CMT 2017 Fotolovestory

Doppelte Premiere: Zum ersten Mal war ich in der neuen Messe bei einer Messe (sonst bislang nur zur SEMF) und zum ersten Mal bei der beliebten Zigaretten-Leistungsschau CMT (Camel Marlboro Tothändle).

Okay, übler Flachwitz. Auf der Caravan Motor Touristik, das jährliche Get Together der internationalen Travelblogger-Szene, das Ringelpietz mit Wohnwagen-Kupplung der reiseverrückten Schwaben und allen Nichtschwaben, die gerne in Urlaub gehen oder mal in Urlaub gehen würden. Mit dem WoMo oder der AIDA. Und sowieso: „Ein Tag auf der CMT isch wie ein Tag Urlaub, weisch.“ Von mir, gut gell?

Die schnelle Zusammenfassung für alle Menschen, die keine Zeit zum Lesen habe, kein Bock auf Lesen, sowieso nie lesen oder eh nur Bilder gucken: Es war abartig geil. Gute Stände, gutes Publikum, großartige Shows, da kauft man gerne direkt ein Hymer-Wohnmobil, so wie ich. Now you’re officially caravaned.

Zwischenfrage wie so ein Geiger: Wie lange darf man eigentlich noch zur Messe am Flughafen „neue Messe“ sagen? Läuft das so wie bei Die Neue 107,7?

Zwischenfrage an mich: Wann war ich zuletzt überhaupt auf einer Publikumsmesse? Glaube mein Dad hat mich Ende 80 in guter-Papa-Manier auf diese Modellbau-Messe mitgeschleppt. Fiese Geschichte ist das, wenn man um die 10 ist. Man will alles alles haben, kriegt aber nix. Da befand sich die Suttgarter Messe noch auf dem Killesberg, wo man heutzutage längst botanische Luftkissen aufgeblasen hat. Und nebenan die Scholz Insolvenz.  

Derweil auf den Fildern, Dienstagmorgen: Noch mehr los als gedacht. Das Kernpublikum ist aber in einem Alter, in dem man Dienstagmorgens um 11 Uhr Zeit hat. Und wir haben uns werktags dafür Zeit genommen, weil dieses Jahr Albanien Partnerland ist (und der Schwarzwald Partnerregion) (und ich da um Gottes Willen nie am Wochenende hingehen würde). Albanien ist in meinem Leben zwischenzeitlich fast so wichtig wie Getränke, schwör.

Ansonsten wäre es bei der CMT nicht ganz so mega, hat uns Geiger schon vorgewarnt. Er war letztes Jahr dort und wollte sich bzgl. einem Trip nach Iran informieren, der Informationsfluss war nicht ganz so wie erwartet („wenn du ne Kreuzfahrt mit der AIDA machen willst, ist die CMT glaub ganz gut“) und hat dann nur noch Wohnmobile angeschaut.

Wir wollten ja aber gar nichts wirklich, außer eben bei Albanien abklatschen, haben und das mit den Caravans mehr oder weniger erspart („Sollen wir Wohnmobile schauen?“ „Nein.“) und sind verstärkt durch den Touristik-Bereich flaniert, soweit flanieren möglich war.

Grob gesagt wird in der eine Messehallen-Seite der Motormobil-Part ausgestellt und die andere Hallen-Reihe dient dem Tourismus. Und da wiederum die Aufteilung: Halle 4 international, Halle 6 viel Baden-Württemberg, Halle 8 Asien, Karibik, Ozeanien etc. plus wieder ein Schwenk zurück nach Bayern, Österreich, Schweiz.

Weitere Erkenntnisse:

  • Die Halle 1 wirkt vollgestopft mit Wohnmobilen/Wohnwagen wesentlich kleiner als mit Zehntausenden Ravern bei der SEMF
  • Die Messestände/Messebauten sind überwiegend unspektakulär und mitunter sehr einfach. Viel Traverse, schlichte Stangen-Konstruktionen. Wenig Displays, wenig digital. WLAN for free lief.
  • Die Bierversorgungsstellen sind unglaublich wichtig und allesamt gut besucht
  • Aufgeschnappter Lieblingsspruch: „Mit dem Flieger ganget mr nimmer ford“
  • Fun Fact: Ich habe KEINEN einzigen Kuli bekommen. Prospekte satt.
  • Travelblogger habe ich außer uns keine gesehen. Vielleicht kommen die erst am Wochenende wieder
  • Dauerfrage: OMG, wie Hölle muss das hier Freitag/Samstag/Sonntag sein?
  • Habe ich jemals erzählt, dass ich absolut kein Camper/Zelter-Typ bin? Richtiges Bett is a must. Auch im Urlaub.
  • Habe ich jemals erzählt, dass es in Stuttgart eine Rolladen-Fachmesse gibt? Hat mir mal ein Taxifahrer gesteckt. Ich habe nicht schlecht gestaunt, was sich denn so alle Jahre im Rolladen-Segment tut, um eine ganze Messe zu veranstalten.
  • Mehr in den Bildern oben, weil wir haben die Bilder

Das ist alles in allem schnell ermüdend, geht sowieso in den Rücken und da das kulinarische Angebot – bis aufm ADAC-Rooftop-Restaurant – in den einzelnen Hallen sowie das offizielle Messe-Catering von Aramak wenig verlockend aussah, sind wir nach drei Stunden wieder gegangen. Hat sich trotzdem voll wie ein Tag Urlaub angefühlt.

Und da verbleibe ich mit einem großen Bonmot von Wulle-Mann Omid:  „Ich unterscheide zwischen einer Reise machen und Urlaub machen.“ Er will sagen, dass eine Reise u.a. auch mit Anstrengung verbunden ist und Urlaub bedeutet Erholung. Ich bin aktuell eher mehr der Urlaubstyp. AIDA ahoi!

CMT 2017 – noch bis diesen Sonntag in der Messe

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