Gibt es eigentlich eine exakte wissenschaftliche Erklärung für das Phänomen: “Oh Mann, seit heute früh habe ich das Scheiß-Lied im Ohr und bekomme ich es einfach nicht mehr los.” Und? Hä? Hä!?
Passiert mir relativ selten, aber doch oft genug. Gestern morgen bin ich aufgewacht, und man hat ja den Song XY nicht gleich unmittelbar drinne, aber kurz danach, sobald man den ersten Fuß auf dem Boden hat, und schon summte ich im Bad “Don´t stop the Music” von Rihanna.
Es gibt zwar noch fiesere Songs von der Kleinen (okay, für manche ist das sicherlich eine Vergewaltigung an MJ), aber ich habe zu besagten Tune trotzdem keine allzu emotionale Bindung und zu Rihanna allgemein sowieso nicht. Ich wusste auch bis gestern Abend nicht, dass die Olle Subbr-Schdar-Gascht beim Blödo, äh, Echo ist. Also warum habe ich so einen Schmarn im Ohr und singe ihn?
Das Kuriose ist, aber vielleicht geht es da auch nur mir so, das Morgen-Ohrwurm-Phänomen bringt ja mit sich, dass man immer einen Schrott im Schmalz hat.
Logisch, einen ordentlichen Techno-Track ins Ohr zu kriegen wird schwer, da wäre der gute alte Jaguar vielleicht mal ein Anfang, aber ich würde mich auch schon freuen, wenn ich mal mit “Izzo” von Jay-Z aufwachen würde oder wenigstens mit “Empire State” anstatt mit dem Anton aus Tirol.
Wie auch immer, dieses Wochenende laufen mal mehr, mal weniger Ohrwürmer in Stuttgarts Discos.
Zwei absolute Experten für feine Perlen sind sicherlich die Herren Herzer und Vogel, von Beruf Diskotheker. An dieser Stelle wollen wir gleich mal den Flyer des Wochenende küren. Da isser!
Tight. Der Typ mit der Brille ist DJ Skully beim Disco-Löten, 1991 im JH West. Und elektronische Discomusik klingt jedenfalls nice.
Im Moulin Rouge hat man kurzerhand das Programm umgeschmissen. Ursprünglich war Markus Fischer geplant, nun steht DJ Passion mit einen Herrn namens Bow Tie (früher DJ Hit) an den Decks.
Sicherlich ein würdiger Ersatz für den früheren Discodöner. Man wird ihn bei diesem Programm nicht vermissen.
Im Beat! Club wirds noch etwas rougher als im Rouge, denn hier klopfen folgende Herrn:
Okay, oben rechts klopft nicht, das ist der Herr Veranstalter. Wollte halt zwischen Busy, Denson und Swist auch mal selbst aufn Flyer, kann ich verstehen, denn wer will das nicht?
Im Mono steigt eine weitere Ausgabe der Partyreihe “What The Fuck?”
Normalerweise legen bei dieser Party Crischa und Rockin Sebastian Back2Back ein Mix zwischen Rap, Funk und Soul auf, dieses Mal ist aber noch Änna mit im Boot.
Nicht weit davon entfernt im Club Messalina ist seit gut zwei Monaten die Red Light Party angesagt.
Mein Urteil zum Flyermotiv spar ich mir mal, ansonsten ist das soweit ich mitbekomme eine nette Gschichte. Das Messalina ist normalerweise ein Puff, Freitagabends wird aber nicht angeschafft, sondern was an der Bar weggeschafft. An den Decks good old DJ Eastwood, bekannt aus Funk und Transit, bedeutet HipHop plus Family.
Wer hingegen auf Däschno steht kommt im Römy auf seine Kosten. Der Yugo richtig nämlich eine Tonsport aus.
Der hat mit Tube & Berger die fette Ruhrpott-Breitseite am Start, die bei ihren Gigs immer eine schöne Show abziehen sollen. Machen so Techno-Electro würde ich sagen. Support auch fein: Super Super dürfen sich mal Tech-House-mässig austoben und den Rave Rave sein lassen.
Im Toy verbünden sich Schoeni und Walki mit den Pauls Artists.
Ey genau, voll der Toy-Tipp! Hat sich doch neulich einer beschwert, dass wir da nie was drüber bringen würden. Hier also Toy! Fett! Geil! Hingehen!
Im Rocker hofiert man am Freitagabend K-Paul (rechts) vom Fasnetverein Lexy & K-Paul.
Ob der solo auch Fasnet ist, weiß ich nicht. Ich habe im Kopf, Lexy wäre eher der “coolere Part” und nicht so der Draufprügler. Rechts im Bild übrigens Herr Broombeck, dessen Namen ich zwar schon häufig gelesen habe, aber sein Sound komplett an mir vorbei ging. “The funkiest Techno Affair 2009″ heißt es im Rocker Pressetext. Und ich kenne ihn nicht. Damn.
Außerdem mit dabei unser Alexander Maier und die Visual-Künstler Frischvergiftung. Allgemein kann noch festhalten, dass man heutigen Freitag ziemlich was los ist.
Für Samstag habe ich weniger Partys gefunden. Da wäre zum einen nochmals der Korben, dieses Mal im Moulin Rouge und mit Gast-DJ André Hommen.
Der 22jährige released auf Dennis Ferrers Label Objektivity, kann man hören das Zeug.
Etwas älter als 22 sind diese Herren:
Berliner Urgesteine, Poker Flat Zugpferde, seit 3000 Jahren im Geschäft, egal ob live oder an den Decks, Cle und Mike Vamp wissen was sie tun. Bestimmt auch bei ihrem zweiten Gig im Romy.
Direkt um die Ecke im Climax startet die neue Partyreihe Primus…
…das zum neuen Event-Highlight des tiefergelegten Clubs werden soll. Für die Erstausgabe hat man Jamie Anderson gebucht, der schon auf verschiedenen Labels ganz cooles Zeug veröffentlicht hat. War auch soweit ich weiß noch nie in Stuttgart.
Und was wäre ein Wochenende ohne den Rave-Wahnsinn?
Letzte Woche hat man sich kaputt geraved, am Samstag strömt der Mob ins Rocker. Den Main-Act kenne ich leider überhaupt nicht, ist aber vom weltberühmten Dim Mak Label, also wird der vielleicht schon was können. Guter Warm-Up für die Bloody Beetroots am kommenden Donnerstag.
Um 300% zärtlicher wird es am Samstag hingegen hier:
Wow! Blicks jetzt erst, DJ Mad von den Beginnern ist dieses Mal bei der Reihe dabei, die im Januar begann. War ich damals dort und war total positiv überrascht. Vom Bix, vom coolen Sound, der entspannte Atmosphäre und wie das alles vom Publikum angenommen wurde. Um 22:00 Uhr war da schon Einlassstop, also früh hingehen.
Meine Wenigkeit ist heute Abend geistig wie körperlich zu 120% in der Suite anwesend und morgen Abend sind die einzigartigen Ramilios aka The Neighbours feat. DJ Emilio von der S-West Neighbour Foundation im Tonstudio. Mit oder ohne Shirt. Also fast so ein gutes Line-Up wie beim Heimspiel 2010.











































































































