Eröffnung und Baustellenreportage Dorotheen Quartier (Count DOQU)

Weltpremiere auf Kessel.TV: Zum ersten Mal sind wir bei der Eröffnung eines, ähm, ja, Quartiers und gleichzeitig auch noch auf einer Baustelle. Denn der vor einigen Wochen kommunizierte Eröffnungstermin 30. Mai scheint einige Mieter überfordert zu haben (und wiederum andere sagen „die letzten Nächte haben wir durchgearbeitet“).

Manche haben noch nicht offen, das Restaurant Nesenbach zum Beispiel befindet sich noch im Rohzustand, und in anderen Läden gehen die Handwerker noch ein und aus wie die Kunden. Zumindest war heute noch viel Sicherheitsweste zu sehen und Baulärm zu hören.

Ansonsten nach einer Stunde rumstreunen erste Fazits:

Das Grundprinzip vom Dorotheen erinnert an ein (amerikanisches) Shopping-Outlet. Man betritt jeden Markenstore einzeln. Die Läden sind nicht wie in einem Einkaufszentrum miteinander verbunden. War mir bis heute so noch nicht klar.

Macht’s auf der einen Seite etwas besser, weil man eben nicht in einen Tunnel eintaucht und sich von der Außenwelt abkapselt wie im Gerber oder Milaneo, sondern von einem Laden zum anderen draußen flaniert (falls man dort eben flanieren möchte). Auf der anderen Seite ist da eben dieses (für mich unerwartete) Outlet-Feeling, so der erste Eindruck.

Die meisten Läden sind überschaubar in der Größe, BoConcept sticht da heraus, logo, die brauchen ja mehr Platz für ihre Möbel. Der Laden ist auch ganz schick geworden, so bisschen Beton und Industrielook geht einfach gerade.

Der HIT ist tatsächlich sehr riesig und sah sehr gut sortiert aus (logo), wirkt aber aber nicht arg viel größer als der Gerber-Edeka. War schon gleich Betrieb und wurde eingekauft.

Gegen Ende meines Rundgangs saßen ebenso schon etliche Leute am Restaurant Oh Julia, das überraschend groß geraten ist.

Neben dem Oh Julia, der bereits eröffneten Sansibar (wo man gerade die Außengastro aufbaut) und dem Nesenbach gibt’s noch die kleine Café-Cocktail-Bar Eduards.

Vorm Rolex Store war viel Klischee.

Ansonsten zwar alles überwiegend mittel- bis hochpreisig (im Hugendubel könnte ich mir etwas leisten), aber wenig Luxusmarken, wie man sie von nebenan im Breuninger kennt, gerade z.B. aus der dortigen Handtaschen-Abteilung. Ich denke, manche Menschen müssen jetzt trotzdem immer noch nach München, Paris oder Mailand fahren. Und wo ist eigentlich der Louis Vuitton-Store?

Die ersten Statements der interessierten Early Adopter liefen schon rein: „Das ist Alltagsmode.“

Ob das die neue Mitte wird, weiß ich nicht. Momentan wirkt das noch – logisch – sehr gekünstelt und konstruiert. Patina kommt bekanntlich erst mit der Zeit. Zudem fehlt im Quartier ein „Platz für alle“, also z.B. ein Brunnen oder ähnliches. Aber wahrscheinlich wollte man das auch gar nicht.

Und wer es immer noch nicht weiß (inklusive mir bis vor kurzem): Die „Schutzfolie“ von den Fenstern oben kommt nicht weg, das soll tatsächlich so sein.

Mehr in den Bildern, die wir haben. #wirhabendiebilder

www.dorotheen-quartier.de

7 Comments

  • Doktor D sagt:

    Sagt mal, das Nesenbach-Logo ist doch von nem Studio für Tantra-Sex-Massage geklaut. Oder von ner Kinderwunsch-Klinik.

  • martin sagt:

    ja und son bisschen von weleda 😉

  • ChrisK sagt:

    Ein recht langer Artikel um sich auszukotzen. Scheint nicht so gefallen zu haben…

  • martin sagt:

    ist ja auch ein ganzes quartier mit drei großen gebäuden 😉

  • Toni D. sagt:

    Pornhub Big Naturals. Aber nur meine Meinung.

  • Bastei sagt:

    Gestern waren wir aufgrund der räumlichen Nähe und dem Platz in der Sonne spontan im ‚OhJulia,‘ essen. Eigentlich müsste mir der Laden schon aufgrund des überflüssigen Kommas nach dem eigentlichen Namen zuwider sein. Vom Konzept her ist der Laden ähnlich wie ein Vapiano-Restaurant aufgebaut, nur dass alle Speisen an den Tisch gebracht werden. Die Navigation zum Tisch erfolgt über RFID-Technik, nice! Die Preise für die Speisen empfand ich für die von mir gegessene „kleine“ Pizza (11,50€) mit Salami, Oliven & scharf (hat gefehlt!) – in Zusammenhang mit dem Self-Service – für durchaus ambitioniert. Geschmacklich war die Speisen ‚Okay‘, aber ganz bestimmt keine Henkersmalzeit. Bei der Preisgestaltung ist es fast schon Pflicht, vorab einen Prosecco und anschließend nen Espresso zu trinken, die mit 3,50 € und 1,50 € durchaus günstig ausfallen. Wäre da nicht immer die Lauferei zur Bar! Die Location ist eher groß, verfügt aber nur über einen Donnerbalken + drei Pissoirs für die Männer. Julia, Dein Ernst? Fazit: Um es mit den Worten von GMK™ zu sagen: „Ich vergebe nett gemeinte 6 von 10 Punkten.“

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