Wie sagt man so schön? “Harter Hund hat Grill im Mund” – davon weiß auch der SPIEGEL in seiner ganz netten, wenngleich sehr lückenhaften (wo ist ODB?!), Grill-Historie zu berichten.
Genauso lückenhaft, aber dafür mit genau so viel Gold in der Fresse, ist unsere kleine HipHop-Insel “Yo! KTV Raps”, die diesmal mit ein bisschen Verspätung angefahren wird, aber dafür wieder vollgepackt ist mit Stuff.
Ja ja, der DJ Premier: Den Kerle zu booken scheint ungefähr so schwierig zu sein, wie “Clash of The Titans” philosophischen Tiefgang anzuhängen. Nach einem geplatzten Booking im März im Zapata, hat der Chris Martin jetzt auch das für den 30. April angekündigte Booking im Röcker verschoben.
Auf Nachfrage bei der Rocker33-Posse hieß es nur “Persönliche Gründe”, mehr weiß man in der Heilbronnerstraße 7 auch nicht. Neuer Termin ist jedenfalls der 23.05.(ebenfalls im Rocker33) und da freu ich mich schon tierisch drauf.
Einige ganz andere Meldungen aus der Welt der Superstar-Producer haben zuletzt die HipHop-Blogger weltweit Nüsse gehen lassen: Da wäre zum einen obiges Bild aus dem Studio von Dr. Dre, der immer noch an seinem inzwischen schon fast mythenumrankten Album “Detox”schraubt.
Dass Jay-Z nun erneut mit ihm an den Boards hockt (und wahrscheinlich wie schon bei “Chronic 2001″ wieder Ghostwriter für den Doktor spielt), ist jedenfalls ein hoffnungsfrohes Zeichen, dass bald ALLES gut wird.
Und auch vom Felsenpeter gibt´s Neues: Der war kürzlich auf Hawaii, um gemeinsam mit Kanye West Beats zu basteln, wie er in einem Interview mit Peter Rosenberg von HOT97 bestätigte. Was wie der feuchte Traum jedes Neo-Backpackers klingt, könnte schon bald auf Kanyes neuestem Album Wirklichkeit werden.
eines ist ja mal unbestritten ganz klar: Sommer ist Rap-Zeit, lasst euch da nix anderes erzählen. Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen am Start sind, löst das beim allgemeinen Rap-Fan eine biochemische Kettenreaktion aus, die in sich in Form von unbezähmbaren Cabrio-, BBQ- und G-Funk-Gelüsten manifestiert.
Dem können auch wir uns nicht verschliessen und posten deshalb haufenweise musikalischen Sonnenschein, wobei wir natürlich trotzdem alle Facetten des Rap-Geschehens abdecken.
Passend zur allgemeinen Wetterlage:
Dubstep-Held der Stunde Rusko sorgt gerade mit seinem “Cali Anthem” für Furore im Netz. Fettester Breitreifen-Strandcruiser-Sound inklusive 2pac/Roger Troutman-Schnippsel (zweimal R.I.P. mit Ketchup, bitte), der Sommer kann kommen. Ich hab auch schon mein Longboard entstaubt.
…wofür wir natürlich auch gleich den richtigen Sound in Form von Free Mixtapes haben:
Ja, der Consequence: Mir ist der smarte MC das erste Mal als Sidekick von A Tribe Called Quest aufgefallen und wat nach deren Split irgendwie bissl weg vom Fenster.
Mit dabei sind u.a. Kanye West, P. Diddy, Q-Tip, Common, Pharoahe Monch, Talib Kweli, Kid Cudi, Maino,The LOX, Rick Ross, John Legend und Asher Roth, die Beats kommen u.a. von Herr West, Statik Selektah, Lee Bannon und Clinton Sparks.
Anspiel-Tipps: “Don’t Mean 2 Hurt You feat. Spree Wilson”, “The More I Get feat. Rick Ross” und der “Whatever U Want G.O.O.D. VS. Bad Megamix” feat. Kanye West, P. Diddy, Common, Kid Cudi, The Lox & John Legend.
Tja, die Frage, welche die beiden Brownsville Bomber Billy Danze und Lil Fame a.k.a. M.O.P. im obrigen Video stellen, könnte auch stellvertretend für unsere Rubrik stehen.
Also, liebe Leser, wie sieht´s aus, “how about some hardcore?” Aber klaro, Alda, Yo! KTV Raps likes it raw… (Übrigens: die beiden Jungs sind heute Nacht live im proTON zu sehen!)
Los geht es natürlich wie gewohnt mit den Free Goodies: Da wäre zuerst mal der große Big Boss Snoop Dogg, der für sein aktuelles “We Da West”-Mixtape neben den typischen Compton- und Long Beach-Representern Kurupt, Daz, Nipsey Hussle oder Da Twinz auch Jay-Z und Ludacris an Bord hat.
DJ “Ich verballer bei meinen Mixtapes mehr Munition als die US-Army im Irak”Whoo Kid hat das ganze Ding gemeinsam mit DJ Skee und DJ Scream gehostet und nebenbei noch ein kleines Vierfach-Promo-Video im Studio gedreht, in welchem Snoop ein wahnsinnig lustiges Outfit an hat, das in seiner skurrilen Mischung am ehesten als “L.A.-Clochard goes Pimp”-Style durchgeht.
Donnerstag, 11. Februar 2010 // 11:30 Uhr //
Mischi
Was, schon wieder zwei Wochen rum? Aight, dann mal los – “Yo! KTV Raps” Part drizzy, wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität. Wie gut, dass mein Kumpel Rap schon wieder so viel am Start hat…
Free Mixtape gefällig? Bei “ATL RMX” handelt es sich um ein amtliches Remixprojekt des Erwachsenen-Zeichentrick-Senders Adult Swim, die ja für ihre Nähe zum HipHop-Underground bekannt sind und uns schon Projekte wie DANGERDOOM oder einen Def Jux-Sampler beschert haben. Jetzt ist also Atlantas Musikszene dran und wurde – wie schon beim “Free Gucci”-Mixtape – von diversen hochkarätigen HipHop-Avantgardisten zerfriemelt.
“Hipsters love the hood”, gell, und deshalb haben Typen wie Hudson Mohawke, Flying Lotus, Prefuse 73, El-P oder Dabrye schnell mal ihren Maschinenpark hochgefahren und den Geddo-Jungs einen ordentlichen Anstrich verpasst.
Meine Favoriten sind ganz klar das klebrige “Have You Ever Made Love to A Weirdo”, das von Stones Throw´s Dam-Funk noch mal extracheesy veredelt wurde, OJ da Juuhmans “Good Night” feat. Gucci im HEALTH Remix und Lil Jon´s “Give It All You Got” im Danger Beach Remix. Phattes Gerät, das es hier zum Free Download gibt!
(Hier noch der Big Time-Remix von Ayeayeaye-OJ und Gucci, die ich persönlich für absolute Eulen halte, aber denen man ihren Swagger echt nicht absprechen kann. Und nachdem ja schon die Mad Decent-Squad gezeigt hat, was man aus Guccis Arroganz machen kann…)
So, wie beim letzten Mal versprochen haben wir für Euch die zweite Folge unsere zukünftig regelmäßig alle zwei Wochen erscheinenden Kolumne “Yo! KTV Raps” für euch an den Start gebracht. Von mir, Mischi a.k.a. Le Mischi. Die Jungs haben mir einen Account gemacht, yeah.
Und wie auch sonst bei kessel.tv erheben wir damit keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität. Rap und Artverwandtes, mal rechts und links über den Tellerand hinaus, aber immer unserer Meinung nach gut. Ohne Ringtone-Rap, Snap Music, die Autotune-Hure oder youtube-Dancemoves. Viel Spaß damit!
Die ehemalige Posse von Autoschrauber Xzibit, Strong Arm Steady, hat kürzlich ihr neues und sehr, sehr gutes Album „In Search of Stoney Jackson“ auf Stones Throw veröffentlicht. Mit dabei ist Cali´s Underground-Elite wie z. B. Evidence, Planet Asia, Fashawn, Defari, Sick Jacken oder Oh No sowie “Little Brother” Phontigga, Talib Kweli und Guilty Simpson.
Das Beste daran ist aber, dass die komplette Produktion des Albums kein Geringerer als „Beat Konductah“ Madlib übernommen hat (bzw. die SAS sich Beats von einem seiner legendären Tapes picken durfte).
Get Started
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Loose
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Die netten Menschen bei Stones Throw haben freundlicherweise die Tracks “Get Started”(rechte Maustaste/Ziel speichern unter) featuring Talib Kweli und“Loose” zum Free Download(rechte Maustaste/Ziel speichern unter) rausgerückt – holen! (Übrigens: in der Juice ist ein sehr lustiges Interview mit SAS drin, das unter anderem sehr lustige Anekdoten zu Madlibs Arbeitsweise bereit hält…)
Die Posse vom Kölner Qualitätslabel Melting Pot Music hat unterdessen den dritten Teil ihrer „Hi-Hat-Club“-Reihe in der Pipeline, das diesmal von dem – zumindest mir – unbekannten Beatbastler Dexter stammt . (Zur Erinnerung: der erste, sehr gelungene Teil stammt von Twit One und Hulk Hodn, der nicht ganz so ausgegorene Part zwei von Suff Daddy) Einen ersten und echt guten Eindruck vermittelt der Teaser Track „Future“, den es hier zum Free Download (rechte Maustaste/Ziel speichern unter) gibt.
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EDIT: Unser Leser Haitian hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Dexter zu der Heilbronner Wortsport-Posse gehört – vielen dank für den Tipp!
Dienstag, 15. Dezember 2009 // 11:53 Uhr //
martin
Das neue re.flect ist seit ein paar Tagen draußen. Wenn ich mich nicht täusche ist das doch der Herr Wochenende uffm Cover oder?
Wie immer viel drin, besonders witzig die Talkrunde mit der Rave-Szene um Busy, Denson, Super Super, Robin T oder besagtem Mr. Weekend.
Auch wir dürfen wir gewohnt nach wie vor eine Seite beisteuern. Ich befasse mich dieses Mal ein wenig mit dem Bloggen an sich und so. Here we go:
In der letzten Ausgabe hat Mia auf ihrer Überding-Seite in diesem Magazin über das „Leben einer Bloggerin“ berichtet. Der Beitrag war freilich nett geschrieben, bloss inhaltlich entspricht er nicht ganz dem was ich unter „bloggen“ verstehe. Zum Beispiel schreibt sie: „Pass auf, was du tippst, denn jedes Wort wird gegen dich verwendet.“
Auch wenn das wahrscheinlich von Mias Seite etwas scharf und übertrieben formuliert wurde, ist für mich „bloggen“ genau das Gegenteil. Ich bin froh, dass ich gerade auf kessel.tv nicht auf jedes Wort achten muss. Das muss ich nämlich schon bei meinen anderen Schreib-Jobs, welche Gas, Wasser, Scheiße bezahlen.
Für uns ist das ein Ausgleich. Viele Blogger bloggen nur, drücken sich nur in dieser Form vor einer mehr oder weniger vorhandenen Öffentlichkeit in Worten aus.
So entsteht ein grundlegendes Problem von manchen Blogs, also wenn man von Problem sprechen kann, und das ist wirklich überhaupt nicht böse, kritisierend oder wertend gemeint: Sie versuchen zu cool zu sein. Sie haben Angst vor Fehlern.
Ich meine keine Rechtschreibfehler, die gehören ja irgendwie (leider) dazu. Ich meine inhaltliche Fehler. Angst vor falschen Schritten, die den Blogger ins falsche Bild rücken könnten. „Hm, meinsch das kommt jetzt an? Ist das jetzt auch wirklich hipp in unserer Jutesack-Welt?“
Ich habe mir von Beginn an gesagt, sobald mir solche oder ähnliche Gedanken kommen, höre ich auf. Du musst das Zeug einfach ungefiltert heraus donnern. Das muss straight from the Bauch kommen. Gar nicht darüber nachdenken, einfach in den Editor reinhacken. Oh mich drückts schon wieder, raus damit! Oder: Hammerthema, Post, fertig!
Es kann sein, dass du das, was du gestern geschrieben hast am nächsten Tag schon wieder dämlich findest. Aber für diesen Moment war es perfekt.
Zum anderen feiert die Wurzel meiner wahnsinnigen Schreiber-Karriere ihr 10jähriges:
Das hätte ich vor 10 Jahren ja nicht geglaubt, als damals aus dem Mehrflyer das re.flect wurde. Zu der Zeit war ich schon ein paar Monate mit im Boot und schrieb ein paar Partyankündigungen für den Mehrflyer. Nebenher verteilte ich für den Laden Flyer, wie ich mal erzählt habe.
Man guter Freund Olsen hat mich dem Matthias Hauber empfohlen, und ich weiß bis heute nicht warum Olsen meinte, ich könnte mich da irgendwie schreiberisch einbringen. Ich habe davor nie irgendwo irgendetwas geschrieben.
Aber das machte Fun und im Sommer 1999 hatte der Matze dann die Idee aus dem Mehrflyer etwas mehr rauszuholen. Ich brach zu selben Zeit mein Studium ab und bekam den Segen und Freischein von meiner Mutter, in dem sie die wohl wichtigsten Worte meines Lebens sprach: “Martin, egal was Du machst, ich weiß du wirst deinen Weg gehen.” Eltern können ja auch durchaus anders reagieren, wenn man sein Studium hinwirft.
Tja, seitdem bin ich von Beruf Abitur, habe bis heute nix gelernt und mich erstmal beim Hauberle im Bebelstraße-Keller etwas durchgeschlagen. Unter anderem hatten wir auch mal einen lustigen Wasserrohrbruch.
Während meiner re.flect-Zeit hat mich nicht nur mal der Uwe Reiser zur Brust genommen, einer der 20 wichtigsten Stuttgarter, und mir versucht zu erklären wie wichtig doch die Perfect Lovers für das hiesige Nachtleben sei, nachdem ich darüber ein, zwei Schabernack-Sätze zu viel geschrieben habe.
Nein, nicht nur das, in der Zeit sind Freund- und Seilschaften entstanden, die auch heute noch funktionieren. Da wäre zunächst Graphiker Willy Weed zu nennen, der auch hier fleißig kommentiert und mittlerweile unter dem Namen Frischvergiftung ein viel gebuchter Visual-Artist ist.
Zusammen haben wir uns damals die Nächte um die Ohren geschlagen, Heftles gemacht, ich hab zwischendurch mal auf einer Gartenliege gepennt, während Willy fertig gelayoutet hat und bin dann frühmorgens zur Drucke hoch gefahren um die Daten abzugeben. Viel gelernt in der Zeit, aber alles Dinge, die ich nie wieder machen will.
Zum anderen natürlich unseren Thorsten, damals in seiner Funktion als Pressepromoter bei Four Music. Er hatte übrigens keinen schweren Job, denn er musste meist einfach nur gute Produkte an den Mann bringen, wie ich mal anmerken muss . Ich mein, über Releases wie FK live oder Fanta 4 Unplugged schreibt man gerne.
Und nicht zu vergessen unser aller Idol Mario “Kutmaster” Krupa, der schon damals so war wie heute, sprich bruddelig und stark hypochonderisch – aber noch nicht so ein riesiger Fan von Wolfgang Schäuble.
Außerdem hat er mir in der Zeit mal ein Date weggeschnappt. Das war so: Ich hab mich mal mit einer Dame von DASDING nach der Arbeit getroffen und irgendwie war zufällig auch der Krupa in der Gegend. Der sah das Mädel und stiess prompt ganz unverfroren dazu und ich hab den Krupa nicht mehr los bekommen. “Och, da komm ich doch glatt auch noch mit.”
Das Ende vom Lied war, dass sie den Krupa steiler und geiler fand als mich – klar cooler Graphiker schlägt Brillenschlange-Schreiberling – also hab ich mich irgendwann verkrümmelt. Das habe ich bis heute nicht verkraftet, Kollege!
Da das Verhältnis zwischen re.flect und mir auch nach meinem Abschied vor langer Zeit über die Jahre hinweg immer cool war, haben sie uns bekanntlich eine kessel.tv Rubrik angeboten und lassen mich nun auch auf der Jubiläumsparty am 24.10 in der Suite auflegen.
Ich freu mich auf die Party und verdrücke derweil an dieser Stelle eine Träne, wenn ich an meine ersten Schritte denke. Alles Gute.