Mittwoch, 9. Dezember 2009 // 17:15 Uhr //
martin
Donnerstag, 19. November 2009 // 11:03 Uhr //
martin

Unsere Leserin Boomin Granny hat gerade eine vorzügliche US-Seite entdeckt, wo unser schönes Städtchen als Reise-Empfehlung aufgeführt wird – gerade natürlich zur Weihnachtszeit mit unserem ganz arg tollen Weihnachtsmarkt. (Isser, geh aber trotzdem nie oder kaum hin.)
“We found the pageantry, revelry, and food in Stuttgart and its environs to be particularly atmospheric.” Das geht doch runter wie Öl oder?
Für einen rundum gelungenen Aufenthalt im Kessel werden noch ein paar weitere Hotspots wie das Café Nast, Weinstube Fröhlich (“It’s smack in the middle of the red-light district, but don’t let that distract you from a digestif of top-flight grappa or schnapps.”) und natürlich der Feinkost Böhm (“Stuttgart’s sexiest food shop”) angepriesen.
Dabei auch aus unserer Sicht manchmal recht humorvoll, zitiert man gerade das Beispiel Feinkost Böhm: ”For some lucky people, this is just a supermarket.”
Anderes Beispiel: Dem solventen US-Bürger wird das Hotel am Schlossgarten als Unterkunft empfohlen, da gäbe es auch ja das ganz tolle hauseigene Lokal. “Their dressy restaurant, Zirbelstube, has a Michelin star and an unforgettable schnapps trolley. “
Da sagen wir: For some lucky people this is just a blög, ich will einen Schnapps-Trolley zu Weihnachten und empfehlen die Lektüre des US-Guides. Wir wünschen eine gute Reise nach Stuttgart.
Unsere Leserin Boomin Granny hat gerade eine vorzügliche US-Seite entdeckt, wo unser schönes Städtchen als Reise-Empfehlung aufgeführt wird - gerade natürlich zur Weihnachtszeit mit unserem ganz arg tollen Weihnachtsmarkt. (Isser, geh aber trotzdem nie oder kaum hin.)
"We found the pageantry, revelry, and food in Stuttgart and its environs to be particularly atmospheric." Das geht doch runter wie Öl oder?
Für einen rundum gelungenen Aufenthalt im Kessel werden noch ein paar weitere Hotspots wie das Café Nast, Weinstube Fröhlich ("It's smack in the middle of the red-light district, but don't let that distract you from a digestif of top-flight grappa or schnapps.") und natürlich der Feinkost Böhm ("Stuttgart's sexiest food shop") angepriesen.
Dabei auch aus unserer Sicht manchmal recht humorvoll, zitiert man gerade das Beispiel Feinkost Böhm: "For some lucky people, this is just a supermarket."
Anderes Beispiel: Dem solventen US-Bürger wird das Hotel am Schlossgarten als Unterkunft
Donnerstag, 23. Oktober 2008 // 8:39 Uhr //
martin


Aufgrund dringenden Bedarfs, mangelnder Zeit, weils einfach auf dem Weg lag, ich noch nie dort war, weder im alten noch im neuen Laden, Mensch auch ab und zu mal was neues ausprobieren muss und es dort ja schon toll aussieht, dachte ich mir gestern, nen paar Äpfel und Bananen wirste dir im Feinkost Böhm schon leisten können.
Forsch reingesportet, Bananen gekrallt, auf die Waage gelegt, Nummer eingegeben – wie kommt jetzt der Zettel raus? “Ja machet sie des selber?”, fragt mich eine wohlhabende Frau, ihren wohlabenden aber müden Mann im Schlepptau. Man sieht den Leuten den Wohlstand an. Hut, Tuch, relativ viel Make Up, bissle Soli – ein Ruhestand-Ehepaar, er war vielleicht im mittleren Management, oder selbstständiger Mittelständler. Ich tippe spontan auf zwei, drei Mal Bahamas, Bermudas oder Florida und nochmal so oft Sylt pro Jahr, im Winter vielleicht nach St. Moritz?
Sie war trotz latenter Stresserei sehr nett. “Ha wo ischn die Frau hier, die des macht mit dem Zettel?” Hm keine Ahnung, bin zum ersten Mal hier. Und sie? “Oi mal die Woch scho”, verrät sie mir lächelnd. Je länger wir standen, desto netter und freundlicher wurde es (und Menschen die Sprüche machen wie “i glaub i muss glei mal dr Gschäftsführer rufa” sind in der Regel keine lieben Leute), bloss die Kundin oben links im Bild, Typ neureich, wurde zunehmend ungeduldiger. Als dann der Service kam, eine junge Frau, total gehetzt (“bin alleine heute”) ließ ich der alten Frau und ihrem müden Ex-Manager-Ehemann gerne den Vortritt. Frau Neureich wollte sich danach hingegen vordrängeln, aber auch im Feinkost Böhm gilt letztendlich die Gleichberechtigung. Wer zuerst kommt und so…
An der Kasse wünschten wir uns alles Gute. Bloss nach 9,14 Euro für sieben Bananen und sechs Äpfel gehts einem leider nicht mehr so gut. Das fühlt sich eher nach Bankrott an. Die Bananen schmecken übrigens wie aus jedem anderen Supermarkt auch, die Äpfel sind leicht besser.
Aufgrund dringenden Bedarfs, mangelnder Zeit, weils einfach auf dem Weg lag, ich noch nie dort war, weder im alten noch im neuen Laden, Mensch auch ab und zu mal was neues ausprobieren muss und es dort ja schon toll aussieht, dachte ich mir gestern, nen paar Äpfel und Bananen wirste dir im Feinkost Böhm schon leisten können.
Forsch reingesportet, Bananen gekrallt, auf die Waage gelegt, Nummer eingegeben - wie kommt jetzt der Zettel raus? "Ja machet sie des selber?", fragt mich eine wohlhabende Frau, ihren wohlabenden aber müden Mann im Schlepptau. Man sieht den Leuten den Wohlstand an. Hut, Tuch, relativ viel Make Up, bissle Soli - ein Ruhestand-Ehepaar, er war vielleicht im mittleren Management, oder selbstständiger Mittelständler. Ich tippe spontan auf zwei, drei Mal Bahamas, Bermudas oder Florida und nochmal so oft Sylt pro Jahr, im Winter vielleicht nach St. Moritz?
Sie war trotz latenter Stresserei sehr nett. "Ha wo ischn die Frau hier, die des macht mit dem Zettel?" Hm keine Ahnung