radiohörer. Ich hab jeden Tag zwei mal eine halbe Stunde Autofahrt zur Arbeit und bin meistens zu faul mein Auto mit CDs oder den iPod mit neuer Musik zu bestücken. Und wie Martin schon beschrieben hat ist sowohl das öffentlich-rechtliche als auch das private Radio alles andere als ein Vergnügen.

Mein zweites Problem: Bei mir im Büro ist aus Bandbreite-Gründen das Hören von Livestreams verboten. Also habe ich auch im Büro ein kleines Musikproblem

Jetzt habe ich eine Lösung für beide Probleme gefunden: Dank iPhone mit zugehörigem Datenflatrate-Tarif höre ich einfach übers Handy Webradio. Im Auto und im Büro. Funktioniert wunderbar und (fast) ohne Verbindungsprobleme.

Und in Sachen Sender hab ich ohne viel Rumprobieren schon mein Glück gefunden: FM4. Ich kenne den Sender aus Österreich schon seit längerer Zeit, konnte ihn bisher aber meist nur bei meinen Eltern oder auf dem Weg Richtung Italien hören. Dank Webradio und iPhone-App kann ich ihn jetzt immer hören! Yippiiiiieh!

FM4 ist vom Ansatz her wie Das Ding – nämlich der Jugend-Ableger eines öffentlich-rechtlichen Senders, hier des ORF. Nur mit dem riesengroßen Unterschied, dass FM4 das wohl beste Musikprogramm der Welt hat.

Den ganzen Tag interessante Musik, von Indie über Electro bis Soul, immer gut sortiert und frisch ausgewählt, mit einer ausreichenden Portion Spartensendungen, abends gern auch mal DJ-Mixe, tagsüber mit relativ viel Moderation, interessanterweise aber gemischt englisch, französisch und österreichisch.

Jetzt sitz ich hier an meinem Schreibtisch, höre wunderbare Musik, bekomme immer auch gleich die Playlist mitgeliefert und bin glücklich.

34 Comments

  • Waschl sagt:

    Reicht die “Datenflatrate” von T-Mobile für einen Monat lang Musik-Streaming?

  • Thorsten W. sagt:

    Glaub schon – hab’s aber noch nicht ausgerechnet.

  • Thorsten W. sagt:

    Cool – grad läuft ein Mashup von Mark Ronson vs. “Pushin On” von Quantic

  • Ramy sagt:

    Schön, dass ihr das hier mal erwähnt. Bin auch schon seit Jahren ein großer FM4-Fan. Sehr zu empfehlen ist das Sunny Side Up-Programm am Sonntag Morgen.

  • kutmaster sagt:

    ..und natürlich die WORLDWIDE Show von Scheffe Gilles Peterson am Sonntag Nachmittag!

  • Marci Marc sagt:

    wie heisst denn das iphone app????

  • volker sagt:

    Danke für die Sendertipp.
    Sehr zu empfehlen ist auch der Sender
    http://byte.fm/

  • Dubculture sagt:

    WTF ?!! – wenn ich auf “Radio Live” gehe schmiert mein Firefox ab – Safari übrigens auch… böh… Sonst noch jemand das Problem ?

  • julia sagt:

    diesbezüglich hätte ich einige fragen:

    hält der iphone akku das durch oder musst du alle halbe stunde laden?

    hörst du auch in der straßenbahn und fußgängerzone musik mit dem iphone, also ohne kopfhörer?

    ist das radio wenigstens eine iphone app?

    vielen dank für deine antworten! 🙂

  • knoxville sagt:

    …ich glaub, “iPhone App” ist schon jetzt mein persönliches Unwort des Jahres 2009. 😉

  • anska sagt:

    ..super der Sender ..endlich erfahre ich was über Brünöööö oder wie der/die/das/es heisst…

  • julia sagt:

    @knoxville: meine stimme haste dafür

  • Thorsten W. sagt:

    @Julia:

    – Ich hab ein Ladekabel im Auto
    – Ich fahr keine Straßenbahn. Und wenn, dann würd ich nur Crunk-Mixe ohne Kopfhörer hören
    – Klar ist das ein iPhone App (mein Lieblingswort 2008-2009)

    @Marci Marc:

    Einfach im Store nach FM4 suchen

  • Gregor sagt:

    …Zündfunk gefällt mir auch sehr gut, läuft leider nur 3h täglich auf Bayern2.

  • steffen sagt:

    @thorsten, mach mal bild kleiner, kann hier gar nix mehr lesen! 🙁

  • Thorsten W. sagt:

    Hm? Bei mir wird das Bild in der normalen Spaltenbreite angezeigt…

  • kutmaster sagt:

    internet explorer 😆 immer wieder super!

  • steffen sagt:

    deutlich besser ……….

  • paule sagt:

    Das hiesige Hochschulradio ist auch nicht zu verachten. Die haben zwar nicht viel Moderation, dafür aber auch ne angenehme Musikauswahl.

  • Martin Sch. sagt:

    Also nach nem ersten Reinhören bei FM4 ist mir das zu viel Moderation. Als Hintergrundberieselung bevorzuge ich dann eher Musik, auch wenns zum x-ten Mal Lady Gaga ist… 😉

  • Thorsten W. sagt:

    Ja, das mit der Moderation bei FM4 stimmt… Aber zum einen schwankt das, zum anderen ist die Musik trotzdem gut.

  • Sierra Sierra sagt:

    yep! FM4 dürfte gerne die Frequenzen von BigFM oder so in B.-W. haben, das wäre ne Sache! Und die Textbeiträge der Ösis sind grundsätzlich auch extrem gut! Aber die Musik…! Jede Fahrt nach Italien geht schon wegen FM4 übern Brenner und nicht durchie Schweiz! 😉

  • Thorsten W. sagt:

    Lasst uns doch bitte mal die Diskussion führen, warum die Musik bei Das Ding (gleiche Voraussetzungen) so… “anders” als bei FM4 ist… bzw. warum Das Ding offensichtlich versucht, mit kommerziellen Radiosendern wie BigFM zu konkurrieren!?

  • andy sagt:

    Danke für den Tip, gefällt mir bisher gut, aber wie stelle ich da die Werbung ab? 😉

    DasDing finde ich im Vergleich auch nicht schlecht, wobei sich DasDing oft wiederholt…

  • Kumfi sagt:

    Als SWR-Mitarbeiter kann ich ganz unvoreingenommen sagen, warum FM4 bessere Musik spielt: weil DASDING vor ein paar Jahren von den tollen Reichweiten- und Mediaanalysen des SWR (kam heute sogar wieder eine) ganz stark in ein Korsett aus Charts und Mainstream gesteckt wurde, was eben dazu führt, dass alternative Musik in sog. Musikspezialsendungen verdrängt wurde. Teilweise liegt die Auslegung der von der Programmleitung diktierten Musikfarbe auch bei den Musikredakteuren, eine Personalfrage also.

  • Jimbou sagt:

    Alle entlassen… und dann auch gleich die Chefs vom SWR Fernsehen mit dazu auf die Strasse setzen.

  • Kutmaster sagt:

    Ja bitte! Und beim Fernsehen vielleicht mal ein Praktikum beim WDR machen, um zu sehen wie man sowas eigentlich richtig macht!

  • Sierra Sierra sagt:

    zu Kumfis Anmerkung: Ja, so geschieht das ja schon seit Jahren bei nahzu allen Sendern. Das Ding war zu Beginn recht fresh, wenngleich die hohe Wiederholungsrate doch nervte. Ich frage mich bei den Entscheidungen und deren Auslegung auf Basis der Mediaanalysen, wie eigentlich der öffentliche Auftrag der solcher Sender wie SWR o.Ä. eigentlich erfüllt wird? Für mich ist das pure Konsumunterstützung! Speziell bei SWR 1 + 3 und Das Ding. Von den privaten müssen wir nicht reden…!
    zu Thorstens Frage: Eigentlich erklärt sich da vieles von selbst: Hoher Individualisierungsgrad führt zu Zersplitterung altbekannter Zielgruppen/Hörergruppen. Die vermeintliche Lösung: Mainstream, weil der mehr (wen?) anspricht! Aber dabei unterschätzen die Analysten und die Konzeptioner, die Bereitschaft der Hörer, auch Musik zu hören und zu mögen, die nicht deren vermeintlichem Profil entspricht.
    Oder sind wir alle hier im Blog einfach nur die wenigen Ausnahmen? 😉

  • westernbasti sagt:

    ich empfehle da auch radio fritz vom rbb…..keine werbung, kein mainstream……..

    http://www.fritz.de

    besonders empfehlenswert: der nightflight mit maxwell smart und robert smith…… tut mir doch mal nen gefallen und ladet die jungs zur mash-up party nach stuggi…..

    gruß basti

    p.s.: schönes wochenende!

  • Martin Sch. sagt:

    Was mir bei dasding positiv aufgefallen ist: Trotz Jugendsender ist relativ wenig pseudo-jugendlicher Anglizismus im Spiel. Von ein paar Ausreißern abgesehen heißen die Sendungen z.B. Sprechstunde, Hörzeit, Partyfieber, Lautstark oder Heimatmelodie. Ok, hat leider keine Auswirkungen auf die gespielte Musik, aber trotzdem 😉

  • Sierra Sierra sagt:

    Jepp stimmt! Und Christianes “Lautstark” ist klasse! Aber das ist eben das von Kumfi oben erwähnte Spartenprogramm. Dennoch richtig gut. Wie einige der anderen Spartensendungen. Was mir kürzlich positiv auffiel: Das Ding sendet jetzt eigene Nachrichten – und nicht übernimmt nicht mehr die von SWR1/SWR3. ist das jetzt immer so? wenn ja, dann lob dafür.

  • andy sagt:

    http://www.egofm.de

    während einer “arbeit im auto job phase” entdeckt. hammer sender. keine werbung, kein gelaber, kein mainstream – perfekt

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