Landesvater ist irgendwie ein total super Wort. Vor ein paar Stunden mit 84 Stimmen (von 137) frisch gewählt, Stefan Mappus.
(Friseurtrends 2010.)
Also links im Bild. Ötti schaut auf dieser Aufnahme hingegen als käme er direkt von einer Zahnbehandlung oder er lockert seine Backen für das nächste Gedicht auf Englisch.
Günni wurde ja mehr oder weniger Hals über Kopf nach Brüssel befördert/weggelobt/abgeschoben, hat auf dem Weg dahin bekanntlich die neue Weltsprache Schwänglisch erfunden und sich somit endlich auch in den Geschichtsbüchern verewigt.
Gerüchten zu Folge soll dieses Jahr noch ein neues Freundeskreis-Album mit dem Titel “Schwänglisch” erscheinen und die Fortsetzung von “Esperanto” sein (“Schwäääänglisch, c’est la langue de l’amour…”).
Mappus (43) ist ein ziemlicher Machertyp. Mit zwei ist der Pforzheimer (Wohni, endlich Chef oder?!) bereits in die CDU eingetreten, mit acht war er Kreisvorsitzender der Jungen Union/Pforzheim und mit 12 sass er schon in irgendeinem Gemeinderat und mit 16 im Landtag.
Ähnlicher Karriereverlauf also wie bei Bushido oder bei unserem Krupa (Hustler, Gangster, Rapper, Moslem, Notarztwagenfahrer).
Mappus Ziele als Ministerpräsident sind leicht unklar, wie auch der Kommentator der StZ schreibt, aber die kannte man auch nie so wirklich von Günther “Supermario” Oettinger, bis natürlich auf Macht und S21.
Hoffen wir aber, dass uns durch diesen Wechsel die eine oder andere sehr fragwürdige Aussage erspart bleibt, wie man sie vom Günni eben kannte und Thorsten damals kurz zusammengefasst hat.
Auch Schusti freut sich voll über den bulligen Mappus, wie man auf der nächsten Seite lesen kann.
So lustig, peinlich wie auch extrem unverständlich Günnies Englisch sein mag – letztendlich ist es doch ein weit verbreitetes Problem. Passend dazu am Freitagabend aufm Weg runter in die Stadt passende Werbung in der S-Bahn gesehen.
Mir jedenfalls würde so ein Kurs auch nicht schaden.
Keine Frage, wir machen alle unsere Fehler, tagtäglich. Für die schreibende Zunft mit am Schlimmsten sind falschgedruckte Namen. Da kommen böse Anrufe. Mir freilich auch schon passiert. Da beißt man sich kräftig in Arsch und kann sich nur 1000 Mal entschuldigen.
Dabei kann man doch eigentlich Mr. Burns gar nicht mit jemanden anderem verwechseln!
Beide freuen sich übrigens tierisch, dass IBM in der Region bleibt und der Herr Bürgermeister freilich über die hohen Steuereinnahmen. Lets move to Ehningen.
Samstag, 24. Oktober 2009 // 17:47 Uhr //
Thorsten W.
Heute kam überraschend die traurige Nachricht. Günther geht. Als unser Ministerpräsident hat er alles erreicht, jetzt will die Angie, dass er nach Brüssel geht als EU-Komissar.
Das ist natürlich toll für Günther, weil jetzt bekommt er einen noch größeren Dienstwagen, darf drei mal die Woche zwischen Brüssel, Straßburg und Stuttgart pendeln und dickes Sitzungsgeld einstreichen.
Es ist aber auch traurig für unser Ländle – denn wir haben ihm viel zu verdanken. Unter all seinen vielen Verdiensten ist es wirklich schwer, die herausragendsten hervorzuheben.
Vielleicht die größte und längste Baustelle der Welt für 3 Minuten weniger Fahrzeit nach Ulm (wer auch immer da hin will). Oder den ersten baden-württembergischen Politiker auf dem bundesweiten Bild-Titel.
Günther kann aber noch mehr. Z.B. kennt er sich mit Sprachen aus: „Englisch wird die Arbeitssprache. Deutsch bleibt die Sprache der Familie und der Freizeit, die Sprache, in der man Privates liest.“ (November 2005)
Und auch in Geschichte kennt er sich aus: „In einer Wohlstandsgesellschaft gibt es weniger Dynamik als in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr. Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung haben Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, muss man das aus eigener Kraft schaffen.“ (Januar 2007)
Wir werden ihn vermissen, unseren Günther. Mach’s gut, und vielleicht kannst Du ja den Wolfgang mitnehmen?
Um 10:00 Uhr muss Ötti in der Ostendstraße 63/1 sein. Bereits vor einigen Tagen, wie unser Krupa jetzt entdeckt hat, ist er von zwei Spiegel-Redakteuren ordentlich in die Mangel genommen worden.