Seit 1766

Mein Kollege brauchte nachm Locanda noch ne Bäckertüte vom Schnellbäcker an S-Bahnhaltestelle Stadtmitte. Ich hab mich derweil gefragt, ob sich Familie Bumüller, Gründer von Sternenbäck, heutzutage nicht im Grabe umdrehen würde, wenn sie wüssten was aus ihrem Handwerk geworden ist.

Auch wenn ich drei Brezeln für 99 Cent super find, wirkt auf mich dieser Traditionshinweis “seit 1766” in einem Genlabor ziemlich strange. Sollte die Bumüller-Marketing-Abteilung nochmals überdenken. Aber wie heißt es so schön? Backt sowieso (fast) keiner mehr selbst…

14 Comments

  • julia sagt:

    ich boykottiere solche schäbigen genbäcker genauso wie schäbige kamps-ketten und dergleichen.
    da unterstütz ich lieber das originial schwäbische handwerk und fahr/lauf 10 meter weiter!

  • Kutmaster sagt:

    Blöd nur, daß beim schwäbischen Handwerk 2 Laugenbrezeln mit Butter knapp 2 Euro kosten.

    Sollten die auch mal überdenken….

  • julia sagt:

    ja da wird die brezel halt auch noch von hand gewickelt und nicht vom roboter am fließband 😉

  • Mipfi sagt:

    Bei Brezeln kann man auch sehr viel falsch machen.

  • Kutmaster sagt:

    Ich find schon lange, daß die Bäcker Mondpreise für ihre Backtriebmittel-Waren verlangen. Meistens is da sowieso der gleiche Mist drin wie beim Sparback umme Ecke… ich kenn in Stuttgart gerade mal zwei (!) Bäcker die selber backen und nicht gleich 50 Filialen haben. Alle anderen kriegen ihr Zeugs doch auch vom Brezel-Roboter…

    apropos Sparback Heslach:
    http://www.spiegel.de/img/0,1020,637383,00.jpg

  • clemens sagt:

    in fall brezeln halte ichs wie julia.
    sparbackbrezeln kosten zwar nur 50% oder sogar noch weniger, aber der geschmack ist nicht mal 10 % wert als z.b. ne brezel von bäckern
    wie dem heusteigstr-hafendörfer.

  • julia sagt:

    Ja das stimmt wohl leider, mehr als 2-3 original baker fallen mir auch nicht ein. Und der sache mit den preisen stimme ich auch zu. Aber hey, long drinks werden auch immer teuer oder kippen und wir trinkens/kaufens trotzdem. Warum dann nicht auch mal nen euro mehr in ein brot investieren, dass noch aus echten körnern gebacken ist…
    Für mich ok, aber jeder wie er will.

    und von irgendwas muss der kamps ja den lebensstandard seiner gülcan finanzieren 😉

  • Patrice sagt:

    Der ehemalige Großbäcker Heiner Kamps hatte vor einigen Jahren seinen Konzern an den Nudelhersteller Barilla verkauft und damit ein Vermögen verdient. Später übernahm er die Imbisskette Nordsee.

  • Thorsten W. sagt:

    Klar, Hafendörfer, Klassiker. Aber auch Luxem ist fein.

  • julia sagt:

    bäckerei frank im süden, sogar im netz
    http://www.baeckerei-frank.de/

  • Vit sagt:

    Ja, ja – so’n Original-wir-backen-noch-selber hätte ich auch gern in meiner Nähe – aber ich liebe Butter-Croissant aus so Sparbacks… so schön fluffig und nehmen den Kaffe (ich tunke…) wunderbar auf. Wahrscheinlich gerade wegen dem ganzen Mist der da drin ist – aber what da hack, ich glaube bei uns gäbe es andere Ansätze natürlicher/gesünder oder what ever zu leben …

  • Alexander aka A-Man sagt:

    bei brezeln bin ich am wochenende auf aufbackware für den backofen gekommen. da sind se immer frisch & schmecken lecker. ich würd ja gerne beim gsceiten bäcker holen, aber nach ner durchgezechten nacht haben die guten handwerksbäcker zu oder die ware – auch bim frank – ist nicht mehr frisch.

  • derPaddi sagt:

    Wenn ihr mir nen Bäcker zeigt der näher an meiner Haustüre ist und dabei auch noch auf’m Weg zur S-Bahn – dann überleg ich mir das mit dem Boykott vielleicht nochmals.

    Bis dahin – 3 Brezeln, 99Cent –> SBahn.

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