Schon vor einigen Monaten angekündigt und letztendlich am 8. Januar online gegangen: Sceen.fm, ein neuer Internetradio-Sender für elektronische Musik.
“Elektronische Musik ist für viele Menschen ein fester Bestandteil des täglichen Lebens und für viele sogar eine wahre Lebenskultur. Mit ihrem Entstehen hat sich diese Form der Musik stetig weiterentwickelt und begeistert Millionen Menschen auf der ganzen Welt.
sceen.fm ist ein Bestandteil dieser Kultur und als (Web)Radiosender ein aktives Medium, welches als Sprachrohr für beste elektronische Musik steht. Kaum ein Sender in diesem Genre hat so eine Vielfalt in seinem Programm wie sceen.fm und durch die Zusammenarbeit mit Top-Labels, Agenturen und Clubs ist sceen.fm ein Sprachrohr dieser Kultur”, lautet die vollmundige Ankündigung auf der Homepage.
Wenn man sich das Programm so durchschaut, bekommt man das Gefühl, dass wirklich jeder Act, jedes Label aus der elektronischen Welt einen Slot bekommen hat. Dabei wird so ziemlich jeder Geschmack von Ibiza-Großraum-Sound über Techno bis minimale und deepe Klänge bedient. Die Rave-Komponente konnte ich allerdings spontan im Übersichtsplan nicht entdecken.
Aktuell soll eine Sendung von Pokerflat Recordings mit Dominik Eulberg laufen, mein iTunes zeigt aber Miss Jools von Mobilee an. Ziemlicher Loopschraubersound und der Stream unterbricht öfters mal. Ah jetzt kommt die Eule. Vielleicht muss man einfach noch ein paar technische Kinderkrankheiten ausmerzen.
Freitag, 11. Dezember 2009 // 6:30 Uhr //
Thorsten W.
Sehr schönes Projekt, das jedem Minimal-Liebhaber die Freudentränen in die Augen treiben dürfte: 22 Künstler aus der ganzen Welt haben je einen Track produziert, der aus nicht mehr als 140 Zeichen Code besteht – also der Zeichenlänge einer Twitter-Nachricht.
Möglich macht das ein Tool namens SuperCollider (gab’s nicht mal nen Produzenten/ne Band mit dem Namen?). Die Compilation mit den Tracks, die in Zusammenarbeit mit dem The Wire-Magazin entstand, gibt es hier zum kostenlosen Download.
Ich als Oldschool-Minimal-Fan finde einige der Tracks richtig gut, und wohl nicht zufällig erinnern viele der Kompositionen an Kraftwerk – die in den 70ern mit wahrscheinlich ähnlich sparsamen Mitteln arbeiten mussten.
Am Freitag eröffnet der temporäre Club Moulin Rouge. Aktuell wird die Location noch “24/7″ umgebaut und partytauglich gemacht. 0711 geben am Freitag mit der Reihe “4…3…2…1″ und HipHop, Disco, House & Electro den Startschuss, samstags läuft elektronische Musik.
Mittwoch, 4. November 2009 // 22:25 Uhr //
Thorsten W.
Hier ist Stuttgart…!!!EinsElf111 Gerade beim Stöbern in iTunes drauf gestoßen: Auf einem Label names Tretmuehle ist vor kurzem eine Compilation mit dem vollständigen Namen “Hier ist Stuttgart…! Electronic Underground, Vol. 3″ erschienen. Das gleiche gab es wohl auch mal mit Berlin.
Darauf sind einige durchaus bekannte Stuttgarter Namen zu finden, wie Stickroth & Ercolino, Martin Eyerer, Yassin & Arne, Kober & Fischer und einige Acts, von denen zumindest ich noch nie etwas gehört habe – so wie eine Band mit dem lustigen Namen Drei Farben House.
Auch über das Label habe ich nicht wirklich etwas rausgefunden – vertrieben wird es wohl vom Stuttgarter Music Mail, auf deren Website ist Tretmuehle allerdings nicht bei den Labels gelistet.
Die Musik bewegt sich mehr oder minder im minimalen Bereich mit minimalen Abweichungen nach oben und nach unten, nicht schlecht, aber beim ersten Reinhören ohne sofort erkennbare Highlights.
Vielleicht ist das ja auch alles längst ein alter Hut, und ich blick’s nur wieder net… Ihr werdet’s mir sagen. Hier der Direktlink zu iTunes.
Hinter Super Super verbergen sich Max und Marlon, beide in Stuttgart geboren und aufgewachsen und gehören zum Umfeld der Super WG Crew Baris, Denson und Dennis. Wie die Super WGler sind ebenso Max und Marlon hochgradig verrückt nach Sneakern. Max hat auch deswegen vor einigen Monaten den Blog “Max hat deine Schuhe” gelauncht.
Wie manch andere, stammen beide ursprünglich aus der HipHop-Ecke, sind aber mittlerweile bei elektronischer Musik angelangt, und, zu meiner Überraschung, nicht immer zwingend ravig, sondern auch mal eher techig, minimal und deep veranlagt, hört man sich zum Beispiel ihren “Pünktlich um 6″ Mix an.
Aktuell arbeiten Super Super an ihrer ersten eigenen EP, die sie in Kürze zum freien Download anbieten wollen, sind nebenbei Fans vom hier ebenfalls schon oft erwähnten Bratzer Autodidakt und auch auf dessen kommenden Album gefeatured. Andres wiederum steuert für die Super Super EP einen Remix bei.
Also wenn ich das richtig verstanden habe, und ich kenn mich ja wirklich nicht aus, ist die Bar25 in Berlin seit Jahren eine total angesagte Holzhütte direkt an der Spree inklusive Strand, Restaurant etc. Dort haben sich alle ganz doll lieb und verlieren das Raum-Zeit-Gefühl, warum auch immer.
Die Bar25 fällt wohl nach diesem Sommer bösen Investoren zum Opfer, vielleicht einem Selgros, Mediamarkt, Saturn oder auch der Metzgerei Schneider. Aber vielleicht pfeift die WWK die BI (böse Investoren) nochmals zurück?
In der Spex hat übrigens neulich einer via Leserbrief gemostert, dass die Bar25 eigentlich voll der Poserladen ist und überhaupt der einzige Schuppen in Berlin, wo ausschließlich Zugezogene an der Türe stehen. Nun gut, gibt immer was zum Motzen. Das kennen wir ja.
Sei es drum, um ein wenig Bar25 Flair nach Stuttgart zu transformieren hat Bürokollege Sub Culture Chris mit seinen Mannen das Theaterschiff in Cannstatt gebucht und die ganze Hütte samt DJs eingeladen. Die werden sich freuen, wenn sie auch bei uns nah am Wasser spielen dürfen. (Ich hab übrigens neulich irgendwo gelesen, dass man wohl langsam wieder bedenkenlos in den Neckar hüpfen könnte, wäre voll sauber und so.)
Nun gut, die Bar25-Nummer scheint die Leute hier zu interessieren, die meisten VVK-Tickets (10 Euro zzgl VVK-Kosten) sind vergriffen, im Humptys gibts noch ein paar, ebenso ein kleines Kontingent an der Abendkasse.
Die Party startet um Mitternacht und findet kein Ende. Also bis der letzte von Bord geht halt. Ein Shuttle-Bus von da, hier und dort zum Dampfer wird ebenfalls installiert. Genaue Abfahrtspunkte in der Innenstadt sind uns leider noch nicht bekannt.
P.S.: Witzigerweise ist diesen Freitag im Römy ebenso Bar25 Style mit Resident Red Robin und unserem nächsten Bundestrainer Moritz von Pein, der nach einer erfolgreichen WM in Südafrika Jogi Löw ablösen und dessen taillierte Hemden auftragen wird.
Ich war nicht allzu oft in meinem bisherigen Leben in Berlin. 2007 und 2008 bin ich beim Marathon gestartet. 12 bzw. 13 Jahre zuvor stand 1995 Techno-Urlaub in der Hauptstadt auf dem Reiseplan. Ich war 18 und es waren meine letzten großen Sommerferien.
Techno-Urlaub geht so: Man geht weg, damals in den Tresor, sonntags z.B. mit Tanith und Ellen Allien, und noch in so einen anderen Club, dessen Name mir seit heute früh ums Verrecken nicht mehr einfällt. Sehr groß, hohe Decken, Empore, Woody hat an dem Abend aufgelegt, erinnere mich noch ganz genau als er „Just let the groove go“ von besagter Allien gedroppt hat. Mensch, wie hieß der verdammte Laden nochmals?
Zu einem grundsoliden Techno-Urlaub gehört auch Platten kaufen des Grauens. Gut, es muss nicht zwingend Techno-Urlaub sein. Allgemein fand ich in anderen Städten Platten kaufen lange Jahre sehr toll.
Heutzutage scanne ich nur kurz die Auslage und blättere vielleicht ein, zwei Fächchen durch. Gibt eh überall den gleichen Scheiß. Geht man z.B. in New York in einen Plattenladen, der sich auf elektronische Musik spezialisiert hat, sind 70 Prozent aus Deutschland bzw. aus Europa.
Gut bzw. schlecht, aber der fluffy Miha hat schnell eine Lösung aus der Tasche gezaubert, die da lautet, kommt mit ihr Fincaner, wir steppen in der (Ex-)B-Seite (Schulstraße 3, neben dem widerlichen McDo) weiter.
Damit das jeder Raver checkt und ein reibungsloser Übergang gewährt ist, sind diese und nächste Woche beide Locations offen. In der Finca gehts bis um 03.00 Uhr und man kann sich auch schon an den neuen Club gewöhnen.
Ab dem 19. Juni ist der Umzug dann in die B-Seite vollendet. Programm, Musik, Team etc. bleibt natürlich Finca-Style, also immer schön Tackatacka von Stuttgarts Local-Front.
Das alles kann man auch ausführlicher auf der Finca-Homepage nachlesen.
“Ein Techno-Freak ist glücklich, ausgelassen und feiert das Leben.” So hat es vor 15 Jahren Ulrich Meyer eingangs in seiner Sendung “Einspruch” formuliert. Über die Clips haben wir uns noch nicht mal vor einer Woche köstlich amüsiert.
Nun schreibt mich heute ein gewisser Thomas Simantke via myspace an:
“Jutn Tach, ich wollt mich nur mal bedanken für dieses brilliante “Einspruch!” Video in deinem Blog. Hab lang nicht mehr so gelacht. Ich war mal lustig und hab da Zeug rausgeschnitten und einen Beat dazu gebastelt.
Wenn du mich schon drauf gebracht hast, kannst du es dir ja mal anhören, hab ich mir so gedacht. Der erste Track in meinem Myspace Player: Bummbumm.”
Okay denk ich mir, das ist ja schon mal ne sehr coole Sache, freut mich. Also hör ich mir das Ding an und das hat mir prompt gefallen. Zwar etwas spartanisch, aber hat was.
Also hab ihn gebeten, mir ein File für unser kleines Eigenheim zukommen zulassen, was Thomas, der sich als Künstler Gonzo aka Schimpanski nennt, prompt getan hat.
Er ist erst 22 Jahre alt, legt seit 1998 auf (früh angefangen?), zunächst HipHop, nun seit längerer Zeit Techno und House (Colibri, Finca, Flint/LB etc.). Seit vielen Jahren macht Thomas auch seine eigenen Beats.
So here it is, Bummbumm. Mein “3 Tage Wach” des Jahres bislang. Ich finds super. Die Jugend von heute bringt die 90er Rave Society ins Jahr 2009. Dankeschön.
Schimpanski – Bummbumm
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