Mittwoch, 19. Mai 2010 // 17:04 Uhr //
martin

“Wir” sind Weltmeister. Dieses Gefühl stellte sich stark überspitzt formuliert in der Sub Culture Redaktion ein, als unser Graphiker Elmar Jäger mit Sentinel Sound in New York den World Clash 2005 gewann, als erstes weisses wie auch europäisches Soundsystem überhaupt. Und mit einer Frau (Nadia) an den Decks. Randgruppenfaktor drei also.
Zwar konnte (und kann) ich mit Dancehall wenig anfangen, aber schon damals habe ich mich gerne stundenlang mit Elmar über die Szene und vor allem der Clash-Kultur unterhalten.
Toiletten-Werbung rules: Vergangenen Freitag sehe ich aufm Transit-Klo einen Flyer, der der nächste Kingston Hot von und mit Sentinel Sound anpreist (22. Mai im Rocker), Unterzeile “Vize-Weltmeister”.
Stimmt, da war doch was. Anfang April, am Osterwochenende, stand in Montago Bay/Jamaika ein World Clash auf dem Programm und Sentinel wurde nur einem anderen Sound übertrumpft. Zeit mal wieder seinen Graphiker anzurufen.
Erkläre uns doch bitte nochmals kurz, was ein Clash überhaupt ist.
Ein Soundclash ist ähnlich wie ein DJ Battle im Hip Hop ein Contest, bei welchem verschiedene Sounds gegeneinander antreten und das Publikum entscheidet durch Abstimmung den “Champion Sound”.
Gespielt werden ausschliesslich sog. Dubplates, das sind eigens für das jeweilige Soundsystem gevoicte Tracks, in denen der eigene Sound gehypt wird und die anderen Sounds verbal nieder gemacht werden.
Wie wichtig sind diese Clashes für den Stellenwert in der Szene?
Nicht unbedingt jedes Soundsystem kann überhaupt clashen, da die meisten gar nicht genug hochwertiges Dubplate-Material haben, um einen Abend bestreiten zu können. Im Gegensatz zum Juggling (d.h. reguläre, im Plattenladen erhältliche Tracks auf einer Party auflegen) ist der Clash die Königsdisziplin.
Auf einen Clash muss man sich in hohem Maße vorbereiten, sich Performances und Speeches erdenken, einstudieren, Wochen zuvor Dubplates mit den Künstler auf Jamaika aufnehmen…
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Dienstag, 18. Mai 2010 // 18:15 Uhr //
martin

(“Mein” erstes Sub Culture: Mai 2001)
Als Kollege Setzer am Samstag auf die Seite The Smoking Gun verwies, welche die “deppersten Bühnenanweisungen von Stars und Sternchen” verewigt, musste ich prompt an einen meiner größten Schätze denken, den ich nun seit sage und schreibe neun Jahren wie meine beiden stark kurzsichtigen Augäpfel hüte: einen längst ranzigen, ausgedruckten Zettel, ein Text-File mit dem Titel “Erick Morillo Technical Rider”.
Dieser Wisch erinnert mich an meine ersten Tage bei Sub Culture. Pünktlich zum 1. April 2001 habe ich meinen Job als Redaktions-Fuzzi beim A6 Magazin angetreten. Gleichzeitig sind wir ins Medienhaus eingezogen.
Fortan teilte ich mir ein Büro mit Yugo und Dauertelefonierer Vlado. Direktor Brunski, auch mein damaliger Boss, und sein Partner und erster Offizier Ussi residierten nebenan im ehemaligen Büro vom Bär. War schön da, ich hab das Medienhaus in Heslach sehr gemocht. Vielleicht auch weil der Krupa und der Willy in unmittelbarer Nähe waren.
Neben dem ebenfalls hochgeschätzten Graphiker Elmar, bei SC für Satz und Layout zuständig, habe ich damals übrigens auch Heidi Klum kennengelernt. Das Model war absoluter Bildschirmschoner-Konsens all over im Büro. Mit nassen Haaren und im Bikini. Mir war das zierliche Wesen mit der samtweichen Stimme aus Gladbach bis dato völlig unbekannt. “Und geile Hupen, oder?”, meinte Vlado am ersten oder zweiten Tag. “Haaa jaaaa…”
Der Direktor und der Ussi haben wiederum auch Partys gemacht, Housesession hießen die bzw. heißen sie heute noch. Manche hießen auch Stay Tuned, da wiederum hat der Yugo mitgemacht. Immer Riesendinger. Mit (damals) mega-bekannten DJs. Und egal in welcher Location vom Zapata bis Red Room immer mega viele Leute. Irgendwie war sowieso alles mega zu dieser Zeit. Mir manchmal etwas zu mega. Genau genommen war “large” das Wort der Stunde. Alles war large.
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Sonntag, 29. März 2009 // 16:38 Uhr //
martin

Das Sub Culture Forum ist nun wieder unter Tonsportler.de zu erreichen. Alles beim Alten.
Freitag, 27. März 2009 // 11:08 Uhr //
martin

Yeah, nach langer Wartezeit ist heute Nacht die völlig und total neue Subculture.de Homepage online gegangen. Zwar noch etwas Beta und inhaltslos aber man kann sich schon gut ein Bild von machen.
Im Zuge des Relaunches gibt es übrigens kein offizielles SubCulture Forum mehr. Die Zentrale in Freiburg hat sich für ein Blog-System als Diskussionforum entschieden, von dem ist aber noch nicht viel zu sehen. Das SubCulture Forum in der jetzigen Form wird vom Corbin unter www.tonsportler.de weitergeführt. Soll am Montag wieder am Start sein.

Spannend. Das Port 01 alias “jedem die Zielgruppe die er verdient” oder “immer noch besser als einlagiges Klopapier” hat halt tatsächlich den DSDS-Mega-Superstar Cosimo auf dem Cover, der übrigens auch ne dufte Website hat, wo er (ohne Scheiß) Domains wie “inkaiserslautern.de”, “stuttgart2008.de” (ist jetzt bestimmt der Renner) oder “incannstatt.de” verkauft. Klar, falls das mit Hollywood und so je doch nicht klappt, dann kann man immer noch mit Domainhandel Millionär werden. Im Port 01 Interview sagt Cosimo übrigens so schlaue Sachen wie “Spiderman ist ein Comicheld der Menschenleben rettet”.
Das gute alte Sub Culture hat ein neues Logo auf dem Heft. Das kann man machen, muss man aber nicht, vor allem wenn sich das Logo weder bei den Party-Präsentationen noch auf der Website wieder findet. Und die Untertitel variieren zwischen “urban navigator”, “Wir leben Stuttgart”, “Das Magazin für Lifestyle…” und “Trendmagazin für Popkultur und Freizeitgestaltung”. Aber der Männerchat ist super, wie immer.
Das Reflect wird mir übrigens immer sympathischer, weil ich in der aktuellen Ausgabe dafür, dass ich den kessel.tv-Text geschrieben hab, als “echter Insider und Veteran des Stuttgarter Nightlifes” vorgestellt werde. Danke Herr Thilow. Jetzt bitte nur noch den unsäglichen Text vom Kollegen Bessis rausschmeißen, und ich bin Fan
Hat übrigens bissle gedauert, bis ich den Artikel hier schreiben konnte – meine Holde hatte die Heftle schon in Papiermüll geschmissen. Sorry.
Dienstag, 23. Dezember 2008 // 11:41 Uhr //
martin

Für mich persönlich der emotionalste wie auch wichtigste Eintrag war natürlich dieser hier:
www.kessel.tv/blog/bye-bye-sub-culture
In Verbindung mit ein paar Pressemitteilungen haben wir da bissle geschockt, aber auch endlich die Antwort auf die Frage gegeben, was wir mit 40 machen wollen – nämlich kein Sub Culture mehr
.
Nein, also ich bin heilfroh, ich denk der Corbin auch, mir ist da wirklich ne unglaubliche Last von den Schultern gefallen. Seit Oktober fühl ich mich irgendwie befreiter und leichter und so. Die neuen Boys haben sich ebenfalls gut ins Büro eingegliedert, also alles cool.
Sehr viel Spass hat diese kleine Dokumentation unseres letzten Tages gemacht, wer will, kann sich das ja mal (nochmals) durchlesen.
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-georg-ist-da
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-auftritt-corbin
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-mahlzeit
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-mannerchat
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-elmar-schickt-die-daten
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-anstossen
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-endspurt
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-jay-z
www.kessel.tv/blog/the-last-daylast-time-documentation-over-and-out
Ich möchte an dieser Stelle Vlado, auch wenn er erst am 6. Januar so richtig feiert, ein frohes Fest, einen guten Rutsch und viel Erfolg im neuen Jahr wünschen.
Aight. So war das mit Sub Culture.
Donnerstag, 25. September 2008 // 10:52 Uhr //
martin

Hellas! Heute Nacht hab ich ehrlich geträumt, dass Dave Clarke (berühmter englischer Techno-DJ, dessen größte Taten aber leider schon über 10 Jahre zurückliegen, also falls jemand Dave Clarke nicht kennen sollte) in mein kleines Kabuff reinkommt und 200.000 Tacken auf meinen Schreibtisch knallt für den Partytext in der Septemberausgabe für sein Date im Rocker 33. “Good Job” hat er noch gesagt, sich entschuldigt, dass das mit der Kohle etwas länger gedauert hat und noch freundlich gefragt, ob er noch unsere Toilette benutzen könnte.
Und was mich ich Depp? Anstatt die Beine in die Hand zu nehmen geb ich das Geld schön brav beim Corbin ab! Oh Mann! Nix gelernt in sieben Jahren.
Donnerstag, 25. September 2008 // 0:03 Uhr //
martin

Ready. Die Daten gehen nun per FTP zum Druck. Mir brennen die Augen, aber es ist geschafft. Die große Freude macht sich gerade noch nicht breit, zu fertig bin ich jetzt. Wenn ich bedenk, dass das früher öfters mal bis dreie oder viere Nachts ging, als die Maschinen noch nicht so tight waren… Aber mir langts auch so. Morgen können mich mal alle am Arsch lecken. Und übermorgen auch. Und am Sonntag lauf ich Killer-Zeit in Berlin. Und dann ist alles gut.
Thank you and good night
RAM
Mittwoch, 24. September 2008 // 21:11 Uhr //
martin

Es geht dem Ende zu und ich höre, klar, Jay-Z und Kanye West auf Höllenlautstärke. Gibt mir Kraft. Abwechselnd American Gangster, Izzo, Best Thing (mit Usher) und Homecoming. Jay-Z ist glaub mein Vorbild. Oder Kanye West? Oder Haile? Oder bungy jumping Brunni? I don´t know. Bald ist vorbei. Der erste Vodka auf Eis von der Mumi ist auch schon leer.
Mittwoch, 24. September 2008 // 20:03 Uhr //
martin

So, jetzt gehts ans Eingemachte. Die Anzeigenplätze sind belegt, uns fehlen noch ein paar Daten und der Corbin verzweifelt an der Kröcher Anzeige, wo ein falsches Datum drauf stand. Ganz toll, Fabs!
Nebenbei entdecken wir noch unsere ehemalige Praktikantin Tanja auf ner Anzeige. Super, dass du auch nochmals dabei bist, da freuen wir uns natürlich, yeah!
Elmar ist feierlich nach Hause. Später müssen wir noch die erste Seite ausbaldowern. Sollen wir noch jemand dissen? Wir werden sehen. Denk mal, drei bis vier Stunden sind wir noch da. Stay tuned! (Berühmte Partyreihe aus Esslingen, muss man dazu sagen, sonst kommt gleich der Anwalt.)