Unsere Stadt soll schöner werden: Das Hospitalviertel

Ich war vor Jahren mal bei einer Podiumsdiskussion in der Suite, wo Vertreter der Stadt und Theo-Gastronomen über die Zukunft der Meile diskutiert haben. Ich weiß noch, dass ein Straßenfest versprochen wurde, und dass die zuständige Bürgermeisterin bekräftigt hat, das Hospitalviertel attraktiver zu machen.

Hospitalviertel? Ja, ich musste auch noch mal nachgucken. Das ist das Areal zwischen Theodor-Heuss-Straße und Berliner Platz. Also die Ecke, die die meisten Leute nur von der Parkplatzsuche für einen Theo-Abend, den Szene-Hotspots Konditorei und Finca und vielleicht noch vom direkten Weg vom Aer Club zum Stereo kennen.

Die Highlights in dem Viertel sind der CVJM (“Christlicher Verein Junger Menschen”) und das Jugendhaus Mitte – und entsprechend beliebt und belebt ist auch das Eck. Wo an anderen Stellen der Stadt fleißig Bürosilos geplant werden, soll hier jetzt der Verödung durch leerstehende Bürofassaden entgegengewirkt werden.

Hier gibt es zwei wichtige Projekte: Ein großes Bürogebäude wird von einem Immobilienunternehmen aus Berlin komplett saniert, neben Büros soll es dann auch zwei (!) Wohnungen und im Erdgeschoss Platz für Gastronomie und Einzelhandel geben.

Das zweite wichtige Projekt ist die Erweiterung des Hotels Astoria, das sich auf ein angrenzendes Bürogebäude ausdehnen will – schon im September soll Baubeginn sein. Bis dahin nutzen unsere Freunde vom Dialekt e.V. die leerstehenden Räume als Galerie – was anfangs (ach nee) fast an Auflagen der Behörden gescheitert wäre (es ging laut Presse um Mülleimer und Parkplätze).

Sicher eine gute Sache, wenn ein so großes Viertel mitten in der City bissle attraktiver wird – und vielleicht profitieren davon ja auch die Gastro-Kollegen an der Theo-Heuss, die auf der Hospital-Seite nicht nur vom Sonnenstand her zumindest tagsüber auf der Schattenseite liegen.

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