Leser Philthy deckt auf was für Leser Franz ein wahrer Schock sein muss. Auf einem extra eingerichteten Menüpunkt für VfB-Fans auf der offiziellen Barcelona-Homepage wird aus dem Verein für Bewegungsspiele 1893 e.V. kurzerhand “Vorbild für Bayern”, ein alter Kalauer im Schwabenland.
Ob es sich dabei um eine ausgebuffte Online-Unterwanderung von VfB-Fans handelt oder ob man unter der katalanischen Sonne das “VfB” einfach voreilig falsch interpretierte, wissen wir nicht.
Aber auch wenn das Logo in vielerlei Hinsicht falsch ist und der VfB-Fan darüber hinaus das große F bemängeln dürfte, klingt “Vorbild für Bayern” mal so ganz “hochoffiziell” irgendwie gut.
Vielleicht dachten sich aber auch die Homepage-Verantwortlichen nach der guten Leistung des VfB im Hinspiel, dass sich die Stuttgarter im Camp Nou sicherlich nicht so einfach 4:0 vom Platz fegen lassen, wie eben vor rund einem Jahr der FCB unter Jürgen Klinsmann.
P.S.: Auf der nächsten Seite noch ein Anschreiben der Stadtverwaltung Barcelona an die VfB-Fans.
Ich lese (leider) sehr selten ein Buch, aber am Wochenende habe ich von der Freundin meines Ex-Wohnis obiges Buch geschenkt bekommen und mich gleich darin verloren (wahrscheinlich in der Hoffnung, auf der Zielgeraden noch meine Comunio-Mannschaft optimieren zu können).
Christoph Biermann ist im alltäglichen Leben der Fußball-Experte beim Spiegel, war wohl auch schon für die Süddeutsche tätig, sagt zumindest Herr Internet, und schreibt auf SPON spannende, verständliche und oftmals äußerst unterhaltsame Artikel, stets bemüht die Zusammenhänge weitsichtig und vorausschauend zu analysieren.
“Die Fußball-Matrix” ist ebenso spannend wie einfach verständlich geschrieben, auch wenn es letztendlich um eine kühle Analyse geht, wie Fußball in den letzten Jahren eine digitale Wende und Invasion der Wissenschaftler erlebt hat.
Das begann mit Zahlenstatistiken auf Papier, ging über in die Videoanalyse bis hin zu komplexen Kamera-Systemen, die zwischenzeitlich in vielen Stadien installiert sind (auch in Stuttgart) und die Bewegungsabläufe der Spieler dokumentieren. In den 60ern hat man noch den letzten Spielbericht des Gegners in der Zeitung gelesen, um sich auf das Spiel vorzubereiten.
Biermann trifft auf seiner Reise einen einsilbigen Messi, der sich bei Computerspielen selbst spielt, einen Felix Magath der Fußball mit Schach vergleicht, schlägt unterwegs Brücken zu amerikanischen Sportarten wie Baseball oder erklärt warum die 3-Punkte-Regel zu weniger Toren führte. Zwischendurch gibt es Ausflüge in die Mathematik und Psychologie und ab und zu mal Tabellen voller Zahlenkolonnen.
Die ersten 100 Seiten habe ich fasziniert an den vergangenen zwei Abenden gelesen. Großartige Schlüsse für meine Mannschaft konnte ich aber leider bislang keine ziehen. Mein Sturm ist am Wochenende komplett ausgefallen. Bank – Bank – Grippe. Ich muss einfach besser einkaufen.
Auf Youtube werden auch der TSV Grunbach und der TSV Wimsheim (an der A8 Richtung Pforzheim) zu Stars. Über 150.000 Leute haben sich obigen Clip schon angeschaut und ist bis zur StZ vorgedrungen. Laut der wiederum wurde sogar schon in Rumänien über diesen kuriosen Abschlag berichtet.
Folgendes: Vergangenen Sonntag tobte Sturmtief Xynthia über das Deutschland. Ich selbst war ne gute Stunde laufen, war teilweise kein Spass, auf dem Rückweg auf der Höhe des Staatstheaters stand ich quasi.
Der TSV Grunbach hatte derweil größere Sorgen: Deren Abwehrspieler Oliver Wiedmann schlug den Ball ab, der aber dann dank Xynthia bumerang-artig im eigenen Tor landete. Der Schiri entschied auf Tor (Endstand 2:1 für Wimsheim) und seitdem tobt unter Fachleuten eine heiße Debatte, ob ein derartiger Treffer gelten darf oder nicht.
Wird bestimmt auch am Samstag in der Sportschau weiterdiskutiert.
Webradio von SWR Contra total spannend, kann ich nur empfehlen (vorausgesetzt man hockt nicht im Stadion, inner Kneipe oder hat Sky).
Sprecher der Knaller, Cacau gerade fast das 2:0 gemacht… und jetzt fast das 3:0.
“Unfassbar dieser VfB-Stuttgart!” Hleb bockstark, meinen die Sprecher. Wäre er mal stark gewesen, als er noch in meiner Comunio-Mannschaft war.
Die Moderatoren, ich kann mich nur wiederholen, sind der Hammer! Wie ich hier mitfiebere. Schuss, ja, nein, Schuss! Macht er das 2:0? Neeeeeeeeeein!
Also in der Pause brauch ich nen Schnäpschen.
“Spiel doch das Ding raus!” Träsch verdaddelt sich… gleich Pause.
ohohohohoh…. raus damit!
Pause.
Jetzt mal gucken wie es weiter geht. VfB isch halt schon ziemlich aus sich rausgegangen, meinen die Fachleute.
Kurze Zwischenmeldung: Bronze für die deutschen Damen im Biathlon.
Und weiter gehts.
“So blitzschnell hab ich den VfB in dieser Saison noch nicht umschalten sehen”, meint der Sprecher. Also von Abwehr nach Vorne.
Tor Ibrahimovic 1:1. Damn. Hat sich aber angedeutet, sagen die Mods. Barca konsequent stärker und die Partie nun im Griff. Barca wird nicht gestört, können schalten und walten wie sie wollen. “Der VfB Stuttgart hat in diesem Moment eine Schwächephase.”
Christian Träsch raus (“ist viel gelaufen”), Kuzmanovic rein. Die Showleiter feixen darüber wann wohl Hleb ausgewechselt wird, ist ja immerhin schon die 60. Minute. “Da muss ein Hleb normalerweise beim VfB raus.” Außerdem schwinden die Kräfte beim VfB, meinen sie.
Marica steht bereit. Progrebnyak raus, eigentlich sieht Cacau unfitter aus.
Boah! Da kann man ganz schön erschrecken bei solchen emotionalen Sprechern. Lehmann baut nen Bock, unterläuft eine Flanke von der linken Seite, Schussversuch und Khedira geht mit dem Ellbogen ran. Kein Elfer. Glück gehabt. Gab nur Ecke. Ausgleichende Gerechtigkeit, in der ersten Halbzeit gab es ähnliche Situation im anderen Strafraum.
“Jetzt ist es ein Spiel mit offenem Visier.” VfB zwar langsam etwas schlapp, aber kämpft weiter. “VfB macht wirklich gutes Spiel.”
“Im Moment hängt die Partie ziemlich durch.” Gibt man sich mit dem 1:1 zufrieden? “Das ist nicht der letzte Einsatz, den Barcelona hier bringt. Von Messi ist kaum was zu sehen. So langsam wird aus einem sehr ansehlichem Spiel ein sehr Unansehliches.”
Noch ein paar Minuten. Timo Gebhart, der die Vorlage zum 1:0 gegeben hat, geht raus. Rudy rein.
Khedira am Boden, wohl ein Krampf, Molinaro drückt ihn raus. “Sehr rustikal. Wohl ein Hobbyarzt”, wird gefrotzelt.
3 Minuten Nachspielzeit.
Freistoss für VfB kurz vor dem Strafraum. Kuzmanovic schiesst direkt in die Arme von Barca Torhüter Valdes.
Khedira fault und holt sich dabei den nächsten Krampf. Bekommt Gelb und muss raus. Und jetzt Abpfiff.
VfB – Barcelona 1 : 1. Respekt und Glückwunsch. Gut Nacht.
Kreisliga B3 Neckar-Fils anstatt Champions League und Messi, Iniesta und Co. KG, Opi-Treffpunkt anstatt junge grölende Fans (ey, aber Titten): Während zur Stunde der VfB und der FC Barcelona eine Pressekonferenz geben, brüten wahrscheinlich die Herren vom Stuttgarter Fußballmagazin “Mit Schmackes” über die demnächst wieder anstehenden Kreisliga-Spiele und welcher Redakteur sich z.B. die Begegnung TSG Esslingen – TSV Wendlingen anschaut.
Die Herrschaften von Mit Schmackes (Büro übrigens im H7) gingen im Juni 2008 mit dem Ziel online, den lokalen Fußball besser zu repräsentieren.
“Dabei liegt das Interesse auf der Region, was in der Behandlung durch die traditionellen Medien aus Kosten- und Kapazitätsgründen kaum Ausdruck finden kann. Diesem Umstand tragen wir Rechnung, indem unser Fokus Stuttgart und seiner Umgebung gilt. Von hier kommen wir und hier kennen wir uns bestens aus”, heißt es in der Satzung von Mit Schmackes.
Jedes Kind weiß es, der Stuttgarter ist schon total hippelig: Morgenabend trifft in der Champions League die schönste Stadt der Welt auf ein kleines, katalanisches Fischerdörfchen.
Da der VfB vergangenes Wochenende ein anderes kleines Karnevaldörfchen (“Alaaf my ass”, war auf Facebook zu lesen) weggeputzt hat, haben manche schon einen sicheren Sieg im Urin. Mr. Minute 55 aka Alexander Hleb spricht hingegen heute in der StZ von einer Chance von 10:90. Hoffnung sieht anders aus.
Ich fühle mich mit Barcelona leicht emotional verbunden. Am 2. März 2008 hatte ich einen guten Tag und absolvierte in der Metropole einen Marathon in einer für mich traumhaften Zeit von 3:11h. Als Start-Countdown lief obiges Lied, das war auch als Nicht-Queen-Fan schon bissle bewegend.
Nach circa 12 Kilometern konnte ich dank eines waghalsigen Überholmanövers den 3:15h Pacemaker überholen, an den sich circa 300 Leute geklebt haben und es somit total schwer war, an dem Herren in den relativ schmalen Gassen und Straßen von Barcelona vorbeizuziehen. In einer scharfen Linkskurve nutzte ich aber die Gunst der Stunde und bin quer über den Gehweg vorbei geschossen – voll abgebrüht hä?
Okay, wir schweifen ab. Was hat Barca sonst so zu bieten?
Also im Punkt Haupteinkaufsstraße stehen beide Städte äußerst schlecht da, aber das ist wohl prinzipiell ein Einkaufsstraßen-Problem dieser Erde. Die Ramblas sind wirklich extrem anstrengend.
Auf der laut Wiki 1.258,59 Meter langen Meile (Königstraße ebenfalls laut Wiki 1,2 Kilometer) gibt es halt auch so die Geschäfte, die es überall gibt, sprich große Ketten. Es ist übelst laut Alter (ey übel!) und alle zwei Meter sieht man angemalte Menschen:
Die Hersteller von goldener und silberner Farbe müssen in Barcelona extrem reich sein. Auf der Königstraße sieht man ja vielleicht mal einen dieser Kollegen rumstehen, meist auf der Höhe vom Kunstmuseum.
Im Gegensatz zur Königsstraße ist es aber links und rechts von den Ramblas extrem nice und die Dichte an coolen Läden, also was ich so eben cool finde, schon relativ hoch.
Allgemein gilt: In Barca kann man es auf jeden Fall aushalten, auch mit Strand und so. Hab mich damals dort ziemlich wollig gefühlt.
Sieht schon anders aus bei uns:
Aber das wird noch. Bis 2015 ist das Neckarufer von Esslingen bis Remseck eine einzige Sonnenbank.
Barca hat zwar 1,6 Millionen Einwohner, trotzdem ist die Stadt ähnlich wie Stuttgart so ziemlich eingezwängt zwischen Meer und Hügel und wirkt, steht man z.B. oben bei den verkommenen olympischen Schwimmanlagen, ziemlich komprimiert.
Man kann somit auch relativ schnell die ganzen, nicht wenigen, Sightseeing-Punkte abklappern, was ich zum Teil auch schon beim Marathon gemacht habe, der an allen wichtigen Spots wie Kirchen, Triumphbögen oder Hochhaus in Dildo-Form vorbei ging.
Aber da ich mir nicht jede Kirch´ von innen anschauen muss, sind der Emil und ich lieber ins L´Aquarium. Find ich voll super so was.
Emil ist vor lauter Freude kurzerhand eingetaucht.
In der Waage hielt sich das Essenangebot. Von grottenschlecht bis phantastisch. Die müssen ja wirklich alles frittieren, diese Verrückten. Alle 100 Meter kommt eine Art Dönerbude mit der einen oder selben Karte voll mit frittiertem Zeug. Aber als Tipp kann das Flamant empfehlen. Ich fasse es bis heute noch nicht, wie man so günstig so gut essen kann.
Clubben waren wir damals übrigens nicht.
Okay, kommen wir zum Sportlichen. Also allein mit der Frisur von Barca-Abwehrikone Carles Puyol, seit 1912 im Verein, kann leider kein VfB-Spieler mithalten.
Christian Träsch sowieso nicht…
…und Samy “Prinz Eisenherz” Khedira au net.
(Ist der eigentlich morgen fit?)
Da gibt es nur eine Lösung: Um den Frisuren-Battle gegen Puyol zu gewinnen muss der VfB noch heute Ibiza-Locke vom Team Transit verpflichten.
Für 2 Millionen im Jahr würde er auch mit dem Rauchen und auch im Transit aufhören. Bestimmt.
Sturmvergleich: Marica, Cacau und Progrebnyak versus Henry, Ibrahimovic und Messi klingt zumindest mal aufm Papier nach TSF Ditzingen gegen FC Bayern München. Apropos Messi, ist der eigentlich ein unehelicher Sohn von Mr. Spock?
Würde natürlich auch sein Ausnahmetalent erklären.
Die Statistik (zwei Begegnungen, zwei Siege) sprich freilich auch für die Katalanen.
Allerdings kann man gegen Barca definitiv eine Bude machen, sogar auswärts und dabei auch in Führung gehen, wie der damalige Stuttgarter Da Silva in der Champions League Saison 2007/2008 bewiesen hat. Ging dann aber leider 3:1 für Barcelona aus.
Und eines darf man nicht vergessen: Wir haben Liehmänn im Tor. Der reisst zur Not dem Barca Trupp die Kontaklinsen aus den Augen oder strullert gegen sämtliche Schienbeinschoner.
Außerdem hat er noch ne kleene Rechnung vom CL-Finale 2006 offen, als er damals Eto´o von den Beinen holte und frühzeitig vom Platz musste.
Ansonsten hilft dem VfB ein guter Tag, der liebe Gott und ein Wunder sowieso, wie anno nachm Krieg gegen Manchester. Und Namen sind nur Schall und Rauch. Aber das wird morgen. Ich habs im Urin.
Einer meiner Favorites: Die im Frühjahr noch leerstehende, ehemalige M1-Bar an der Theo-Kante nahm unser Außenreporter prompt zum Anlass im Jahr 2011 die Maik-Franz-Lounge zu eröffnen. Als er mir seinen Furz reinschickte, hab ich mich schlapp gelacht, den Krupa um das obige Bild gebeten und zack war das Ding online.
Xinge ist bekennender KSC Fan und Maik Franz eine Art Idol für ihn. Oder so. Wer Maik Franz nicht kennt: jahrelang der beliebteste Kicker in der Bundesliga , Stichwort “Stuttgarter Arschlöcher!”. Mittlerweile bei Frankfurt etwas gemässigt, wenn ich das richtig beurteile. Aber geile Homepage hat er: www.iron-maik.de.
(Bald wird auf dieser Glotze mein Bild eingeblendet.)
Heute Mittag habe ich mich beim VfB um den Posten als Torhüter beworben. Wie das so ist in der digitalen Welt, erreichten den Vorstand blitzschnell meine Bewerbungsunterlagen. Gerade eben hat der VfB zurückgeschrieben:
“Lieber Herr Kaisertitan Elbert,
sie haben mich und meine Vorstandskollegen überzeugt. Mir ist es wichtig das gleich von Anfang an zu sagen, denn bei uns im Vorstand entscheiden wir immer im Team und deshalb gemeinsam.
Ich soll sie auch im Besonderen vom Horst Heldt grüßen (er sagt sie kennen sich). Zu Ihrer Bewerbung muss ich sagen, sie haben uns überzeugt und begeistert. Sie haben sofort erkannt worauf es ankommt. Nämlic (wer nämlic mit h schreibt ist dämlich). Das worauf es bei uns im Vorstand ankommt ist das Äußere!
Vor unserer Zeit war das beim VfB alles, entschuldigen Sie den Ausdruck, ein riesen Sauhaufen. Sodom und Gomera!
Wir haben mit den Fehlern der Vergangenheit da aufgeräumt wo sie Ihren Ursprung hatten, nämlic in den unsachgemäßen Bewerbungen. Eine Bewerbung muss ordentlich und gut sein, dass ist die Grundvoraussetzung für einen Vertrag beim VfB. Schließlich zahlen wir nicht mit Murmeln.
Ihre Bewerbung zeigt mir, sie können das, sie sind ein Guter. Ihre Bewerbungsunterlagen sprechen für Sie. Der Horst hat bei sich im Büro eine Stecktafel mit den schönsten Bewerbungen. Ich soll ihnen ausrichten, wenn wir uns einigen, ein Platz darauf ist ihnen sicher. Hier der aktuelle Stand der Tabelle, seit dem Horst bei uns die Bewerbungen öffnet:
Ciprian Marica (dreisprachig), Khalid Boulahrouz (mit Empfehlungsschreiben), Timo Gebhart (weiss nemme), Raphael Schäfer (das man f auch als ph schreiben kann, hat dem Horst glatt umgehauen), Alexander Farnerud (Sprachkenntnisse), Danijel Ljuboja (So viele J wie Jürgen, hatten wir noch nie in einer Bewerbung gesehen);
Roberto Hilbert (tolles Bewerbungsfoto mit Sonnenuntergang), Ewerthon (eine Bewerbung ohne Vornamen, das ist Mut der belohnt wird), Jan Simak (der hatte ein Gutachten vom Psychologen), Benjamin Lauth (hatte eine Klappkarte, die Musik spielte, wenn man sie aufklappte);
Yildiray Bastürk (der konnte so lustig klein schreiben, den mussten wir haben), Gledson (siehe Ewerthon), Sergiu Radu (der hatte sich als erster überhaupt via SMS-beworben), Emanuel Centurion (sehr guter Radfahrer), Jon Dahl Tomasson (immer wenn der Horst eine Bewerbung mit einem zweiten Vornamen ließt, bekommt er Pippi in die Augen);
Marco Streller (das war eine originelle Bewerbung. Das Blatt war weiß, weil der Marco alles daneben auf die Tischplatte geschrieben hatte.) Mario Carevic (hatte getrocknete Blütenblätter zur Bewerbung gelegt). Boris Zivkovic (der hatte eine tolle Mix-CD mit allen Hits der 80er dazu gepackt), Jesper Grönkjer (der hatte ein Bild gemalt).
Lieber Herr Kaisertitan, wir denken Sie haben gute Chancen bei uns einen Vertrag zu erhalten. Bitte teilen Sie ihrem Manager mit, er soll sich bei uns melden. Wenn er uns über den Tisch zieht ist das ok, nur soll er es bitte bei der Presse nicht so breittreten. Die Typen, die bei uns im Stadion in den Kurven stehen sind zu dämlich dass zu verstehen.
Sie erhalten von mir heute, Montag, 14. Dezember, per Online-Einschreiben diese Initiativbewerbung. Ich möchte mich hiermit um die soeben frei gewordene Stelle als Torhüter beim VfB Stuttgart 1893 e.V. bewerben.
Sie kennen mich zwar nicht, aber bevor sie Michael Rensing verpflichten, möchte ich mich als durchaus passende Fliegenfänger-Alternative für ihren Kasten ins Spiel bringen.
Ich bin 32 Jahre alt, komme aus Stuttgart-West, Brillenträger (bringe meine eigene Sportbrille mit!), zwar nur circa 1,80 groß, aber topfit, stehe voll im Saft und bin im absolut besten Torwart-Alter.
Meine Cholesterinwerte sind am untersten Level, meine Leber ist kerngesund (Ensinger Sport macht vieles wett), mein Ruhepuls liegt bei 48, bin hochgradig gelenkig, flugfähig (Stagediving-Kurs by Busy Icer), kann sicherlich ganz arg hoch springen, noch schneller rennen und auch durchaus mit einem Ball umgehen.
Meine bisherigen Karrierestationen: Auf dem Schulhof (5., 6., 7. Klasse) war ich ein brillanter Abwehrspieler und außerdem im Verein zwei Jahre lang Handballtorwart. In dieser Zeit hielt ich meine Bude bis auf durchschnittlich 30 Gegentore sauber wie einen OP-Tisch.
Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass ich Sportabi gemacht habe (wie es sich für einen ordentlichen Kerl gehört, der am Ende kein Bock mehr hatte auf Reli oder einen ähnlichen Dünnpfiff zu lernen) und in der Basketball-Prüfung 12 Punkte abgeräumt.
Außerdem hatte ich in Klasse 12 und 13 immer 15 Punkte in Basketball! Falls sie Gegenteiliges, zum Beispiel aus dem Raum Esslingen hören sollten, handelt es sich hierbei einfach um verbitterte Neider.
Wenn man all diese Fähigkeiten zusammenzählt entspreche ich dem Anforderungsprofil des modernen Torhüters. Ich fliege zum einen gerne atemraubend ins Leere und zum anderen beherrsche ich blind mit oder ohne Brille meinen Strafraum.
Wie es sich für einen Torhüter gehört, habe auch ich einen kleinen Dachschaden. Ich bin auch nach 15 Kurzen immer noch verliebt ins Fritzle, meine Lieblingstrikotfarbe ist rosa und mein Ego ist riesig und empfindlich zu gleich. Ich bin der neue Kahn und Jogi nimmt mich mit zur WM nach Südafrika. Wenn nicht werde ich ganz viel weinen und mich sofort an die Presse wenden.
Meine Hobbys sind: Panini-Sammelalben, Biographien von Torhütern, Kampfsport (Tim-Wiese-Karate), Rasenmähen, Trikotwaschen, Brillen putzen, Schlappen wegwerfen, anderen Spielern in der Nase bohren, rumpuppsen und Schnickschnackschnuck.
Weiterer Vorteil: Ich wäre ab sofort verfügbar. Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 4 Millionen Netto im Jahr. Einen Teil davon würde ich aber sehschwachen Menschen stiften.
Falls diese Bewerbung nicht aussagekräftig genug sein sollte oder sie sich meines Talents nicht 100 Prozent sicher sind, empfehle ich als Alternative Kutmaster Krupa.
Der war mal in einer Rap-Band und ist circa 1,90 groß. Einziger Nachteil, er ist wirklich sehr verletzungsanfällig. Aber dafür ruft er den Notarzt für sich selbst und Ihnen entstehen keinerlei Krankentransportkosten.
Ich freue mich von ihnen schon morgen zu hören und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Martin “Kaisertitan” Elbert
P.S.: Falls Sie immer noch an meinem Sachverstand zweifeln sollten, hier mein größter fußballerischer Erfolg: Comunio Meister Saison 2007/2008!
Nicht nur, dass unser selbstverliebter Keeper dem VfB dank seines Riesenego zwei Punkte geklaut hat, nein, nach dem Spielschluss hat er einem Fan auch noch die Brille vom Gesicht geklaut und wollte sie ihm nicht zurückgeben.
Alta, was geht? Harte Zeiten für uns Brillenträger – wir müssen jetzt noch mehr zusammenhalten! Lehmann auf die Bank! Fensterglas raus!