Dienstag, 20. Juli 2010 // 12:00 Uhr //
martin

Afro, Manu und Tobsen gehen am dritten Tag (Sonntag, 20. Juni) langsam aber sicher am Stock. Aber sie schaffen es.
So langsam wirds etwas zäh, nachmittags um 14:00 hat es immer noch frische 14 bis 16 Grad und es wurde sicher nicht wärmer. Hinzu kam gelegentlicher Regen und ein reger Abreisestrom. Konnte es denen auch nicht verdenken, aber große Namen wie DANKO JONES, SKUNK ANANSIE, STONE TEMPLE PILOTS, 2 DOOR CINEMA CLUB und die arroganten (so sagt man) MANDO DIAO warfen Ihre Schatten voraus.
Nach einer bzw. der dritten durchzechten Nacht musste ich nachmittags noch mal einen Power-Nap einlegen und wurde von der zarten und gleichzeitig aggressiven, fordernden und doch zuckerweichen Stimme der Power-Amazone Skin geweckt, Frontfrau von Skunk Anansie / 17:00, Green Stage. War wohl ein energetisches Konzert mit einer elektrisierenden Skin, die das P aus Powerfrau sein könnte. Genau richtig zum Aufstehen, Zähne putzen und in die Gänge kommen.
Doch erst zu Danko Jones / 18:00 Blue Stage war ich dann wirklich aufmunitioniert, komplett anwesend und hochmotiviert mir mit Simonster und den Kellerkollegen den Rest zu geben.
Der Prahl-Kanadier Jones is son bisschen THE ROCK des RocknRoll. Mit druckvollem, starken Drei-Mann-Rock, der lyrische Doppelsaltos eher durch klare Worte in überzeugenden Botschaften ersetzt, hat er die letzten Kraft aus unseren müden Kadavern geholt und mich eine Stunde lang schranzen lassen, inkl. fünfminütiger Ansprache an alle Neider, Hater, Raver und Hipster, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist.
Meiner Meinung nach ziemlich authentisch, unverfälscht und ideal, um mal jedem das Textbrett zu geben, dass er schon lange nötig hätte (und damit mein ich nicht nur „Do you kiss at the first date“).
Leider dadurch (aufgrund dispositioneller Überschneidung bzw. dem unwiderruflichen Raum / Zeit-Kontinuums) 2 Doors Cinema Club verpasst, doch wie es bei Seelenverwandten so ist, waren Manu und Tobsen dort:
Nachdem wir aufgrund unseres ausgewogenen Schlafes das 60minütige Gaffen und zählen der Tatoos von Jennifer Rostock verpassten, standen wir pünktlich zu Two Door Cinema Club / 18:00 Red Stage (Zelt) auf der Matte.
Die Newcomer aus Nordirland, dessen Debütalbum schon einiges versprach, konnten auch Live anstandslos überzeugen. Das Zirkus-Zelt war von Beginn ausgebucht, das Klima dadurch subtropisch und die wenige Luft grenzte schon fast an Gestank (remember „Duschen auf Festivals“ – Anm. von Afro-Dittsche)
Mit ihren Hits “Undercover Martyn” und “I can´t talk“ (Anspieltip!) pumpten die Jungs das letzte Stück Luft aus dem Ballon und das Zelt zur Extase (Jubelgeschrei, weinende Mädchen, Kreislaufzusammenbrüche).
Konsequenterweise hätten auch hartgesottene Männer zwischendurch mal an die frische Luft müssen und leichtsinnige Tetra-Pack-Mischkonzentrat durch Erfrischungsgetränke ersetzen, doch niemand wollte bei der Band auch nur 5 min verpassen (#*#°! – Anm. v. Afro)
Nach Zugabe und dem letzten “THANK YOU FOR BEEING HERE” der Band mussten selbst wir zwecks Sauerstoffausgleich schnellsten das Zelt verlassen. Noch ordentlich vor der White DJ-Stage zu deftigen Elekto-Beats einen heißen Tanz in Gummistiefel aufs Schlamm-Parkett gezaubert.
Elektro Beats auf einem Rock-Festival? Der Gedanke führte uns zu einer Grundsatzdiskussion, wir einigten uns jedoch auf „Gute Musik mitnehmen“ und gaben den Beinmuskeln noch mal die Sporen.
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Dienstag, 20. Juli 2010 // 9:30 Uhr //
martin

Neues (?) aus Berlin. Leser Felix, Stuttgarter in Berlin, hatte letzte Woche saudurst und diese Flasche bei einem “Späti” in Wedding gekauft.
Donnerstag, 15. Juli 2010 // 9:30 Uhr //
martin
Tobi Tobsen, Stuttgarts bestangezogener Kerl nach Thorsten W. und MC B, verbrachte die letzte Woche ebenfalls in Berlin. Fand er voll geil, so auf der Fashion Week und hat uns einen kleinen bebilderten Aufsatz geschreiben.
Bereits Montag früh ging es mit dem Auto los nach Berlin. Navis an die Frontscheibe geklatscht…

…und ab auf die Autobahn. Nach erfolgreichem Checkin im Hotel erst mal beim Asiaten was zu Essen besorgt, in der Großstadt akklimatisiert, 2 Pop-Up Stores ausgechecked, was trinken gewesen und gemütlich den ersten Tag bei gefühlten 40° in der Hauptstadt ausklingen lassen.
Dienstag wurden dann stilecht die ersten Touri-Punkte abgegrast, Promis vor dem Adlon gestalkt und anschließend bei Curry36 in Kreuzberg ne Wurst verdrückt. Neben Curry36 ist übrigens Mustafas Gemüsekebap, von dem Jana auch schon berichtete. Lecker Döner, kann ich weiterempfehlen!

Abends ging’s ab in die Torstraße zum Store-Opening vom CTRL-Shop.

Cooler Stuff, faire Preise, extrem nette, ausschließlich amerikanische Verkäufer, free Alk und 80er HipHop Sound. Wer auf Streetart/Style steht, sollte sich den Shop unbedingt mal anschauen.
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Mittwoch, 14. Juli 2010 // 9:30 Uhr //
martin

Afro-Dieter, Tobi Tobsen und Manu sind am Tag 1 auf dem Festival-Gelände und haben die Jägermeister-Bühne entdeckt…
An der Jägeremeister-Bühne angekommen wurde uns von der Bedienung ohne Stimme via Megaphon offenbart, dass es an der Jägermeister-Bar keinen Jägermeister Pur gibt! Alles betteln, flehen und bestechen half nichts, der Veranstalter hat dieses Teufelszeug im Urzustand verboten und man musste sich mit Mischgetränken begnügen. Very lame.
Zumindest hatten Sie auf der „Dachterasse“ einen minderwertigen, aber bespielbaren Kicker sowie einen wirklich anständigen Fijhu auf das komplette Festival. Schnell wurde dem geübten Auge / Ohr klar, dass man auf beiden Bühnen, wenns abging, beides hören konnte, wobei die Größere wiederum die Leisere war (WTF!?)
Somit musste man auf der Linken, größeren Bühne ganz links aussen oder weit vorne stehen, um sauberen Sound zu bekommen. Ok, Outdoorabmischen is sicher nicht einfach, aber da hatte ich mir gegenüber der letzten Jahre eigentlich ne Verbesserung erhofft.
Anyway, um 19:00 war Treffpunkt für Jack Johnson, Klischee-Surfer, unermüdlicher Viel-zu-gut-drauf-Typ, der nach nem heftigen Surfcrash seine Vorderzähne und die Surfkarriere sowie die 150 Stiche hinter sich gelassen hat und seitdem die Welt mit entspanntem Sound beglückt – genau meine Liga.
Tobsen und Manu haben sich zeitgleich FLORENCE AND THE MACHINE um 19:00 Uhr auf der Blue Stage reingezogen und haben uns freundlicherweise auch Ihren Eindruck hinterlassen, Vorhang auf für die Aktiv-Camper:
Vom Jägermeister-Stand aus, den Becher in der einen, den Kicker fest umschlungen in der anderen, zwischendurch ein wenig zu den New Yorker Hipstern Vampire Weekend abgezappelt und ging es rüber zu Florence and the Machine.
Zuerst waren wir ein wenig skeptisch: “Alter, was will den der verheizte Rowdie (war früher attraktiver – Anm. Afro) da oben!?“ Doch, schau an, die verlebte Frontfrau (besser gesagt Florence
) hat eine Stimme, bei der dir die Hoden abheben und im Takt anfangen zu wackeln. Wunderschön, teilweise in Begleitung einer Harfe (!) ein wirklich „anderes“ Setting hingelegt.
Natürlich ihren mega gehypten Track „You’ve Got The Love“ gespielt und das Publikum war am Start. Super Set, hat wirklich Spaß gemacht hat. Das fand der “fertige Rotschopf” auf der Bühne wohl auch und es wurde es ne richtig gute Zeit.
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Gestern Abend kam auf RTL eine recht amüsante Reportage mit dem gewohnt zurückhaltenden Titel “Da steh ich drauf! Schuhtick extrem“, u.a. über den Jimmy Choo-Wahnsinn bei h&m in Stuttgart und anderen Städten, über den wir bereits berichtet haben, über eine ziemlich uncoole Highheel-Sammlerin mit 700 Paar Tretern und über männliche Sneaker-Sammler im Allgemeinen und die Solebox in Berlin im Speziellen.
Ich kenn mich da ja nicht so aus, aber ich hab gedacht, Mensch, wenn’s um Sneakers geht, da kann doch der Busy-Icer nicht weit sein – und, tadaaaa, Auftritt Busy. Anfangs zwei Mal kurz, später dann noch Mal (ab ca. 17.30) wie oben im Bild zu sehen neben einem mir gänzlich unbekannten Soap-Darsteller. Busy-Icer FTW und for the L.O.V.E. EinsElf!!!111
Das Video kann man übrigens nicht einbinden, es ist vollgestopft mit Werbung und auch nur für 7 Tage gratis anzusehen – also HIER zugreifen so lange der Vorrat reicht (oder einfach bei YouTube hochladen).
Dienstag, 13. Juli 2010 // 12:00 Uhr //
martin

(Afro-Dieter bei der Getränkeversorgung, ausnahmsweise mal Wasser)
Ja, das ist lange her. Zumindest in Blog-Zeitrechnung. Zwischendurch gab es schon einige weitere Festivals, aber das diesjährige Southside war wohl das erste süddeutsche Woodstock, oder “84 Stunden Anarchie und Ausnahmezustand”, wie unser Afro-Dieter schreibt. Vier Tage Pisswetter und Schlamm.
Afro hat sich in den letzten Wochen auf den Hosenboden gesetzt und umfangreiche Eindrücke zusammengefasst. Ergänzt wurde sein Text von Tobi Tobsen und Kumpel Manu, alle Bilder von Tobsen. Gleichzeitig auch ein neues Experiment auf diesem Blog: Der Fortsetzungsroman.
Pre-Day, Donnerstag, 17.6. – Anfahrt & Aufbau
Abfahrt in Stuttgart um 18:00, noch kurz beim Hornbach in kurzfristig hellem Moment eine Regen-Latz-Hose erbeutet – wird sich später in Gold aufwiegen lassen. Ankunft um 20:00 in Tuttlingen, noch ca. 5 km bis zum Flugplatz Neuhausen, der den feudalen Auswüchsen der Wohlstandsgesellschaft für vier Tage Herberge sein will.
Ab kurz hinter Tuttlingen und im kompletten Anfahrtsstau (ca. 1,5 h für 5 km) gabs lückenlosen Regen und meine Scheibenwischer hatten stellenweise Probleme, die Sicht zu klären. Flug nach Instrumenten.
Nach Ankunft am Festivalparkplatz (Grünfläche) bot sich eine apokalyptische Szenerie: Verzweifelt zerrten kleine Mädchen an viel zu großen Sackkarren, die sich schon bis zur Achse in den Schlamm festgegraben hatten.
Oberkörperfrei arbeitet sich ein gut beleibter älterer Herr mit gehetztem Blick und einem 3er Paket Dosenbier durch den wadentiefen Schlamm – hier hatte es schon mind. 24 h durchgeregnet, bis auf Holz, Stein, Metall und Kunststoff hatte sich jedes Material dem Regen ergeben. Als der Parkplatzanweiser den Arm hob, bildete sich an seinem Ärmel ein kleiner Niagarafall, der ihm dann wieder in den Ärmel zurückfloss.
Nach dem 2. Anlauf hatten wir es aber trotz aller Widrigkeiten auf nen akzeptablen Parkplatz mit Hanglage geschafft (Bergab, nicht bergauf
) Also raus, Straße hoch und zur Bushaltestelle. Nee, raus, zum Kofferraum, Regenzeug holen, wieder einsteigen. Nass.
Nur das nötigste für eine Nacht mitnehmen, Schnaps, Zelt, Schlafsack und ab in die Check-in-Schlange. Diese benötigte ca. 30 min, doch 5 haben gereicht, um uns zu tränken.
Im Laufschritt irgendwo hinten links ne Lichtung gesucht, Zelt aufgeworfen bzw. aufgebaut, gemerkt dass alles, ich wiederhole ALLES was wir bei uns hatten, nass war und es ca. 10 Grad hatte -> Aktiv-Trocknung im Partyzelt.
Das Partyzelt is ein erinnerungsfreier Raum, du wirst sehr schnell sehr betrunken und aufeinmal geht die Musik aus. Gegen Ende bin ich an drei Österreichern vorbei, alle hatten zerrissene Shirts. Ich so: Was geht n bei euch!?
A: Das ist das “Austrian T-Shirt”: einer von rechts, einer von links und Zack, hat ich auch eins + 2 Bier = Fair enough für ein altes nasses Shirt.
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Sonntag, 11. Juli 2010 // 17:26 Uhr //
Setzer

Hab mal eine Tafel an einem griechischen Restaurant gesehen. Da stand feinsäuberlich geschrieben: “Grilled Aborigines”. So was würde nicht mal der arschgelochteste Australier essen wollen. Ich hoffe immer noch, dass die damals irgendwie “Auberginen” meinten. Ich bin mir nicht sicher, ob Australier das mögen. Ich steh’ voll drauf. Besonders wenn im Sommer alle grillen. Will da ja auch als Körnerfresser irgendwie mitspielen.
Eben hab ich gelesen, dass der Veggie Street Day zum ersten Mal in Stuttgart stattfindet. Noch nie was davon gehört, scheint aber so was ähnliches wie der Christopher Street Day nur, äh, ohne Würstle halt: Samstag, 17.7., Kronprinz/Ecke Büchsenstraße an der “Stadtmitte”-Halte, ab 11 Uhr zuzüglich Kinderhüpfburg, Bands, Infostände, Öko-Modenschau, glückliche Kühe und mehr.
Ganz groß ist allerdings das Animationsgeblubber: “Also seid dabei und zeigt den Schwaben, wie man ohne Tierleid feiern kann!” Stelle mir gerade meinen Nachbarn vor, der sich am Kopf kratzt und “Aha!” sagt – oder eine Sau im Liegestuhl die “Feddalder!” ruft. Trotzdem: saugute Idee, nicht wegen jedem Scheiss irgendwelchen Tieren an die Wäsche zu gehen.
Ansonsten bin ich aber ein stiller Vegetarier. Mir ist es wurscht, ob einer Fleisch isst oder nicht. So lange ich das nicht kauen soll – alles gut. Meine Lieblingsvegetarierin mochte Fischstäbchen und Hühnchen. Einmal hat sie auch Würstchen im Wasserkocher warm gemacht. Das habe ich nicht verstanden.
Morrissey kommt wahrscheinlich nicht zum Veggie Street Day, der hat auf einem Festival vergangenen Sommer aber mal laut gesagt: “Ich rieche verbranntes Fleisch. Und ich hoffe bei Gott, dass es ist Menschenfleisch ist”. Riesentyp. Mahlzeit. Würde ich aber auch nicht essen. Echt.
Donnerstag, 8. Juli 2010 // 18:29 Uhr //
martin

Wir sind überall. Zumindest unsere Leser. Und die sind bekanntlich auch Kessel. Unsere Adi war am Montag bei dem einzigen Deutschlandkonzert von Prince in der Berliner Waldbühne vor circa 15.000 Fans. Adi hat uns ein paar Eindrücke zusammen geschrieben.
Voller Vorfreude auf das Konzert habe ich mir schon Tage vorher fast alle Lieder von ihm nochmals reingezogen. Schließlich will ich jedes Lied mitsingen können. Montagabend ist es dann soweit, mit Flugtickets und Konzertkarten machte ich mich auf dem Weg zum Flughafen.
In Berlin angekommen erwartet uns optimales Wetter, also schnell ins Taxi und direkt zum Konzert. An der Waldbühne angekommen hören wir schon „Let’s Go Crazy“ schallen.
Die Kulisse in Form eines Amphitheaters ist atemberaubend. Prince trägt eine weiße (Schlag)hose und einen Rollkragenpulli, auf dem das Cover seines neuen Albums „20th“ aufgedruckt ist. Auf der Bühne leisten ihm neben seiner Weggefährtin und Schlagzeugerin Sheila E. eine kleine Band und drei Backgroundsängerinnen Gesellschaft.

(“Mein 155 Euro teurer Blick”)
Zu Anfang des Konzerts will der Funk(e) irgendwie nicht überspringen. Auch Prince sieht nicht zufrieden aus. Als plötzlich das Publikum von hinten in den Innenraum darf, ging es ab und als Prince “Nothing compares to you” anstimmt, ist das Eis endgültig gebrochen. Prince und Band bringen immer wieder Funkeinlagen, nahtlos geht es von einem Lied ins nächste über.
Als die Fans die Anfangstakte von „Forever in my life“ hören und summen sie sofort los. Prince´ Stimme ist grandios und sehr gefühlvoll. Und er wird gefeiert, das merkt er und das gefällt ihm: „My name ist Prince and you love me.” Der Grandmaster of Funkt sieht dabei toll aus – mit auch schon 52 wohlgemerkt.
(Kiss feat. Adi Screams, Achtung bissle grell)
Bei „Kiss“ geht es ab. Ich bin nicht mehr zu halten (siehe Video) und singe und schreie mir ziemlich schief die Seele aus dem Leib. Prince schmeißt seine Gitarre in das Publikum. Der glückliche Fan freut sich sicher darüber, doch der Fänger bringt sie gnädigerweise zurück. Prince hätte den Verlust finanziell sicherlich verschmerzen können, aber vielleicht hing seine Erlaucht auch emotional an dem guten Stück, wer weiß.

(Gleich kommt Purple Rain.)
Kurz darauf folgt das Intro zu „Pulple Rain“, Gänsehaut pur und natürlich singt die komplette Waldbühne mit. Ich habe Pipi in den Augen. Insgesamt wird Prince drei mal auf die Bühne zurückgeklatscht und spielt grandiose Zugaben.
Das eine Mal meldet er sich mit „I want you to disco, everybody lets disco“ zurück, er und Sheila E. an den Perkussions, später wechselt er auf den Synthesizer. Danach folgt eine Einlage von einem unglaublichen Mundharmonikaspieler. Prince tanzt dabei wie nur ein Prince eben tanzen kann und man merkt ihm an, dass ihm der Gig richtig Spass macht.
Nach zweieinhalb Stunden ist das große Spektakel vorbei. Prince verabschiedet sich mit den Worten „Berlin, I can´t go on any longer.” Ich bin begeistert, bestaune am Ende die immer leerwerdenden Ränge und realisiere dass ich die ganzen Treppen wieder hochlaufen muss, aber komischerweise meckere ich nicht.
Das neue Album “20ten” wird de nächsten Rolling Stone beigelegt.
Donnerstag, 8. Juli 2010 // 9:43 Uhr //
martin
Ein bisschen Spass muss sein. Läbbe geht weiter, der Mannschaft gehört die Zukunft, blablabla.
Ich hoffe, dem Aussi gehts wieder besser, war kurz geknickt gestern. Seine Freundin musste ihn nach dem 0:1 die ganz fest drücken und halten, fand ich voll süss. 2014 dann mit ihm und mir, sind wir zwar 37, aber zwei goldene Jungbrunnen im Mittelfeld und Sturm. Konditionstraining auf Riesen-Skateboards.

Bild von hier
Am Wochenende war Zürifäscht in Zürich. Und ich war am Samstag zufällig in meiner Lieblingsstadt (nach Stuttgart natürlich). Leider hab ich aus diversen Gründen nicht viel vom Fäscht mitbekommen, aber ich glaube ich hab was verpasst.
Alle drei Jahre wird in der ganzen Stadt gefeiert, die Innenstadt ist abgesperrt, es gibt Riesenräder und Karussels am Ufer von Limmat und Zürisee, Verkaufsstände, HipHop- und Karibik-Festivals, Flugshows, Bootshows und Mega-Feuerwerke. Sowas gibt es in Stuttgart leider nicht.
Im Laufe des halben Tages, den ich in Zürich war, habe ich noch ein paar andere Sachen gesehen, die es in Stuttgart leider nicht gibt. Ein Strandbad zum Beispiel (in Zürich gibt es Dutzende):

In dem Strandbad hab ich übrigens das Spiel Deutschland – Argentinien angeschaut – zusammen mit ungefähr gleich vielen Deutschen wie Argentinieren. Ist aber alles ganz friedlich geblieben.

Zürich hat nicht nur einen wunderschönen See mitten in der Stadt, sondern auch noch einen genau so schönen Fluss (Limmat). Und was Stuttgart auch nicht hat: Eine Männerbad mitten in der Stadt, das abends zur Bar wird (im Hintergrund zu sehen) und Hipster, die mitten in der Stadt angeln (vorne rechts zu sehen):

Was es in Stuttgart auch nicht gibt, und das ist wirklich eine Schande, ist ein Wagamama. Unglaublich leckeres asiatisches Essen in Stylo-Ambiente, kennt man aus London (natürlich muss man in Zürich ein Rivella trinken):


Und zuguterletzt hat Stuttgart auch keinen Snoopizzleashizzle:
