Die Fashion Week (hier die Show von Marcel Ostertag) aus Sicht der Stuttgarter Bloggerinnen
Nicht nur Pierre war zur Fashion Week in Berlin auch meine Wenigkeit und einige Modebloggerinnen aus Stuttgart waren ins ehrwürdige Zelt am Bebelplatz geladen. Mit Fernsehkameras konnten wir allerdings nicht dienen, weshalb wir auch allesamt nicht bei Chaya eingeladen waren… Schad.
Aber wir haben anderes gesehen. Hier die Fazit’s zur MBFWB (Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, ja so muss das heißen) aus Stuttgarter Sicht:
Dienstag, 26. Januar 2010 // 11:30 Uhr //
Außenreporter
Fast hätte ichs vergessen, dieses Bild zu posten. Zum Glück hat mich mein Kumpel Fuzzi bei unserer achtstündigen USA-Urlaub-Dia-Show am Samstag inklusive Indoor-Burger-BBQ und Football-Spiel in meinem Wohnzimmer darauf aufmerksam gemacht.
Der erste Eindruck bei einem Besuch in Miami, als wir nichts ahnend den Himmel bestaunten: ein Ed-Hardy-Werbefliegerchen direkt überm South Beach. Hab ich mich was gefreut. Da fühlt man sich gleich wieder wie daheim auf der Königstraße.
Aber trotz massiven Werbeeinsatzes habe ich in den Staaten kaum jemanden mit dem Ed am Leib entdeckt. Und die drei erspähten Hardy-Hard-Träger sahen stark verdächtig nach deutschen Touris aus. Vielleicht war es auch der Breuni-RAM inkognito.
Kollegin Jana hat es neulich mal schon angedeutet, im Januar ist Schnäppchenjagd angesagt, wobei man wiederum das Gefühl hat, dass seit einigen Jahren sowieso dauernd irgendwo Saaahleee ist. Alles muss raus, auch die alte Ed-Wahre. Da lässt man dann auch mal 75 Prozent nach, damit der Paillettenschrott endlich weggeht.
Dass das unter kalifornischer Sonne (oder chinesischer?) gereifte Zeug seinen stolzen Preis hat, ist allgemein bekannt. Aber bei ursprünglich 199 Latschos hat es mir am Samstag mal wieder die Sprache verschlagen.
Hundertneunundneunzig! Für ein T-Shirt! Für ein Labbershirt auf dem Qualitätslevel von Fruit Of The Loom! Ist das Verarsche am Mann, wie man so schön sagt? Oder der Preis eine Art Filterfunktion? Also wenn es einer gschafft hat, dann der Ed. Gewinnspanne 99%?
Das Zeug muss definitiv irgendwo vom Laster fallen, anders kann man sich nicht erklären, wie sich das die verpickelte Zielgruppe leisten kann.
Gut, die Pickelphase habe ich zwar überwunden, aber ich könnte mir ebenso wenig ein Shirt für 199 Euro leisten und deswegen hab ich natürlich zugeschlagen. Fühlen wie ein Star für 49 Euro, da sagt man nicht nein. Remember Wild Love.
Januar ist Prozente-Zeit! Seit der Winterschlussverkauf abgeschafft wurde, nennt sich das Schnäppchenjagen ‘SALE’ – ansonsten hat sich nicht so viel geändert. Ich würde fast meinen, dass die Prozente-Schlacht in den Läden jedes Jahr heftiger wird.
50%, 70% – die Rabatte überschlagen sich und das ganze wird durch Daisy’s Winterwetter noch unterstützt. Schließlich kommen die reduzierten Stiefel und Winterjacken ja jetzt erst richtig zum Einsatz.
Mein SALE-Tipp für die nächten Tage: le point rouge, ein “tempory outlet store” (schnieke, schnieke,…) neben der Schräglage.
Im Klartext: Ein vorübergehender Schnäppchenladen von zwei Boutiquen aus den Gerberviertel. Zu kaufen gibt’s (Di-Do nachmittags und am Samstag) Acne, Princess tam tam, Vanessa Bruno oder Missoni. Am 23.1. ist Schluss damit, dann macht der Laden wieder zu.
Was mich persönlich angeht, so habe ich ein unglückliches Händchen, was SALES angeht. Ich greife zielsicher ins Regal und ziehe ein Teil heraus. Leider hängt dann anstatt des erhofften ‘reduziert’ Schildchens ein ‘neue Kollektion’ Zettel dran.
Heftchen raus! Der RAM hat angefangen seine Magazine vorzustellen und ich folge seinem Beispiel heute. Ganze zwei Magazine habe ich aktuell im Abo, nämlich die beiden. Ab Januar folgt (danke Christkind) noch die InStyle. Dazu kommen dann noch acht Fachmagazine, die ich seit Längerem im Abo habe (IWB, W&V, PR Report,…), aber die möchte ich euch an dieser Stelle im Detail ersparen.
Also Vogue und Manager Magazin: Preise für eine ausgefallene Lektüre gewinne ich damit nicht, das ist mir klar. Ich steh dazu. Wenn ich was über Wirtschaft lesen will, dann lese ich ein Wirtschaftsmagazin. Ich brauche keine Wirtschaft für junge Leute oder Wirtschaft speziell für Frauen oder whatever.
Ich liebe das MM – oder wie ich es nenne: Das Feuilleton der Big Bosse. Alle aktuellen Wirtschaftsthemen herunter gebrochen auf Personen (wir wissen ja, so versteht man das leichter) und mit Vergleichen und Beispielen gespickt, dass man auch in der U-Bahn folgen kann.
Die Vogue, da gibt’s einfach gar nichts, ist bei den Modemagazinen das Maß der Dinge. Manche regen sich über die viele Werbung auf, dabei ist die ja auch schon bewunderswert für eine Vogue-Leserin, manche ärgern sich über die unbezahlbare Mode, die abgebildet wird.
Ich sehe das pragmatisch. Ich schaue mir das einfach gerne an, muss es ja nicht gleich kaufen. Schließlich spaziere ich auch lieber über die Gänsheide als durch Hallschlag.
Vogue lesen bringt einem keinen wirklichen Mehrwert, außer Entspannung. Das ist wie Pralinen essen… oder so.
Vor der Vogue habe ich lange die Glamour gelesen, bis ich das einfach sein lassen musste. Das Magazin – Conde Nast wird es mir verzeihen, ich bin ja der Familie treu geblieben – finde ich nur noch Mist. Shopping Week, Must-Have des Monats?! Ich zahle doch nicht dafür, um mit der primitivsten Form der Produkt-PR penetriert zu werden.
Außerdem lese ich liebend gerne Klatsch-Magazine. Ja, das ist auch primitiv, aber im 6-Uhr-Flieger bin ich zu gar nichts anderem in der Lage. So ist das halt.
Einzige Bedingung: Richtige Stars, nicht diese deutschen Casting-Reste. Ansonsten bin ich da ziemlich flexibel: IN, OK, Intouch, Life & Style, Gala – quer durch die Verlage, da kann jeder mal ein Geschäft mit mir machen.
Ich brauche ein solches Heft, wenn ich in den Flieger steige. Das gehört zum Frühstücksbomber, wie der labbrige Löskaffee. Ich hab’s mit den intelektuelleren Heften versucht- Missy Magazine, Emma, neon (ist das wirklich besser?!) – macht kein Spaß. Dann kann ich gleich zu einem der acht Hefte greifen, die ich oben kurz angeschnitten habe.
Diesen Sommer gab es eine super limitierte Collabo von WeSC und ALIFE Gründer Tony Arcabascio. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das Shirt Tony-Tee. Davon haben wir ein Exemplar in Größe M.
On Top packen wir noch aus der aktuellen Accessoire-Kollektion einen Organizer in Leder namens “Baldwin” mit eingestanztem WeSC Logo-Print. Kommt in einer schönen Box.
Wer Tony und Baldwin haben will, einfach hier kommentieren oder uns eine Mail an stuttgart@kessel.tv schicken.
(Vintage Tempel im Stuttgarter Westen: das Gewand)
Vintage ist in aller Munde: Kate Winslet trägt Valentino Vintage, im Internet gibt’s Milliarden von Vintage Shops und wenn man eine Freundin fragt, wo sie die Kette her hat, dann ist die ebenfalls Vintage.
Vintage ist ein schönes Wort, aber letztendlich bedeutet das einfach: Secondhand. Schon mal getragen. Gebraucht gekauft. Eventuell beim Wühli. Ja, meine Herren, nennen wir das Kind doch beim Namen, wir sprechen hier von Altkleider. Und ja, die Mädels lieben es! Am Anfang war’s eine Randerscheinung, jetzt ist es massentauglich.
Nun mag sich der eine oder andere fragen, wieso altes Zeug? Ihr könnt alles kaufen, dank h&m auch alles günstig was dann (zumindest fast) so aussieht wie die Designersachen und wenn’s mal was Besonderes sein soll – hey, die Königstraße ist voll. Bei bisherigen Gepräche mit Kerlen zum Thema Vintage endet das Verständnis der Herren spätestens dann, wenn sie hören, dass auch Schuhe ‘vintage’ gekauft werden.
Es gibt sicher einige Erklärungen für die unglaubliche Faszination, die alte Klamotten und Schmuck auf Frauen ausüben. Zum einen ist es die Nostalgie.
Ein 80’s-Shirt ist wie Frigo-Brause essen. Zum anderen ist es der Mythos: Eine Pill Box erinnert uns an Jacky O., lange, alte Perlenketten an Coco Chanel, auch wenn wir die Epochen der beiden nie erlebt haben. Oder gerade deshalb. In Stuttgart gibt’s ja eine ganze Reiher netter Läden und Anlässe, bei denen wir Mythos und Nostalgie frönen können. (Weltenbürger, Salon Vow oder der Flohmarkt am Karlsplatz)
Einen ganz besonderen Grund gibt es noch für die Freude an alten Sachen (und das ist so eine Art Lehre für’s Leben): Die Einzigartigkeit. Ein schönes Stück ist schwer zu finden, man muss es ‘jagen’. Aber wenn man es hat, ist man die einzige, die es hat. Ja, das finden wir wirklich klasse.
Der temporäre Zustand ist vorbei: Nachdem der WeSC Store mittlerweile auch schon weit über ein Jährchen quasi auf halber Kraft, sprich mit kleinem Angebot, unter der Schräglage residierte, schlägt das schwedische Modelabel ab Samstag, 28. November sein niegelnagelneues festes Stuttgarter Hauptquartier in der Bolzstraße 6 auf.
Der neue We-Laden befindet sich zwischen den Innenstadt Kinos Gloria, EM und Metropol und der guten alten Marshallbar und bietet auf zwei Etagen die komplette Kollektion an – also von dem umfangreichen Jeans-Sortiment über Shirts, Hemden, Jacken bis hin zu den heißgeliebten Kopfhörern.
Das Opening wird ab Samstagmorgen 11:00 Uhr mit DJ-Mugge, Drinks, Eröffnungsangeboten und Specials gefeiert. Da kann man mal reinschauen, so zwischen Weihnachtsmarkt und dem dritten Stadionbier. Ah, ist ja gar kein Heimspiel am Samstag.
Abends wird dann in der Schräglage weitergefeiert, inklusive WeSC-Floor, Max Mauser von der Münchner Yum Yum Crew und nach gefühlten 5 Jahren mal wieder DJ Hilmatic an den Decks. Checkt unsere Facebook-Fanpage, da werden wir die Tage noch ein paar Bändle verlosen.
Was ist schon ein Gig von David Guetta wenn Jimmy Choo den H&M bestückt, wie unser Patrice gerade entdeckt hat.
Damn Krupa, du ziehst die Frauen derartig magisch an, ich wusste es schon immer.
Aber ich denk mal, dass war bei den ganzen Lagerfeld-Madonna-wasweißichdennichkaufnichtbeimH&M-Kollektionen genauso.
Macht so etwas das Spass? Aber ist auch irgendwie ein klassischer Fall von Overkill-Werbung oder? Ich kleb die Welt zu, stell aber nur zwei paar Schuhe in jeden Laden oder wie oder was?
Unsere neue Kessel-Frau Jana war der Jimmy Choo Kollektion übrigens ziemlich abgeneigt und hat sich den Stress trotz Schuh-Fan und dem “magischen Namen Jimmy Choo” nicht gegeben (also wollte sie zumindest nicht, vielleicht hat sie sich doch noch umentschieden).
“Die Bilder der Kollektion haben mich gar nicht überzeugt. Ich finde das Zeug sieht einfach billig aus und mit ca. 130 Euro pro Paar sind die Schuhe (oder 200 Euro für das graue Kleid) einfach zu teuer: h&m Qualität mit Jimmy Choo Branding,” so ihr knallhartes Urteil.
Das hat aber scheinbar drei Milliarden andere Stuttgarterinnen und ihre geduldigen Freunde und Gatten nicht abgehalten.
Donnerstag, 5. November 2009 // 16:17 Uhr //
martin
Irgendwie läuft mir in letzter Zeit dieses Label ziemlich oft über den Weg, und ich habe das Gefühl, die ganze Welt geht auf die Streetart-Künstler-Network-Fashion-Nummer ab. Als ich aus USA zurück kam, wurde ich ein paar Mal gefragt: Und warste auch bei RVCA?! Äh, nö.
Die Klamotten auf der Homepage sehen nicht ganz schlecht aus und 50% Off klingt recht verlockedn. Ich weiß aber nicht, warum die Amerikaner in Stuttgart überhaupt ein Lager, beziehungsweise Büro haben, aber das ist letztendlich egal. Für Verpflegung ist ebenfalls gesorgt.