Welches Tier bist du? Ein Wal!

wale-3

Ach, man klickt sich so durchs Internet, was man im Jahr 2006 sowieso wieder viel zu viel gemacht hat, weil man sich den billigen 6mbit Anschluss von Arcor für Hobby-DSLer holen musste, den man eigentlich gar nicht braucht, da man ja doch wieder in den Laden rennt und das neue Album von Jay-Z auf Schallplatte kauft und nicht bei iTunes und schon zweimal nicht auf CD, vorher noch eher als Musikkassette fürs Auto, und prompt befindet man sich auf der Seite von Marcnesium, der einst mit 5Sterne Deluxe große Erfolge feierte, und liest da einen unglaublich guten Satz: „Spaß muss sein, sonst kommt keiner zur Beerdigung.“

Sofort fängt man an zu überlegen, ob man mit bald zarten 30, die man mir natürlich nicht ansieht, auch wenn mein Schnapskonsum im Jahr 2006 vor allem unter der Woche aufgrund der Verzweiflung, die solch ein Magazin manchmal mit sich bringt, exponential in die Höhe gestiegen ist, genügend Spaß im Leben hatte.

Und ob somit eine stattliche Meute auf der Matte steht, falls man völlig unerwartet das einfache Dasein vor einem Flachbildschirm gegen ein Leben im Himmel eintauscht oder als Wal wiedergeboren wird. (Ich geh einfach mal davon aus, dass ich nicht in die Hölle komme, auch wenn mir die Innenrichtung eines Gotteshaus eher fremd ist.) 

Ich glaube natürlich überhaupt gar nicht an Wiedergeburt. Aber ich habe mir schon paar Mal überlegt, also falls es so etwas doch geben sollte, werde ich auf jeden Fall als Wal wiedergeboren.

Ich habe auch gar keine Ahnung, wie ich darauf komme, denn ich bin weder bei Greenpeace aktiv noch interessiere ich mich besonders für unsere geheimnisvollen Ozeane und ihre Bewohner, also auch nicht für Korallenriffs, Öltanker oder Containerschiffe (Container sollen übrigens eine super Geldanlage sein, hab ich mich mal informiert, für 10 Mille bekommt man drei Stück).

Auf jeden Fall finde ich den Gedanken ganz cool, als Wal wiedergeboren zu werden, denn ich stelle mir ein Leben als Wal sehr angenehm vor. Man ist groß und schwer und immer unterwegs und muss sich sicherlich nicht um irgendwelche Gästelistenplätze kümmern, weil man hat ja kein Telefon oder Email, geschweige denn eine myspace-Seite.

Im Endeffekt habe ich natürlich überhaupt gar keine Ahnung was ein Wal den ganzen Tag so macht, außer ständig vor irgendwelchen Walfang-Arschlöchern auf der Hut zu sein, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man abgesehen von so ein paar modernen Kapitän Ahabs einer der wahren Kings im Teich ist.

Der King zu sein ist freilich ein sehr schmeichelhafter Gedanke, denn das hat bislang noch nicht ganz geklappt, auch wenn ich mich sonst nicht beschweren kann. Sagen wir so: Bis jetzt lief alles glatt. Deswegen gehe ich davon aus, dass auf meine Beerdigung schon ein paar Leute kommen und wenn es nur ein paar Studenten sind, die schauen wollen, ob er an seiner Arroganz und seinem Halbwissen auch wirklich erstickt ist. 

(SC Januar `07) 

P.S.: Ich bin mittelprächtig im Bett, kenn das Nachtleben wie die Käsetheke vom Edeka, wäre als Comic-Figur Goofy und als DJ am liebsten der Nachbar. Jetzt noch Namensanalyse: 

M – 1 mein Lieblingsclub

A – ggressiv

R – eich & schön 

T – itan war nur der Kahn 

I – ngmar heißt mein liebster KSC Fan 

N – eidisch

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.