Making of Mops: Bekennervideo aufgetaucht

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Ein Mops geht hops und steil. Und eine Stadt sucht die Verantwortlichen. Stichwort #Mopsgate #Mopsgart21 #Mopsnapping.

Hier ein gefilmtes Bekennerschreiben. Zumindest mal Teil 1. Und die Lösung der Frage „Wer hat eigentlich den Mops auf die Säule gestellt?“ Antwort: Wir waren’s.

Aber: wer hat ihn geklaut? Wir waren’s nicht. Ganz ehrlich.

Was war geschehen? In jungen Jahren als er noch ein kleines Loriöle war, hat Vicco von Bülow alias Loriot wohl mal am Eugensplatz gewohnt.  Anfang November wäre der 2011 verstorbene Humorist 90 geworden – und ein paar Menschen wollten ihm zu diesem Anlass am Eugensplatz ein Denkmal setzen

Für unsere Begriffe war das allerdings nur der Fuß eines Denkmals. Eine Säule.

Also haben wir uns im Online-Fachhandel einen Mops besorgt, im Bastelgeschäft wind- und wetterfeste Goldsfarbe – und im Keller eine Leiter.

Dann haben wir das Ganze in bester Banksy-Manier in einer Nacht- und Nebelaktion am Eugensplatz auf die Säule gestellt. W. und G. auf großer Fahrt. Während RAM zu dieser nachtschlafenen Zeit zu Hause Schmiere lag.

Und dann passierte das, was man wohl einen viralen, unkontrollierbaren Effekt nennt: irgendjemand hat den Mops gemopst. Vom Denkmal runtergeklaut.

Wer macht denn sowas? Wir dachten, das Ordnungsamt, das macht sowas. Oder der Bildhauer der Säule Ulrich Gsell. Oder aber der Säulenpapa Gerhard Raff, Initiator der mopslosen Säule.

Irgendwann haben sie im British Museum ja auch festgestellt, dass sie ein falsches Ölgemälde, aber einen echten Banksy bei sich hängen haben. Nur die haben ihn meines Wissens nach nicht entfernt.

Die Frage bleibt: wer hat unseren Mops geklaut? Wir versichern jedenfalls an Eides statt: wir von kessel.tv waren’s nicht. Wir wären’s  gern gewesen. Schade, dass wir die Idee nicht selber hatten, uns unseren eigenen Mops zu klauen. Und dann gegen Lösegeld wieder hinzustellen.

Jedenfalls hat kessel.tv nur was mit dem mysteriösen Auftauchen des Mopses zu tun, nicht aber mit dem mysteriösen Verschwinden. Wir wissen auch nicht, wer’s wahr, vielleicht auch Xaver, der ihn runtergehauen hat. Zahlen aber auch nicht mehr Lösegeld als 38,95 € plus Versand.

Nimm das, du Dieb! Und dankeschön. Denn erst der Mops-Klau war der wahre Mops-Clou – und hat die gesamte lokale Presse, die Polizei und die Stadt aufgerüttelt. So schreibt die Stuttgarter Zeitung unter der Schlagzeile „Der Mops ist weg“

Am Dienstagnachmittag sei ein anonymer Hinweis zum Fehlen des Mopses eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin. Daraufhin sei eine Streife am Eugensplatz vorbeigefahren. Die Beamten stellten fest: die Säule ist tatsächlich Mops-los.

Auch die Südwestpresse steigt ein:

Ein goldener Mops fehlt, inoffizieller Schmuck fürs Loriot-Denkmal in der Landeshauptstadt. Jetzt fragt ganz Stuttgart: Wo ist der Mops?

Und befragt alle Beteiligten – ausser uns.

Der Mops gehört nicht zum Denkmal, und die Mops-Besitzer haben bisher keine Anzeige erstattet.“ Hat vielleicht die Stadt mit der Kehrwoche übertrieben? „Wir sind unschuldig“, sagt Sven Matis. „Weder Ordnungsamt noch Kulturamt haben den Mops gemopst.“ Der Rathaussprecher hat aber eine Vermutung: „Wahrscheinlich war es eine Zwischennutzung, der Besitzer hat seinen Mops wieder geholt.“

Die Stuttgarter Nachrichten fragen „Kunstraub oder Diebstahl?„, widmen dem Mops eine 3/4 Seite in der Printausgabe und setzen den gemopsten Mops in einem Infokasten mit großen Kunstdiebstählen gleich:

Doch handelt es sich überhaupt um einen Kunstraub, wenn der Mops ursprünglich nicht zum Kunstwerk gehörte? Und wer ist der anonyme Anrufer? Hat etwa der den Mops aufs Denkmal gesetzt und wollte ihn nun wieder haben? Im Moment hat die Polizei mehr Fragen als Antworten und setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Und weiter:

Wer den Mops auf der Säule montiert hat, ist ungewiss. Die Anwohner jedenfalls dachten, dass der Mops aufs Denkmal gehört, und nur nicht termingerecht zur Einweihung geliefert worden ist.

Die Frage nach der Mops-Montage jedenfalls ist hiermit geklärt. Nur nicht die nach dem Täter. Viele kommen in Frage, keiner will’s gewesen sein, aber alle scheint es zu beschäftigen:

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Als nächstes geht der Mops dann zu SWR1 Leute, dann Lanz und Letterman.

Wir lernen: eine säulenloser Mops bewegt die Menschen mehr als eine mopslose Säule.

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