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Stuttgart

Stuttgart, deine Sicherheit

Donnerstag, 22. Juli 2010 // 13:00 Uhr // martin

Karte 1 (zum Vergrößern anklicken): Sicherheitsgefühl abends bei Dunkelheit in der Wohngegend in Stuttgart 2009

(Auch hier draufklicken für größeres Bild)

(Click, click, click)

Hab nen kleinen Fetisch für Graphiken und Tabellen, den ich heute mal intensiv auslebe. Kommt vielleicht daher, dass ich keine Ausbildung bei Lapp-Kabel gemacht habe, sondern nachm Zivi erfolglos zwei Jahre Physik studieren musste. Weiss aber nix mehr von, also falls mich einer mal was physikalisches Fragen will.

Gestern jedenfalls hat die Stadt eine große Meldung und ein riesiges PDF rausgeschickt, Überschrift: “Stuttgarter fühlen sich mehrheitlich sicher”. Großes Thema natürlich auch heute in der StZ.

Da freuen wir uns sehr, ich persönlich fühle mich im als “Bullen-Stadt” verschrieenen Stuttgart ebenfalls sicher. Auf der anderen Seite liest man gerade nach dem Wochenende teils sehr schockierende wie blutige Polizei-Meldungen, was gerade jungen Leuten nachts so widerfährt. Besonders der Bereich hinter der Theo in Richtung Berliner Platz scheint aktuell ziemlich gefährlich zu sein.

Was mich etwas wundert: Schaut man sich die Zahlen an, bekommt man das Gefühl, dass Stuttgart 1995 Ghetto pur war. Damals fühlten sich z.B. 66 Prozent auf den hiesigen Straßen unsicher, heute sind es nur noch 28%.

Ich hatte früher auch nie Trouble bzw. hab mich niemals in Stuttgart unsicher gefühlt. Aber scheint damals wohl echt ein Megading gewesen zu sein: “Das Thema Sicherheit ist von Rang 1 auf Rang 9 abgefallen”, meint Ordnungsbürgermeister Martin Schairer in der StZ.

Nun denn, Prost auf ein sicheres Stuttgart und Auszüge der Pressemitteilung auf der nächsten Seite.

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Stuttgart UG

Donnerstag, 8. Juli 2010 // 15:30 Uhr // martin

Man ahnt es, manche wissen es, unter Stuttgart (und wahrscheinlich unter jeder anderen Stadt), geht es äußerst lebendig zu.

Sophie Herrmann, Claudia Übelhör und Leander Brinkmann vom Studiengang Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien (HdM) haben sich in den Stuttgarter “Untergrund” begeben und als Teil ihrer Abschlussarbeit den Dokumentarfilm Stuttgart UG produziert, umgesetzt und als DVD veröffentlicht.

Die unterirdische Stadt durchzieht ein riesiges Geflecht aus Tunneln und Schächten, ummantelt von dicken Betonschichten.

Hier einige Bilder aus dem Film:

Regenüberlaufbecken am Schwanenplatz

Skaterampen im Stuttgarter Westen

Ehemaliges Bunkerhotel unter dem Marktplatz

Ausgrabungen unter dem Alten Schloss

Sandsteinhöhle unter dem Bopser

Lager des Weinguts der Stadt Stuttgart unter dem Kurpark. In dem ehemaligen Schutzbunker lagern 300.000 Flaschen Wein.

Stuttgart UG ist aktuell noch bis zum 25. Juli bei der Ausstellung “Mein Hinterhof und Ich” im Blumeneck in der Nähe des Olgaecks zusehen. Genaue Wegbeschreibung hier.

Die 39-minütige DVD kann man direkt unter dieser Email-Adresse für 8 Euro bestellen. Mehr Infos zu dem Film findet man hier.

Joe Blob – Standing On The Beach

Dienstag, 15. Juni 2010 // 9:14 Uhr // martin

YouTube Preview Image

Nochmals Waranga, zumindest angeschnitten. Via Aerodynamite.TV (Werdet Fan! Jetzt! Jan ist sonst ganz arg traurig.) bin ich auf den brandneuen Videoclip “Standing On The Beach” der Esslinger Band Joe Blob gestossen. Strand und träumerische Wellengänge verschmelzen mit Stuttgart Spots. Kann man mal machen.

Lied ist jetzt nicht 100 Prozent meins, tut aber auch nicht weh. Könnte sogar ein ziemlicher Ohrwurm werden.

Utopien 2006: Eulandia

Mittwoch, 9. Juni 2010 // 9:30 Uhr // martin

WM 2006 – ein Traum in Schwarzrotgold. Alles freut sich, alles tanzt, bloss zwei müssen bruddeln: Kutmaster und RAM. Die Vorrunde war noch nicht ganz beendet, so manche Fahne noch in der Produktion, da dachten wir Ende Juni 2006 für unseren Juli-Männerchät im Sub Culture über ein Redesign Deutschland nach. Eulandia was born.

Kutmaster: yo, ich glaub, dass die deutschen morgen auf unentschieden spielen werden oder verlieren, weil die bestimmt lieber 2. platz sein wollen… wegen argentinien

M: wieso argentinien? schweden oder england ist doch der nächste gegner

Kutmaster: ja schon, aber im viertelfinale isses argentinien.

M: hm na ja, man muss alle schlagen können. da muss man durch wenn man weltmeister werden will

Kutmaster: bei der letzten wm haben die sich auch ziemlich gut durchgeschlängelt

M: ha da war der rudi der trainer. jetzt wird fussball nach botnanger art gespielt

Kutmaster: genau alter, bäckerei klinsmann :-) brezel und laugeweckle taktik

M: moderner fussball ist das. geil: www.spiegel.de/panorama/0,1518,422313,00.html

Kutmaster Krupa: „Doch seit ein paar Tagen herrscht in dem schwäbischen Idyll der Ausnahmezustand. Zeitungsreporter und Fernsehteams belagern die Bäckerei, befragen Belegschaft und Kunden nach Eindrücken, Aussichten, Stimmungen, wollen Interviews, O-Töne, Spielanalysen und – im Vertrauen – das Neuste aus dem Mannschaftslager.“ Hahahahahaha: „Die ortsansässigen “Stuttgarter Nachrichten” haben gar ein tägliche Kolumne im Blatt: “Live aus der Bäckerei Klinsmann”…

M: wasn scheiß junger… die armen klinsmanns. sollen wir uns da morgen mal ne bretzel holen? :-)

Kutmaster: au ja, und da fragen wir gleich mal ob die auf den 2. platz taktieren werden, die mutti weiss das bestimmt!

M: ich glaub die zentriert dir dermaßen eins inne fresse, dass alles zu spät ist

Kutmaster: quatsch die is bestimmt voll nett

M: ich glaub, die ist bestimmt mega gestresst. und wann dann du noch mit deinem fachwissen kommst, kostet die bretzel bestimmt 3 ören. da fällt mir ein, jede mannschaft hat doch noch son namen, wie soccer warriors oder selecao oder wie das heißt. wie heißen eigentlich die deutschen?

Kutmaster: die brezelbuben :-) oder die elf weckle

M: die elf weckle… hahahahaha! aber sag mal, ich find ja wirklich, dass bei der deutschen flagge nen schlechter grafiker am start war. willst nicht mal ne neue machen?

Kutmaster: alter ehrlich: was gibts denn hässlicheres als n dunkler vw golf mit 2 deutschland flaggen am heckfenster… sieht man ja grad ständig

M: ja volles rohr mann.

Kutmaster Krupa: ich finde man hätte n klaren break machen sollen… wie bei ner abgetakelten disse. neuer name, neues logo, neue inneneinrichtung

M: neues CI alter

Kutmaster: genau, REDESIGN DEUTSCHLAND

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Five o´clock in the morning

Samstag, 5. Juni 2010 // 5:12 Uhr // martin

Frauen! Männer! Bin gerade hacke den Westen hochgelaufen. So in der aufgehenden Morgensonne. War bissle emotional. Hör dabei immer meine Lieblingslieder aufm Handy. Wie son S-Bahn-Kid.

Wir steuern straight aufs 2jährige zu und deswegen will ich mal wieder sagen: I love my city. Und euch noch mehr.

Peace

RAM

Uwe Bogen: Her mit dem schönen Leben

Freitag, 4. Juni 2010 // 9:43 Uhr // Außenreporter

Wenn man in Stuttgart als Stift seine Kohlen verdient, trifft man zwangsläufig immer wieder auf die selben Kollegen. Den Herrn Setzer löst man beim Afrob-Interview im Medienhaus ab, Martin unterstütze ich am liebsten bei seinen Reportagen an der Stange in der Corso und Uwe Bogen läuft man unter Garantie am Rande der roten Teppichles dieser Stadt über den Weg.

Uwe ist Gesellschaftsreporter bei den Stuttgarter Nachrichten und mit Joe Bauer das Highlight dieser Zeitung. Jetzt hat der altgediente Journalist mit „Her mit dem schönen Leben“ mal eben einen feinen Roman in die Tasten gehauen, der ideal zum anstehenden Sommer passt. Mit kessel.tv sprach Uwe Bogen über Marathon, Grundgarstigkeit und Schweizer Interesse an Stuttgart.

Du schmeißt bei den Nachrichten das Vermischte, jetzt hast du auch noch ein Roman herausgehauen, dein siebtes Buch bereits. Ist dir langweilig?

Bogen: Langweilig ist mir selten. Aber nach einer Knie-Operation im vergangenen Sommer konnte ich sechs Wochen lang nur wenig machen außer daheim rumhängen. Da habe ich das meiste der Geschichte verfasst.

Was ist die Idee hinter dem Buch?

Bogen: Die Idee war, über Irrtümer des Lebens und der Liebe zu schreiben. Vieles ist gar nicht so, wie es scheint. Der Protagonist fürchtet, seine Frau habe ihn verlassen, weil alle Anzeichen dafür sprechen.

Die ausweglose Lage, in der er sich zu befinden scheint, weil auch noch im Büro angeblich eine Intrige gegen ihn läuft, zwingt ihn dazu, über Grundsätzliches in seinem Leben nachzudenken. Da kommt er auf eine ganz neue Sichtweise.

„Her mit den schönen Leben“ ist mein siebtes Buch, aber nicht mein siebter Roman. Ich habe einige Stuttgart-Bücher geschrieben, etwa über die Königstraße. Zeitungsartikel sind Kurzstrecken. Ein Marathon ab und zu macht mir Spaß.

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Geiler als…

Donnerstag, 27. Mai 2010 // 14:00 Uhr // martin

Das sind Schlagzeilen, wie sie nur die Zeit, äh, Bild beherrscht. Lassen wir erst mal so stehen.

In einer Studie des Dienstleistungszentrums Mercer wurden 221 Städte verglichen und die Lebenswerteste auf diesem Planeten ermittelt. Machen die wohl jährlich.

“Zur Beurteilung der Lebensqualität wurden für jede Stadt 39 Kriterien aus der Sicht von Mitarbeitern herangezogen, die ins Ausland entsandt worden sind. Diese Merkmale schließen politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein.

Hinzu kommen Faktoren wie persönliche Sicherheit und Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote sowie andere öffentliche Dienstleistungen. Das Ranking umfasst in diesem Jahr erstmals 221 und damit sechs Städte mehr als bisher”, erläutert das Manager Magazin die Vorgehensweise von Mercer.

Auf Platz 1 landete wie im Vorjahr Wien, Düsseldorf mit Platz 6 die beste deutsche Stadt in diesem Vergleich. Stuttgart rangiert auf Platz 30 und ist damit eben “geiler als New York”, weil der große Apfel in dieser Statistik irgendwo dahinter liegt.

Die Bild erklärt auch gleich schlüssig warum: “Sicherheit: In Stuttgart gab es 2009 neun Morde, alle aufgeklärt! New York (Platz 98) hat jährlich im Schnitt 500 Morde.” Echt jetzt? Außerdem meine ich zu wissen bzw. gelesen zu haben, dass es 2009 gerade mal einen Mord in G-Town Stuttgart gab.

Nun ja, solche Rankings erscheinen stellenweise etwas seltsam. Vor allem wenn man bedenkt, dass sogar Nürnberg (24) vor Stuttgart liegt. Und gell, in New York isch schon auch geil.

Manager Magazin / Spiegel Online

Der Nesenbach

Mittwoch, 12. Mai 2010 // 11:00 Uhr // martin

Spätestens seit DJ Hilmatic, DJ Razor und ein Dritter, dessen Name mir nicht mehr einfällt, einst das Nesenbach-Trio gründeten, hab ich mich schon mehr als einmal gefragt: Wo fließt er eigentlich genau, dieser verdammte Bach? Die STZ erklärt heute die Geschichte und den Verlauf des kleinen Flusses. Schon wieder was glernt.

Nächster Flughafen Frankfurt

Mittwoch, 5. Mai 2010 // 18:30 Uhr // martin

Jaja, Stuttgart isch schön. Ich habe kein Plan, ob die Seite Städteranking.de irgendetwas zu melden hat bzw. eine wichtige Plattform ist. Jedenfalls bekommt da Stuttgart viereinhalb von fünf Sternen, wie brezel.me entdeckt hat. Toll. Danke. Nehmen wir zur Kenntnis.

Einige Textstellen machen allerdings stutzig. “Der nächste Flughafen ist der in Frankfurt (allerdings kann man seit neustem bereits im Stuttgarter Hauptbahnhof einchecken).”

Es kommt natürlich immer drauf an, was man unter einem Flughafen versteht. Im Gegensatz zum Frankfurter ist der Stuttgarter natürlich nur eine mickrige Abschussrampe für kleine Segler, die es zufällig auch ab und zu mal bis nach Amerika schaffen. Allerdings kann man ja neuerdings beim Stuttgarter Hauptbahnhof einchecken, um wirklich sicher zu sein, dass der Sprung über den Teich klappt.

(Auf der Seite steht übrigens etwas von Copyright 2007 – 2008, wahrscheinlich ist auch aus der Zeit das Ranking, also kann natürlich sein, dass es da den Stuttgarter Flughafen noch nicht gab. Da müssten wir mal bei ein paar Krautbauern auf den Fildern nachhaken, die wissen sicherlich noch wie es früher war.)

Außerdem ist es hier günstig, also das Wohnen zum Beispiel.

“Äußerst Positiv: Lebenshaltungskosten. Die Lebenshaltungskosten in Stuttgart gehören zum mittleren bis oberen Durchschnitt, d.h. es lebt sich verhältnismäßig preiswert dort. (Den Satz an sich muss man nicht verstehen.) Und auch die Wohnsituation in Stuttgart ist gut; die Preise bewegen sich in einem angemessenen Rahmen.”

Und jetzt kommt ihr.

www.städteranking.de