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Kultur

Da Joe Bauer letzte Woche so fein über unsere Lesung berichtet hat, möchten wir dankenderweise auf ein sportliches Kulturevent im Theaterhaus am 7. August hinweisen, ausgerichtet von dem Blaublüter und rasenden Stadtreporter, ”der seit 30 Jahren das macht, was wir seit 2 Jahren machen” (Aussi).

Zwar schlägt das Kessel-Herz leicht röter, aber wir sind trotzdem für alle da und die Rivalität zwischen den Vereinen versteht nicht nur unser Setzer nicht. Also Aufbau Degerloch.

“Hurra, wir kicken noch!” ist die 2. Kickers-Unterstützer-Show, quasi ein Doppelpass zwischen Kultur und Sport, pünktlich zum Saisonauftakt der Regionalliga Süd. Letztes Jahr herrschte erstklassige Stimmung im Theaterhaus und die Spieler haben sich angeblich voll gefreut. “Man sagt, kommt nicht von mir, der Auftakt mit Bühnenshow habe die bessere Atmosphäre im Gazi-Stadion beeinflusst… Gaziprom (Kickers), Gazistreifen (VfB)”, meint Joe Bauer.

Die Kickers spielen am 7. August nachmittags auf der Waldau gegen den Aufsteiger FC Memmingen, kommen danach inklusive Trainer und Ex-Buli-Kicker Dirk Schuster ins Theaterhaus und stellen sich unter anderem den Fragen von Stefan Kiss, Sportreporter beim SWR-Fernsehen.

Das Kulturprogramm führt die Stuttgarter Band Wild Country an, spielt auch der Friseur René Asch mit, und die 7 Cowboyhütte reisen angeblich regelmässig nach Nashville zur Weiterbildung. Mag zwar kein Country, aber finds gut wenn Leute ihr Hobby ernst nehmen.

Weiterhin singt Anja Binder, die u.a. sonst bei Joe Bauers Flaneursalon auftritt, auf ein paar Balladen auf die Regionalliga (kleiner schlechter Scherz), Comedian Nils Heinrich ist zwischendurch bissle lustig, der junge Football Freestyler René Mathussek macht den Zidane und Joe Bauer liest ein paar Texte über seine Leidenschaft, die Kickers, vor.

Alle Acts treten umsonst auf, der Eintritt liegt mit 10 Euro themengerecht im Regionalliga-Bereich und alle Einnahmen abzüglich der Produktionskosten kommen den Kickers-Fans zu Gute.

Samstag, 7. August, 20:15 Uhr, Theaterhaus, Saal T2, Karten (inkl. Topabschlag) für 10 Euro unter 0711 / 4020 720 und www.theaterhaus.com

Wagenhallen: 5 Jahre Verlängerung

Donnerstag, 24. Juni 2010 // 19:08 Uhr // martin

Wie lange es den Kulturbetrieb Wagenhallen am Nordbahnhof noch geben wird, war aufgrund S21 schon immer ein heikles Thema. Eigentlich sollen sie abgerissen werden, aber ein Investor für das Gelände wurde bislang nicht gefunden. Es gab Phasen, da konnten die Macher ihr kunterbuntes Programm kaum vernünftig voraus planen.

Die Zeiten sind schon länger vorbei: Anfang 2009 wurde der Pachtvertrag bis Ende 2010 verlängert und danach sollen nun fünf weitere Jahre angehängt werden, wie heute die StZ berichtet. In den Wagenhallen finden nicht nur unzählige Events statt, sondern etliche Künstler sind hier auch beheimatet.

Die Waggons nebenan, ein Biotop für Subkultur, müssen im September laut Unsere-Stadt.org allerdings weichen.

www.wagenhallen.de

Heute Abend im Schocken: Jakob – Eine grafische Novelle

Mittwoch, 9. Juni 2010 // 12:30 Uhr // martin

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Heute Abend Hochkultur im Schocken, Comic meets Lesung meets klassische Musik. Der Animations-Student (Filmaka BaWü) Felix Mertikat präsentiert seine Abschlussarbeit “Jakob”, die vom Comic-Verlag Cross Cult (Sin City/ Hell Boy), diesen Monat auf den Markt gebracht wurde und gemeinsam mit Drehbuch-Student Benjamin Schreuder entstanden ist.

Das Duo wird eine so called Comic-Leseperfomance aufführen, eine Mischung aus Live-Musik, Comic-Film-Projektion und die Autoren lesen eben vor. Neben einem interaktiven Comic-Gewinnspiel werden Bilder aus dem Comic ausgestellt und dazu spielt das Duo “Silberschatten” auf der Harfe.

Eintritt ist frei, los gehts um 20:00 Uhr mit Sektempfang und mehr Infos auf der Schocken-Seite.

(Vielleicht was für unseren Kultur-Thorsten?)

Zu Hause

Mittwoch, 31. März 2010 // 8:30 Uhr // Thorsten W.

Kulturwochen bei kessel.tv. Am Sonntag ich bei Sumuncu, Martin am Montag und ich gestern bei Joe Bauers Flaneursalon. Ich hab mich sehr über die persönliche Einladung gefreut, muss ich sagen, auch wenn ich Herrn Bauer durch freundliche Vermittlung des Außenreporters erst seit kurzem und nur per Mail kenne.

Im Prinzip macht Joe Bauer schon seit einer Ewigkeit das, was wir bei kessel.tv auch machen: Er geht mit offenen Augen durch Stuttgart und schreibt darüber, u.a. in den Stuttgarter Nachrichten. Und bei seinen unregelmäßigen Flaneursalons liest er dann seine Texte vor und holt sich Gastmusiker dazu.

Gestern fand eine intime Variante des Flaneursalons statt, und zwar in der Uhu Bar im Rotlichtviertel, wo auch eine der ersten (die erste?) Liebreiz-Party stattfand. Das Uhu ist oben ein Puff und unten eine winzige Bar, die vom alten und sympathischen Oskar geführt wird und noch viel gemütlicher ist, als es auf diesen Bildern aussieht.

Ca. 30 Leute passen in die Uhu Bar, 40 Karten wurden verkauft und geschätzte 60 waren da – was zu entsprechender Enge führte. Ich hatte einen 2B-Stehplatz zwischen Klo und Bar, aber immerhin mit Blick auf die Akteure – es gab auch schlechtere Plätze.

Im Publikum war ich einer der Jüngsten, zum Großteil Bildungsbürgertum zwischen Kultur und Killesberg, aber auch Romy S.-König Yusuf und PR-Granate Nash (Danke für die Cola), die einen Promotag für die Fanta 4 in Stuttgart betreut hatte.

Eröffnet wurde der Abend von der wirklich sauguten Sängerin Dacia Bridges, von der ich bisher nur gelesen hatte, mit einem Acoustic-Song zusammen mit Alexander Scholpp, der glaube ich mal bei den Farmer Boys war. Dann kam Joe Bauer, dessen brummelige Stimme perfekt zu seinen grummeligen Texten passt.

Seine sehr melancholischen und sehr lustigen Geschichten handeln von bzw. spielen in Stuttgart, und er hat vom mir unbekannten Café Schiller neben dem Brunnenwirt, dem Bad Berg und den Stuttgarter Kickers geschwärmt und konnte sich auch einen Seitenhieb auf Berlin nicht verkneifen. Zu Gast war nämlich auch sein Verleger aus Berlin, der auch ein paar nette, wenn auch nicht ganz so lustige Texte vortragen durfte.

Und dann stand ich da in der Uhu Bar mitten in Stuttgart, mit anderen Stuttgartern, hörte einem zu, der Stuttgart genau so liebt wie ich, und ich fühlte mich zu Hause wie vielleicht noch nie zu vor.

Joe Bauer, links im Bild

Der Eingang: alles klar. Nach oben bin ich aber dann nicht mehr.

PS: Der nächste große Flaneursalon findet am 28.04. in der Rosenau statt, u.a. mit Stefan Hiss, Michael Gaedt und Dacia Bridges

PPS: Joe Bauer freut sich immer, wenn Leute in sein Gästebuch bzw. seinen offenen Blog schreiben.

Art Parade

Mittwoch, 18. November 2009 // 16:09 Uhr // Thorsten W.

ArtParade

Ich wurde schon lange nicht mehr von so vielen Seiten mit Infos zur gleichen Veranstaltung “bombardiert” – was natürlich auch daran liegt, dass hier ganz schön viele Gruppen beteiligt sind.

Es geht darum, dass im Kulturhaushalt der Stadt Stuttgart 2010 fünf Millionen Euro eingespart werden sollen, was ziemlich viele kulturelle Institutionen in der Stadt betreffen würde. Und manchen, wie der Musikinitiative Rock e.V. MIR, soll sogar ganz der Geldhahn zugedreht werden.

Jetzt hab ich ja eine differenzierte Meinung zum Thema Kulturförderung mit öffentlichen Mitteln, weil die Kulturfelder, in denen ich mich bewege, irgendwie immer außen vor bleiben.

Nichtsdestotrotz ist es ein löblicher Ansatz, dass alle möglichen Stuttgarter Kultureinrichtungen, von Musik bis Kunst, sich zusammentun und morgen die Art Parade veranstalten.

Damit wollen sie gegen die Kürzungen im Kulturhaushalt demonstrieren – den Logofriedhof spar ich mir hier, mehr Infos und alle beteiligten Institutionen gibt’s hier.

Manche der Teilnehmer haben sich auch mehr oder weniger originelle Aktionen einfallen lassen – so fordert das Popbüro alle Musiker dazu auf, mit Kazoos aufzulaufen, weil dieses Musikinstrument nicht laut aber billig ist. Und das kann man mit einem Kazoo machen:

Die Leute, die auch das Performance Hotel in Stuttgart-Ost betreiben, wollen sich zu einem “schwarzen Block” in Form eines riesigen schwarzen Stoffumhanges, den sich alle übertun, formieren – die Begründung dafür hab ich nicht ganz verstanden, aber so soll es dann aussehen:

folie

Los geht die Parade morgen um 14 Uhr am Künstlerhaus in der Reuchlinstraße und zieht dann zum Rathaus. Um ca. 16.30 Uhr findet dort die Abschlusskundgebung statt.

Ich persönlich finde ja 14 Uhr an einem Werktag schwierig, weil vielleicht gibt es auch Künstler und Musiker mit normalen Arbeitszeiten – aber wird bestimmt ne lustige Veranstaltung.

Stuttgartnacht

Dienstag, 13. Oktober 2009 // 12:01 Uhr // martin

Stuttgart on the run: Am Samstag kann man “Altbewährtes neu erleben, versteckte Orte neu entdecken”:

stuttgartnacht

73 Spielorte vom Bix über den Fernsehturm bis zur Staatsgalerie werden mit vier Busrouten (Mitte, Ost, Nordost, Südwest) verknüpft. Das ist dieses Jahr neu, denn der Karlsplatz ist nicht mehr der Knotenpunkt. Umsteigemöglichkeiten von der Mitte-Linie auf die anderen Kreisel gibt es am HBF, Siegle Haus und Stadtmitte.

Überall ist mächtig viel Programm geboten, sei es Theater, Film, Tanz, Magie, Musik oder Clubbing, letzteres unter anderem im Mono, in der Schräglage, im Tonstudio oder im 1210, natürlich im stuttgartnacht-Ticketpreis von 15 Euro inklusive.

Die stuttgartnacht beginnt um 19:00 Uhr und endet um 02:00 Uhr nachts (nicht in den Clubs natürlich). Tickets sind in fast allen beteiligten Locations erhältlich oder unter 0711 601 54 44 und www.stuttgartnacht.de.

Hier noch ein kleiner Promo-Clip (Hammer-Sprecher):

Kultur again

Freitag, 9. Oktober 2009 // 9:04 Uhr // Thorsten W.

josefhader

Gestern war wieder mal Zeit für Kultur. Wieder im Theaterhaus, Josef Hader. Den hab ich schon ein paar mal live gesehen, fantastisch. “Kabarettist” würde man ihn glaube ich nennen. Ein Österreicher. Das macht aber nix, weil ich mag den österreichischen Akzent. Nee wirklich.

Hader wurde u.a. durch sein Theaterstück “Indien” bekannt, das auch eine Weile lang in einer Eckkneipe in Zuffenhausen aufgeführt wurde (weil es in solcheiner spielt), spielt aber auch irgend einen TV-Kommissar. Und er macht eben auch ein brutal lustiges Bühnenprogramm, wozu er nur einen Stuhl, einen Tisch und eine Hammondorgel braucht.

Legendär sind seine Geschichten, die mit einer Alltagsbegebenheit anfangen und nach spätestens fünf Minuten in totaler Absurdität enden – so wie das Abtauchen in die Wiener Kanalisation, wo die Abwasserrohre innen von Hundertwasser bemalt sind oder ein Besuch in der Hölle, wo Reinhold Messner im Anorak sitzt – “weil do war i no nit”.

Kleines Beispiel:

Schlaglöcher

Dienstag, 18. August 2009 // 9:18 Uhr // martin

Der Michael hat neulich eine Liste der Grausamkeiten angedroht. Jetzt gehts los. Watch out for Schlaglöcher und weniger Kultur und so.

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(Das Bix bei der Leonhardskirche – wie gehts weiter?)

Interessant finde ich folgenden Absatz, insbesondere die Sache mit dem Bix, von Beginn an in der Kritik. Böse Zungen zweifeln seit jeher, ob man eine luxuriöse Jazzkneipe für circa 20 rotweintrinkende Musikconnaisseure massiv unterstützen muss.

“Also doch lieber beim Theaterhaus kürzen? “Keine Einrichtung ist sakrosankt”, sagt Eisenmann. Betroffen sind auf jeden Fall Einrichtungen, deren Förderung ausläuft, wie etwa das Bix im Sieglehaus. Auch Festivals werden darunter leiden. Kein Geld hat Eisenmann für die Wünsche des OB – ein Probenzentrum der Staatstheater und den Neubau der Cranko-Schule.”

Bei den Schulen will man nicht so kürzen, aber unsere schönen Grünflächen scheinen zu verkommen. Und Thorsten kann seltener Ideallinie fahren, weil die Schlaglöcher nicht so schnell geflickt werden. Denn der verantwortliche Technikbürgermeister muss 8,3 (!) Millionen von 10,2 (!) Millionen wegstreichen.

Zum Artikel in der STZ

Zukunftsmusik

Dienstag, 10. März 2009 // 8:34 Uhr // martin

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(Dieser Blog kennt nur eine Grenze: Das Querformat.) 

Unser OBle hat vorgeschlagen, S21 mit zwei Kultureinrichtungen aufzuwerten, eine Schlossgarten-Philharmonie und ein Museum der Kulturen in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten und neuen Bahnhof (welcher neue Bahnhof?). Spatenstich: 2019.

Fett Mann, da bin ich 42 und komm langsam ins Alter, in dem man sich für so einen Kram interessiert. Wie wärs denn noch mit einem Stuttgart-Club-Museum? Die Stangen aus dem Hi? 1210er aus dem Oz? Die Seilbahn-Schaukel vom Perkins Park? Die Colibri-Partyrampe? Eine Miniatur-Theo-Heuss? 

[mehr nachm Sprung…]

Kultur

Dienstag, 3. März 2009 // 21:46 Uhr // Thorsten W.

tierschau

Kultur muss sein. Ab und zu. Wirklich. Darum geh ich auch ca. ein mal im Jahr ins Theater. Letzten Freitag war ich mit meiner Holden im Theaterhaus. Bei der Großen Tierschau mit Michael Gaedt und Michael Schulig. Warum? Weiß auch nich. Ich war vor paar Jahren mal in der Kleinen Tierschau im alten Theaterhaus und fand’s witzig. Und Michael Gaedt gehört irgendwie zu Stuttgart wie der Daimler, der Killesberg und der Breuninger. Ich seh ihn ab und zu am Glemseck, nem Motorradtref im Mahdental, den nur Motorradfahrer kennen. Das verbindet irgendwie.

Dass bei der “Großen Tierschau” zwei Stunden lang nur Rock gespielt wird hatte ich nur im Ansatz geahnt, dass das Publikum (außer uns) aber im Alter meiner Eltern war, das hat mich doch etwas überrascht. Luschtig war’s trotzdem irgendwie, vor allem auf schwäbisch zwischen den Musikstücken („Pennet ihr scho oder chillet ihr no?”). Und der Schlagzeuger war luschtig. Und die Kostüme waren echt luschtig. Sonst halt witzig gemeinte Heavy-Metal-Interpretationen von Pophits oder witzig gemeinte Jazz-Interpretationen von Heavy-Metal-Hits. Und das Lehrer- und Sozialpädagogen-Publikum hat dann auch bereitwillig wie gefordert die berühmte “Pommesgabel” gemacht.

Insgesamt hab ich mich 2 Stunden lang nicht gelangweilt und bin mit dem guten Gefühl nach Hause gegangen, dass ich doch noch nicht sooo alt bin.