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Kolumne

Yo! KTV Raps (03)

Donnerstag, 11. Februar 2010 // 11:30 Uhr // Mischi

Was, schon wieder zwei Wochen rum? Aight, dann mal los – “Yo! KTV Raps” Part drizzy, wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität. Wie gut, dass mein Kumpel Rap schon wieder so viel am Start hat…

Viel Spaß damit!

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Free Mixtape gefällig? Bei “ATL RMX” handelt es sich um ein amtliches Remixprojekt des Erwachsenen-Zeichentrick-Senders Adult Swim, die ja für ihre Nähe zum HipHop-Underground bekannt sind und uns schon Projekte wie DANGERDOOM oder einen Def Jux-Sampler beschert haben. Jetzt ist also Atlantas Musikszene dran und wurde – wie schon beim “Free Gucci”-Mixtape – von diversen hochkarätigen HipHop-Avantgardisten zerfriemelt.

“Hipsters love the hood”, gell, und deshalb haben Typen wie Hudson Mohawke, Flying Lotus, Prefuse 73, El-P oder Dabrye schnell mal ihren Maschinenpark hochgefahren und den Geddo-Jungs einen ordentlichen Anstrich verpasst.

Meine Favoriten sind ganz klar das klebrige “Have You Ever Made Love to A Weirdo”, das von Stones Throw´s Dam-Funk noch mal extracheesy veredelt wurde, OJ da Juuhmans “Good Night” feat. Gucci im HEALTH Remix und Lil Jon´s “Give It All You Got” im Danger Beach Remix. Phattes Gerät, das es hier zum Free Download gibt!

(Hier noch der Big Time-Remix von Ayeayeaye-OJ und Gucci, die ich persönlich für absolute Eulen halte, aber denen man ihren Swagger echt nicht absprechen kann. Und nachdem ja schon die Mad Decent-Squad gezeigt hat, was man aus Guccis Arroganz machen kann…)

(mehr KTV Raps und Free Mucke nach dem Sprung…)

Yo! KTV Raps (02)

Freitag, 29. Januar 2010 // 9:15 Uhr // Mischi

So, wie beim letzten Mal versprochen haben wir für Euch die zweite Folge unsere zukünftig regelmäßig alle zwei Wochen erscheinenden Kolumne “Yo! KTV Raps” für euch an den Start gebracht. Von mir, Mischi a.k.a. Le Mischi. Die Jungs haben mir einen Account gemacht, yeah.

Und wie auch sonst bei kessel.tv erheben wir damit keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität. Rap und Artverwandtes, mal rechts und links über den Tellerand hinaus, aber immer unserer Meinung nach gut. Ohne Ringtone-Rap, Snap Music, die Autotune-Hure oder youtube-Dancemoves. Viel Spaß damit!

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Die ehemalige Posse von Autoschrauber Xzibit, Strong Arm Steady, hat kürzlich ihr neues und sehr, sehr gutes Album „In Search of Stoney Jackson“ auf Stones Throw veröffentlicht. Mit dabei ist Cali´s Underground-Elite wie z. B. Evidence, Planet Asia, Fashawn, Defari, Sick Jacken oder Oh No sowie “Little Brother” Phontigga, Talib Kweli und Guilty Simpson.

Das Beste daran ist aber, dass die komplette Produktion des Albums kein Geringerer als „Beat Konductah“ Madlib übernommen hat (bzw. die SAS sich Beats von einem seiner legendären Tapes picken durfte).

Get Started

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Loose

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Die netten Menschen bei Stones Throw haben freundlicherweise die Tracks “Get Started” (rechte Maustaste/Ziel speichern unter) featuring Talib Kweli und “Loose” zum Free Download (rechte Maustaste/Ziel speichern unter) rausgerückt – holen! (Übrigens: in der Juice ist ein sehr lustiges Interview mit SAS drin, das unter anderem sehr lustige Anekdoten zu Madlibs Arbeitsweise bereit hält…)

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Die Posse vom Kölner Qualitätslabel Melting Pot Music hat unterdessen den dritten Teil ihrer „Hi-Hat-Club“-Reihe in der Pipeline, das diesmal von dem – zumindest mir – unbekannten Beatbastler Dexter stammt . (Zur Erinnerung: der erste, sehr gelungene Teil stammt von Twit One und Hulk Hodn, der nicht ganz so ausgegorene Part zwei von Suff Daddy) Einen ersten und echt guten Eindruck vermittelt der Teaser Track „Future“, den es hier zum Free Download (rechte Maustaste/Ziel speichern unter) gibt.

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EDIT: Unser Leser Haitian hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Dexter zu der Heilbronner Wortsport-Posse gehört – vielen dank für den Tipp!

[mehr nachm Sprung…]

Yo! KTV Raps by Mischi

Mittwoch, 13. Januar 2010 // 15:39 Uhr // martin

HipHop is dead? Teilweise mag das stimmen. Die “Innovationen”, beziehungsweise stilprägenden flashenden Veröffentlichungen von großverdienenden Schwunggebern des vergangenen Jahrzehnts wie Missy, Pharrell oder Timbaland aber auch einem Kanye liegen längst zurück – und waren natürlich auch immer nur eine Seite von HipHop.

Es ist freilich schwierig, ständig das Rad neu zu erfinden. HipHop ist 35 Jahre jung. Das soll aber nicht heißen, dass es keine guten, neuen HipHop VÖs mehr gibt. Ganz im Gegenteil, man verliert vielleicht heutzutage einfach nur die Übersicht, so geht es zumindest teilweise mir.

Unser Experte Mischi, hauptberuflich beim re.flect tätig, hat sich schon vor einiger Zeit angeboten, eine regelmässige HipHop Kolumne für unseren Blog zu verfassen. Er wäre gut drin in dem Thema meinte er und deswegen wollen wir damit heute einfach mal loslegen.

Der Ton soll dabei nicht “bring HipHop back” sein, denn HipHop muss man nicht backbringen, sondern Mischi bündelt ganz nach seinem Geschmack regelmässig die breite Release-Flut und informiert den Leser was er gerade als gut empfindet. Zum Abschluss gibt es noch etwas Bunte-Gossip.

Viel Spass dabei.

Dass sich Diplo seit je her für Ghetto-Zeugs jeglicher Machart interessiert, ist ja dank seines Labels Mad Decent oder dem großen, bösen Major Lazer-Projekt hinlänglich bekannt. Baile Funk oder B-More, Dancehall oder Dirty South – wenn´s Gheddo ist und Bass hat, ist Diplo nicht weit.

Nun hat er sich der Mucke des derzeit einsitzenden Gucci Mane angenommen und unter dem Titel „Free Gucci“ ein amtliches Remix-Album klar gemacht. Oder wie es im Mad Decent-Blog heißt:

„Diplo rounded up some of our favorite friends to remix tracks from Gucci Mane’s “Cold War” mixtape series.“

Mit dabei sind neben Diplo himself auch Jungs wie Flying Lotus, Salem oder Benzi. Das Mixtape gibt es für umme auf der Mad Decent-Seite. Tipp: das Formular kann man auch mit jeder Menge Buchstabenquatsch füllen, wir sind hier ja nicht bei google, gell.

Und noch nen Mixtape for free:

Hi-Tiggedy-Tek und Talib Kweli a.k.a. Reflection Eternal machen dick Promo für ihre Reunion mit dem vom großartigen Statik Selektah gemixten „The Re:Union“-Mixtape.

Dieses gibt es ebenfalls gratis auf der Homepage von Kwelis Blacksmith-Label zum Download und besteht aus ein paar älteren Joints der beiden, Booties, Stuff von Hi-Teks „Hi-Teknology“-Reihe und einigen Exclusives wie dem oberfetten „Come Around“ featuring Royce da 5′9 und Termanology, der darauf seine patentierte Big Pun-Kettensäge auspackt. Killer.

Das kommende, sehnsüchtig erwartete Ghostface, Method Man und Raekwon-Collabo-Album „The Wu Massacre“ wird derzeit mit drei Clips im „Sieben“-Style angeteasert.

Diese hat der HipHop-Video-Veteran Rik Cordero abgekurbelt. Verdammt, dieses Album MUSS Bombe werden – immerhin hat Backpulverboss Raekwon mit dem Jahreshitlisten-Ruler „Only Built 4 Cuban Linx 2“ ganz schön weit vorgelegt. Hier die besagten Clips:

9th Wonder und sein Homie Khrysis sollten hingegen jedem Trueschool-Backpacker für ihre saftigen Sample-Meisterwerke für Little Brother, Away Team, Erykah Badu oder Destiny´s Child (huch!) bekannt sein.

Jetzt haben die beiden keinen Bock mehr gehabt, nur vor Fruity Loops rumzusitzen und sind deshalb selber ans Mic gesteppt. Das Resultat ist „Make It Big“, was 9th Wonder höchstpersönlich an diverse Durchlauferhitzer Computergangster Blogs verschickt hat, welche auch erwartungsgemäß direkt „Nüsse gingen“, oder so. Ach ja: der erste ist 9th, der zweite Khrysis.

Ansonsten? Das Fashawn-Album „Boy meets World“ ist uneingeschränkt empfehlenswert, inklusive kompletter Album-Produktion von Exile und Features von Evidence, Mistah Fab und Blu.

Und wenn wir schon bei Blu sind: der hat ein sampletriefendes, superroughes Album für den Brooklyner Underground-MC Sene produziert, das dieser Tage auf dem superben Mini-Imprint Shaman Work (u.a. Emanon, Wale Oyejide, DOOM) erschienen ist.

Und noch ein bissl ein Gossip? Aber gerne: Justin Timberlake (!) ist bei einem Gig von Trueschooler Brother Ali (!!) bei der JH Snowboarder Magazine Party auf die Bühne gehüpft und hat spontan gebeatboxt (!!!einself!!). Das Beste ist aber, dass Ali JT zuerst gar nicht erkannt hat und ihn, als er auf die Bühne wollte, erstmal runtergekickt hat, hehe.

Nich´ so doll lief es zuletzt für Usher: Erst ist sein kommendes Album komplett ins Netz geleakt und dann wurde auch noch seine Karre auf einem Parkplatz ausgeräumt. Irgendwo freuen sich jetzt ein paar crackrauchende Lausbuben über Blingbling, Klamotten, Pelze und Elektronikkram im Wert von über einer Million toter Präsidenten. Aber hey: wer lässt auch soviel Zeugs in seinem Karren rumfahren? (Ich lass nicht mal mein uraltes Nokia sichtbar im Auto liegen!).

Rihanna turtelt ziemlich öffentlich mit Baseball-Beau Matt Kempp herum und Hova und Swizzy haben ein schickes Video für „On To The Next One“ am Start:

Und noch ein bissle „Bravo HipHop“-News: Am 04. Februar kommt Bushidos Semi-Biopic „8 Mile“ „Zeiten ändern dich“, produziert von Bernd Eichinger, ins Kino. Mit dabei sind neben der rappenden Monobraue auch Hannelore Elsner, Moe Bleibtreu, Mina Tander, Katja Flint, Fler und Uwe Ochsenknecht.

So, das wär´s erst mal – und nicht vergessen: Rap ist nicht tot, nur ein bisschen durmelig.

Peace!

PS: Zum Abschluss nix mit Bummtschak, sondern „Love Like That feat. Aby Wolf“. Der außergewöhnlichste und irgendwie dickste Tune des Albums „Radio Do Canibal“ von Brother Ali´s DJ BK-One, das eigentlich ein straightes Rap-Album mit Features von Scarface, Black Thought, Raekwon, Slug, Murs, Phonte, The grouch und Aceyalone ist. Passt irgendwie zur Jahreszeit.

SPON goes Club

Freitag, 22. Mai 2009 // 18:11 Uhr // Thorsten W.

tobias-rapp

Mann, die Leute von Spiegel Online wollen’s echt wissen. Erst kürzlich haben sie die volle Web 2.0-Welle mit myspace-, Facebook-, Twitter- und sonstnochwas-Account gemacht, jetzt widmen sie der Clubkultur gleich eine ganze Kolumne. Hätte das mal jemand vor 15 Jahren Jürgen Laarmann erzählt :-)

Die Kolumne wird von Tobias Rapp geschrieben, der zwar etwas uncool aussieht, aber nebenher auch für die Spex (klar) schreibt, kürzlich ein Buch über Techno veröffentlicht hat und sich einigermaßen auszukennen scheint. Der erste Teil der Kolumne besteht nur aus Plattenkritiken – mal hoffen, dass die “Kolumne” im Laufe der Zeit noch etwas mehr zu bieten hat.