Netzhypes des Tages

Heute der Hit, morgen wahrscheinlich schon wieder vergessen, kurz auf den Zug gesprungen, zwei Netzhypes des Tages:

Heute früh hat Spiegel Online über die Website www.c-wie.de eines 19jährigen (SPD-Mitglieds) berichtet, der auf der Homepage die Wahlkampfkampagne der CDU Mecklenburg-Vorpommern „C wie Zukunft“ verarscht. Kann jeder einen Spruch eintragen, allerdings kontrolliert der Betreiber zunächst die Einträge („sonst wird da jede Menge Müll reingestellt“). Falls ihr euch also schon den ganzen Tag wundert, warum eure Kollegen seltsames Zeug auf FB posten wie z.B. „C wie Cutmaster Crupa“ oder „C wie Collerausfahrt“ oder „C wie Leda“ – daran liegt´s.

Wie garstig das Netz sein kann, sieht man bei der #fickdichberlin-Hashtag-Geschichte auf Twitter, die heute gegen 12:00 Uhr losgetreten wurde.

Wie man sieht, herrscht großer Unmut und Unzufriedenheit gegenüber der Hauptstadt und Regierung. Gibt dazu ein Vorbild, nämlich die gestrige #fuckyouwashington-Nummer von Jeff Jarvis, amerikanischer Journalist und Professor und Autor des Buches „What would Google do?“.

Dabei ist das Hashtag so gesehen gar nicht von ihm. Nachdem er im TV die Verhandlungen über die US-Schuldenkrise verfolgt hat, war er ziemlich pissed und twitterte: “Hey, Washington assholes, it’s our country, our economy, our money. Stop fucking with it.”

Und weiter: „That’s all I was going to say. I had no grand design on a revolution. I just wanted to get that off my chest. That’s what Twitter is for: offloading chests. Some people responded and retweeted, which pushed me to keep going, suggesting a chant: “FUCK YOU WASHINGTON.” Then the mellifluously monikered tweeter @boogerpussy suggested: “.@jeffjarvis Hashtag it: #FUCKYOUWASHINGTON.” Damn, I was ashamed I hadn’t done that. So I did.“

Manche meinen nun, die #fickdichberlin-Nummer wäre ne billige Nachmache, sowieso nur Genörgel und man sollte doch selbst kreativ werden, so Nico Lumma auf seinem Blog.

Mal gucken, ob wir morgen noch darüber reden. Thorsten meinte, man sollte doch mal eine Tweet-Welle mit #dntfckwthstgt starten.

7 Comments

  • Joris sagt:

    Na, im Gegensatz zu der aktuellen Situation in Washington geht es uns doch super. Das #fickdichberlin klingt wie meckern auf hohem Niveau, wenn man sich im direkten Vergleich die USA anschaut.
    Bin ja gespannt, was hier passiert, wenn die USA tatsächlich „defaulten“ sollten.

  • Beraternase sagt:

    Das ewige Gejammere siehe #fickdichberlin macht mich krank. Die Leute sollen nicht nur Wutbürgern, sondern sich mal umschauen, wie gut es uns hier geht. By the way: Jeder kann sich für „Berlin“ aufstellen und es besser machen…..

  • malE sagt:

    vielleicht brauchen die ganzen jammernden Wutbürger einfach nur eine anständige Beraternase die ihnen sagt wie sie besser mit ihrem leben klarkommen 😉

  • Beraternase sagt:

    @malE Ja klar…. Was denn sonst! 😉

  • Aktion Reaktiion sagt:

    ist doch super, wenn das mal noch ein bisschen mehr gewicht kriegen würde, wär das doch mal eine klare aussage der bürger!
    http://www.eurodemostuttgart.wordpress.com

  • Mightymaze sagt:

    Ist Wutbürgen jetzt schon zum adjektiv mutiert???! Ich glaub wenn die Beraternasen ihren Job richtig machen würden, würde es dazu gar nich erst kommen.

  • Toni D. sagt:

     #dntfckwthstgt … weil es montags immer Maultaschen mit KaSa gibt.

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