Insta Jogg Wernhaldenpark / Weinsteige

Folge deinen Freunden nicht nur auf Twitter und Instagram, sondern renne ihnen einfach mal hinterher. Friendly Stalking. Wo du bist, möchte ich auch sein. Wenn du ins Xond gehst, geh‘ ich später auch. Tolles Camp David Shirt, hol ich mir!

Ich hoffe nicht, dass sich Kollege Geiger in absehbarer Zeit ein Camp David Shirt kauft, weil sonst muss ich das auch tun, aber trotzdem noch lange Jahre in unsere Whatsapp-Gruppe (mit Thorsten und mir) gute Bilder dropped und vor allem neue Aussichten und andere Blickwinkel liefert, wie zum Beispiel gestern:

Kennste? Also ich kannte es nicht. Ja du Geige, wo ist denn das? Das sei der Altenbergpark bei der Weinsteige (Google meint, der heißt Wernhaldenpark), ar er auch noch nie und das sei „wie nem Videospiel wo plötzlich ein geheimes Level aufgeht“, schreibt er.

Ich liebe geheime Level. Und ich zocke nicht einmal. Wenn ich beim Joggen neue Strecken/Viertel/Gegenden entdecke, egal ob im Wald oder innerstädtisch, fängt es an zu kribbeln, ich bin neu verliebt und muss vor Aufregung fast kacken.

Egal, wie lange man schon hier wohnt und man immer wieder denkt, ach kennt man doch eh schon alles, erkundet man selbst in den fünf Innenstadtbezirken immer wieder neue geheime Levels – sogar im eigenen Stadtteil, in dem man seit Jahren und Jahrzehnten lebt.

Anders gesagt: Man kann einfach nie genug joebauern im Leben. Das ist ungefähr fast so wichtig wie Getränke und was Wibiginni auf Instagram sagt. Die joebauert auch, nur anders.

Gerade in den Wintermonaten laufe ich die letzten Jahre gerne durch die einzelnen Bezirke. So hab ich mir z.B. ganz okay die Ost-Karte ins Navi geladen, davor war mein Standard-Satz zum S-Ost: „Ein Buch mit sieben Siegeln“. Jetzt nicht mehr. Hab mindestens drei Siegel geknackt. Lebensziel: Da bei der Uhlandshöhe wohnen, z.B. in der Ameisenbergstraße.

Oder neulich zum Beispiel: Da habe ich den Mühlrain entdeckt, oberhalb vom Lehenviertel, endet am Pfaffenweg, der wiederum die Alte Weinsteige quert. Ich bin im Lehenviertel/Imm rumgerannt und dann zufällig abgebogen und es öffnete sich ganz neue Welt, den Fernsehtum dicht vor der Nase, Hammerkillerstraße. Auch da will ich mal wohnen, auch wenn ich bezweifele, dass dort bezahlbarer Wohnraum angeboten wird (vorausgesetzt natürlich, es wird überhaupt eine Unterkunft angeboten). Aber ey: #lebedeinträume #dukannstallesschaffen

Gestern habe ich also meinen Traum gelebt und bin Geige hinterhergerannt, er war leider nur nicht mehr da. Und los: Durch den Schwabtunnel über den ESP zum Marienhospital und dann in die Liststraße eingebogen.

Auch so ein geheimes Level: Bis vor einigen Jahren wusste ich tatsächlich nicht, dass man über Heslacher Tunnel laufen kann und huch, da ist ja der Zacke-Abstellbahnhof. Übrigens top Bild an dieser Ecke, die Alte Weinsteige hinauf geschossen, im Fokus die Zacke-Spur.

Über Zellerstraße bis zur Ecke Immenhofer und Altenberg und die führt dann hoch bis in den Park. Alternativ kann man auch die Immenhofer nehmen, die führt ebenso zum Wernhaldenpark. Am Ende der Altenberg kommt so eine Terrassenbau-Wohnanlage und der Park beginnt zur rechten Seite. Ziemlich steil, ziemlich Kopfsteinpflaster plus Stufen, bisschen blöd zum joggen, aber Ziel erreicht: Da sein wo Geige war. Ich habe fast geweint vor Freude.

Der Fußweg weiter führ bis hoch an die Weinsteige, gar nicht mehr so weit entfernt von der gleichnachnamigen Stadtbahn-Haltestelle. Und auch hier wieder das gute an Stuttgart, alter Läuferregel: Wenn du es hochgeschafft hast, geht`s auch wieder runter und wirst in den meisten Fällen mit einer  Top-Aussicht belohnt und die von der Weinsteige runter kennt ja jeder.

Straight runter und in der Hohenheimer bin ich in die Dobelstraße abgebogen und über die Dobelstaffel in die Stafflenbergstraße gelangt, Halbhöhenroad par excellence, wie auch die Diemershalde, auch da will ich wohnen, das geht aber wohl nur, wenn wir hier demnächst 200 Subway- oder G-Klassen-Advertorial einbauen.

P.S.: Coming up next ganz anderes Thema: Geige hat zum ersten Mal das selbstgemachte Toastbrot vom Bäcker Frank probiert und das sei ja wohl der Wahnsinn. Mach ich jetzt natürlich auch und dann gibt´s hier ein ganz sündhaft gut bezahltes Golden Toast Advertorial.

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